Was es gibt keine Hölle!?


Ein falscher Lehrer

Ein reformierter Pfarrer hat mir im Gespräch gesagt, dass man an die Hölle, wie sie zum Beispiel in „Dantes Inferno“ beschrieben wird, nicht mehr glaubt. Mit diesem Kapitel möchte ich diesem Irrglauben eindringlich widersprechen.

Die biblische Lehre von der Hölle ist klar und ernst. Die Hölle wird nicht als ein symbolischer oder allegorischer Ort dargestellt, sondern als ein realer und grausamer Ort des ewigen Leidens. Die biblischen Beschreibungen sind präzise und warnen vor den ernsten Konsequenzen bei der Nichtannahme von Jesus Christus als Erlöser.


Die Departemente der Hölle

Verschiedene Örtlichkeiten und deren Begriffe, sowohl im ersten als auch im zweiten Testament, wurden oftmals einfach mit "Hölle" übersetzt. Dies ist nicht falsch. Dennoch gibt es verschiedene Departemente in der Hölle, und ein Christ sollte diese ein wenig unterscheiden können.


Sheol (hebräisch: שְׁאוֹל):

Im Alten Testament wird Sheol als die allgemeine Totenwelt bezeichnet, wo alle Verstorbenen hingehen, unabhängig von ihrem moralischen Verhalten im Leben. Es wird beschrieben als ein dunkler, schattenhafter Ort, der oft mit Trauer und Stille verbunden ist. Sheol ist in erster Linie kein Ort der Strafe oder Belohnung, sondern einfach die Wohnstätte der Toten.

"Bevor ich hingehe, wohin ich nicht zurückkehre, ins Land der Finsternis und des Todesschattens, in das Land, das stockfinster ist, wie die Finsternis des Todesschattens, ohne Ordnung, wo es dämmert wie am Abend, mitten in der Finsternis."

(Hiob 10,21-22)

"Denn meine Seele ist übervoll an Leiden, und mein Leben ist nahe dem Totenreich. Ich bin schon gerechnet zu denen, die zur Grube hinabfahren; ich bin wie ein kraftloser Mann. Ich liege verlassen mitten unter Toten, wie die Erschlagenen, die im Grab liegen, deren du nicht mehr gedenkst, die von deiner Hand abgeschnitten sind. Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternis, in Tiefen."

(Psalm 88,4-7)

Spannend dabei ist, dass kein Buch des Alten Testaments auf den Himmel als Aufenthaltsort nach dem Tod hinzudeuten scheint – also auf einen Ort, an dem man gemeinsam mit Gott ist. Für alle Juden jener Zeit war klar: Nach dem Tod geht man in den Scheol.


Hades (griechisch: ᾅδης):

Scheol ist im Hebräischen der Oberbegriff für das Totenreich. Das Neue Testament präzisiert, was sich im Scheol (beziehungsweise im gleichgesetzten griechischen Begriff Hades) befindet: sowohl Ort der Qual als auch ein Ort des Trostes.

Der griechische Begriff Hades entspricht weitgehend dem hebräischen Scheol – beide bezeichnen das Totenreich, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausgestaltung im Neuen Testament.

Ein anschauliches Beispiel bietet das Gleichnis vom reichen Mann und Lazarus (Lukas 16,19–23):

„Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Ein Armer aber, mit Namen Lazarus, lag vor dessen Tür … Es geschah aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen; der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Und als er im Hades war und Qualen litt, erhob er seine Augen und sah Abraham von fern und Lazarus in seinem Schoß.“

Dieses Gleichnis zeigt deutlich: Der Hades (bzw. Scheol) ist kein einheitlicher Ort. Auf der einen Seite steht der Ort der Qual für die Ungerechten, auf der anderen Seite „Abrahams Schoß“ – ein Ort des Trostes und des Schutzes für die Gerechten. In heutiger Sprache könnte man sagen: ein „Safespace“ für die Gläubigen Israels.


Temporäre Natur von Hades

In der Offenbarung wird Hades nicht als endgültiger Aufenthaltsort beschrieben:

„Und der Tod und das Totenreich (Hades) wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod, der Feuersee.“ (Offb 20,14)

Das zeigt: Hades ist temporär und besteht bis zum endgültigen Gericht, ehe er zusammen mit dem Tod in den Feuersee geworfen wird. In anderen Worten: Alle Bewohner des Hades, Engel, Menschen und Riesenseelen werden in den Feuersee kommen.


Fazit

Scheol / Hades = gesamtes Totenreich

Abrahams Schoß = Schutzort für die Gerechten im Scheol

Endgültiges Gerichtsort = Feuersee


Gehenna (γέεννα):

Gehenna wird 12 Mal im Neuen Testament erwähnt, meistens von Jesus selbst. Es bezieht sich auf das Tal Hinnom (Ge-Hinnom) außerhalb Jerusalems. Historisch gesehen war dieses Tal ein Ort grausamer Götzenanbetung, wo Kinder dem Gott Baal/Moloch geopfert wurden.

"Er machte auch den Topheth im Tal Ben-Hinnom unrein, damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen lasse." (2. Könige 23,10)

"Und sie haben die Höhen des Topheth gebaut, das im Tal Ben-Hinnom ist, um ihre Söhne und Töchter dem Moloch zu verbrennen, was ich ihnen nicht geboten habe und was mir nicht in den Sinn gekommen ist. Darum siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da man nicht mehr von dem Topheth und dem Tal Ben-Hinnom sprechen wird, sondern vom Tal des Todes, und man wird im Topheth begraben, weil sonst kein Raum mehr da ist."

(Jeremia 7,31-32)

Später wurde das Tal zur Müllhalde, wo beständig Feuer brannten, um den Abfall zu verbrennen. Jesus beschreibt Gehenna als einen Ort:

"Wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt." (Markus 9,48)

Die Gehenna existiert heute nicht mehr, jedoch wurde sie als Analogie für das Höllenfeuer verwendet.


Tartarus (ταρταρόω):

Der Begriff Tartarus wird nur einmal im Neuen Testament verwendet:

"Denn wenn Gott die Engel, die gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern sie in den Abgrund hinabstieß und in Ketten der Finsternis übergab, um sie für das Gericht aufzubewahren."

(2. Petrus 2,4)

Tartarus beschreibt einen speziellen Ort der Dunkelheit, wo gefallene Engel bis zum Gerichtstag festgehalten werden. Der Begriff findet sich auch in der griechischen Mythologie und ist der tiefste Abgrund der Unterwelt, schlimmer als Hades. In der biblischen Verwendung wird Tartarus als ein Ort des Gerichts und der Inhaftierung für rebellische Engel gesehen, speziell für die Engel aus Genesis 6. Es betont die Strenge von Gottes Gericht über Sünde und Rebellion, selbst unter den himmlischen Wesen.


Der Feuersee

In der Offenbarung wird der Feuersee als der endgültige Ort der Strafe für Satan, das Tier, den falschen Propheten, die gefallenen Engel und alle beschrieben, deren Namen nicht im Buch des Lebens stehen:

"Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit." (Offenbarung 20,10)

"Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen." (Offenbarung 20,14-15)

Der Feuersee ist ein Ort ewiger Qual, „wo sie Tag und Nacht gequält werden in alle Ewigkeit“ (Offenbarung 20,10). Es symbolisiert das endgültige und unwiderrufliche Gericht Gottes über das Böse.

"Den Feigen aber und Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod."

(Offenbarung 21,8)

Der Feuersee wird auch der „zweite Tod“ genannt, was die endgültige Trennung von Gott darstellt. Im Gegensatz zu anderen Begriffen, die temporäre oder symbolische Bedeutungen haben können, beschreibt der Feuersee den ewigen Zustand der Verurteilten nach dem letzten Gericht. Es ist die eigentliche Hölle, ein Ort der Qualen in alle Ewigkeit.

Auch der Hades ist, wie in der Geschichte von Lazarus gezeigt wird, ein unangenehmer Ort für diejenigen, die Jesus nicht angenommen haben. Dennoch bleibt der Feuersee der endgültige und ewige Ort des Gerichts.


Feuerofen

Der Feuerofen ist ein Synonym für den Feuersee, die eigentliche Hölle. Jesus selbst beschreibt diesen Ort als den finalen Bestimmungsort für diejenigen, die Böses tun. Im Gleichnis vom Unkraut und Weizen erklärt er, wie am Ende der Welt die Gerechten und die Bösen getrennt werden:

"Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird es auch am Ende der Welt gehen. Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die, die Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat, der höre!" (Matthäus 13,40-43)

Der Feuerofen ist also ein Bild für das endgültige Gericht und die ewige Strafe, die im Feuersee stattfindet, wo es "Heulen und Zähneklappern" geben wird.


Äußerste Finsternis

Die äußerste Finsternis ist ebenfalls ein Synonym für den Feuersee, die eigentliche Hölle. Im Gleichnis vom Hochzeitsmahl beschreibt Jesus einen Mann, der ohne Einladung am Fest teilnimmt, was symbolisch für jemanden steht, der ohne die Annahme von Jesus als Erlöser versucht, in den Himmel zu gelangen. Der König, der in diesem Fall für Gott steht, gibt den strengen Befehl:

"Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis; dort wird Heulen und Zähneklappern sein." (Matthäus 22,13)

Die äußerste Finsternis steht im krassen Gegensatz zur hellen und freudigen Feier im Hochzeitsmahl, an der diejenigen teilnehmen, die die Einladung des Königs angenommen haben. Die „äußerste Finsternis“ wird als Ort großer Trauer, Verlust und Weh beschrieben und deutet auf die ewige Strafe hin. Jesus verwendet diesen Begriff auch an anderen Stellen:

"Aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort wird Heulen und Zähneklappern sein."

(Matthäus 8,12)

"Und sie werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird Heulen und Zähneklappern sein."

(Matthäus 13,42)

"Und sie werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird Heulen und Zähneklappern sein."

(Matthäus 13,50)

"Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis; dort wird Heulen und Zähneklappern sein."

(Matthäus 25,30)

Die äußerste Finsternis ist somit ein Ort des Gerichts für diejenigen, die Jesus Christus ablehnen, was mit „Weinen und Zähneknirschen“ einhergeht, ein Zeichen sowohl für inneren Schmerz als auch für äußere Qualen.

In Judas 1,13 wird dieser Ort der Verdammnis als „dunkelste Finsternis“ beschrieben, die für „gottlose Menschen“ aufbewahrt wird:

"Wilde Meereswellen, die ihre eigene Schande ausschäumen; irrende Sterne, für die die dunkelste Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist."

(Judas 1,13)

Diese Finsternis steht im Gegensatz zu Gott, der als Licht beschrieben wird:

"Denn Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis."

(1. Johannes 1,5)

Wenn Gott seine Gegenwart entzieht, bleibt nur Finsternis. Dies zeigt, dass die äußerste Finsternis den endgültigen Zustand der Trennung von Gottes Licht und Segen darstellt. Licht steht in der Bibel für Reinheit, Heiligkeit und Herrlichkeit, während Finsternis ein Symbol für moralische Verdorbenheit und Leid ist:

"Sie wissen nichts und verstehen nichts; sie tappen im Finstern, alle Grundfesten der Erde wanken."

(Psalm 82,5)

"Die auf verkehrten Wegen wandeln, um in Finsternis zu wohnen."

(Sprüche 2,13)

"Ihr Licht wird dunkel werden wegen des auf sie kommenden Unglücks, und ihre Seele wird vor den Menschen vergehen."

(Hiob 3,4-6)

Zusammengefasst, ist die äußerste Finsternis ein Ort des tiefen Kummers, der Trauer und des unsäglichen Leidens. Dies ist das Schicksal derer, die Christus ablehnen:

"Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes."

(Johannes 3,18)

"Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm."

(Johannes 3,36)

Christus ist das Licht der Welt (Johannes 8,12). Wer dieses Licht ablehnt, wird in die ewige Finsternis geworfen, wie der Mann im Gleichnis, der ohne Einladung kam und dadurch seine Chance auf Freude, Segen und Gemeinschaft verlor.


Abyss (Dämonenzwischenlager)

Der Begriff Abyss bedeutet so viel wie "Abgrund" und wird fast ausschließlich als spezieller Aufenthaltsort für Dämonen verwendet. Die Abyss dient als eine Art Zwischengefängnis für gefallene Engel und Dämonen, ähnlich wie Hades/Sheolein Zwischengefängnis für Menschen ist, die Jesus nicht angenommen haben, bis zum Tag des Jüngsten Gerichts.

In Lukas 8,31 wird deutlich, dass Dämonen Angst haben, in den Abgrund geschickt zu werden:

"Und sie baten ihn, dass er ihnen nicht gebieten möchte, in den Abgrund zu fahren." (Lukas 8,31)

Dieser Abgrund wird in der Offenbarung mehrfach erwähnt, insbesondere im Zusammenhang mit dämonischen Aktivitäten:

"Und der fünfte Engel posaunte; und ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war, und ihm wurde der Schlüssel zum Brunnen des Abgrunds gegeben. Und er öffnete den Brunnen des Abgrunds, und es stieg Rauch aus dem Brunnen auf wie der Rauch eines großen Ofens, und die Sonne und die Luft wurden verfinstert von dem Rauch des Brunnens."

(Offenbarung 9,1-2)

"Und sie haben über sich einen König, den Engel des Abgrunds; sein Name ist auf Hebräisch Abaddon, und im Griechischen hat er den Namen Apollyon."

(Offenbarung 9,11)

Der Abgrund wird als Ort beschrieben, wo das Tier, das gegen die Zeugen Gottes kämpft, heraufkommt:

"Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufkommt, mit ihnen Krieg führen und sie überwinden und sie töten." (Offenbarung 11,7)

"Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen. Und die Bewohner der Erde, deren Namen nicht im Buch des Lebens geschrieben stehen von Grundlegung der Welt an, werden sich wundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und doch da sein wird." (Offenbarung 17,8)

Der Abgrund spielt auch eine zentrale Rolle in der Bindung Satans für tausend Jahre, bevor er endgültig in den Feuersee geworfen wird:

"Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand hatte. Und er griff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist; und er band ihn tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund und schloss zu und versiegelte über ihm, damit er nicht mehr die Nationen verführte, bis die tausend Jahre vollendet sind."

(Offenbarung 20,1-3)

Hier wird beschrieben, wie Satan für tausend Jahre gebunden wird, bevor er ein letztes Mal losgelassen wird und danach ins endgültige Gericht des Feuersees kommt. Der Abyss ist also ein temporäres Gefängnis für Dämonen und gefallene Engel, das letztlich in den ewigen Zustand der Verdammnis im Feuersee übergeht.


Abyss als Scheol und Hades

In Römer 10,7 wird der Begriff Abgrund metaphorisch verwendet und auf die Totenwelt bezogen:

"Oder: Wer wird in den Abgrund hinabsteigen? Das ist: Christum von den Toten heraufholen."

(Römer 10,7)

In diesem Vers bezieht sich der Abgrund auf den Ort der Toten, ähnlich wie Hades im Neuen Testament und Sheol im Alten Testament. Diese Begriffe bezeichnen die allgemeine Totenwelt, wo die Seelen nach dem Tod verweilen, bevor sie zum endgültigen Gericht kommen.

Der Abgrund (Abyss) wird hier also nicht nur als Aufenthaltsort für Dämonen verwendet, sondern ist auch eine Umschreibung für die Totenwelt. In dieser Bedeutung ist der Abgrund gleichzusetzen mit Hades und Sheol, da er den Ort beschreibt, wo die Seelen der Verstorbenen warten. Besonders in diesem Kontext wird klar, dass es um die Totenwelt geht, aus der Christus als Auferstandener wieder hervorgeholt wurde.

Die Verbindung von Abyss, Hades und Sheol zeigt, dass sie in manchen Bibelstellen synonym verwendet werden, um die vorübergehende Wohnstätte der Toten vor dem endgültigen Gericht zu bezeichnen.


Feuer als Symbol für Gottes Zorn

Feuer wird in der Bibel häufig als Symbol für den Zorn Gottes und sein Gericht verwendet. Es steht für seine heilige und gerechte Strafe über Sünde und Rebellion.

In Psalm 21,10 wird dieses Bild klar verwendet:

"Du wirst sie wie einen Feuerofen machen zur Zeit deines Zorns; der HERR wird sie verschlingen in seinem Grimm, und Feuer wird sie verzehren."

(Psalm 21,10)

Hier wird Feuer als Mittel des Gerichts und Ausdruck von Gottes Zorn gegen seine Feinde beschrieben, das sie vollständig verzehrt.

Auch in Jesaja 66,15-16 wird Feuer als Zeichen von Gottes Vergeltung und Gericht dargestellt:

"Denn siehe, der HERR wird kommen mit Feuer, und seine Wagen wie ein Wetterblitz, um seinen Zorn zu vergelten mit Grimm und seine Schelte mit Feuerflammen. Denn der HERR wird durch Feuer und durch sein Schwert alles Fleisch richten, und die vom HERRN Erschlagenen werden viele sein."

(Jesaja 66,15-16)

In dieser Passage zeigt sich Gottes Feuer in seiner direkten und mächtigen Vergeltung gegen das Böse, was sein zorniges Gericht über die ganze Menschheit unterstreicht.

In Hebräer 12,29 wird die Natur Gottes selbst als verzehrendes Feuer beschrieben:

"Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer."

(Hebräer 12,29)

Dieser Vers verdeutlicht, dass Gottes Wesen in seiner Heiligkeit und seinem Zorn wie ein Feuer ist, das alles zerstört, was unrein oder sündhaft ist. Das Bild des verzehrenden Feuers zeigt Gottes absolute Heiligkeit und seinen gerechten Zorngegenüber Sünde.

Durch diese Bilder verdeutlicht die Bibel, dass Gottes Zorn keine unkontrollierte Wut ist, sondern ein heiliger, gerechter Zorn, der über das Böse kommt, um es zu vernichten.


Feuer in den Gleichnissen von Jesus

In mehreren seiner Gleichnisse verwendet Jesus das Bild des Feuers, um das endgültige Gericht oder den physischen Tod darzustellen. Das Feuer muss jedoch nicht immer direkt mit der Hölle (dem Feuersee) gleichgesetzt werden, sondern kann auch metaphorisch für Zerstörung oder Gottes Urteil stehen.

Matthäus 13,40-42

Im Gleichnis vom Unkraut und dem Weizen beschreibt Jesus das Ende der Welt, bei dem das Unkraut (symbolisch für die Bösen) gesammelt und ins Feuer geworfen wird:

"Wie nun das Unkraut gesammelt und mit Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt (Endzeit) sein. Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden aus seinem Reich alle Ärgernisse und die, die da Unrecht tun, sammeln und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappern." (Matthäus 13,40-42)

In diesem Gleichnis ist der Feuerofen ein Symbol für den Feuersee, wie er in der Offenbarung beschrieben wird. Das Feuer repräsentiert das endgültige Gericht über die Bösen, die vom Menschensohn (Jesus) aus seinem Reich entfernt und in die ewige Strafe geworfen werden. Hier steht das Feuer für den Feuersee, die endgültige Hölle.

Johannes 15,4-7

In diesem Gleichnis spricht Jesus zu gläubigen Christen und verwendet das Bild des Weinstocks und der Reben, um die Notwendigkeit einer bleibenden Verbindung zu ihm zu veranschaulichen:

"Bleibet in mir, und ich in euch. Gleichwie die Rebe (Gläubiger Christ) nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstock (Gott), also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn außer mir könnt ihr nichts tun." (Johannes 15,4-5)

"Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen." (Johannes 15,6)

Dieses Gleichnis lässt zwei mögliche Interpretationen zu:

1. Verlorenheit: Wer nicht in Jesus bleibt, kommt in die Hölle (Feuersee), da er kein wahrer Christ war. Diese Menschen haben sich nur oberflächlich zu Christus bekannt, aber keine echte Umkehr oder Glaubensbeziehung erfahren. Sie sind wie die verdorrten Reben, die keine Frucht bringen und letztlich im Feuer verbrannt werden.

2. Früher Tod: Eine zweite Interpretation könnte sein, dass Christen, die keine lebendige Beziehung zu Christus aufrechterhalten, den physischen Tod früher erleiden. Sie verlieren ihren geistlichen Eifer und „verdorren“, was zu einem frühen Ende ihres irdischen Lebens führen könnte. Hier wäre das Feuer nicht die Hölle, sondern der Ausdruck eines vorzeitigen Gerichts über Christen, die nicht im Glauben bleiben.

In beiden Fällen steht das Feuer für ein ernstes Gericht, aber nicht zwingend für die ewige Hölle.


Warum sind diese Begrifflichkeiten so wichtig?

Die Begrifflichkeiten wie Scheol, Hades, Gehenna, Feuersee, und Abgrund sind entscheidend für das Verständnis biblischer Lehren über das Leben nach dem Tod, das Gericht und das ewige Schicksal von Menschen. Falsche Lehrer oder solche, die die Existenz der Hölle oder des endgültigen Gerichts relativieren möchten, nutzen oft diese Begriffe, um Zweifel zu säen oder zu verharmlosen, was die Bibel über die Konsequenzen des Ungehorsams sagt.


Relativierung durch falsche Lehrer

Viele falsche Lehrer versuchen, die Existenz der Hölle zu relativieren, indem sie die Begriffe und Konzepte umdeuten oder in Frage stellen:

Scheol und Hades: Diese Begriffe werden oft als unklare oder symbolische Orte dargestellt, um die Existenz einer Hölle oder eines endgültigen Gerichts zu minimieren.

Gehenna: Der historische Kontext wird hervorgehoben, um zu argumentieren, dass es sich lediglich um eine Müllhalde handelte, und nicht um ein Bild für ewige Strafe.

Feuerofen und Feuersee: Diese Begriffe werden manchmal als metaphorisch für temporäre Prüfungen oder zur bildlichen Darstellung von Gottes Zorn genutzt, ohne den Ernst der ewigen Verdammnis anzuerkennen.


Die Wichtigkeit einer ganzheitlichen Bibellehre

Um diesen Relativierungen entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Bibel als ein zusammenhängendes Werk zu betrachten, das sowohl das Alte als auch das Neue Testament umfasst. Die Begriffe und Bilder aus dem Alten Testament werden im Neuen Testament weiter erklärt und konkretisiert. Hier sind einige Schlüsselpassagen und ihre Bedeutung:


Gefangene Gläubige

„Darum heißt es: »Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben.« Das Wort aber: »Er ist hinaufgestiegen«, was bedeutet es anderes, als dass er auch zuvor hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde? Der hinabgestiegen ist, das ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.“

(Epheser 4,8-10, Schlachter 2000)

Jesus stieg nach seinem Tod in die „unteren Teile der Erde“ hinab – ein klarer Hinweis auf seinen Aufenthalt im Scheol bzw. Hades. Dort befreite er die Gefangenen und verteilte Gaben. Bei den Gefangenen handelt es sich um gläubige Juden, die im Vertrauen auf den kommenden Messias gestorben waren. Obwohl sie im Glauben starben, waren sie dennoch in Sünde gestorben und konnten daher noch nicht in den Himmel eingehen. Stattdessen verweilten sie in „Abrahams Schoß“ – einem geschützten Bereich innerhalb des Totenreichs, der in der biblischen Geschichte von Lazarus erwähnt wird. Dieser Ort diente als eine Art sicherer Zufluchtsort für die Gerechten, bis sie durch das vergossene Blut des Messias gereinigt wurden und schließlich in die Gegenwart Gottes eingehen konnten.

„Du bist zur Höhe emporgestiegen, hast Gefangene mitgeführt; du hast Gaben empfangen für die Menschen, auch für die Widerspenstigen, damit Gott, der HERR, eine Wohnung habe.“

(Psalm 68,19, Schlachter 2000)

Diese Passage spricht von der Befreiung der Gefangenen und der Übergabe von Gaben, was die Vorstellung unterstützt, dass die „Gefangenen“ im Scheol von Jesus nach seinem Tod befreit wurden.


Darum wurden nach der Kreuzigung Tote gesichtet

Matthäus 27,51–53 (Luther 2017):

„Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen,

und die Gräber taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf

und gingen nach seiner Auferstehung aus den Gräbern und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.“


Gefangene Engel

„Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist. In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren, als Gottes Langmut harrte in den Tagen Noahs, während die Arche gebaut wurde, in der wenige, das ist acht Seelen, durch das Wasser hindurch gerettet wurden.“

(1. Petrus 3,18-20, Schlachter 2000)


Nach seinem Tod predigte Jesus den „Geistern im Gefängnis“, wie es im Neuen Testament beschrieben wird. Diese Geister befinden sich im Abgrund, auch bekannt als Tartaros. Es handelt sich dabei um die gefallenen Engel – die „Söhne Gottes“ aus Genesis 6 –, die sich mit den Töchtern der Menschen verbanden und dadurch die Nephilim, die Riesen, hervorbrachten. Aufgrund ihrer Rebellion wurden sie von Gott verbannt und in Finsternis gefangen gehalten. Jesu Predigt an diese Geister war keine Botschaft zur Umkehr, sondern eine machtvolle Verkündigung seines endgültigen Sieges über Sünde, Tod und alle Mächte der Finsternis.

Judas 1,6 (Luther 2017):


„Und die Engel, die ihren himmlischen Wohnsitz nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, hat er für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln in der Finsternis verwahrt.“

„Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt worden, damit sie zwar gerichtet werden im Fleisch nach Menschenweise, aber im Geist leben nach Gottes Weise.“

(1. Petrus 4,6, Schlachter 2000)

Diese Passage bestätigt, dass das Evangelium den „Toten“ verkündet wurde, was auf eine Botschaft für die Seelen im Hades hinweist.


„Denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben, noch zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sieht. So hat er David, vorausschauend redend, von der Auferstehung des Christus gesagt, dass seine Seele nicht dem Totenreich preisgegeben worden ist und dass sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat.“

(Apostelgeschichte 2,27-31, Schlachter 2000)


Diese Stelle zitiert David und spricht davon, dass Jesus nicht im Hades gelassen wurde, was die Vorstellung unterstützt, dass es einen Ort des Wartens gibt, aber Jesus triumphierte über diesen Ort.


Zusammenfassung

Es ist wichtig, diese Begrifflichkeiten zu verstehen, um die biblische Lehre über das Leben nach dem Tod und das endgültige Gericht korrekt zu erfassen. Scheol, Hades, Gehenna und Feuersee sind keine voneinander unabhängigen Konzepte, sondern Teile eines zusammenhängenden Bildes, das in der gesamten Bibel zu finden ist. Die Hölle ist ein realer Ort des endgültigen Gerichts, wie durch diese Begriffe und die biblischen Lehren belegt wird.


Warum sind diese Begrifflichkeiten so wichtig?

Auf Basis der verschiedenen Departemente in der Hölle erhalten viele Verse eine ganz andere Bedeutung. Das Alte Testament bietet zahlreiche Hinweise auf das Wesen des Hölle. 

Die Hölle ist ein Ort des Leidens, des Schmerzes und der Qualen, an dem diejenigen, die von Gott getrennt sind, für immer leiden werden.

Das Bild der Hölle in den Medien entspricht oft nicht der biblischen Realität. In Filmen, Serien und Comics wird die Hölle manchmal als ein Ort dargestellt, an dem Menschen noch Entscheidungsfreiheit haben, ein angenehmes Leben führen oder gar in den Rängen der Dämonenhierarchie aufsteigen können. Es wird suggeriert, dass man sich gegen Dämonen zur Wehr setzen oder sogar mit Satan sprechen und verhandeln kann. Solche Darstellungen mögen verlockend erscheinen und den Eindruck erwecken, dass die Hölle nicht so schlimm ist und man sein Leben unbesorgt weiterführen kann.

Musiker und Filmstars machen gelegentlich Späße darüber, dass es in der Hölle sicherlich interessante Leute zu treffen gibt. Diverse Sekten relativieren die Vorstellung der Hölle oder behaupten, dass man dort einfach ausgelöscht wird, ohne ewiges Leiden zu erfahren. Sie argumentieren, dass ein solcher Ort der Qual und des ewigen Leidens nicht existieren kann.


Ich warne dich:

Glaube diesen Irrlehrern nicht! Das Bild, das sie von der Hölle zeichnen, entspricht nicht dem, was die Bibel lehrt. Diese Darstellungen sind ein satanisches Ablenkungsmanöver, das darauf abzielt, dich von der Wahrheit abzubringen und dich in die Hölle zu führen – aber in die Hölle, wie sie in der Bibel beschrieben wird. Die Hölle ist real, und nur die ehrliche Annahme von Jesus als dein Erlöser kann dich davor retten!

Das ist das erste und letzte Mal, dass ich in diesem Blog in Rot schreibe, um die Wichtigkeit dieser Warnung zu unterstreichen!


Die Hölle als Gefängnis

In der biblischen Darstellung wird die Hölle oft als ein Ort beschrieben, der tief unter der Erde liegt und Gefängniszellen für die Verdammten enthält. Diese Vorstellung spiegelt sich in verschiedenen Bibelstellen wider, die den Hades oder Scheol als einen Ort des Gefängnisses und der Unterwelt darstellen.

„Und sie werden zusammengepfercht werden wie Gefangene in den Kerker und eingeschlossen werden im Gefängnis, und nach langer Zeit werden sie heimgesucht werden.“

(Jesaja 24,22)


„Ihr Haus neigt sich zum Tod hinab, ihre Bahnen zu den Schatten.“

(Sprüche 7,27)


„Da stieß ich dich hinab mit denen, die in die Grube fahren, zu den Urvätern, und ließ dich wohnen im tiefsten Erdteil, in den uralten Trümmern, bei denen, die in die Grube fahren, damit du nicht bewohnt wirst und ich Herrlichkeit gebe im Land der Lebendigen.“

(Hesekiel 26,20)


In der Hölle wird man mit Feuer gefoltert

In der biblischen Darstellung wird die Hölle als ein Ort beschrieben, an dem Feuer als Mittel der Qual verwendet wird. Die Vorstellung von Feuer als Symbol für das Gericht und die Bestrafung der Gottlosen ist tief in den biblischen Texten verwurzelt.


„Er lässt Schlingen auf die Gottlosen regnen; Feuer, Schwefel und Glutwind ist das Teil ihres Bechers.“

(Psalm 11,6)


„Und sie werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein.“

(Matthäus 13,42)


In der Hölle gibt es lebendige Maden, die einen auffressen und nicht sterben

„Hinabgestürzt in den Scheol ist deine Pracht, der Klang deiner Harfen; Maden werden unter dir ausgestreut, und Würmer bedecken dich.“

(Jesaja 14,11)


„Die Hitze und Dürre raffen Schneewasser hinweg, so auch das Totenreich den Sünder. Der Mutterschoß vergisst ihn, die Würmer laben sich an ihm; man denkt seiner nicht mehr, und die Ungerechtigkeit wird wie ein Baum zerbrochen.“

(Hiob 24,19-20)


„Und wenn deine Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so haue sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben einzugehen, als mit zwei Händen in die Gehenna zu kommen, in das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.“

(Markus 9,43-44) (Dieser Vers in der Zeugen Jehovas Bibel extra weggelassen, weil sie lehren, dass es keine ewige Verdammnis gibt. Ein blanke Lüge)


In der Hölle gibt es keine Hoffnung. Es gibt keinen Frieden für die Bewohner, und sie werden erniedrigt

Die Bibel beschreibt die Hölle als einen Ort ohne Hoffnung und Frieden, wo die Bewohner für immer in Qualen und Erniedrigung leben. Diese Darstellungen verdeutlichen die verzweifelte Lage derer, die sich von Gott getrennt haben.

„Zum Grab rufe ich: Du bist mein Vater! Zu den Würmern: Ihr seid meine Mutter und meine Schwester! Wo ist nun meine Hoffnung? Und meine Hoffnung – wer wird sie schauen? Sie fährt hinab zu den Riegeln des Totenreichs, wenn wir miteinander in den Staub sinken.“ (Hiob 17,14-16)


„Denn das Totenreich lobt dich nicht, der Tod rühmt dich nicht; die in die Grube hinabfahren, hoffen nicht auf deine Treue.“

(Jesaja 38,18)


„Aber die Gottlosen sind wie das aufgewühlte Meer; denn es kann nicht ruhig bleiben, und seine Wellen wühlen Schlamm und Unrat auf. Kein Friede, spricht mein Gott, den Gottlosen!“

(Jesaja 57,20-21)


„Darum sperrt das Totenreich weit auf und reißt seinen Rachen auf über das Maß; und hinab fährt seine Pracht und sein Getümmel und der Lärm der Fröhlichen unter ihnen. So wird der Mensch gebeugt und der Mann erniedrigt, und die Augen der Hoffärtigen werden erniedrigt.“

(Jesaja 5,14-15)


In der Hölle hat man keine Kraft, um sich gegen die Folter zu wehren

In der Bibel wird die Hölle als ein Ort beschrieben, an dem die Bewohner keine Kraft haben, um sich gegen die Folter zu wehren. Diese Darstellung unterstreicht die absolute Ohnmacht derjenigen, die dort verweilen müssen.

„Denn meine Seele ist voll von Leiden, und mein Leben ist nahe dem Totenreich. Ich bin denen gleich geachtet, die in die Grube hinabfahren; ich bin wie ein Mann, der keine Kraft mehr hat. Ich liege unter den Toten verlassen, wie die Erschlagenen, die im Grab liegen, deren du nicht mehr gedenkst und die von deiner Hand abgeschnitten sind. Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternisse, in Tiefen. Auf mir lastet dein Grimm schwer, und mit allen deinen Wogen bedrückst du mich.“

(Psalm 88,4-8)


„Das Totenreich unten ist über dich in Bewegung gesetzt, um deinetwillen, um dich zu empfangen, wenn du kommst. Es erweckt ihretwegen die Schatten alle Mächtigen auf der Erde und lässt von ihren Thronen aufstehen alle Könige der Völker. Sie alle heben an und sagen zu dir: Auch du bist schwach geworden wie wir, bist uns gleich geworden!“

(Jesaja 14,9-10)


In der Hölle ist es extrem heiß, und es gibt kein Wasser

Die Hölle wird in der Bibel als ein Ort beschrieben, an dem extreme Hitze und das Fehlen von Wasser die Qualen der Bewohner verstärken. Diese Darstellung betont die unerträglichen Bedingungen und den unaufhörlichen Durst derjenigen, die dort sind.

„Auch lasse ich um des Blutes deines Bundes willen deine Gefangenen frei aus der Grube, in der kein Wasser ist.“

(Sacharja 9,11)


„Er aber rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme!“

(Lukas 16,24)


In der Hölle gibt es unterschiedliche Bestrafungen je nach Schwere der Sünde

In der Bibel wird die Vorstellung vertreten, dass die Hölle unterschiedliche Grade der Bestrafung für verschiedene Sünden kennt. Dies wird als eine Art gerechte Verteilung von Strafe nach dem Maß der Sünden dargestellt.

„Wahrlich, ich sage euch: Es wird dem Land Sodom erträglicher ergehen am Tag des Gerichts als dieser Stadt!“

(Matthäus 10,15)


Der Aufenthalt in der Hölle ist für alle Ewigkeit!

Die Bibel beschreibt die Hölle als einen Ort ewiger Strafe ohne Ende. Diese Vorstellung wird in verschiedenen Versen klar und eindringlich vermittelt:

„Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Macht.“

(2. Thessalonicher 1,9)


„Er wird auch mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.“

(Offenbarung 14,10-11)


Die Hölle ist eigentlich nicht für Menschen gedacht

Die Bibel macht deutlich, dass die Hölle ursprünglich nicht für Menschen bestimmt war, sondern für Satan und seine Engel. Dies wird durch folgende Verse unterstrichen:

„Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!“

(Matthäus 25,41)

Dieser Vers zeigt, dass die Hölle als ein Ort des ewigen Feuers für den Teufel und seine Engel vorbereitet ist. Es wird betont, dass die Hölle ursprünglich als eine Art übernatürliches Gefängnis für gefallene Engel geschaffen wurde, nicht primär für Menschen.

Ein weiterer Vers, der die ewige Natur der Hölle und die damit verbundenen Qualen betont, ist:

„Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier und der falsche Prophet sind; und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

(Offenbarung 20,10)

Dieser Vers verdeutlicht, dass die Hölle ein Ort ist, an dem Satan und seine Verbündeten für immer gequält werden.


Warum Jesus von Würmern sprach

Im Alten Testament finden sich klare Warnungen für ein schlimmes Schicksal nach dem Tod!

In Daniel 12:2 heißt es: „Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden erwachen, die einen zur ewigen Lebenszeit, die anderen zur Schmach und zum ewigen Abscheu.“ 

Dieser Vers spricht von der Auferstehung der Toten und der Trennung zwischen den Gerechten, die zum ewigen Leben erwachen, und den Ungerechten, die zur ewigen Schmach erwachen. Dies passiert nach der Drangsal, die in den vorherigen Versen von Daniel 12 beschrieben wird und auf das kommende Gericht hinweist.

In Matthäus 25:31-33 erklärt Jesus: „Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird, und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. Und vor ihm werden alle Völker versammelt werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Und er wird die Schafe zu seiner rechten Seite stellen und die Böcke zu seiner linken.“ 

In den folgenden Versen, Matthäus 25:41-46, sagt Jesus: „Weicht von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist. Denn ich hatte Hunger, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben; ich hatte Durst, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben… Und diese werden in die ewige Strafe gehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“ Dieses Gericht der Heiden nach der Drangsal ist das gleiche, das in den Prophezeiungen des Alten Testaments vorausgesagt wird.

Auch in Jesaja 66:24 wird vor der ewigen Strafe gewarnt: „Und sie werden hinausgehen und die Leichname der Menschen sehen, die sich gegen mich versündigt haben; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht erlöschen, und sie werden allen Menschen ein Gräuel sein.“ Dieser Vers bezieht sich auf das endgültige Gericht nach der Drangsal und beschreibt einen Ort ewiger Strafe, wo der „Wurm nicht stirbt“ und das „Feuer nicht erlischt.“

Jesus verwendet dieses Bild ebenfalls in Markus 9:48: „Wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.“ In Matthäus 18:8-9 warnt er: „Wenn dich aber deine Hand oder dein Fuß zum Abfallen verführt, so haue ihn ab und wirf ihn von dir; es ist besser für dich, mit einem Auge in das Leben einzugehen, als mit zwei Augen in das höllische Feuer geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.“ 


Das alte Testament kennt sehr wohl das Feuer als Bestrafung für die Gottlosen

„Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm; das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden geöffnet. Ich sah fortwährend hin wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte; ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und einem brennenden Feuer ausgeliefert wurde. Auch den übrigen Tieren wurde die Herrschaft weggenommen; und ihre Lebensdauer wurde ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.“

‭‭Daniel‬ ‭7‬:‭10‬-‭12‬ ‭SCH2000‬‬


Kein Zufall sondern Wiederholung

Diese Verse aus dem Alten und Neuen Testament verdeutlichen das Schicksal der Ungerechten: die ewige Bestrafung in der Hölle, einem Ort, wo „der Wurm nicht stirbt“ und das „Feuer nicht erlischt“. Sowohl Jesaja als auch Daniel sprechen von Ereignissen, die nach der Drangsal und dem endgültigen Gericht eintreten, das auch in Matthäus 25 beschrieben wird.

Dies ist, wie man sieht, kein Zufall. Jesus der Gott des alten Testaments wiederholt sein Warnung!


Zusammengefasst

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bibel die Hölle als einen Ort des Leidens, des Feuers und des Schmerzes beschreibt, an dem diejenigen, die das Gesetz brechen, für alle Ewigkeit verflucht sind.

Ich empfehle dir, „Hell Testimonies“ zu googeln, also „Höllen Zeugnisse“. Dies sind Berichte von Menschen, die Nahtoderlebnisse hatten und in die Hölle kamen. Die dort beschriebenen Erlebnisse sind so grausam, dass sie sich kein Mensch ausmalen kann.

Meine Definition der Hölle lautet: Addiere jeden Horrorfilm, den es gibt, multipliziere dies mit 10 und stelle dir das für alle Ewigkeit vor—24 Stunden, 7 Tage die Woche!

Interessanterweise berichten diese Personen immer vom gleichen Gott, der sich offenbart: dem christlichen Gott. Es ist niemals Allah, Mohammed, Buddha, Krishna, Hanuman oder Vishnu. Es ist immer der christliche Gott, der sich ihnen zeigt.


Meine Empfehlung lautet daher: Nimm Jesus mit ehrlichem Herzen an.

In dieser Aufforderung offenbart sich Gottes Liebe. Die Erlösung ist ein Geschenk Gottes!

Denke auch an folgenden Vers über die Hölle:

„Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!“

(Matthäus 10,28)

Im Kapitel (Ewige Verdammung: Ein Overkill seitens Gottes?), wird erklärt warum Gott kein Problem damit hat dich zu verdammen.

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