Bevor wir in das Thema einsteigen, möchte ich eine weit verbreitete Lüge der Medien entlarven. Oft wird in Filmen, Serien und anderen Medien dargestellt, dass Satan und seine Dämonen über die Hölle herrschen – als ob sie dort die Kontrolle ausübten. Doch diese Vorstellung ist eine falsche Darstellung der biblischen Wahrheit.
In Wirklichkeit ist die Hölle nicht der Ort, an dem Satan herrscht. Die Hölle wurde für Satan und seine Dämonen vorbereitet, und sie werden dort gequält werden am Ende der Zeit. Die Bibel macht dies deutlich:
Matthäus 25,41:
„Dann wird er auch zu denen an seiner Linken sagen: ‚Weichet von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist.‘“
Offenbarung 20,10:
„Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuersee geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind, und sie werden Tag und Nacht gequält werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
Satan und seine Dämonen haben keine Herrschaft über die Hölle. Sie sind nicht die Herrscher, sondern die Verurteilten, die einem schrecklichen Ende entgegensehen – sie werden selbst die Opfer sein und für immer in der Hölle leiden.
Ich erwähne dies deshalb, weil ich einen Vers aufgreifen möchte, der die Hölle als Ursache des großen Übels bezeichnet, das in diesem Kapitel behandelt wird.
Im Kapitel „Und warum lässt du das Böse zu?“ habe ich aufgezeigt, dass der Mensch, der sich nicht von Gott verändern lassen möchte, ein Teil des Problems ist und somit die satanische Matrix, die gefallene Welt, am Laufen hält. Er ist Teil des Bösen!
Ein zentraler Aspekt dabei ist die Zunge – also die Gespräche, die wir führen, und die Aussagen, die wir vor und über andere Menschen tätigen. In der Bibel ist die Zunge keineswegs ein Nebenschauplatz, im Gegenteil, sie stellt ein Hauptübel der satanischen Welt dar. Ein Übel, dem in den Kirchen viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Die Sünde wird heutzutage vielerorts nicht einmal mehr öffentlich erwähnt. Man schämt sich, das Wort „Sünde“ überhaupt auszusprechen. Stattdessen spricht man lieber von „Verfehlungen“ oder „Fehlern“.
Jakobus zeigt den Ursprung der „Bösen Zunge“ auf
Jakobus 3,5–6:
„So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit; so ist die Zunge unter unseren Gliedern: sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Lauf des Lebens in Brand und ist selbst von der Hölle entzündet.“
Der Ursprung von Lästereien, abschätzender Sprache, Beleidigungen und Lügen ist die Hölle selbst – und hat somit dämonischen Ursprung. Diese Wahrheit wird oft übersehen, aber sie ist von entscheidender Bedeutung, um die Quelle dieser bösen Kräfte zu verstehen. Im Kapitel „Wie Dämonen einflüstern“ habe ich bereits detailliert dargelegt, wie perfide und hinterhältig diese Einflüsterungen der Dämonen sind.
Die Eingebung zur bösen Zunge kommt direkt aus dem dämonischen Bereich, und wir verwenden sie oft völlig unkontrolliert und ohne nachzudenken. Wir wurden ein Leben lang konditioniert unsere Zunge falsch und destruktiv zu nutzen!
Und was noch erschreckender ist: Diese unkontrollierte Sprache hat Auswirkungen, die von Generation zu Generation weitervererbt werden können. Worte und Verhaltensweisen, die auf Lügen und Verachtung basieren, hinterlassen Spuren, die oft tief in den Herzen der Menschen eingeprägt sind. Die Bibel warnt ausdrücklich vor den Konsequenzen der Zunge und ihrem Einfluss. Sie spricht klar von den zerstörerischen Kräften, die sie in sich trägt, und der Notwendigkeit, sie zu kontrollieren:
Jakobus 3,5-6:
„So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, wie klein Feuer, und wie groß der Wald wird dadurch entzündet! Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit; so steht sie unter unseren Gliedern und befleckt den ganzen Leib und entzündet den Gang des Lebens und wird entzündet von der Hölle.“
Sprichwörter 18,21:
„Tod und Leben sind in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.“
Die Bibel zeigt uns klar, dass die Zunge nicht nur eine neutrale Macht ist – sie hat die Kraft, Leben zu geben oder zu zerstören. Sie kann den Lauf eines ganzen Lebens beeinflussen und den Weg künftiger Generationen prägen.
Sprüche 18,21:
„Tod und Leben stehen in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, der wird ihre Frucht essen.“
Sprüche 12,18:
„Da ist einer, der unbedacht mit Worten sticht wie mit Schwertern; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung.“
Sprüche 15,4:
„Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens, aber eine lügenhafte bringt Herzeleid.“
Gegen Fluchen / Unreine Rede
Epheser 4,29:
„Kein faules Wort komme aus eurem Mund, sondern nur eins, das gut ist, zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade gebe.“
Kolosser 3,8:
„Nun aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund.“
Jakobus 3,8–10:
„Aber die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel voll tödlichen Giftes! Mit ihr loben wir Gott, den Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind; aus ein und demselben Mund geht Loben und Fluchen hervor. Dies, meine Brüder, soll nicht so sein!“
Psalm 34,14:
„Bewahre deine Zunge vor dem Bösen und deine Lippen, daß sie nicht Trug reden.“
Sprüche 21,23:
„Wer seinen Mund und seine Zunge bewahrt, der bewahrt seine Seele vor mancher Not.“
Sprüche 15,1:
„Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.“
Jakobus 1,19-20:
„Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit.“
Jesus, Gott im Fleisch, warnte uns vor den Konsequenzen der bösen Zunge
Nochmals, was wir mit unserer Zunge machen, ist kein Nebengleis – sie ist ein Hauptgleis! In Matthäus 12,34-37 sagt Jesus:
„Denn aus der Fülle des Herzens spricht der Mund. Ein guter Mensch bringt das Gute aus dem guten Schatz hervor, und ein böser Mensch bringt das Böse aus dem bösen Schatz hervor. Ich sage euch: Von jedem unnützen Wort, das die Menschen reden, werden sie Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts. Denn nach deinen Worten wirst du gerecht gesprochen und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden.“
Überlege, was die Zunge alles anrichtet
Die Beschreibung in Jakobus trifft den Kern der Sache:
Jakobus 3,5–6:
„So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit; so ist die Zunge unter unseren Gliedern: sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Lauf des Lebens in Brand und ist selbst von der Hölle entzündet.“
Die Zunge ist wie ein kleines Feuer, das einen ganzen Wald entzündet. Es wird immer größer, und je mehr es brennt, desto mehr erfasst es.
Wie viele Beziehungen gehen weltweit – sei es im privaten, geschäftlichen oder politischen Bereich – tagtäglich zu Bruch, weil Menschen ohne Nachzudenken harte Worte gebrauchen? Wie viele Konflikte könnten vermieden werden, wenn die Rhetorik eine andere wäre?
Sprüche 15,1:
„Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.“
Alle machen mit!
Jakobus beschreibt den Ursprung großer Konflikte: Sie beginnen oft im Kleinen, bei jedem Einzelnen von uns. Die Zunge prägt unsere Meinung, unsere Lügen, unsere Haltung gegenüber anderen Menschen. Diese Einstellungen werden weitergegeben. Menschen beeinflussen sich gegenseitig, bestätigen und verstärken ihr Verhalten.
Ich habe eine Mutter, die oft unbedacht über andere Menschen spricht. Sie hat uns Kinder viele Male tief verletzt, und auch heute noch redet sie schlecht über andere. Leider hat sie Gott bis jetzt nicht gefunden.
In meiner Kindheit wurde oft abfällig über Menschen gesprochen. „So und so hat dies oder jenes gemacht. Schau dir mal an, wie die sich kleidet.“ Menschen wurden ständig bewertet und auf ihre vermeintlichen Unzulänglichkeiten reduziert. Ansehen war wichtig – aber vor Gott ist diese Einstellung absolut sündhaft und falsch!
Diese Denkweise wurde mir mitgegeben. Viele Male in meinem Leben habe ich andere Menschen beurteilt, sie für weniger wert befunden und sie deshalb in Worten und in meiner Haltung verurteilt. Ich habe auf sie herabgesehen. Sarkastische Bemerkungen habe ich gemacht, weil sie schwächer waren als ich, vielleicht weniger intelligent, körperlich eingeschränkt oder weniger gut aussehend – und über all das habe ich mich lustig gemacht. Dabei sagt uns Gott, dass wir in seinem Ebenbild geschaffen sind. Jeder Mensch ist vor ihm wertvoll.
Jakobus 3,8–10 sagt:
„Aber die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel, voll tödlichen Giftes! Mit ihr loben wir Gott, den Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind. Aus ein und demselben Mund geht Loben und Fluchen hervor. Dies, meine Brüder, soll nicht so sein!“
Heute macht es mich tief traurig, wenn ich darüber nachdenke, wie viel Gift ich in Diskussionen verbreitet habe. Wie sehr ich zu negativen Grundhaltungen gegenüber anderen beigetragen habe. Wie ich abwertende Aussagen in scheinbar harmlosen, sarkastischen Witzen verpackt habe. Und wie haben die Menschen manchmal gelacht – und ihrerseits noch einen draufgesetzt!
Wie viele Menschen wurden in ihrer Kindheit von ihrem Umfeld niedergemacht? Abgewertet? Gemobbt? Verleumdet? Von Familienmitgliedern, Schulkameraden, Lehrpersonen? Wie viele Menschen wurden dadurch unsicher, fühlten sich ungeliebt, wertlos, wurden depressiv oder sogar suizidal – oder wuchsen zu Erwachsenen heran, die ständig das Gefühl haben, nichts wert zu sein? Und wie viele geben dieses destruktive Muster weiter – an andere Menschen und an ihre eigene Familie?
Wir sind Teil des Problems
Wiederkehrende Diskussionen über Menschen und Situationen festigen Meinungen – Meinungen, die oft nicht auf Wahrheit, sondern auf Mutmaßungen beruhen. Sie vergiften die Welt. Sie sind ein Katalysator des Bösen.
Diese Diskussionen verselbstständigen sich. Mutmaßungen werden zu vermeintlichen Wahrheiten, die nicht hinterfragt werden. Diese falschen Wahrheiten bilden dann die Grundlage für Entscheidungen, die über Leben und Tod und die Schicksale der Menschen entscheiden.
Sprüche 15,1:
„Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.“
Jakobus 1,19-20:
„Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit.“
Gegen Schreien / Geschrei im Zorn
Epheser 4,31:
„Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit.“
Die Zunge zu kontrollieren ist schwer. Vor allem dann, wenn man beginnt, bewusst auf sie zu achten und den Gesprächen um sich herum zuzuhören. Erst dann erkennt man, wie viel Müll, Schmutz und Mutmassungen tagtäglich aus unseren Mündern kommt.
Doch durch Gott können wir diese schwere und zerstörerische Sünde in den Griff bekommen. Sie ist brandgefährlich und prägt unsere gefallene Welt Tag für Tag!
Darum: Bereue – und beginne, es besser zu machen!
Jakobus 3,5–6:
„So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit; so ist die Zunge unter unseren Gliedern: sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Lauf des Lebens in Brand und ist selbst von der Hölle entzündet.“