Zum Einstieg giftige Schlangen in der Wüste: Wer wurde da genau versucht von den Israeliten?
Numeri 21:5–6 (Elberfelder Bibel):
"Und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, dass wir in der Wüste sterben? Denn es gibt kein Brot und kein Wasser, und unsere Seele ekelt vor dieser elenden Nahrung. Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel."
1. Korinther 10:9 (Elberfelder Bibel):
"Lasst uns auch den Christus nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden."
Das ist kein Widerspruch. Jesus als Teil der Göttlichen Trinität wurde versucht und er strafte.
Wer ist der Menschensohn?
In den Evangelien wird der Begriff Menschensohn etwa 80-mal im Bezug auf Jesus verwendet, während Sohn Gottes ungefähr 50-mal vorkommt. Interessanterweise bezeichnete sich Jesus selbst bevorzugt als Menschensohn. Dies brachte die jüdischen Gelehrten gegen ihn auf, da er sich göttliche Attribute zuschrieb und Dinge tat, die nach jüdischem Verständnis nur Gott vorbehalten sind – etwa Gelähmte zu heilen und Tote zum Leben zu erwecken.
Ein Beispiel hierfür findet sich in Markus 2,10–12:
„Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim! Und er stand auf, nahm sogleich sein Bett und ging hinaus vor aller Augen, sodass sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.“
Was viele nicht wissen: Der Begriff Menschensohn hat im Buch Daniel des Alten Testaments (Tanach) eine zutiefst göttliche Bedeutung. Die jüdischen Gelehrten waren sich dessen bewusst, da sie ihre Schriften in- und auswendig kannten.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die göttliche Dimension des Menschensohn-Titels zeigt sich im Matthäusevangelium, kurz bevor Jesus verhaftet wurde und vor dem Hohen Rat stand. Dort heißt es:
„Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.
Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.
Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört. Was meint ihr?
Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Da spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Einige aber schlugen ihn und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist’s, der dich schlug?“
(Matthäus 26,63–68)
Die Reaktion des Hohenpriesters erklärt sich durch den Kontext des Alten Testaments. Im Buch Daniel berichtet der Prophet Daniel von einer Vision, die folgendermaßen beschrieben wird:
„Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht.
Ihm wurde gegeben Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.“
(Daniel 7,13–14)
Die Person, die „uralt“ war, ist der Vater, und der „Menschensohn“ ist Jesus. Darum war der Hohepriester so empört. Er kannte die Stelle aus der Schrift, in der Gott einem zweiten Wesen die Vollmacht gibt, zu regieren – dem Menschensohn. Ein Wesen, das aussah wie ein Mensch. Ich spreche hier bewusst von Gott, denn es war eine einstimmige Entscheidung Gottes, dass der Vater dem Sohn die Macht überträgt. Und genauso spricht ein echter Christ über Gott. Hier gibt es keinen Widerspruch: Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, der Heilige Geist ist Gott. Die drei sind sich immer einig, denn obwohl sie unterschiedliche Personen sind, sind sie von der Essenz her eins. Sie sind alle Gott und Teil von Gott. Das fasst 1. Johannes 5,7 treffend zusammen:
„Drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort (Jesus) und der Heilige Geist, und diese drei sind eins.“
Eine andere Stelle im 1. Korintherbrief zeigt eindrücklich, dass Jesus vom Vater die Allmacht erhält und sich, sobald der Heilsplan Gottes erfüllt ist, freiwillig dem Vater unterordnet.
Es gibt also eine freiwillige Hierarchie innerhalb der Trinität. Dennoch sind alle Personen – Vater, Sohn und Heiliger Geist – vollkommen Gott.
„Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.
Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt.
Denn er muss herrschen, bis Gott ‚alle Feinde unter seine Füße gelegt hat‘. Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.
Denn ‚alles hat er unter seine Füße getan‘. Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.
Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem.“
(1. Korinther 15,24–28)
Ohne ein Verständnis der Trinität ist dieser Absatz tatsächlich schwer zu begreifen. Es wird von Jesus, dem „Erstling“, gesprochen, der das Reich schließlich dem Vater übergibt. Am Ende jedoch wird nur von „Gott“ gesprochen. Der Vater und der Sohn arbeiten also in perfekter Harmonie zusammen, bis alles Gott unterworfen ist.
Das Verständnis von der Trinität ist so wichtig um die Bibel zu verstehen!
„Wie kann Gott zulassen, dass so viel Leid in der Welt geschieht – Krieg, Hunger, Krankheit? Er ist doch ein allliebender Gott? Und wie kann ein allliebender Gott es gutheißen, dass Menschen in die Hölle kommen? Das ist grausam und widersprüchlich!“
Doch woher kommt die Annahme, dass Gott nur ein Gott der Liebe, des Friedens und des Eierkuchens sei?
Im Zusammenhang damit begegnet man oft der irrigen Vorstellung, dass der Gott des Alten Testaments ein anderer sei als der Gott des Neuen Testaments, der sich vor allem in Jesus Christus offenbart hat.
Jesus hat ja angeblich nur Nächstenliebe gepredigt, während der Gott des Alten Testaments ganze Völker vernichtete? Ist das wirklich so? War Jesus also nur ein Botschafter für Liebe und Frieden?
Hier zeigt sich ein gefährliches Halbwissen, das oft durch die Medien und vielmals durch religiöse Gelehrte gefördert wird. In vielen Kirchen wird nur von den „schönen“ Seiten des Christentums gesprochen – die unangenehmen Wahrheiten aber werden verschwiegen. So wird zum Beispiel die Existenz der Hölle geleugnet oder die entscheidende Rolle Jesu in der Endzeit ignoriert.
Die Bibel spricht in klaren Worten über solche Menschen, die die Bibel bewusst verzerren und falsch darlegen: Falsche Lehrer!
Berechtigte Fragen – auch aus der muslimischen Perspektive
Wenn Jesus Gott ist, warum ist er dann am Kreuz gestorben? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Ja, Gott ist allmächtig, aber wenn er sich sterben lässt ist wohl auch er tot? Und wenn Gott tot ist, wie konnte er dann wieder auferstehen?
Außerdem: Gott hat keinen Sohn, er ist ein Wesen – woher also die Behauptung, dass Jesus Gottes Sohn ist? Hat Jesus selbst jemals gesagt, dass er Gott ist?
Diese Fragen zeigen, wie wichtig es ist, das Konzept der Trinität zu verstehen. Der christliche Gott hat sich in einer Trinität offenbart: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Leider wissen viele Christen selbst wenig über diese fundamentale Wahrheit ihres Glaubens.
Oft glauben sie an Gott, aber können das Konzept der Trinität weder erklären noch einordnen. Auch ich persönlich, obwohl ich Religionsunterricht hatte, wurde nie wirklich über die Trinität aufgeklärt. Es ist ein anspruchsvolles Thema, das fundiertes Fachwissen erfordert – aber es lohnt sich, sich damit auseinanderzusetzen, denn die Trinität ist essenziell für unser christliches Gottesverständnis.
Ein grundlegender Vers aus den Zehn Geboten
„Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgendein Gleichnis dessen, was oben im Himmel und was unten auf der Erde und was in den Wassern unter der Erde ist.
Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen;
denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern, am dritten und am vierten Glied derer, die mich hassen;
und der Güte erweist, auf Tausende hin, an denen, die mich lieben und meine Gebote beobachten.“
(2. Mose 20:3-6, ELB)
Vielleicht irritiert dich das Wort „Jehova“ in dieser Übersetzung. Keine Sorge, du bist nicht auf einer Seite der Zeugen Jehovas gelandet. Es gibt verschiedene Bibelübersetzungen, und die Elberfelder Bibel verwendet „Jehova“ als Übersetzung für das hebräische Tetragramm JHWH – einer der Namen Gottes im Alten Testament. Andere Übersetzungen verwenden dafür „Herr“ oder „Jahwe“. Persönlich finde ich „Jehova“ gut, aber es bleibt eine Frage der Vorliebe, weil die genaue Ausprache des Tetragramm ist nicht abschliessend geklärt.
Warum das Gesetz aus (2. Mose 20:3-6) für mich wichtig ist
Bevor wir uns mit der Trinität befassen, ist es wichtig, ein grundlegendes Gesetz zu verstehen, das uns in
2. Mose 20:3-6gegeben wird. Ich habe dafür auch eine sehr einfache, abstrakte Skizze erstellt, die du zu Beginn des Textes findest. Sie dient als visuelle Hilfestellung, um zu begreifen, wie der eine Gott als Trinität existiert.
Aber eines muss ganz klar gesagt werden: Wir dürfen und können uns Gott nicht vorstellen! Er übersteigt unseren Verstand und unser Vorstellungsvermögen.
Ebenso wenig dürfen wir Statuen oder Bildnisse anfertigen, um sie anzubeten oder ihnen zu dienen. Noch schlimmer ist es, sich vor solchen Dingen niederzuwerfen oder sie als Vermittler zu Gott zu nutzen.
Das Gesetz aus 2. Mose 20:3-6 ist nicht nur eine Beschreibung von Gottes heiliger Natur, sondern auch eine klare Warnung, sich nicht dem Götzendienst hinzugeben:
„Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgendein Gleichnis dessen, was oben im Himmel und was unten auf der Erde und was in den Wassern unter der Erde ist.
Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen;
denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern, am dritten und am vierten Gliede derer, die mich hassen;
und der Güte erweist, auf Tausende hin, an denen, die mich lieben und meine Gebote beobachten.“
(2. Mose 20:3-6, ELB)
Die Skizzen sollten auf dieser Basis verstanden werden.
Gottes Natur ist absolut und kompromisslos
Was lehrt uns dieses Gesetz über die Natur Gottes? Es zeigt, dass Gott in seiner Beziehung zu uns klare Grenzen setzt: Für ihn gibt es kein Zwischending, kein Grau – nur Schwarz oder Weiß. Gott ist heilig, und seine Gebote gelten uneingeschränkt und für immer.
Jesus selbst hat diese kompromisslose Natur Gottes bestätigt, als er lehrte:
„Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein.“ (Matthäus 5:37)
Bei Gott gibt es keine halben Sachen. Sein Anspruch ist absolut, seine Heiligkeit unantastbar.
In 2. Mose 20:3-6 sagt Gott:
„Wenn DU, ja Du lieber Leser, mir dienst, mich liebst und meine Gebote einhältst, dann erweise ich Dir Güte und beschütze Dich.“
Aber ebenso macht er unmissverständlich klar:
„Wenn nicht, dann wirst DU mich kennenlernen!“
Diese Aussage ist eindeutig und lässt keinen Raum für Relativierungen. Jesus ist der Gott des Alten Testaments. Nach dem Lesen dieses Kapitels bleibt kein Zweifel mehr daran.
Die Warnungen Jesu – Metaphern oder die Stimme des Alten Testaments?
Ich erinnere mich an einen Gottesdienst, in dem der Pfarrer sagte, dass Jesus oft in übertriebener Strenge sprach und viele seiner Aussagen metaphorisch gemeint seien. Ein Beispiel:
„Wenn dich dein Auge verführt, reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, dass du einäugig zum Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst.“ (Matthäus 18:9)
War das nur Jesu Art, moralische Botschaften eindringlich zu vermitteln? Oder spricht hier der Gott des Alten Testaments mit einer klaren Warnung?
Erste Szene: Die Trinität in ihrer Vollständigkeit
Was sehen wir den hier? In der ersten Szene werden drei spirituelle Wesen dargestellt, welche in einer sehr engen, übernatürlichen Verbindung zueinander stehen. Ich spreche bewusst von Wesen, weil dies keine Personen oder Menschen sind.
Die Wesen heissen Vater, Sohn und Heiliger Geist. Alle sind sie von der Essenz her Gott. Dies wird mit der blauen Wolke um sie herum dargestellt. Eine Wolke die sie eint. Der Vater weiss was der Sohn denkt, der Sohn weiss was der Vater denkt und das gleiche gilt für das dritte Mitglied, den Heiligen Geist.
Die drei Wesen können unabhängig voneinander agieren bleiben von der Essenz her aber immer eins und somit Gott. Die Entscheidung der Wesen ist immer eine.
Auf der einten Seite schwer zu begreifen. Auf der anderen Seite: Hey, es ist Gott!
Kritische Frage: Aber es heisst doch im alten Testament Gott ist einer?
Ja in den meisten Übersetzungen steht einer. Aber was steht im Urtext?
5. Mose 6,4
"Höre, o Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr ist einer!"
Im Hebräischen:
שְׁמַע יִשְׂרָאֵל יְהוָה אֱלֹהֵינוּ יְהוָה אֶחָד
schəma jisrael adonai elohenu adonai echad
Das Wort echad "eins" bezeichnet hingegen eine Einheit aus mehreren Elementen. Diese Bedeutung ist verschiedenen Passagen des Alten Testaments zweifelsfrei zu entnehmen.
Beispielsweise wird in 1. Mose 2 das Wesen der Ehe und der Vereinigung von Adam und Eva mit folgenden Worten beschrieben:
1. Mose 2,24
"Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden"
Das Wort "ein", echad, drückt aus, dass die beiden vereint werden, um eins zu werden. Somit beschreibt echad die Vereinigung von mehr als einem zur Bildung einer Einheit.
Und somit offenbart sich Gott als «Einer», in einer Einheit von drei spirituellen Wesen.
Dieser Gott hat schon immer existiert und operiert ausserhalb von Zeit, Raum und Materie.
Der Vater, Der Sohn und der Heilige Geist, hat sich (singular), den Menschen des alten Testaments offenbart als ein Gott der Einheit. echad!
«Ich und der Vater sind eins.»
(Zitat Jesus, Johannes 10:30)
Sodom wird zerstört von wie vielen Göttern?
Der Grund warum ich die Eberfelderübersetzung bevozuge ist ihre Genauigkeit:
Da ließ der HERR Schwefel und Feuer auf Sodom und Gomorra regnen, von dem HERRN, aus dem Himmel herab.
(Genesis 19:24)
Man vergleiche mit der Hoffnung für Alle Version:
Da ließ der HERR Feuer und Schwefel vom Himmel regnen auf Sodom und Gomorra.
(Genesis 19:24)
Es gibt ein Buch mit dem Titel «Two Powers in Heaven» Absolut empfehlenswert, wenn man sich über die Thematik der Dualität Gottes im alten Testament schlau machen möchte.
3 Mal heilig, warum?
„Und sie rufen einander und sprechen: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit.“
Jesaja 6:3 (ELB)
„Und die vier lebendigen Wesen hatten jeweils sechs Flügel um sich, und sie waren innen und außen voller Augen; und sie sprechen ohne Rast Tag und Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.“
Offenbarung 4:8 (ELB)
Komische Vater Sohn Verse im alten Testament
"Wer ist hinaufgestiegen zum Himmel und herabgekommen? Wer hat den Wind in seine Fäuste gesammelt? Wer hat die Wasser in ein Gewand gebunden? Wer hat alle Enden der Erde aufgerichtet? Wie ist sein Name, und wie der Name seines Sohnes? Weißt du es?"
(Sprüche 30)
Jesaja 9:5 (Elberfelder Bibel):
"Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens."
«Ich und der Vater sind eins.»
(Zitat Jesus, Johannes 10:30)
Eine schräge Begegnung auf dem Berg Sinai
2. Mose 33:18-23: Mose bittet um die Herrlichkeit Gottes
In 2. Mose 33:18-23 erlebt Mose eine einzigartige Begegnung mit Gott. Mose möchte die Herrlichkeit Gottes sehen, doch Gott erklärt, dass niemand sein Angesicht sehen und überleben kann. Stattdessen offenbart Gott Mose seine „Güte“ und „seinen Namen“ und schützt Mose, indem er ihn in eine Felsspalte stellt und seine Hand über ihn hält, während seine Herrlichkeit vorüberzieht. Mose darf lediglich den „Rücken“ Gottes sehen, ein Bild für das Verborgene Gottes.
«Da sprach Mose: ‚Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!‘
Er aber sprach: ‚Ich will all meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und den Namen des HERRN vor dir ausrufen. Ich will dir gnädig sein, wem ich gnädig sein will, und mich erbarmen, über wen ich mich erbarmen will.‘
Und er sprach: ‚Du kannst mein Angesicht nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.‘
Und der HERR sprach: ‚Siehe, hier ist ein Platz bei mir; stelle dich auf den Felsen.
Wenn dann meine Herrlichkeit vorüberzieht, will ich dich in die Höhle des Felsens stellen und meine Hand über dich halten, bis ich vorübergezogen bin.
Danach will ich meine Hand von dir nehmen, so dass du meinen Rücken sehen kannst; aber mein Angesicht kann nicht gesehen werden.‘»
Diese Offenbarung zeigt sowohl Gottes Nähe als auch die Grenze menschlicher Wahrnehmung. Die Herrlichkeit Gottes bleibt unzugänglich, aber er offenbart sich auf eine für den Menschen erträgliche Weise.
2. Mose 34:5-8: Eine tiefere Offenbarung
In 2. Mose 34:5-8 offenbart sich Gott auf noch intensivere Weise. Er steigt in einer Wolke herab, ruft seinen Namen aus und beschreibt seine Eigenschaften: Barmherzigkeit, Gnade, Langmut, Treue und zugleich Gerechtigkeit. Diese Begegnung bewegt Mose dazu, sich in Ehrfurcht niederzuwerfen und anzubeten. Auffällig ist, dass Mose Gott diesmal direkter sieht und unmittelbar darauf reagiert, indem er sich niederwirft. Es wirkt, als ob eine Person neben Mose steht, während eine andere an ihm vorübergeht. Die Person, die neben Mose steht, ruft dabei den Namen des Herrn aus:
«Und der HERR stieg in einer Wolke herab und trat dort bei ihm und rief den Namen des HERRN aus.
Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: ‚Der HERR, der HERR, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Gnade und Treue,
der Gnade bewahrt bis in Tausende, der die Missetat, die Übertretung und die Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Missetat der Väter heimsucht auf die Kinder und die Kinderkinder bis in das dritte und vierte Glied!‘
Da neigte Mose schnell sein Haupt zur Erde und betete an.»
Die doppelte Erwähnung von „Der HERR, der HERR“ betont Gottes Heiligkeit und weisst auf die trinitarische Dimension der Offenbarung hin: Der unsichtbare Vater bleibt verborgen, während der Sohn – als sichtbarer Ausdruck Gottes – die Verbindung zum Menschen herstellt.
Dieser Gedanke wird durch die Worte Jesu in Johannes 14:9 unterstrichen: „Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen.“
Zusammenfassung: Die göttliche Offenbarung und die Trinität
Die Szenen auf dem Berg Sinai verdeutlichen die Einheit und das Zusammenspiel von Vater und Sohn. Der unsichtbare Vater bleibt in seiner Herrlichkeit verborgen, während der Sohn als sichtbarer Ausdruck Gottes handelt. Diese Darstellung weist auf die trinitarische Natur Gottes hin, die im Neuen Testament vollständig entfaltet wird. Die Offenbarungen betonen sowohl Gottes Heiligkeit als auch seine Nähe und unermessliche Majestät. Ohne das Verständnis der trinitarischen Natur Gottes sind diese Bibelstellen schwer nachvollziehbar.
Zweite Szene: Ein Geistwesen löst sich von der Trinität
In Szene zwei sehen wir, wie sich ein Wesen von der göttlichen Trinität löst und Mensch wird. Das ist der Sohn Jesus Christus und dazu lesen wir in der Bibel folgendes:
«Obwohl er in jeder Hinsicht Gott gleich war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, wie Gott zu sein. Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich:
Er wurde wie jeder andere Mensch geboren und war in allem ein Mensch wie wir.
Er erniedrigte sich selbst noch tiefer und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja bis zum schändlichen Tod am Kreuz.»
(Philiper 2:6-8)
Der Sohn, das spirituelle Gotteswesen, hat aus freiwilliger Entscheidung heraus, entschieden Mensch zu werden.
In der zweiten Szene sehen wir auch eine Wolke, welche für den Vater steht, Ein Vogel welcher für den heiligen Geist steht und ein Mensch der für Jesus Christus als Mensch steht.
Die Trinität offenbart sich:
Als Jesus, der Mensch, vom Johannes dem Täufer, getauft wurde, passierte folgendes:
«In diesem Augenblick öffnete sich der Himmel über ihm, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabkommen und sich auf ihm niederlassen. Gleichzeitig sprach eine Stimme vom Himmel:“ Dies ist mein geliebter Sohn, über den ich mich von Herzen freue.»»
(Matthäus 3:16-17)
Vater Sohn und Heiliger Geist in einer Szene.
Jesus betet zum Vater kurz vor einer Kreuzigung und sehnt sich nach ihm. Er sehnt sich nach der Zeit, die er mit dem Vater vor der Erschaffung der Welt hatte:
«Und nun Vater, wenn ich wieder bei dir bin, dann schenk mir die Herrlichkeit, die ich bereits vor der Erschaffung der Welt bei dir hatte.»
(Johannes 17:5)
Jesus war immer beim Vater. Einer seiner Namen ist das Wort und dieses ist Gott und hat alles erschaffen:
Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden.
(Johannes 1:1-2)
Das Wort wurde Mensch und lebte unter uns. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit, wie sie Gott nur seinem Sohn gibt.
(Johannes 1:14)
Nochmals: Das Wort ist Gott. Das Wort war bei Gott und ohne das Wort gäbe es die Welt und die Menschen nicht, denn durch das Wort ist alles entstanden!
Auch der Heilige Geist war von Anfang an dabei, wortwörtlich:
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Noch war die Erde leer und ungestaltet, von tiefen Fluten bedeckt. Finsternis herrschte, aber über dem Wasser schwebte der Geist Gottes.
(1.Mose 1)
Szene 3: Die Kreuzigung und ihre Bedeutung
Nach dem Jesus sich den Menschen offenbarte und ihnen alles Wichtige gelehrt hatte, wurde er von den Juden der damaligen Zeit verraten und den Römern übergeben.
Jesus wird danach als ultimatives Sündenopfer, stellvertretend für die Sünden aller Menschen, auf brutalste Art gekreuzigt.
Darin besteht die Liebe Gottes.
Das ist die liebende Seite des «dreifaltigen» Gottes, wie die Katholiken sagen. Der Vater opfert seinen Sohn. Lässt ihn einen brutalen Tod sterben, als ultimatives Statement seiner Liebe für seine Schöpfung.
Er schaffte somit eine Möglichkeit, für jeden Menschen, mit ihm ins Reine zu kommen und das ewige Leben mit ihm zu erhalten.
«Den Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber»
(2.Korinther 5:19)
Dieser Vers fängt nur an Sinn zu machen, wenn man die Trinität versteht. 3 in 1, erinnerst du Dich?
«Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jede, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat»
(Johannes 3:16)
Nach seiner Kreuzigung ist Jesus nach 3 Tagen wieder auferstanden und verliess die physische Welt als Mensch nach 40 Tagen und kehrte zurück zu seinem Platz neben dem Vater im Himmel.
Wiedervereint mit dem Vater und dem Heiligen Geist als spirituelles Gottwesen:
Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins;
(1. Johannes 5:7)
«Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes»
(Markus 16:19)
Szene 4: Jesus, das Wort, der Vollstrecker von Gottes heiligem Zorn und Gottes heiliger Gerechtigkeit. No more mister nice guy...
In der Endzeit wird Jesus als gerechter Richter und Henker zurückkehren. Dies zeigt sich besonders in der Offenbarung, wo er als der Reiter auf dem weißen Pferd dargestellt wird. In Offenbarung 19:11-16 lesen wir:
„Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit. Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen; und er trug einen Namen geschrieben, den niemand kannte als er selbst. Und er war angetan mit einem Gewand, das in Blut getaucht war, und sein Name ist: Das Wort Gottes. Und ihm folgten die Heere im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer, reiner Seide. Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.“
Diese Verse beschreiben einen mächtigen und siegreichen Christus, der mit göttlicher Gerechtigkeit und in einem feurigen Zorn zurückkehrt, um die Nationen zu richten und das Böse zu besiegen. Es erinnert an den Gott des Alten Testaments, der Völker richtete, die sich ihm widersetzten, und diejenigen belohnte, die ihm treu dienten.
Besonders auffällig ist, dass Jesus in der Offenbarung als das „Lamm“ bezeichnet wird, was auf seine Rolle als ultimatives Sühneopfer hinweist. Im Alten Testament wurde er als das Lamm angekündigt, das am Kreuz für die Sünden der Menschheit geopfert wird. Jesaja 53:7 beschreibt ihn so: „Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf; wie ein Lamm, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das vor seinen Scherern verstummt, so tat er seinen Mund nicht auf.“
Doch in der Endzeit wird dieses „Lamm“ nicht mehr nur als Opfer erscheinen. Es wird als Richter zurückkehren, der die Menschheit mit voller göttlicher Autorität richten wird. In Offenbarung 14:9-10 lesen wir, dass diejenigen, die das „Tier“ und sein Bild anbeten, den Zorn Gottes erleiden werden:
„Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.“
Dieser Zorn wird als das „Feuer des Zorns Gottes“ beschrieben, das sowohl in der Hölle als auch in den tiefsten Teilen der Erde brennt, wie es in 5. Mose 32:22 heißt: „Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn, es brennt bis in den tiefsten Scheol hinab, und es verzehrt die Erde und ihren Ertrag und setzt die Grundfesten der Berge in Brand.“
In dieser Darstellung sehen wir, dass das Bild des gerechten Richters, das im Alten Testament präsent ist, sich in der Offenbarung wiederfindet. Es ist die Rückkehr des Lamm, das die Welt richtet und das endgültige Gericht über alle bringt, die sich gegen Gott und sein Heil auflehnen. Die Hölle, von Gottes Zorn angefacht, wird ein Ort der ewigen Qual für diejenigen, die sich dem göttlichen Willen widersetzten. Jesus, der als Lamm für uns geopfert wurde, wird nun als der gerechte Richter über alle Nationen regieren.
Warum Jesus nicht von sich als Gott sprach
In den vier Evangelien wird deutlich, dass die jüdische Gesellschaft zur Zeit Jesu Schwierigkeiten hatte, seine Aussagen über sich selbst zu akzeptieren. Jesus äußerte sich oft auf eine Weise, die seine göttliche Identität anzeigte, ohne sich jedoch direkt als Gott zu bezeichnen. Es scheint, dass Gott wusste, dass eine vollständige Offenbarung seiner trinitarischen Natur die Menschen überfordert hätte. Stattdessen ließen Jesus’ Taten und Worte Raum für den Glauben an seine göttliche Herkunft. Die Bibel belegt an zahlreichen Stellen, dass Jesus mehr war als nur ein Mensch oder Prophet – er hatte göttlichen Ursprung und wird immer wieder direkt als Gott bezeichnet.
Einige zentrale Verse zum Thema
• Hebräer 1:8: „Aber von dem Sohn spricht er: ‚Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter deines Reiches ist ein Zepter der Aufrichtigkeit.‘“ Dieser Vers bezieht sich auf Jesus als Gott und zitiert aus Psalm 45:6, einem Psalm, der traditionell von Gott spricht, und wendet ihn auf Jesus an.
• Römer 9:5 (Elberfelder Bibel):
"deren die Väter sind und aus denen dem Fleisch nach der Christus ist, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen."
• Philipper 2:5-7: „Seid so untereinander gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht, der, als er in göttlicher Gestalt war, es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein, sondern sich selbst entäußerte und Knechtsgestalt annahm, indem er den Menschen gleich wurde.“ Diese Passage betont die göttliche Natur Jesu, bevor er sich in menschlicher Form offenbarte. Jesus war Gott, aber er nahm eine menschliche Gestalt an, um die Menschheit zu retten.
• Kolosser 1:15-17: „Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare ... Alles ist durch ihn und für ihn erschaffen.“ Dieser Vers zeigt, dass Jesus das „Bild des unsichtbaren Gottes“ ist und dass alles durch ihn und für ihn erschaffen wurde, was auf seine göttliche Präexistenz hinweist.
• Matthäus 16:16-17: „Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Barjona, denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.“ Hier erkennt Petrus Jesus als den Sohn Gottes an, was durch die Antwort Jesu bestätigt wird.
• Hebräer 13:8: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“ Dieser Vers hebt die Unveränderlichkeit Jesu hervor und zeigt seine göttliche Natur, die Zeit und Raum übersteigt.
• Matthäus 28:18: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Hier beansprucht Jesus alle Macht im Himmel und auf der Erde, was seine göttliche Autorität unterstreicht.
• Johannes 20:28: „Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ Thomas bekennt nach der Auferstehung Jesu dessen Göttlichkeit und bezeichnet ihn als „Herr“ und „Gott“, was ein klares Bekenntnis zu seiner göttlichen Natur darstellt.
• Johannes 8:58: „Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.“ Diese Aussage von Jesus betont seine Existenz vor Abraham und zeigt seine göttliche Präexistenz.
Zusätzlich gibt es einen wichtigen Hinweis auf Jesu göttliche Identität in 2. Mose 3:14: „Und Gott sprach zu Mose: ‚Ich bin, der ich bin.‘ Und er sprach: ‚So sollst du zu den Kindern Israel sagen: ‚Ich bin hat mich zu euch gesandt.‘“ (2. Mose 3:14, Elberfelder) Hier offenbart sich Gott als „Ich bin, der ich bin“, was seine ewige Existenz und Unabhängigkeit betont. Jesus nimmt später diese Bezeichnung für sich selbst in Johannes 8:58, als er sagt: „Ehe Abraham wurde, bin ich“, und stellt sich damit als der „Ich bin“ des Alten Testaments dar, was seine Göttlichkeit und Präexistenz unterstreicht.
Göttliche Attribute Jesu in den Evangelien
In den Evangelien beansprucht Jesus verschiedene göttliche Attribute, die seine göttliche Natur und Autorität unterstreichen:
1. Allwissenheit
Johannes 2:24-25: „Aber Jesus vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte und nicht nötig hatte, dass jemand von den Menschen Zeugnis über den Menschen ablegte; denn er wusste selbst, was in den Menschen war.“
Dieser Vers zeigt, dass Jesus über das Wissen und Verständnis der Herzen der Menschen verfügte – ein Merkmal, das in der Bibel oft nur Gott zugeschrieben wird.
2. Ewigkeit
Johannes 8:58: „Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.“
Jesus beansprucht hier, vor Abraham existiert zu haben, was auf seine göttliche Präexistenz hinweist – ein Attribut, das nur Gott zugesprochen wird.
3. Vergebung der Sünden
Markus 2:5-7: „Da sprach Jesus zu dem Gelähmten: ‚Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.‘“
Die Fähigkeit, Sünden zu vergeben, wird in der jüdischen Tradition nur Gott zugeschrieben. Jesus beansprucht diese Macht für sich und erntet dafür Anklagen von den Pharisäern.
4. Herrschaft über das Leben
Johannes 11:25-26: „Jesus sprach zu ihr: ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?‘“
Jesus beansprucht die Macht über Leben und Tod, was ein weiteres göttliches Attribut darstellt, da nur Gott das Leben erschaffen und auferwecken kann.
5. Herrschaft über die Schöpfung
Matthäus 8:27: „Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: ‚Was ist das für ein Mann, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?‘“
Jesus zeigt seine Autorität über die Naturgewalten, indem er den Sturm stillt – ein klares Zeichen seiner göttlichen Macht.
6. Einheit mit dem Vater
Johannes 10:30: „Ich und der Vater sind eins.“
Mit dieser Aussage bezieht sich Jesus auf eine untrennbare Einheit mit Gott, was seine göttliche Natur unterstreicht und die Grundlage für den christlichen Glauben an die Trinität legt.
7. Der Weg, die Wahrheit und das Leben
Johannes 14:6: „Jesus spricht zu ihm: ‚Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich.‘“
Hier beansprucht Jesus exklusiv den Zugang zu Gott, was seine göttliche Rolle als Mittler zwischen Gott und Mensch betont.
8. Herr über den Sabbat
Matthäus 12:8: „Denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.“
Jesus erklärt, dass er die Autorität über den Sabbat besitzt – ein heiliger Tag, der von Gott selbst eingesetzt wurde. Diese Aussage unterstreicht seine göttliche Autorität und seine Rolle als Herr und Gesetzgeber, der über den Geboten der Tora steht.
9. Anbetung fordern und annehmen
Matthäus 14:33: „Die aber im Boot waren, warfen sich vor ihm nieder und sprachen: ‚Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!‘“
Johannes 9:38: „Er aber sprach: ‚Herr, ich glaube!‘ Und er warf sich vor ihm nieder.“
Anbetung wird in der Bibel nur Gott allein zuteil. Jesus nimmt Anbetung von Menschen an, was zeigt, dass er sich seiner Göttlichkeit bewusst ist.
10. Autorität über die Gebote
Matthäus 5:21-22: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: ‚Du sollst nicht töten‘ […] Ich aber sage euch: Wer seinem Bruder auch nur zürnt, der wird dem Gericht verfallen sein.“
Jesus stellt sich hier nicht nur als Interpret, sondern als Vollender und Autor der Gebote dar. Indem er die Gebote erweitert und vertieft, beansprucht er göttliche Autorität über das Gesetz Gottes.
11. Richter über die ganze Welt
Matthäus 25:31-32: „Wenn aber der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen; und vor ihm werden alle Völker versammelt werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet.“
Jesus beansprucht die Rolle des endgültigen Richters der Menschheit. In der jüdischen Tradition gehört das Gericht über die Welt allein Gott.
12. Geist Gottes senden
Johannes 15:26: „Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird er von mir zeugen.“
Jesus behauptet, den Heiligen Geist zu senden, der in der Trinität als göttlich anerkannt wird. Damit zeigt er seine Autorität über den Geist Gottes und seine Rolle innerhalb der göttlichen Ordnung.
13. Auferstehung durch eigene Macht
Johannes 10:18: „Niemand nimmt es [das Leben] von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wiederzunehmen.“
Jesus beansprucht die Autorität, sein Leben selbst niederzulegen und wieder aufzunehmen – eine Macht, die nur Gott besitzt.
14. Er ist der „Ich bin“
Johannes 8:58: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.“
Jesus benutzt hier die Bezeichnung „Ich bin“, die im Alten Testament Gott vorbehalten ist (vgl. 2. Mose 3:14: „Ich bin, der ich bin“). Dies wird von seinen Zuhörern klar als Anspruch auf Göttlichkeit verstanden, was ihre Reaktion zeigt (Steinigung, Johannes 8:59).
15. Herr über Engel
Matthäus 13:41: „Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle Verführer und Übeltäter sammeln.“
Jesus spricht von „seinen Engeln“ und beansprucht somit Autorität über die himmlischen Heerscharen, die allein Gott gehören.
16. Geistliches Brot und Wasser des Lebens
Johannes 6:35: „Jesus sprach zu ihnen: ‚Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.‘“
Johannes 4:14: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten.“
Jesus beansprucht, die Quelle allen geistlichen Lebens zu sein, eine Rolle, die in der jüdischen Tradition Gott allein zukommt.
17. Er ist der Tempel Gottes
Johannes 2:19-21: „Jesus antwortete und sprach zu ihnen: ‚Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten.‘“ […] „Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes.“
Jesus identifiziert sich mit dem Tempel, dem Ort der Gegenwart Gottes. Indem er seinen eigenen Körper als Tempel bezeichnet, zeigt er, dass er die Manifestation der göttlichen Gegenwart ist.
18. Die Quelle ewigen Lebens
Johannes 17:2-3: „Du hast ihm Macht über alles Fleisch gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe. Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich erkennen, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus.“
Jesus beansprucht die Macht, ewiges Leben zu geben, was nur Gott allein kann.
19. Himmel und Erde gehören ihm
Matthäus 28:18: „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.“
Jesus erklärt, dass er die absolute Autorität über Himmel und Erde besitzt – eine Macht, die allein Gott zukommt.
Der Erste und der Letzte / Alpha und Omega
Ein weiterer Hinweis auf die göttliche Identität Jesu ist der Titel „Der Erste und der Letzte“ sowie „Das Alpha und das Omega“, die im Alten und Neuen Testament verwendet werden, um die ewige und allumfassende Natur Gottes zu betonen.
• Jesaja 44:6: „So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.“ Dieser Vers betont Gottes ewige Existenz und Alleinheit. Ähnliche Aussagen finden wir auch in Jesaja 48:12.
Im Neuen Testament wird diese Bezeichnung auf Jesus angewendet:
• Offenbarung 22:13: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“ Hier identifiziert sich Jesus direkt mit Gott, der im Alten Testament als „der Erste und der Letzte“ bezeichnet wird, und stellt seine göttliche Natur sowie seine zeitliche und spirituelle Vollständigkeit dar.
• Offenbarung 1:8: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“ Auch hier spricht Jesus von sich als dem Alpha und Omega, was seine allumfassende Herrschaft und Ewigkeit betont.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bibel an vielen Stellen klar macht, dass Jesus mehr war als nur ein Mensch oder Prophet. Er war und ist Gott, der in Menschengestalt unter uns lebte, starb und wieder auferstand, um uns mit Gott zu versöhnen.
JESUS IST GOTT.