Warum? Warum? Warum?
Warum lässt Gott das Böse zu?
Warum lässt Gott den Teufel zu
Warum lässt Gott Leiden zu, Krankheiten? Krebs bei Kindern!
Warum lässt Gott zu das Gute Menschen leiden?
Berechtigte Fragen und sie verdienen eine Antwort.
Freier Wille
5. Mose (Deuteronomium)
„Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt. So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.“
Hebräer 3,15
solange ihr heute hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht wie in der Auflehnung.
Josua 24,15
Wenn es euch aber nicht gefällt, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt, ob den Göttern, denen eure Väter gedient haben [...], oder dem HERRN. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.
Matthäus 23,37
„Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt – und ihr habt nicht gewollt!“
Ihr habt nicht gewollt
Im Grundsatz hat der Mensch freien Willen. Kann also zwischen Gut und Böse wählen.
In manchen Fällen prädestiniert er Menschen um seinen Heilsplan heranzutreiben.
Zum Beispiel wurden die zwölf Apostel von Gott berufen um das Evangelium zu verkünden.
Johannes 17,6 (Schlachter 2000 – aus dem hohepriesterlichen Gebet):
„Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.“
Hier spricht Jesus im Gebet zum Vater über die Jünger, die ihm anvertraut wurden.
Was ist mit "warum lässt Gott das böse zu" überhaupt gemeint?
Warum sind Kinder in Kinderheimen? Warum lügen Menschen. Warum klauen Menschen kleine Sachen? Warum gehen verheiratete Menschen fremd. Warum lassen sich Menschen scheiden? Warum haben Menschen voreheliche Beziehungen. Warum verletzen sich Menschen mit Worten? Warum lästern Menschen über andere Menschen? Warum schauen Menschen auf andere hinab in der Meinung sie seien etwas Besseres? Warum belügen Kinder ihre Eltern und verhalten sich manchmal respektlos ihnen gegenüber? Warum verkehren Menschen Homosexuell? Warum wollen wir immer mehr, obwohl wir schon genug haben? Warum werfen wir Lebensmittel weg, weil wir im Überfluss leben?
Das ist wohl nicht gemeint, wenn Menschen vom Bösen und vom Leiden sprechen. Man meint wohl eher Mörder und Unrechtsregime und Kinderschänder?
"Ja genau! Das meinte ich!", wirst du wohl sagen.
Aber hier fängt das Problem schon an. Hier kommen wir an die erste Gabelung oder besser gesagt Verzweigung.
Und ich werde alle Zweige ausführlich erklären:
Zweig 1: Was ist aus Sicht des heiligen Gottes gut?
Römer 3,10–12 (Schlachter 2000):
„Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist, da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer.“
Hier formuliert Paulus eine zentrale Lehre: Niemand ist aus sich selbst heraus gut oder gerecht vor Gott. Das dient dazu, zu zeigen, dass alle Menschen auf Gnade angewiesen sind – Juden wie Heiden.
Jakobus 2,10 (Schlachter 2000):
„Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden.“
Bedeutung:
Dieser Vers bringt eine wichtige geistliche Wahrheit zum Ausdruck:
Das Gesetz Gottes ist eine Einheit – nicht ein Baukasten, aus dem man sich Teile aussuchen kann.
Wenn jemand ein einziges Gebot übertritt, macht er sich am ganzen Gesetz schuldig.
Der Maßstab ist vollkommene Gerechtigkeit – und niemand erfüllt diesen aus eigener Kraft.
Vor dem heiligen Gott sind wir alles schuldig. Alle haben wir unsere Sünden begangen. Wir können vor ihm nicht bestehen. Alle sind von Geburt an in einem gefallenen Zustand und verstossen gegen Gottes Gebote:
Römer 5,12
„Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben …“
Dieser Vers verweist auf den Sündenfall Adams und die Erbsünde, die alle Menschen betrifft.
Psalm 51,7
„Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.“
"Nicht so schlimm" gibt es vor Gott nicht weil seine Natur es nicht zulässt
Die anfängliche Liste der kleinen Sünden die du als nicht so schlimm empfindest oder sogar nicht ein Mal als Sünde anerkennen willst, machen die Menschen vor Gott schuldig.
Eine ernste Frage. Ich spreche Dich persönlich an Leser!
Soll er dich gleich richten für deine Sünden? Soll er dich gleich jetzt zerstören? Dich in die Hölle verdammen. Weil der Lohn der Sünde ist der Tod. Das heisst ewige Verdammnis nach dem physischen Ableben
Römer 6,23 (Schlachter 2000):
„Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“
2. Thessalonicher 1,9
„Diese werden Strafe leiden, ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft.“
Das willst du wohl nicht Leser? Das ist Dir zu krass. Das ist unfair. So hart dann doch nicht. Aha, du machst also die Regeln nicht Gott. Hier sind die Kapitel "Ewige Verdammnis" und "A wretched Sinner" zu empfehlen, wenn man wissen will warum Gott den Menschen verdammt, wenn er den Erlösungsweg durch Jesus Christus ausschlägt.
Zweig 2: Gott ist langsam zum Zorn
Gott lässt sich nicht so schnell reizen.
2. Mose 34,6
„Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue.“
Im Gegenteil, Gott möchte dass Menschen Gemeinschaft mit ihm haben. Dass alle zu ihm umkehren
(zur Busse kommen)
2. Petrus 3,9 (Schlachter 2000)
„Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann zur Buße komme.“
Gott hat keine Freude wenn er jemanden in die Hölle verdammen muss
Hesekiel 18,23 (Schlachter 2000)
„Habe ich etwa Gefallen am Tod des Gottlosen?, spricht Gott, der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich von seinen Wegen bekehrt und lebt?“
Hier wird Gottes heilige Liebe auf eindrückliche Weise sichtbar:
Er wünscht sich, dass alle Menschen zu ihm umkehren. Sein Versöhnungsgeschenk – der Tod am Kreuz – steht allen offen, die Gemeinschaft mit ihm suchen.
Grundsätzlich führt jede Sünde ins Verderben, doch ebenso grundsätzlich will Gott genau das nicht. Selbst die schlimmsten Sünder sollen die Chance zur Umkehr und Buße haben. Deshalb gibt er den Menschen Zeit.
Gott erweist auch große Geduld gegenüber den Menschen, die letztlich verloren gehen, weil er im Voraus weiß, dass sie keine Buße tun werden.
Römer 9:22
„Da Gott seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, hat er mit großer Geduld ertragen die Gefäße des Zorns, die zum Verderben bestimmt sind.“
Das muss man sich vor Augen führen: Gott weiß von jedem Menschen, was er tun wird. Er wusste auch, was Adolf Hitler tun würde – und doch wartete er.
Zweig 3: Das Sündensoll
Gott sieht in die Zukunft. Er weiss wer sich zu ihm bekehren wird. Er definiert wann das Mass der Sünden des Menschen voll ist. Es wäre unfair nicht zu warten. Soll er den Menschen richten bevor er seine Sünden begangen hat? Krass oder? Aber der Mensch der gerichtet wird, soll am Schluss nicht sagen können er hätte ja gar nichts gemacht.
1. Mose 15,16
„Sie aber, die Nachkommen Abrahams, sollen in der vierten Generation wieder hierherkommen; denn das Maß der Sünden der Amoriter ist noch nicht voll.“
Gott kündigt das Gericht über die Amoriter an, aber wartet – weil ihr Sündenmaß noch nicht voll ist.
Das zeigt: Gottes Langmut, aber auch: Sünde wird sich nicht endlos häufen dürfen.
Matthäus 23,32 (Jesus zu den Pharisäern)
„Macht nur das Maß eurer Väter voll!“
Jesus wirft den religiösen Führern vor, dass sie in den gleichen tödlichen Wegen wie ihre Vorfahren fortfahren – und so das Maß des göttlichen Zorns voll machen.
1. Thessalonicher 2,16
„... sodass sie allezeit die Fülle ihrer Sünden voll machen. Aber der Zorn ist endgültig über sie gekommen.“
Hier spricht Paulus von Gegnern des Evangeliums. Ihre Feindschaft gegen das Heil führt dazu, dass das Maß voll wird – und das Gericht unausweichlich kommt.
Offenbarung 14,18–19
„Sende deine scharfe Sichel und lies die Trauben des Weinstocks der Erde; denn seine Beeren sind reif geworden!“
Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und las den Weinstock der Erde, und warf die Trauben in die große Kelter des Zornes Gottes.“
Ein bildhaftes Gericht: Die „Trauben“ stehen für die reife, voll gewordene Sünde der Welt – jetzt wird geerntet = Gericht hält Einzug.
Theologischer Gedanke:
Gott wartet nicht aus Schwäche, sondern aus Gnade.
Doch: Wenn das „Soll“ oder „Maß“ voll ist, zeigt sich seine Heiligkeit im Gericht.
Das ist sowohl im AT (z. B. bei den Kanaanitern) als auch im NT (z. B. in der Offenbarung) durchgehend belegt.
Zweig 4: Der Verworfene Sinn
Manchmal richtet Gott Menschen mit dem physischen Tod. Manche Menschen werden ein abschreckendes Beispiel für andere Menschen. Er verwirft sie in ihrem Unglauben und ihren niedrigsten Trieben. Sie können keine Busse tun. Sie werden in ihren Sünden sterben und in der Hölle härter bestraft werden.
1. „Manchmal richtet Gott Menschen mit dem physischen Tod.“
Apostelgeschichte 5,3 (Ananias und Saphira)
„Als Ananias Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast?
Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!
Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die dies hörten.
1. Korinther 11,30 (Gericht über unwürdiges Abendmahl)
„Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und nicht wenige sind entschlafen.“
Gott kann sichtbar und unmittelbar strafen mit Krankheit, sogar mit dem physischen Tod – als Warnung für andere.
2. „Manche Menschen werden ein abschreckendes Beispiel für andere Menschen.“
2. Petrus 2,6
„... und wenn er die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und zum Untergang verurteilte, um ein warnendes Beispiel für die zu setzen, die künftig gottlos leben würden.“
Gott richtet sichtbar, um andere zur Umkehr zu rufen.
3. „Er verwirft sie in ihrem Unglauben und ihren niedrigsten Trieben.“
Römer 1,24.26.28
„Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen ...
Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften ...
Und gleichwie sie es nicht für gut fanden, Gott in Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahin gegeben in einen verworfenen Sinn.“
Diese dreifache „Dahingabe Gottes“ zeigt: Wer Gott hartnäckig ablehnt, wird sich selbst überlassen – in seinen Trieben und Verirrungen.
4. „Sie können keine Buße tun.“
Hebräer 12,17 (über Esau)
„Denn ihr wisst, dass er hernach, als er den Segen erben wollte, verworfen wurde; denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie unter Tränen suchte.“
Johannes 12,39–40
„Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja hat wiederum gesagt:
‚Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, dass sie nicht sehen mit den Augen und verstehen mit dem Herzen und sich bekehren und ich sie heile.‘“
Bei anhaltendem Widerstand kann Verstockung folgen – der Mensch will und kann dann nicht mehr umkehren.
5. „Sie werden in ihren Sünden sterben.“
Johannes 8,24
„Darum habe ich euch gesagt, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.“
Ohne Umkehr und Glauben bleibt der Mensch in der Schuld, die ihn ins Gericht führt.
6. „Und in der Hölle härter bestraft werden.“
Lukas 12,47–48
„Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereit machte ... wird mit vielen Schlägen geschlagen werden; wer ihn aber nicht kannte ... wird mit wenigen geschlagen werden.“
Es gibt offenbar Unterschiede in der Strenge des Gerichts – abhängig von Erkenntnis und Schuld.
Matthäus 11,21–24
„Tyrus und Sidon wird es erträglicher ergehen am Tag des Gerichts als euch. [...] Sogar Sodom wird es erträglicher ergehen.“
Größere Erkenntnis bedeutet größere Verantwortung – und schwereres Gericht, wenn sie abgelehnt wird.
Zusammenfassung
Manchmal richtet Gott Menschen mit dem physischen Tod
→ Apg 5,5; 1Kor 11,30
Manche werden zu einem abschreckenden Beispiel für andere
→ 2Petr 2,6
Er verwirft sie in ihrem Unglauben und überlässt sie ihren Trieben
→ Röm 1,24–28
Sie können keine Buße tun, weil sie verstockt sind
→ Joh 12,39–40; Hebr 12,17
Sie sterben in ihren Sünden
→ Joh 8,24
Und in der Hölle erwartet sie eine umso härtere Strafe
→ Lk 12,47–48; Mt 11,21–24
Zweig 5: Was der ungläubige Mensch übersieht
Aus Sicht der Bibel ist die Seele unsterblich. Das Leben geht nach dem physischen Ableben weiter. Im Himmel oder in der Hölle. Für ungläubige Menschen scheint der Tod die gerechte Strafe zu sein. Für den allmächtigen Gott ist dies aber zu wenig. Der Mensch soll in der Hölle bestraft werden. Und darum sollte der Mensch Gottesfurcht haben! Nicht Furcht vor einem unfairen Urteil aber Furcht vor seinem heiligen Zorn!
Nahum 1,2
„Ein eifernder und rächender Gott ist der HERR; ein Rächer ist der HERR und voller Grimm. Der HERR rächt sich an seinen Widersachern und ist seinen Feinden gram.“
Gottes Zorn zeigt sich auch in seinem gerechten Gericht über das Böse.
Johannes 3,36
„Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“
Matthäus 10,28 (Schlachter 2000)
„Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der sowohl Seele als auch Leib verderben kann in der Hölle.“
Bedeutung:
Jesus warnt hier davor, Menschen mehr zu fürchten als Gott. Menschen können das irdische Leben bedrohen, aber nicht das ewige Schicksal. Gott allein hat die Macht, über das ewige Leben oder die Verdammnis zu entscheiden. Deshalb ist Gottesfurcht wichtiger als Menschenfurcht. Gottes Gericht ist schrecklich aber er ist ein fairer Richter.
Römer 2,6-11
„... der jedem vergelten wird nach seinen Werken … Denn es ist kein Ansehen der Person bei Gott.“
Zweig 6: Gott lässt nicht immer das Böse zu.
In der Bibel lesen wir an diverse Stellen, dass Gott ganze Völker gerichtet hat und wieder richten wird
Die Sintflut – 1. Mose 6–7
1. Mose 7,21–23:
„Da ging alles Fleisch zugrunde, das sich auf der Erde regte [...]; alles, was Odem des Lebens in seinen Nasen hatte, alles, was auf dem Trockenen war, starb.“
Weltweites Gericht wegen der Bosheit der Menschen – nur Noah und seine Familie wurden verschont (8 Personen).
Sodom und Gomorra – 1. Mose 19
1. Mose 19,24–25:
„Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen auf Sodom und Gomorra [...]; und er kehrte diese Städte um und die ganze Gegend.“
Zwei ganze Städte wurden wegen moralischem und geistlichem Verfall vernichtet. Nur Lot und seine Töchter wurden gerettet.
3. Die Ägypter beim Auszug Israels – 2. Mose 14
2. Mose 14,28:
„Und die Wasser kehrten zurück und bedeckten die Streitwagen und die Reiter des ganzen Heeres des Pharao [...]; es blieb auch nicht einer von ihnen übrig.“
Das ägyptische Heer ertrank im Roten Meer, weil es das Volk Gottes verfolgte.
4. Das goldene Kalb – 2. Mose 32
2. Mose 32,28:
„Und die Söhne Levis taten, wie Mose gesagt hatte; und es fielen an jenem Tag etwa 3.000 Männer vom Volk.“
Gericht über Israel, weil sie Götzendienst trieben – direkt nach dem Bundesschluss.
5. Die Kundschafter-Rebellion – 4. Mose 14
4. Mose 14,29–30:
„In dieser Wüste sollen eure Leichname fallen [...] alle von euch [...] von 20 Jahren an und darüber [...] sollen nicht in das Land kommen [...].“
Die gesamte erste Generation der Wüstenwanderung (außer Josua und Kaleb) starb – wohl über 600.000 Männer.
6. Auflehnung Korahs – 4. Mose 16
4. Mose 16,32–35:
„Und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Häusern [...]; und Feuer ging vom HERRN aus und verzehrte die 250 Männer.“
Aufständische gegen Mose und Aaron – die Erde verschlang sie, weitere 250 durch Feuer gerichtet.
7. Die Pest wegen des Murrens – 4. Mose 16,49
4. Mose 16,49:
„Und die Zahl derer, die an dieser Plage starben, betrug 14.700.“
Nach Korahs Rebellion murrte das Volk – Gott sandte eine Plage.
8. Schlangenplage – 4. Mose 21
4. Mose 21,6:
„Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, und viel Volk aus Israel starb.“
Wiederholte Undankbarkeit und Rebellion = Gottes Gericht durch Schlangen.
9. 24.000 Tote durch Götzendienst in Peor – 4. Mose 25
4. Mose 25,9:
„Es starben aber an dieser Plage 24.000.“
Götzendienst mit den Moabitern, sexuelle Unzucht – massives Strafgericht.
10. Jericho & Kanaan – Josua 6ff
Josua 6,21:
„Und sie vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, mit der Schärfe des Schwertes, vom Mann bis zur Frau, vom Knaben bis zum Greis.“
Gericht an den kanaanitischen Völkern, deren Maß der Sünde voll war (vgl. 1. Mose 15,16).
11. David zählt das Volk – 2. Samuel 24
2. Samuel 24,15:
„Da gab der HERR eine Pest über Israel vom Morgen an bis zur bestimmten Zeit; da starben 70.000 Männer vom Volk.“
David sündigte durch Stolz – Gott strafte das Volk als Kollektiv mit 70.000 Toten.
12. Zerstörung Jerusalems (Vorschau) – Lukas 21,20–24
Lukas 21,22:
„Denn das sind Tage der Rache, damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht.“
Jesus kündigt das Gericht über Jerusalem an (70 n. Chr.) – Hunderttausende Juden wurden getötet oder verschleppt (auch von Historiker Josephus belegt).
13. Zukunft: Weltgericht – Offenbarung 6–19
Offenbarung 9,18:
„Von diesen drei Plagen wurde der dritte Teil der Menschen getötet [...] durch Feuer, Rauch und Schwefel.“
In der Endzeit: große Teile der Menschheit sterben, weil sie sich trotz Warnung nicht bekehren (vgl. Offb 9,20–21).
Fazit
Gott ist langmütig, aber auch gerecht. In der Bibel zeigt sich, dass er:
ganze Städte (Sodom, Jericho),
Völker (Ägypten, Kanaaniter),
Generationen (Wüstenwanderung),
und große Menschenmengen (z. B. durch Pest)
gerichtet hat, wenn das Maß der Sünde voll war (vgl. 1. Mose 15,16).
Zweig 7: Eine tiefere Biblische Wahrheit
Vielmals richtete Gott Menschen durch Kriege, Krankheiten und Hungersnöte. Öffnet sich hier nicht eine tiefere Dimension? Die Bibel lässt keine andere Interpretation zu, er macht das heute auch noch:
Tödliche Krankheiten sind in manchen Fällen eine göttliche Strafe resultierend aus Unglauben.
Oder – was wäre, wenn sie ein letzter Versuch Gottes sind, den Menschen aufzurütteln? Menschen, die ein oberflächliches Leben geführt haben – voller Ablenkung, Sünde, Süchte und Hochmut?
Wer würde bestreiten, dass viele erst nach der Hiobsbotschaft „Krebs“ beginnen, sich ernsthaft mit dem Tod und der Frage nach dem Danach auseinanderzusetzen?
Und warum nennen wir es eigentlich eine „Hiobsbotschaft“?
Hiob war ein reicher Mann, der alles besaß. Doch Gott ließ zu, dass Satan seine ganze Familie vernichten und ihn selbst mit schmerzhaften Geschwüren schlagen durfte.
Wahrscheinlich hat sich nie wieder ein Mensch so tief, so verzweifelt und gleichzeitig so aufrichtig mit dem Schöpfer des Seins beschäftigt wie Hiob.
Und was ist mit den armen Kindern?
Die sind unschuldig vor Gott und werden von ihm mehr Liebe im Himmel erfahren als es die Eltern hier auf Erden je geben könnten. Soll es dass jetzt besser machen? Gott könnte solche Tragödien verhindern?
Zweig 8: Warum sollte Gott solche Tragödien verhindern?
Stell dir Folgendes vor:
Ein völlig Fremder spricht dich auf der Straße an und bittet um 1.000 Franken. Er verspricht, das Geld morgen zur gleichen Zeit am selben Ort zurückzubringen.
„Ist doch nicht so schwer“, sagt er.
Deine natürliche Reaktion wäre wahrscheinlich:
„Kenne ich dich? Schulde ich dir etwas? Warum sollte ich dir vertrauen?“
Vertrauen setzt Beziehung voraus.
Und genau das will Gott: dass wir ihn kennen und lieben.
1. Epheser 2,2
„in denen ihr einst gewandelt seid nach dem Lauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.“
Hier beschreibt Paulus die Gläubigen früher als „Söhne des Ungehorsams“, bevor sie zum Glauben kamen – von Satan beherrscht und widerständig gegen Gott.
Das bist du, wenn du Jesus nicht mit ehrlichem Herzen annimmst. Du folgst automatisch Satan und seinen Dämonen. Und für die ist die Hölle schon reserviert:
Matthäus 25,41
„Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln.“
Aus biblischer Sicht gibt es keine Atheisten. Wenn du dem biblischen Gott nicht folgst, folgst du unbewusst Satan.
Menschen die Satan folgen, haben im Grundsatz kein Anrecht auf Gottes Schutz und Güte.
5. Mose 28,1–2 (Segen und Schutz durch Gehorsam):
„Wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst, [...] wird der HERR dich segnen und beschützen.“
Hier tut sich wieder eine biblische Realität auf
Johannes 14,6 (Schlachter 2000)
„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“
Es gibt nur eine Wahrheit, einen Gott und einen Weg zu ihm laut Bibel. Es gibt keine guten Menschen, noch haben alle Menschen einfach ein Anrecht auf seinen Schutz und seine Bewahrung.
Hier muss ich aber sehr vorsichtig sein. Ich weiß nicht, wann Gott Menschen richtet und nach welchen Maßstäben. Aber wie gesehen gibt es ein Sündsoll. Gott straft auf verschiedene Weise. Es gibt ein Leben nach dem Tod, und ein wiederkehrendes Thema in der Bibel ist, dass der Gott der Bibel besonders die Völker bestraft, die sich gegen ihn stellen, die falschen Göttern und Irrlehren anhängen. Auch hier eröffnet sich eine tiefere Dimension und eine Tatsache: Gott ändert sich nicht.
Maleachi 3,6
„Denn ich, der HERR, verändere mich nicht; darum seid ihr, o Söhne Jakobs, nicht zugrunde gegangen.“
Gottes Unveränderlichkeit ist der Grund, warum sein Volk trotz Versagen nicht vernichtet wurde – Er bleibt treu zu seinen Verheißungen.
Hebräer 13,8
„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit.“
Globale Konflikte und Katastophen aus dieser Perspektive, zeigen für mich ein biblisches Muster
Nationen, die dem biblischen Gott nicht folgen, werden gerichtet.
Habe ich daran Freude? Nein.
Aber ich vertraue auf Gottes übernatürliche Weisheit und vollkommene Gerechtigkeit.
Ich vertraue dem biblischen Gott so tief, dass ich keinen Zweifel an seinen Urteilen und seinem Gericht habe.
Denn Gott ist ein unbestechlicher Richter.
„Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.“
(Psalm 96,13)
„Denn der HERR, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, mächtige und furchtgebietende Gott, der die Person nicht ansieht und kein Geschenk annimmt.“
(5. Mose 10,17 – Luther 2017)
Hier empfehle ich wärmsten das Kapitel "Unheil ist nicht das Böse..." Alle kriegen letztlich was sie verdienen wenn sie dem Heiligen Gott nicht dienen wollen. Gott nutzt zum Beispiele Unrechtsregime um andere Unrechtsregime zu strafen.
Zweig 9: und warum lässt Gott zu dass Satan und seine Dämonen die Menschen verführen dürfen?
Die Engel wurden sofort gerichtet als sie sich gegen Gott entschieden. Ihre ewige Höllenstrafe steht fest. Auch hier wieder der Aspekt des Ewigen Lebens welcher auch für die Engel gilt.. Die Dämonen sind böse und haben freien Willen. Und genauso wie böse Menschen andere Menschen verführen und beeinflussen machen das Dämonen. Warum sie nicht gleich in die Hölle verbannt wurden lässt sich nicht sagen.
Vielleicht lässt Gott sie gewähren als abschreckendes Beispiel für die guten Engel. Analog dem verworfenen Sinn. Mit den Menschen macht er es schliesslich auch.
Aber auch hier gibt es gute Neuigkeiten:
Wiedergeborene Christen unterliegen nicht der vollen Beeinflussung der Dämonen. Sie stehen unter Gottes Schutz:
So unterwerft euch nun Gott. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“
(Jakobus 4,7 – Luther 2017)
Es ist Teil des freien Willens des Menschen sich für Gott oder für Satan zu entscheiden. Und wie schon erwähnt, es gibt nur diese zwei Seiten aus biblischer Sicht. Entweder man ist ein Kind Gottes oder ein Kind des Ungehorsams:
Epheser 2,2
„In denen ihr früher gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft(Satan) herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.“
Zwei 10: Die Folgen der Erbsünde
Römer 8:22
Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und in Wehen liegt.“
Der Reformator Luther verband den gefallenen Zustand des Menschen mit dem Zustand der ganzen Schöpfung, die unter der Last der Sünde mitseufzt:
„Wie der Mensch gefallen ist, so ist auch die ganze Kreatur in Unordnung geraten und seufzt unter dem Fluch.“
„Die Erbsünde ist nicht bloß ein Mangel an Gutem, sondern ein tief verwurzelter, verderblicher Hang zum Bösen.“
Der Erdboden wurde verflucht
Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang.
(Genesis 1:3-18)
Luther betonte, dass nicht nur der Mensch, sondern auch die gesamte Schöpfung durch den Sündenfall mit in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Erde, die ursprünglich eine Quelle des Segens war, wird durch den Fluch zur Quelle von Mühe, Leid und Tod.
„Die Erde, die vorher ein Paradies war, wird nun zur Last, zur Quelle des Schweißes und der Sorge.“
Luther sieht in dem Fluch nicht die letzte Bestimmung der Welt, sondern einen Teil der zeitlichen Strafe, die auf Erlösung hinweist:
„Gott verflucht die Erde, aber er lässt sie nicht untergehen. Der Fluch zeigt, wie sehr Gott die Sünde hasst – und wie sehr wir den Erlöser brauchen.“
„Darum ist dieser Fluch so schrecklich, weil er nicht nur den Menschen, sondern auch die Kreatur trifft. Die Erde seufzt unter dem Fluch, und wir mit ihr.“
Der Mensch ist gekrümmt
Der Mensch ist „incurvatus in se“
Luther übernimmt von Augustinus die Formulierung, dass der Mensch nach dem Sündenfall „in sich selbst gekrümmt“ ist (lat. homo incurvatus in se). Das heißt:
Der Mensch lebt nicht mehr auf Gott ausgerichtet, sondern ist egoistisch, selbstbezogen.
Alle Kräfte der Seele (Verstand, Wille, Herz) sind verdorben.
Selbst religiöse oder „gute“ Werke sind von Eigeninteresse und Stolz durchzogen.
„Der Mensch lebt nicht mehr im Vertrauen auf Gott, sondern will selber Gott sein.“
Psalm 14,3 / Psalm 53,4
„Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.“
Römer 3,10–12
„Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Alle sind abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.“
Jesus selbst sagt:
▸ Markus 10,18
„Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein.“
Adam und Evas Entscheidung richtig eingeordnet
Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen;
aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!
Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!
Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!
(Genesis 3:1)
Satan stellte Eva in Aussicht, selbst über Gut und Böse entscheiden zu können.
Faktisch würde sie dadurch wie Gott werden.
Und genau hier liegt der Knackpunkt: Gott wollte das nicht.
Er wollte genau das, was so viele heute von ihm einfordern – er wollte die Menschen führen.
Er wollte sie bewahren vor diesem Wissen.
Er wollte nicht, dass sie die Bürde der Unterscheidung von Gut und Böse tragen müssen.
Denn mit diesem Wissen kommt eine große Verantwortung –
und die Menschen konnten damals wie heute nicht damit umgehen.
Dieses Wissen war nicht für den Menschen bestimmt.
Vielleicht eines Tages – unter seiner Anleitung, unter seiner Führung.
Aber nicht durch eine eigenmächtige Entscheidung.
Hier braucht es Einsicht und Demut
Vor dem Sündenfall waren wir etwas anderes.
Wir lebten in Gemeinschaft mit dem Schöpfergott.
Doch seit dem Fall sind wir von ihm getrennt.
Aus Gottes Sicht sind wir nicht gut.
Unsere Taten sind nicht rein.
Und es braucht das Blut Jesu, um das wieder ins Lot zu bringen.
Du bist nicht gut!
Und genau hier steht jeder Mensch vor einer persönlichen Entscheidung –
einer umgekehrten Entscheidung:
Will ich mich Gott wieder unterstellen?
Will ich ihm die Führung überlassen?
Bin ich bereit, meinen falschen Stolz aufzugeben?
Zweig 12: Hiobs Kopfwäsche tut auch Dir gut
Warum überhaupt dieser Baum im Garten? So unfair.
Ein Baum der solch ein verheerendes Potenzial pflanzte Gott im Garten!
Warum hatte der Ungehorsam von Adam und Eva solche weitreichenden Folgen – nicht nur für sie, sondern für uns alle?
Vielleicht denkst du:
„Ich kann doch nichts dafür, dass die beiden es verbockt haben!“
Und ja – du hast ihre Entscheidung nicht getroffen. Aber die Folgen betreffen auch dich. Und genau darum gibt es Jesus. Jesus ist das Heilmittel für unseren gefallenen Zustand. Und das einzige was es braucht ist Einsicht:
Wenn du den christlichen Gott ernst nimmst, bedeutet das:
Du erkennst an, dass du nicht von Natur aus gut bist – nicht im tiefsten Innern.
Du erkennst an, dass Gott ein ewiges, heiliges Gesetz hat – Ausdruck seines Wesens und Willens.
Und du erkennst, dass du dieses Gesetz immer wieder gebrochen hast – mit deinen Gedanken, Worten, Taten und dem, was du unterlassen hast.
Du verstehst, dass der heilige Gott so mit Dir keine Gemeinschaft haben kann.
Und genau deshalb kam Jesus – nicht um dich zu verurteilen, sondern um dich zu retten!
Johannes 3,17 (Luther 2017):
„Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“
Er erfüllte das Gesetz vollkommen – für Dich. Und er nahm die Strafe auf sich, die du verdient hättest.
Und wenn du jetzt denkst:
„Was soll das Ganze? Das ist doch völliger Wahnsinn?“
Dann tut dir Hiobs Kopfwäsche vielleicht mal ganz gut. Denn du bist ein arroganter, eingebildeter Mensch, der meint, über allem zu stehen und moralisch überlegen zu sein.
Die Wahrheit ist:
Du bist nichts – ohne Gott existierst du überhaupt nicht! Das ist die biblische Wahrheit.
Deine Selbstgerechtigkeit ist ein Trugbild. Du bist abhängig von dem, der dich geschaffen hat – ob du es willst oder nicht.
Der Grund warum du jetzt wie ein stures Kleinkind deine Faust gegen Gott erhebst kannst, ist Gott!
Wenn du das nicht einsiehst, bleibst du verloren – und das ist die bittere Realität.
Hiobs Kopfwäsche
Dann aber redete der HERR mit Hiob. Er antwortete ihm aus dem Sturm:
»Wer bist du, dass du meine Weisheit anzweifelst mit Worten ohne Verstand?
Tritt mir gegenüber wie ein Mann und gib mir Antwort auf meine Fragen!
Wo warst du, als ich das Fundament der Erde legte? Sag es doch, wenn du so viel weißt!
Wer hat ihre Maße festgelegt und wer die Messschnur über sie gespannt? Du weißt es doch, oder etwa nicht?
Worin sind die Pfeiler der Erde eingesenkt, und wer hat ihren Grundstein gelegt?
Damals sangen alle Morgensterne, und die Gottessöhne jubelten vor Freude.
Wer schloss die Schleusentore, um das Meer zurückzuhalten, als es hervorbrach aus dem Mutterschoß der Erde?
Ich hüllte es in Wolken und in dichtes Dunkel wie in Windeln;
ich setzte dem Meer eine Grenze, schloss seine Tore und Riegel
und sprach: ›Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter! Hier müssen sich deine mächtigen Wogen legen!‹
Sag, hast du je das Tageslicht herbeigerufen und der Morgenröte ihren Weg gewiesen?
Sie fasst die Erde bei den Zipfeln und schüttelt die Übeltäter von ihr ab.
In ihrem Licht färbt die Erde sich bunt wie ein Kleid; ihre Gestalt tritt hervor, deutlich wie ein Siegelabdruck auf Ton.
Dann wird den Übeltätern das schützende Dunkel[1] genommen, und ihr drohend erhobener Arm wird zerbrochen.
Bist du hinab zu den Quellen des Meeres gereist, hast du den Abgrund des Ozeans durchwandert?
Haben sich dir die Tore des Todes geöffnet, die den Eingang ins dunkle Land verschließen?
Hast du die Weiten der Erde überblickt? Sag es mir, wenn du das alles weißt!
Woher kommt das Licht, und wie gelangt man dorthin? Woher kommt die Finsternis?
Kannst du Licht und Dunkelheit an ihre Orte bringen, kennst du den Weg zu ihrem Land?
Ganz gewiss, denn du warst schon geboren, als ich sie schuf, du lebst ja seit uralten Zeiten!
Hast du die Vorratskammern gesehen, in denen ich Schnee und Hagel aufbewahre?
Ich spare sie auf für den Unglückstag, für Kriegszeiten und Schlachtgetümmel.
Weißt du, wo das Licht herkommt und von wo der Ostwind loszieht? Wie gelangt man dorthin?
Wer schafft den Regenfluten eine Bahn, wer ebnet Blitz und Donner den Weg,
damit Gewitterregen niedergehn auf unbewohntes Land, über unwegsame Wüsten,
damit die ausgedörrte Steppe durchtränkt wird und frisches Grün aus dem Boden sprießt?
Hat der Regen einen Vater? Wer lässt den Tau entstehen?
Wer bringt Eis und Frost hervor,
wenn das Wasser hart wird wie Stein, wenn Seen und Flüsse zugefroren sind?
Knüpfst du die Bänder des Siebengestirns, kannst du den Gürtel des Orion öffnen?
Lässt du die Sternbilder erscheinen, je nach Jahreszeit, bringst du den Großen und den Kleinen Wagen herauf?
Hast du die Gesetze des Himmels entdeckt, und kannst du sie auf die Erde übertragen?
Rufst du den Wolken einen Befehl zu, damit sie Regen auf dich herabströmen lassen?
Schleuderst du die Blitze in ihr Ziel? Sagen sie: ›Wir stehen dir zu Diensten‹?
Wer lässt die Wolken wohlgeordnet ziehen? Wer bestimmt das Wetter nach einem weisen Plan?[2]
Wer ist so klug, dass er die Zahl der Wolken kennt? Wer schüttet ihr Wasser auf die Erde nieder,[3]
wenn dort der Boden hart geworden ist wie Eisen und die Schollen aneinander kleben?
etc. etc. etc. es geht noch weiter.
(Hiob 38:1ff)
Dazu passend:
"weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat;
denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben."
(Römer 1:18)
Letzter Zweig 13: Freier Wille
Woher weisst du eigentlich was gut ist?
Nach dem lesen dieses Kapitels hast du wahrscheinlich eine andere Sicht auf Gut und Böse. Aber das meine ich nicht. Wie kann ich wissen was gut ist, wenn das böse nicht existiert? Wie kann ich wissen was Dunkel ist, wenn das Licht nicht existiert? Wie kann freier Wille ohne echte Entscheidungsmöglichkeiten existieren. Es geht nicht. Ansonsten wären wir Roboter.
Auch hier wieder die Erkenntnis: Der freie Wille kommt von Gott.
Ohne Gott gäbe es ihn nicht. Und hier wird es auch wieder spannend, wenn man weiter denkt.
Wir nehmen so viele Sachen einfach als gegeben. Vor allem die Sachen die für uns Sinn machen und positiv sind. Und über die negativen Aspekte beschweren wir uns dann bei Gott.
Ich habe den freien Willenaspekt bewusst als letzten Zweig gewählt. Weil es ist die gängigste Erklärung von Christen, warum Gott das Böse zulässt.
Aber dieses Kapitel widerlegt die Aussage völlig nicht wahr?
Eine provokante Aussage zum Schluss
Gott lässt das Böse zu weil er gnädig ist.