Viele Menschen berichten in ausserkörperlichen Erfahrungen, Visionen oder Nahtoderfahrungen von finsteren Wesen, die entstellt, furchteinflößend und erschreckend wirken. Hesekiel 28 gibt uns die Antwort darauf.
Hesekiel beschreibt zunächst ein Wesen von außergewöhnlicher Herrlichkeit, Lucifer:
„Du warst das Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommen an Schönheit“ (Hesekiel 28,12).
Weiter heißt es:
„Du warst ein gesalbter, schirmender Cherub“ (Hesekiel 28,14).
Luzifer wird hier als ein Wesen dargestellt, das ursprünglich mit Schönheit, Weisheit, Herrlichkeit und göttlicher Nähe ausgestattet war. Doch genau diese Schönheit wurde zum Anlass seines Stolzes:
„Dein Herz hat sich erhoben wegen deiner Schönheit“ (Hesekiel 28,17).
Der Hochmut führte zur Rebellion gegen Gott. Deshalb folgte das Gericht:
„Ich verstieß dich vom Berg Gottes“ (Hesekiel 28,16).
Doch der Text beschreibt mehr als nur einen Sturz. Das Gericht Gottes trifft genau den Bereich, auf den Luzifer stolz war. Seine Herrlichkeit wird zerstört. Seine Schönheit wird vernichtet. Seine Pracht wird ausgelöscht.
„Mit deinen vielen Missetaten ... hast du deine Heiligtümer entweiht; da ließ ich ein Feuer von dir ausgehen, das dich verzehrte, und ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde“ (Hesekiel 28,18).
Hier erscheint ein bemerkenswertes Bild: Das Feuer kommt aus seiner eigenen Mitte hervor. Die Rebellion trägt die Ursache ihrer eigenen Zerstörung in sich. Das Feuer verzehrt ihn, bis nur noch Asche übrig bleibt.
Besonders aufschlussreich ist das hebräische Wort für „Asche“: אֵפֶר (efer). Es bezeichnet nicht nur die Überreste eines Feuers. In der Bibel steht Asche auch für Erniedrigung, Verlust von Herrlichkeit, Vergänglichkeit, Trauer und völlige Demütigung. Asche ist das, was von etwas übrig bleibt, nachdem das Feuer alles Wertvolle verzehrt hat.
Wenn Gott sagt: „Ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde“, beschreibt dies nicht einfach eine Niederlage oder den Rauswurf. Es ist das genaue Gegenteil der Herrlichkeit, die Luzifer einst besaß. Der einst vollkommene, schöne und herrliche Cherub wird auf den niedrigsten Zustand reduziert. Von seiner ursprünglichen Pracht bleibt nichts übrig.
Aus dem strahlenden, herrlichen Wesen wird etwas, das nur noch das verkohlte, entstellte Gegenbild seiner früheren Pracht ist.
In diesem Sinn sind die gefallenen Engel die Asche ihrer selbst. Sie existieren noch, aber sie sind nicht mehr das, was Gott ursprünglich geschaffen hatte. Die Schönheit ist verloren. Die Herrlichkeit ist verloren. Die Reinheit ist verloren. Übrig geblieben sind die Spuren des Gerichts Gottes über ihre Rebellion.
Darum sind die Berichte über schreckliche dämonische Wesen in Nahtoderfahrungen kein Zufall. Wenn die gefallenen Engel ihrem Anführer in der Rebellion gefolgt sind, dann teilen sie auch sein Gericht. Sie haben ihre ursprüngliche Schönheit verloren. Sie haben ihre Herrlichkeit verloren. Sie tragen die Folgen ihrer Auflehnung gegen Gott.
Was einst Licht war, wurde Finsternis.
Was einst Herrlichkeit war, wurde Schande.
Was einst Schönheit war, wurde Entstellung.
Die Strafe bestand also nicht nur im Ausschluss, sondern auch in einer körperlichen Erniedrigung. Gott hat die rebellischen Engel genau dort gedemütigt, wo sie am stolzesten waren: in ihrer Schönheit. Erniedrigung ist ein Art von Gott die Hochmütigen zu strafen.
Der Fall Satans ist in Genesis auch beschrieben
Buch Genesis – 1. Mose 3,14
„Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein vor allem Vieh und vor allen Tieren des Feldes. Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang.“
Menschen wurden enstellt und erniedrigt zur Strafe
Buch Numeri – 4. Mose 12,10
„Und als die Wolke von der Stiftshütte wich, siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam, und siehe, sie war aussätzig.“
2. Buch der Chronik – 2. Chronik 26,19
„Da wurde Usija zornig; und während er mit den Priestern zürnte, brach der Aussatz aus an seiner Stirn vor den Priestern im Haus des HERRN neben dem Räucheraltar.“
Buch Daniel – Daniel 4,30–33
„Noch war das Wort im Mund des Königs, da fiel eine Stimme vom Himmel: Dir wird gesagt, König Nebukadnezar: Das Königtum ist von dir genommen! Und man wird dich von den Menschen ausstoßen, und bei den Tieren des Feldes wird deine Wohnung sein; Gras wird man dich fressen lassen wie die Rinder, und sieben Zeiten werden über dich vergehen, bis du erkennst, dass der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es gibt, wem er will. Im selben Augenblick erfüllte sich das Wort an Nebukadnezar; und er wurde von den Menschen ausgestoßen, fraß Gras wie die Rinder, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis sein Haar wuchs wie Adlerfedern und seine Nägel wie Vogelkrallen.“
Buch Genesis – 1. Mose 4,15
„Da sprach der HERR zu ihm: Darum soll jeder, der Kain erschlägt, siebenfach gerächt werden! Und der HERR machte an Kain ein Zeichen, damit ihn niemand erschlüge, der ihn fände.“
Gott demütigt die Stolzen und Hochmütigen
Psalm – Psalm 18,28
„Denn du rettest das elende Volk; aber die hochmütigen Augen erniedrigst du.“
Jakobusbrief – Jakobus 4,6
„Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade.“
Evangelium nach Lukas – Lukas 14,11
„Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“
Mühe damit?
„Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.“
— Hebräer 10,31