War Jesus homosexuell?


Eine berechtigte Frage

Jesus war nicht verheiratet. Als fleischgewordener Gott hatte Jesus andere Prioritäten, als sich menschlichen Beziehungen hinzugeben. Dennoch bleibt die Frage: Welche Sexualität hatte Jesus? Könnte er vielleicht sogar homosexuell gewesen sein?


Verse die gerne dafür herbeigezogen werden

Johannes 13,23

Es war aber einer unter seinen Jüngern, den Jesus liebte, der lag an der Brust Jesu.

Johannes 19,26

Als nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er liebte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!

Johannes 20,2

Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben!

Johannes 21,7

Da spricht der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als nun Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er das Obergewand um (denn er war nackt) und warf sich in den See.

Johannes 21,20

Petrus aber wandte sich um und sieht den Jünger folgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: Herr, wer ist es, der dich verrät?

Markus 14,51–52 (Schlachter 2000):

51 Und ein junger Mann folgte ihm nach, der ein leinenes Tuch auf dem bloßen Leib trug; und die Jünglinge griffen ihn.

52 Er aber ließ das leinene Tuch fahren und floh nackt von ihnen.


An der Brust liegen erklärt

Dieser Jünger wird traditionell als Johannes, der Verfasser des Evangeliums, verstanden. Er wird oft als der „Jünger, den Jesus liebte“ bezeichnet. Das griechische Wort, das hier mit „an der Brust liegen“ übersetzt wird, beschreibt die typische Tischsituation bei einem Festmahl im Liegen: Man lag auf der linken Seite, gestützt auf den linken Arm, und aß mit der rechten – der Kopf war nahe an der Brust des Nachbarn.


Liebe erklärt

Die griechische Sprache des Neuen Testaments unterscheidet mehrere Begriffe für „Liebe“, die jeweils verschiedene Arten von Beziehungen ausdrücken. Das Neue Testament wurde ursprünglich auf Altgriechisch verfasst, und darin finden sich unter anderem: agápē (ἀγάπη), die selbstlose, göttliche Liebe – etwa Gottes Liebe zu den Menschen; philía (φιλία), die freundschaftliche Liebe unter Freunden; storgē (στοργή), die natürliche Liebe innerhalb der Familie; sowie érōs (ἔρως), die romantische oder sexuelle Liebe, die jedoch im Neuen Testament nicht vorkommt. Wenn in den johanneischen Texten steht, dass Jesus einen Jünger „liebte“, wird dafür meist agápē oder phileō verwendet – es handelt sich also nicht um erotische Liebe (érōs), sondern um eine geistliche oder freundschaftliche Zuneigung.


Ein gefundenes Fressen für Bibelverdeher

Die oben genannten Verse werden häufig dazu benutzt, um Jesus in ein schlechtes Licht zu rücken. Dabei liegt eine deutliche Ironie darin, die einem förmlich ins Gesicht springt. Besonders von falschen homosexuellen Christen werden diese Verse gerne herangezogen, um zu behaupten, Jesus sei homosexuell gewesen und darum sei Homosexualität vor dem heiligen Gott ok. Diese Haltung zeigt eindrücklich, wie sehr der Mensch im gefallenen Zustand lebt und Erlösung braucht, damit Gott mit ihm wirken und ihn verändern kann.


Aus biblischer Sicht kann ich nur entgegnen:

Titus 1,15 (Schlachter 2000):

„Für die Reinen ist alles rein; die aber unrein und Ungläubige sind, für die ist nichts rein, sondern ihre Gedanken und ihr Gewissen sind verunreinigt.“

Epheser 5,3 (Schlachter 2000):

„Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal genannt werden, wie es Heiligen geziemt.“


Aber wäre es den so schlimm wenn Jesus homosexuell gewesen wäre?

Ich setze noch einen drauf. Wäre es schlimm gewesen wenn Jesus ein bisexueller Transmann gewesen wäre?

Nein, im Gegenteil. Ich würde es sogar begrüssen. Wirklich. Und phädophil obendrauf. Hey warum nicht auch noch zoophil? Ehrlich! Weil es würde seine Person noch eindrücklicher machen!


Jesus war ohne Sünde

2. Korinther 5,21 (Schlachter 2000):

„Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit Gottes würden.“

1. Petrus 2,22 (Schlachter 2000):

„Der keine Sünde getan hat, noch wurde in seinem Mund ein Trug gefunden.“


Jesus wurde in allem versucht

Hebräer 4,15:

„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.“

Hebräer 7,26:

„Denn ein solcher Hoherpriester war uns notwendig: heilig, unschuldig, unbefleckt, abgetrennt von den Sündern und höher als die Himmel geworden.“


In allem wurde Jesus versucht!

Jesus wurde auch sexuell versucht. Der Vers lässt nichts anderes zu. Aber er hat nie gesündigt. Weil er Gott im Fleisch war. Er versteht darum alle Nöte und Ängste und Versuchungen der Menschen. Gott wollte verstehen wie es ist als Mensch zu leben. Er wollte uns verstehen! Ein grosser Liebesbeweis.


Jesus ist darum das perfekte Vorbild für Homosexuelle

Es ist gut möglich, dass Gott seine menschliche Gestalt so gestaltet hat, dass er homosexuelle Gefühle empfinden könnte. Doch das spielt keine Rolle, denn er hat niemals gesündigt – und genau darum geht es. Er wurde darum zum vollkommenen, alles reinigenden Kreuzopfer für die Erlösung der ganzen Menschheit. Er hat der Versuchung stets widerstanden. Ich bin überzeugt, dass er weiß, dass Menschen, die im gefallenen Zustand mit homosexuellen Neigungen leben, ein schwereres Los tragen als heterosexuelle Menschen. Und diesen zu widerstehen wird letzlich nach dem Tod belohnt.


Matthäus 16,27

„Denn der Menschensohn wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun.“

Römer 2,6-7

„Er wird jedem vergelten nach seinen Werken: ewigem Leben denen, die durch Beharrlichkeit im Guten suchen Ruhm, Ehre und Unvergänglichkeit.“

2. Korinther 5,10

„Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit ein jeder empfange, was er durch den Leib getan hat, es sei gut oder böse.“

Offenbarung 22,12

„Siehe, ich komme bald, und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“

1. Korinther 3,13-15

„Jeder wird sein Werk offenbaren; denn der Tag wird es zeigen, weil er durchs Feuer offenbar wird; und wie jedes Werk von welchem Holz, Heu oder Stroh es auch sei, geprüft wird. Wenn aber das Werk bleibt, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen.

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