Unreine Geister: Weder tote Riesen, noch böse Seelen verstorbener Menschen, präadamische Wesen oder Nachkommen von Satan und Lilith



Einführung

Es empfiehlt sich, zuerst das Kapitel «Wie Satans Rebellion wirklich war» zu lesen. Dieses Kapitel ist eine sehr umfangreiche Ergänzung dazu.

Link: «Wie Satans Rebellion wirklich war»

«Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen werden und Verführerischen Geistern und Lehren der Dämonen anhangen, die in Heuchelei Lügen reden und ein Brandmal in ihrem eigenen Gewissen haben.»

(1. Timotheus 4,1)


Der Vers passt sehr gut, um uns auf das Thema einzustimmen. Er spricht von Geistern und Lehren von Dämonen, die zum Glaubensabfall führen. Um die Herkunft der unreinen Geister gibt es sehr viel Theorien. Aber ein biblischer Christ, sollte diesen Theorien kritisch gegenüber stehen. Er sollte seine Bibel zücken und alles damit hinterfragen:


„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“

(2. Timotheus 3:16-17)


Also machen wir das.


Die Gottessöhne (Engel) der vorsintflutlichen Noahzeit

Im folgenden Abschnitt sehen wir, dass die Söhne Gottes (also die Engel) sich mit Erdenfrauen eingelassen haben. Viele wollen in den Gottessöhnen einfach Menschen sehen, genauer gesagt die Nachkommen von Seth, Adams drittem Sohn. Aus 1. Mose 6 wird aber ganz klar, dass aus dieser Verbindung Riesen geboren wurden. Der Begriff "Gottessöhne" in der Bibel bezieht sich, bis auf eine Ausnahme, immer auf Engel. Die Gottessöhne waren also ganz klar Engel, ansonsten macht es keinen Sinn. Etwas Übernatürliches ist damals passiert!

«Als aber die Menschen sich zu vermehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne (Bene Elohim), dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten. Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist; so sollen seine Tage 120 Jahre betragen. In jenen Tagen waren die Riesen(Nephilim) auf der Erde, und auch später, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und ihnen Kinder zeugten. Das sind die Helden, die von jeher berühmte Männer gewesen sind.»

(1. Mose 6,1-4 - Schlachter 2000)


Im Judas- und Petrusbrief werden diese Engel nochmals erwähnt

«Auch die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre Behausung verlassen haben, hat er für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln in der Finsternis verwahrt; wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie jene Unzucht getrieben haben und anderem Fleisch nachgegangen sind, als ein Beispiel vor Augen gestellt, indem sie die Strafe des ewigen Feuers zu erleiden haben.»

(Judas 1,6-7 - Schlachter 2000)


Die Engel, die sich ebenfalls auf illegale Weise sexuellem Verhalten hingaben, wie in Sodom und Gomorra, haben ihre Wohnstätte verlassen und wurden als Strafe in Ketten der Finsternis gebunden.

«Denn wenn Gott die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont hat, sondern sie in finstere Höhlen der Unterwelt hinabgestürzt und zur Aufbewahrung für das Gericht übergeben hat...»

(2. Petrus 2,4 - Schlachter 2000)


Diese gefallenen Engel sind in der Finsternis eingekerkert, bis sie für das endgültige Gericht aufbewahrt werden.

«Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe; zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist. In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren, als Gottes Langmut harrte in den Tagen Noahs, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden wenige, nämlich acht Seelen, durchs Wasser hindurch gerettet.»

(1. Petrus 3,18-20 - Schlachter 2000)


Die Geister, die sich im Gefängnis befinden, sind die gefallenen Engel, denen Christus nach seinem Tod predigte. Diese Engel waren ungehorsam in den Tagen Noahs und sind jetzt in Gefangenschaft.

Der Begriff Pneuma ist sehr wichtig. Er steht für "Geist" oder besser "Geistwesen", welche von Seelen (psychais) unterschieden werden.

Die gefallenen Engel der Noahzeit sind also physisch in der Hölle (Tartarus) verwahrt und warten auf das Endgericht. Diese Engel sind somit handlungsunfähig.


«Götter»

Für mich ist die Bibel ein «Zauberbuch». Das einzige, von Gott akzeptierte. Ein Zeitzeuge des Übernatürlichen und des Wirkens Gottes. Ein Buch, das, wenn man es genau liest, Unglaubliches offenbart. Es gab neben Gott andere «Götter». Zumindest nennt das Alte Testament diese Wesen so.

Götter ist eine mögliche Übersetzung des hebräischen Wortes «Elohim». Es führt aber gerne zur Verwirrung. Weil man muss sich fragen, woher diese Götter gekommen sind. Meiner Meinung nach wäre Elohim besser mit «Geistwesen» übersetzt. Jahwe/El ist ein Elohim, der höchste Elohim, aus dem alles entstanden ist. Aus dem Kontext der Verse ergibt sich, dass diese «Götter» Engel waren, die Gott den Nationen zugeteilt hat – und zwar nach dem Turmbau zu Babel:

«Die ganze Erde hatte eine Sprache und ein und dieselben Worte. Als sie aber von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und ließen sich dort nieder. Und sie sprachen zueinander: Auf, lasst uns Ziegel streichen und sie gut brennen! Und sie verwendeten Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel.

Dann sprachen sie: Auf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden! (Die Menschen wollten dort bleiben und nicht die ganze Erde bevölkern, wie Gott es angeordnet hatte. Des Weiteren wollten sie den Himmel erreichen und sich gottgleich machen.)

Da fuhr der HERR herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, den die Menschenkinder bauten. Und der HERR sprach: Siehe, sie sind ein Volk und haben alle eine Sprache, und dies ist erst der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr unmöglich sein, was sie sich vorgenommen haben.

Auf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht mehr verstehen! So zerstreute sie der HERR von dort über die ganze Erde, und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. Daher gab man ihr den Namen Babel, weil der HERR dort die Sprache der ganzen Erde verwirrte und sie von dort aus über die ganze Erde zerstreute.»

(1. Mose 11,1-9 - Schlachter 2000)


Der Begriff «Bene Elohim» = Gottessöhne

«Damals erschuf der höchste Gott die Völker und ließ sie auf der Erde wohnen; für jedes Volk bestimmte er ein Land und teilte jedem einen Engel zu. Doch Israel, die Jakobskinder, erwählte er sich selbst als Eigentum und machte sie zu seinem Volk. Er fand sie hilflos in der Wüste, umlauert und umheult von wilden Tieren, da nahm er sie in seine Obhut, er schützte sie mit aller Sorgfalt, so wie ein Mann sein eigenes Auge schützt. Ein Adler scheucht die Jungen aus dem Nest, damit sie selber fliegen lernen. Doch wachsam schwebt er über ihnen, und wenn eins müde wird und fällt, dann breitet er die Flügel unter ihm aus und fängt es auf und trägt es fort. Genauso hat der HERR sein Volk beschützt; er ganz allein hat Israel geführt, kein fremder Gott stand ihm zur Seite!»

«Als der Höchste den Völkern Land zuteilte und die Menschenkinder voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Gottes.»

(5. Mose 32,8)


Text Traditionen zu 5.Mose 32.8

Masoretischer Text (hebräisch, Standardtext des Judentums):

„nach der Zahl der Söhne Israels“ (Bene Jisrael).

Septuaginta (griechische Übersetzung, ca. 3. Jh. v. Chr.):

„nach der Zahl der Engel Gottes“ (angelōn theou), was wohl auf „Bene Elohim“ zurückgeht.

Qumran-Text (älteste hebräische Handschrift von 5. Mose 32,8):

Deutlich: „nach der Zahl der Söhne Gottes“ (Bene Elohim).


«Dann wird man sagen: Weil sie den Bund des HERRN, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben, den er mit ihnen schloss, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte, und hingegangen sind, um anderen Göttern zu dienen und sie anzubeten – Götter, die sie nicht kannten und die er ihnen nicht zugeteilt hatte – darum ist der Zorn des HERRN gegen dieses Land entbrannt, sodass er alle Flüche über sie kommen ließ, die in diesem Buch geschrieben stehen.»

(5. Mose 29,25-27 - Schlachter 2000)


Gott hat den Völkern Elohim (Engel) zur Seite gestellt

«Haben etwa die Götter der Völker die Länder errettet, die meine Väter vernichtet haben? Gosan, Haran, Rezeph und die Söhne Edens, die in Telassar waren?»

(Jesaja 37,12 - Schlachter 2000)

Deshalb soll die Frau eine Macht Schleier auf dem Haupt haben um der Engel willen.

(1. Korinther 11,10 - Schlachter 2000)


Die himmlische Ratsversammlung

Es scheint, dass die Engel ihre Gebiete nicht sauber regierten. Im Gegenteil, sie förderten Gewalt und Ungerechtigkeit! Folgende Verse zeigen, dass es eine Versammlung der Götter (Elohim) gibt, eine Ratsversammlung. 

Gott regiert die Welt, indem er Engel über Gebiete einsetzt und auch Versammlungen abhält. Hier ist wichtig zu erwähnen, dass Gott der Alleinherrscher ist. Die Versammlung ist nicht mit einer normalen Sitzung zu vergleichen. Gott befiehlt seinen, von ihm erschaffenen, Engeln, und diese müssen gehorchen. Wie wir aber sehen, überlässt Gott den Engeln doch ab und zu die Entscheidung in der Versammlung. Gott droht auch ganz klar die Strafe für diese Engel an.

«Ein Psalm Asafs. Gott (El) steht in der Gottesversammlung, inmitten der Götter (Elohim) richtet er: Wie lange wollt ihr ungerecht richten und die Gottlosen begünstigen? Sela. Schafft Recht dem Geringen und der Waise, verhilft dem Elenden und dem Armen zum Recht! Befreit den Geringen und den Bedürftigen, entreißt ihn der Gewalt der Gottlosen! Sie wissen nichts und verstehen nichts, sie tappen dahin im Finstern; es wanken alle Grundfesten der Erde. Ich habe gesagt: Ihr seid Götter, und ihr alle seid Söhne des Höchsten! Doch wie Menschen sollt ihr sterben und wie einer der Fürsten sollt ihr fallen. Mache dich auf, o Gott, richte die Erde! Denn du bist Erbherr über alle Nationen!»

(Psalm 82 - Schlachter 2000) (Aus dem Kontext ergibt sich klar, dass es sich um Engel handelt. Wären es Menschen, würde der letzte Satz keinen Sinn machen.)


«An jenem Tag wird der HERR das Heer der Höhe in der Höhe heimsuchen und die Könige der Erde auf der Erde. Und sie werden zusammen eingesperrt, wie Gefangene in den Kerker, und in den Kerker eingeschlossen werden; nach langer Zeit werden sie heimgesucht.»

(Jesaja 24,21-22 - Schlachter 2000)


«Keiner ist wie du, o Herr, unter den Göttern, und nichts ist vergleichbar mit deinen Werken. Alle Nationen, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, o Herr, und deinen Namen verherrlichen.»

(Psalm 86,8-9 - Schlachter 2000)


«Die Himmel werden dich loben, o HERR, ja, deine Wunder, und deine Treue in der Gemeinde der Heiligen. Denn wer in den Wolken ist mit dem HERRN zu vergleichen? Wer ist wie der HERR unter den Söhnen der Starken?»

(Psalm 89,6-7 - Schlachter 2000)


«Micha aber sprach: Darum höre das Wort des HERRN! Ich sah den HERRN auf seinem Thron sitzen, und das ganze Heer des Himmels stand bei ihm zu seiner Rechten und zu seiner Linken.»

(1. Könige 22,19 - Schlachter 2000)


«Die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Herrlichkeit. Schämen sollen sich alle, die den Bildern dienen, die sich der Götzen rühmen! Betet ihn an, alle Götter (Elohim)

(Psalm 97,6-7 - Schlachter 2000)


«Denn in dieser Nacht werde ich durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeborenen im Land Ägypten schlagen, vom Menschen bis zum Vieh, und an allen Göttern (Elohim) Ägyptens werde ich das Gericht vollstrecken, ich, der HERR.»

(2. Mose 12,12 - Schlachter 2000) (Gott vollstreckt sein Gericht an den Göttern, den abtrünnigen Gebietsengeln Ägyptens.)



Die Gottessöhne, dabei auch Satan, treten vor Gott

«Es geschah aber eines Tages, dass die Gottessöhne kamen, um sich vor den HERRN zu stellen, und auch der Satan kam in ihrer Mitte. Da sprach der HERR zum Satan: Woher kommst du? Und der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde durchstreift und bin auf ihr umhergezogen. Da sprach der HERR zum Satan: Hast du auf meinen Knecht Hiob geachtet? Denn es gibt keinen wie ihn auf Erden, einen untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet.»

(Hiob 1,6-8 - Schlachter 2000)


«Naht herzu, ihr Völker, um zu hören! Und ihr Völkerschaften, horcht auf! Die Erde höre und was sie füllt, der Erdkreis und alles, was ihm entsprosst! Denn der Zorn des HERRN richtet sich gegen alle Völker, und sein Grimm gegen ihr ganzes Heer. Er hat sie dem Bann geweiht, er hat sie zur Schlachtung hingegeben. Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen, und der Gestank ihrer Leichname wird aufsteigen; und die Berge werden von ihrem Blut zerfließen. Und das ganze Heer des Himmels wird sich auflösen, und die Himmel werden zusammengerollt werden wie eine Buchrolle, und ihr ganzes Heer wird verwelken, wie das Laub vom Weinstock verwelkt und wie Welkes vom Feigenbaum.»

(Jesaja 34,1-4 - Schlachter 2000) (Das Heer des Himmels bezieht sich auf die Engel der Nationen, welche im Endgericht auch gerichtet werden.)


Engelfürsten

Wie wir in folgendem Vers sehen, wurde die ganze Erde in Gebiete unterteilt, basierend auf der Anzahl der Gottessöhne (Engel):


«Als der Höchste den Völkern Land zuteilte und der Menschen Kinder voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Gottes.» (Bene Elohim)

(5. Mose 32,8 - Schlachter 2000)


Aus der Bibel ist auch ganz klar ersichtlich, dass es Engelfürsten gibt. Je nach Übersetzung werden die Fürsten auch Prinzen genannt. Sie sind die Hauptverwalter der Gebiete.

«Zu jener Zeit wird Michael auftreten, der große Engelfürst, der für dein Volk (Israel) einsteht. Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Völker gibt, bis zu jener Zeit.»

(Daniel 12,1 - Schlachter 2000)


«Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten Tage an, als du von Herzen begehrtest zu verstehen und anfingst, dich zu demütigen vor deinem Gott, wurden deine Worte erhört, und ich wollte kommen um deiner Worte willen. Aber der Engelfürst des Königreichs Persien hat mir einundzwanzig Tage widerstanden; und siehe, Michael, einer der Ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe, und ihm überließ ich den Kampf mit dem Engelfürsten des Königreichs Persien.»

(Daniel 10,12-13 - Schlachter 2000)


«Und jetzt muss ich wieder hin und mit dem Engelfürsten von Persien kämpfen; und wenn ich das hinter mich gebracht habe, siehe, dann wird der Engelfürst von Griechenland kommen.»

(Daniel 10,20 - Schlachter 2000)


Satan ist der Gott dieser Welt – Der oberste Anführer der Dämonen

„Wenn aber auch unser Evangelium verdeckt ist, so ist es in denen verdeckt, die verloren gehen, in welchen der Gott dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, welcher das Bild Gottes ist.“

(2. Korinther 4,3-4 - Schlachter 2000)


«Doch ihr, meine geliebten Kinder, gehört zu Gott. Ihr habt diese Lügenpropheten durchschaut und überwunden. Denn Gott, der in euch wirkt, ist stärker als der Teufel, von dem die Welt beherrscht wird.»

(1. Johannes 4,4 - Schlachter 2000)


«Und der Teufel führte ihn hoch hinauf und zeigte ihm alle Reiche der ganzen Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du mich nun anbetest, so soll sie ganz dein sein. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.»

(Lukas 4,5-8 - Schlachter 2000)

Hier ist wichtig zu erwähnen, dass Jesus Satan nicht erwiderte, dass er ein Lügner sei. Er erwiderte, dass man Gott anbeten soll und ihm alleine dienen. Wäre es eine Lüge gewesen, so hätte Jesus nicht so geantwortet. Die Versuchungen waren echte Versuchungen, und die Macht wurde Satan übergeben – von Gott. Satan, als der Gott dieser Welt, war der höchste Elohim gleich nach Gott. (Möglichkeit: Satan hat sich sein Gebiet von den Menschen [Adam] zurückgeholt, indem er sie in einen gefallenen Zustand führte.)


«Dann wird er sich denen an seiner linken Seite zuwenden und sagen: ›Geht mir aus den Augen, ihr Verfluchten, ins ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!›»

(Matthäus 25,41 - Schlachter 2000)


«Aber als die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen. Jesus kannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, das mit sich selbst uneins ist, wird nicht bestehen. Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so muss er mit sich selbst uneins sein; wie kann dann sein Reich bestehen? Wenn ich aber die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.»

(Matthäus 12,24-27 - Schlachter 2000)

Jesus setzt Satan und Beelzebul gleich, indem er auf die Pharisäeraussage, welche sich auf Beelzebul bezieht, mit dem Satanbeispiel antwortet.


Zusammengefasst können wir folgendes sagen


• Gott setzt Engel über Länder und Gebiete ein.

• Diese Engel werden von Engelfürsten angeführt.

• Anhand von Psalm 82 sehen wir, dass diese Gebiete nicht immer sauber verwaltet werden.

• Es gibt böse Engel.

• Die Engelfürsten bekämpfen sich.

• Satan ist der Gott dieser gefallenen Welt und ihm gehören Engel. Sie folgen ihm. Die Welt wurde ihm übergeben.

• Jesus bestätigt, dass Satan der Anführer der Dämonen ist und Beelzebub einer seiner Namen ist.


Gewalten in der geistlichen Welt

Basierend auf den vorherigen Ausführungen zu Engeln, Engelfürsten und Satan können wir den bekannten Vers aus Epheser 6,12 präzise interpretieren. Hier wird beschrieben, dass Christen nicht nur gegen physische Gegner, sondern gegen spirituelle Mächte kämpfen:

«Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.»

(Epheser 6,12 - Schlachter 2000)


Der Vers zeigt, dass ein Teil dieser „Mächte und Gewalten“ gefallen ist. Diese gefallenen Engel und Engelfürsten arbeiten unter der Führung Satans, der in der Bibel als „der Gott dieser Welt“ bezeichnet wird:

«In welchen der Gott dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, welcher das Bild Gottes ist.»

(2. Korinther 4,4)


Am Ende der Zeit werden alle gerichtet, Menschen und Engel.

«An jenem Tag wird der HERR das Heer der Höhe in der Höhe heimsuchen und die Könige der Erde auf der Erde. Und sie werden zusammen eingesperrt, wie Gefangene in den Kerker, und in den Kerker eingeschlossen werden; nach langer Zeit werden sie heimgesucht.»

(Jesaja 24,21-22 - Schlachter 2000)

Hier wäre das Kapitel "Warum Gott das Böse zulässt" zu empfehlen. Es erklärt sehr gut warum Gott auch noch die bösen Engel zulässt.


Gottes ursprünglicher Plan und die Schöpfung der Mächte

Gott hat ursprünglich alle Mächte und Gewalten erschaffen – sowohl im sichtbaren als auch im unsichtbaren Bereich:

«Durch ihn ist alles erschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist: Sichtbares und Unsichtbares, Königreiche und Mächte, Herrscher und Gewalten. Ja, alles ist durch ihn geschaffen und vollendet sich schließlich in ihm.»

(Kolosser 1,16 - Schlachter 2000)


Anfänglich war alles gut, einschließlich der Engel, die bei der Erschaffung der Erde jubelten und sich freuten:

«Wo warst du, als ich das Fundament der Erde legte? [...] Damals sangen alle Morgensterne, und die Gottessöhne jubelten vor Freude.»

(Hiob 38,4-7 - Schlachter 2000)


Doch einige dieser Mächte, wie Satan und seine Engel, rebellierten und wählten den Weg des Bösen. Sie sind die "Gewalten des Bösen", gegen die die Christen im unsichtbaren Kampf stehen.


Der Kampf gegen die Mächte des Bösen

Obwohl Satan und seine gefallenen Engel Macht über die Welt haben, wie Jesus selbst bestätigt (Lukas 4,5-8), operieren sie immer noch unter Gottes Kontrolle. Jesaja 45,6-7 erklärt deutlich, dass Gott sowohl das Gute als auch das Unheil schafft:


«Ich bin der HERR – und sonst keiner –, der das Licht bildet und die Finsternis schafft, der Frieden wirkt und das Unheil schafft. Ich, der HERR, bin es, der das alles wirkt.»

(Jesaja 45,6-7)

Es ist wichtig zu beachten, dass Gott das Unheil oft als Gericht gegen diejenigen bringt, die seinen Geboten nicht folgen. 3. Mose 26,14-39 verdeutlicht, dass Gott Segen und Fluch über sein Volk bringt, je nachdem, wie sie auf seinen Willen reagieren. Wenn das Volk ungehorsam ist, sendet er Strafen, die sich zunehmend verschärfen.

Unheil ist aber nicht das Böse. Dazu gibt es ein eigenes Kapitel auf dieser Seite. Kurz gesagt. Gott hat alles geschaffen auch, die Wesen die sich später gegen ihn entschieden. Und er nutzt sie. Er hat sie aber nicht mit Intention geschaffen dass sie böse werden sollen.


Die Souveränität Gottes und der freie Wille

Gott ist allmächtig und souverän. Er hat die Möglichkeit zum Bösen zugelassen, weil ohne echte Wahlfreiheit der „freie Wille“ nicht existieren würde. Dieser freie Wille ermöglicht den Engeln und Menschen, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. Auch hat er das Universum mit fixen Regeln regeln erschaffen, welche nur in Ausnahmesituationen gebrochen werden.

Einige Engel haben sich für das Böse entschieden und rebelliert. Diese gefallenen Engel, die bösen Mächte, werden eines Tages von Jesus Christus gerichtet werden

«Mit ihm hat Gott ihn (Jesus) zum Herrscher eingesetzt über alle Mächte und Gewalten, über alle Kräfte und Herrschaften, ja, über alles, was Rang und Namen hat in dieser und in der zukünftigen Welt.»

(Epheser 1,21)


Das Gericht Gottes wird auch die himmlischen Mächte betreffen, die sich gegen ihn erhoben haben

«In jener Zeit wird der HERR ins Gericht gehen mit den Mächten des Himmels oben und mit den Königen unten auf der Erde. Sie werden als Gefangene zusammengetrieben und in ein unterirdisches Verlies gestoßen. In diesem finsteren Kerker müssen sie lange Zeit sitzen und auf ihre spätere Verurteilung warten.»

(Jesaja 24,21-22)


Der Einfluss böser Mächte auf die Menschheit

Gefallene Engel, die Dämonen die unreinen Geister beeinflussen die Menschheit und versuchen, sie vom Glauben abzubringen. Wie 1. Timotheus 4,1 warnt, werden in den letzten Tagen viele Menschen durch „verführerische Geister“ und „Lehren von Dämonen“ in die Irre geführt.

Die Verbindung zwischen dem wiederholten Ungehorsam des Volkes Gottes und der zunehmenden Strafe, wie sie in 3. Mose 26 beschrieben wird, ist auch im Neuen Testament zu sehen. Jesus warnt davor, dass, wenn unreine Geister von einem Menschen ausgetrieben werden und der Mensch weiterhin sündigt, diese Geister zurückkehren und sieben schlimmere Dämonen mitbringen:

«Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit, die schlimmer sind als er selbst, und sie ziehen dort ein und wohnen dort. Und das Ende jenes Menschen ist schlimmer als sein Anfang.»

(Matthäus 12,45)

Die Zahl 7 erscheint oft in der Bibel als Symbol für Vollständigkeit oder Perfektion, was darauf hindeutet, dass die zunehmenden Strafen Gottes eine tiefe Bedeutung haben.


Zusammenfassung

1. Gott hat alle Mächte und Gewalten erschaffen, und sie waren ursprünglich gut.

2. Ein Teil dieser Mächte, insbesondere Satan und seine gefallenen Engel, rebellierte und operiert nun gegen Gottes Wille.

3. Satan ist der „Gott dieser Welt“ und hat Macht über diese gefallene Schöpfung, aber seine Autorität ist begrenzt, da Gott weiterhin souverän bleibt.

4. Christen kämpfen gegen diese bösen Mächte, wie in Epheser 6,12 beschrieben, doch Gott hat die Kontrolle über alles.

5. Gott nutzt das Böse und das Unheil auch als Mittel der Strafe und Züchtigung, wie es in 3. Mose 26 verdeutlicht wird.

6. Am Ende wird Jesus Christus alle Mächte richten, und die gefallenen Engel und Dämonen werden endgültig bestraft.


Gott setzt gute und schlechte Engel ein

Gott hat die Kontrolle über alle Engel, sowohl über die guten als auch über die schlechten. Es ist wichtig zu erkennen, dass Gott auch die bösen Engel in seinem Plan einsetzt:


• Psalm 78,49: „Er (Gott) sandte die Glut seines Zorns unter sie, Grimm und Wut und Drangsal, eine Schar Verderben bringender Engel (mal’akhim ra’im = schlechte Engel).“


• Sprüche 17:11: Nur Aufruhr sucht der Böse; aber ein grausamer Bote(Malak) wird gegen ihn gesandt.


• Offenbarung 9,14: „Und es wurden losgelassen die vier Engel, die bereit waren für die Stunde und den Tag und den Monat und das Jahr, zu töten den dritten Teil der Menschen.“

• 2. Korinther 12,7: „Gott selbst hat dafür gesorgt, dass ich mir auf die unbeschreiblichen Offenbarungen, die ich empfangen habe, nichts einbilde. Deshalb hat er (Gott) mir ein quälendes Leiden auferlegt. Ein Engel des Satans darf mich mit Fäusten schlagen, damit ich nicht überheblich werde.“

• Lukas 22,31: „Zu Petrus gewandt, sagte Jesus: ‚Simon, Simon, pass auf! Der Satan ist hinter euch her, und Gott hat ihm erlaubt, die Spreu vom Weizen zu trennen.‘“

• 1. Samuel 16,14: „Der Geist des HERRN hatte Saul verlassen. Stattdessen schickte Gott einen bösen Geist, der den König immer wieder überfiel und ihm Furcht und Schrecken einjagte.“
Die Diener Sauls sagten ihm: „Du weißt selbst, dass ein böser Geist, den Gott geschickt hat, dich quält. Lass uns jemanden suchen, der gut auf der Laute spielen kann! Jedes Mal, wenn dieser böse Geist dich überfällt, wird der Mann seine Laute zur Hand nehmen und dir etwas vorspielen. Das wird dich beruhigen und aufmuntern.“

• 1. Könige 22,19: „Micha sprach: ‚Darum höre nun das Wort des HERRN! Ich sah den HERRN sitzen auf seinem Thron und das ganze himmlische Heer neben ihm stehen zu seiner Rechten und Linken. Und der HERR sprach: Wer will Ahab betören, dass er hinaufziehe und falle vor Ramot in Gilead?‘ Und einer sagte dies, der andere das. Da trat ein Geist vor und stellte sich vor den HERRN und sprach: ‚Ich will ihn betören.‘ Der HERR sprach zu ihm: ‚Womit?‘ Er sprach: ‚Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein im Munde aller seiner Propheten.‘“

• Richter 9,22: „Als nun Abimelech drei Jahre über Israel geherrscht hatte, sandte Gott einen bösen Geist zwischen Abimelech und die Herren von Sichem.“ (ruach ra’ah = böser Geist)

• Johannes 13,27: „Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn (Judas). Da sprach Jesus zu ihm: ‚Was du tust, das tue bald!‘“

• Apostelgeschichte 12,23: „Im selben Augenblick strafte ein Engel des Herrn den König, weil er sich als Gott verehren ließ, anstatt dem wahren Gott die Ehre zu erweisen. Er wurde von Würmern zerfressen und starb unter Qualen.“


Engel auf Erden werden zu Geistern

Engel werden in der spirituellen Welt mit klaren Attributen beschrieben. In diesem Sinne sind sie in der spirituellen Welt „physisch“. Gott macht sie jedoch auch zu Geistern:

• Hebräer 1,7: „Und zu den Engeln sagt er: ‚Der seine Engel zu Geistern (Ruach) macht und seine Diener zu einer Feuerflamme.‘“

• Psalm 104,4: „Der seine Engel zu Geistern (Ruach) macht; seine Diener zu einer brennenden Flamme.“


Gott setzt Satan ein

Gott lässt Satan zu, auf verschiedene Weise zu handeln:


• Hiob 1,11-12: „Aber – versuch es doch einmal und lass ihn Hab und Gut verlieren, dann wird er dich ganz sicher vor allen Leuten verfluchen.“ Der HERR sagte: „Mach mit seinem Besitz, was du willst, nur ihn selbst taste nicht an!“


• Hiob 2,4-6: „Der Satan erwiderte: ‚Kein Wunder! Er selbst ist doch noch mit heiler Haut davongekommen. Ein Mensch gibt alles her, was er besitzt, wenn er damit sein eigenes Leben retten kann. Greif nur seinen Körper und seine Gesundheit an, ganz sicher wird er dich dann vor allen Leuten verfluchen!‘ Der HERR entgegnete: ‚Ich erlaube es dir! Greif seine Gesundheit an, doch lass ihn am Leben!‘“


• 2. Samuel 24,1: „Der HERR wurde noch einmal zornig auf die Israeliten. Darum verleitete er David dazu, sie ins Unglück zu stürzen. Er brachte den König auf den Gedanken, eine Volkszählung durchzuführen.“


Wie hat Gott David verleitet?

1. Chronik 21,1: „Satan wollte Unheil über Israel bringen; deshalb brachte er David auf den Gedanken, eine Volkszählung durchzuführen.“

Es scheint, dass es hier keinen Widerspruch gibt. Obwohl Satan gefallen ist und Böses plant, untersteht er dennoch Gott und wird von ihm für seine Ziele eingesetzt. Gott war zornig auf Israel, und David handelte aus Hochmut oder mangelndem Vertrauen auf Gott. Letztendlich bereute König David seine Tat:

2. Samuel 24,10: „Doch nun bereute David, was er getan hatte. Er betete zum HERRN: ‚Meine Schuld ist groß. Bitte, HERR, vergib mir! Wie dumm bin ich gewesen!‘“


Es ist wichtig zu betonen, dass die Bibel klarstellt, dass Gott alles für seinen eigenen Zweck geschaffen hat, auch die Bösen für den Tag des Bösen:

Sprüche 16,4: „Der Herr hat alles für seinen eigenen Zweck geschaffen, sogar die Bösen für den Tag des Bösen.“


Wir wissen nicht, wie viel Macht Satan und seine Dämonen wirklich haben

Es bleibt unklar, wie viel Macht Satan tatsächlich in Eigenregie hat und wie viel Freiheit Gott ihm lässt. Engel, sowohl die gefallenen als auch die treuen, haben freien Willen. Gott setzt Engel für seine Zwecke ein, um seinen Heilsplan voranzutreiben und Menschen direkt zu bestrafen. Satan darf die guten Menschen von den schlechten trennen, sie versuchen und verführen.

2. Timotheus 2,24-26: „Er (der Diener des Herrn) soll versuchen, alle, die sich der rettenden Botschaft widersetzen, mit Güte auf den richtigen Weg zu bringen. Denn vielleicht führt Gott sie ja zur Einsicht, dass sie umkehren und die Wahrheit erkennen. Dann können sie wieder aus der Falle des Teufels befreit werden, in der sie gefangen waren.“


Warnung vor Satan und seinen Dämonen

Die Bibel warnt uns ausdrücklich vor Satan und seinen Dämonen:

1. Petrus 5,8: „Seid besonnen und wachsam! Denn der Teufel, euer Todfeind, läuft wie ein brüllender Löwe um euch herum. Er wartet nur darauf, dass er einen von euch verschlingen kann.“


Unreine Geister sind Dämonen

«Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gewandelt seid, nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht (Satan), nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.»

(Epheser 2:1) (Pneuma = Geist)

«Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Sees in das Land der Gerasener. Und als er aus dem Boot gestiegen war, begegnete ihm sogleich von den Grüften her ein Mensch mit einem unreinen Geist (Akathartos pneuma = unreiner Geist), der seine Wohnung in den Grabstätten hatte; und selbst mit Ketten konnte ihn keiner mehr binden, da er oft mit Fußfesseln und mit Ketten gebunden worden war und die Ketten von ihm in Stücke zerrissen und die Fußfesseln zerrieben worden waren; und niemand konnte ihn bändigen. Und allezeit, Nacht und Tag, war er in den Grabstätten und auf den Bergen und schrie und zerschlug sich mit Steinen.

Und als er Jesus von Weitem sah, lief er und warf sich vor ihm nieder; und er schrie mit lauter Stimme und sprach: «Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht!» Denn er sagte zu ihm: «Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem Menschen!» Und er fragte ihn: «Was ist dein Name?» Und er spricht zu ihm: «Legion ist mein Name, denn wir sind viele.»

Und er bat ihn sehr, dass er sie nicht aus der Gegend fortschicke. Es war aber dort an dem Berg eine große Herde Schweine, die weidete. Und sie baten ihn und sagten: «Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie hineinfahren!» Und er erlaubte es ihnen. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, etwa zweitausend, und sie ertranken in dem See.»

(Markus 5:1)


Der Begriff: Akathartos pneuma = unreiner Geist


Der Begriff bezieht sich darauf, dass diese Geister von moralischer und spiritueller Reinheit abgewichen sind, durch eigene Wahl oder spirituellen Fall. =>

«Plötzlich sah ich einen riesigen, feuerroten Drachen mit sieben Köpfen und zehn Hörnern. Auf jedem seiner Köpfe trug er eine Krone. Mit seinem Schwanz fegte er ein Drittel aller Sterne (Engel) vom Himmel und schleuderte sie auf die Erde. Der Drache stellte sich vor die Frau; denn er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war.»

(Der Drache ist Satan, die Frau ist Israel, das Kind ist Jesus.)

(Offenbarung 12:3)

Diese Engel irren auf Erden umher, genauso wie Luzifers Rolle nach seinem Fall aus dem Paradies, dem dritten Himmel, geändert hat. Er wurde zu Satan. Sein Fall war ein separater Akt, welchen man im Kapitel «Satans Geschichte von Anfang an» nachlesen kann – der Widersacher und Ankläger, der seine Brüder anklagt vor Gott im Himmel.

«Wenn ein böser Geist aus einem Menschen ausgetrieben wird, irrt er in öden Gegenden umher auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Findet er keins, entschließt er sich: ›Ich will dorthin zurückkehren, woher ich gekommen bin.‹ Wenn er zurückkommt und seine frühere Wohnung sauber und aufgeräumt, aber verlassen vorfindet, dann sucht er sich sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Zusammen ziehen sie in den Menschen ein, der nun schlechter dran ist als vorher. Genauso wird es auch dieser bösen Generation ergehen.»

(Matthäus 12:45)


Die Lehre über Dämonen und Besessenheit

Der «Dämonensprecher» des besessenen Geraseners nannte sich Legion, weil etwa 2000 Dämonen in ihm wohnten. Dies ist eine wichtige spirituelle Lehre! Wenn wir bereuen, lassen die Dämonen von uns ab. Sündigen wir jedoch wieder, kommen neue, schlimmere Dämonen in unser Leben! Und es werden immer mehr, weil wir ihnen durch die Sünde ein Recht einräumen, bei uns zu sein. (Die verlassene Wohnung ist synonym für ein gottloses Leben.)


Die Dämonen kennen den Sohn Gottes Jesus

«Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war, in das Land der Gadarener, begegneten ihm zwei Besessene, die aus den Grüften hervorkamen. Sie waren sehr bösartig, sodass niemand auf jenem Weg vorbeigehen konnte. Und siehe, sie schrien und sagten: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierhergekommen, uns vor der Zeit zu quälen?»

(Matthäus 8:28)


Und er heilte viele, die an mancherlei Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus und ließ die Dämonen nicht reden, denn sie kannten ihn.

(Matthäus 1:34)


«Dann wird er sich denen an seiner linken Seite zuwenden und sagen: ›Geht mir aus den Augen, ihr Verfluchten, ins ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!›»

(Matthäus 25:41)


«Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.»

(Offenbarung 20:10)


Warum erkennen die Dämonen Jesus?

Wenn wir davon ausgehen, dass die Dämonen zum Beispiel die Geister toter Riesen sind – woher sollten sie Jesus kennen und ihn fürchten? Selbst Satan wusste nicht, wer Jesus wirklich war; sonst hätte er ihn nicht getestet und durch Beeinflussung anderer Menschen töten lassen.

Aber die Dämonen erkannten ihn und seine göttliche Autorität. Sie kannten ihn. Woher kannten sie ihn? Und warum hatten sie Angst, dass sie vor ihrer Zeit gerichtet werden würden?

Die Riesen hatten laut der Irrlehre des 1. Buches Henoch nie direkten Kontakt mit Gott. Warum sollten sie also Jesus als Sohn Gottes erkennen und Angst haben, vorzeitig gerichtet zu werden? Wie später in diesem Kapitel noch erläutert wird, hat Gott die Seelen der Riesen radikal vom Erdboden entfernt.

Die Dämonen kannten Jesus deshalb, weil sie gefallene Engel sind. Sie kannten ihn aus ihrer Zeit im Himmel, im himmlischen Heer. Die Bibel lässt keinen anderen Schluss zu.


Dämonen, Beelzebul, Satan und Unreine Geister

«Da wurde ein Besessener zu ihm gebracht, blind und stumm; und er heilte ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah. Da entsetzte sich die ganze Volksmenge und sprach: Ist dieser nicht der Sohn Davids? Aber die Pharisäer, als sie es hörten, sprachen: Dieser treibt die Dämonen (Daimonia) nur durch Beelzebul (Satan), den Obersten der Dämonen (Daimonion), aus.  Da aber Jesus ihre Gedanken kannte, sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen. Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst uneins. Wie kann dann sein Reich bestehen? Und wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen!»

(Matthäus 12:22-28)


«Als er aber an das Land ausgestiegen war, kam ihm ein gewisser Mann aus der Stadt entgegen, der seit langer Zeit Dämonen (δαίμονες, daimones) hatte und keine Kleider anzog und nicht im Hause blieb, sondern in den Grabstätten. Als er aber Jesus sah, schrie er auf und fiel vor ihm nieder und sprach mit lauter Stimme: "Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich bitte dich, quäle mich nicht." Denn er hatte dem unreinen Geist (πνεῦμα ἀκάθαρτον, pneuma akatharton) geboten, von dem Menschen auszufahren. Denn öfters hatte er ihn ergriffen; und er war gebunden worden, verwahrt mit Ketten und Fußfesseln, und er zerbrach die Bande und wurde von dem Dämon in die Wüsteneien getrieben.»

(Lukas 8:27-29)

Schlussfolgerung

Unreine Geister und Dämonen sind im Lukasvers dasselbe, genauso wie Satan und Beelzebub dasselbe sind! Satan ist ja auch ein gefallener Engel!


Engel, Dämonen und Geister in einem Vers

«Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen.

Er sprach aber zu ihnen: Ich schaute den Satan (gefallener Engel) wie einen Blitz vom Himmel fallen. Siehe, ich habe euch die Macht gegeben, auf Schlangen(Satan im Paradies) und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch schaden.

Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind; freut euch aber, dass eure Namen in den Himmeln angeschrieben sind!»

(Lukas 10:17)

Dämonen: δαίμονες (daímones) [deimones]

Satan: Σατανᾶς (Satanas) [satanas]

Geister: πνεύματα (pneúmata) [pnevmata]

Auch hier sehen wir klar, dass Jesus Dämonen mit gefallenen Engeln (Satan) und Geistern gleichsetzt!


Götzendienst(Dienst an den Göttern) ist Dienst an Dämonen

«Was will ich nun damit sagen? Dass das Götzenopfer etwas sei? Oder dass der Götze etwas sei? Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den Dämonen und nicht Gott.»

(1. Korinther 10:19)


«Ihr Israeliten, als ihr vierzig Jahre in der Wüste umhergezogen seid, habt ihr mir da Schlachtopfer und Speiseopfer dargebracht? Nein, ihr habt das Zelt des Götzen Moloch und den Stern des Götzen Räfan (Saturn) vor euch hergetragen. Diese Götter habt ihr euch selbst gemacht, um sie anzubeten. Darum lasse ich euch in die Gefangenschaft ziehen, noch weit über Babylon hinaus.»

(Apostelgeschichte 7:42)


«Sogar im Tempel, der meinen Namen trägt, haben sie ihre abscheulichen Götzen aufgestellt und ihn so entweiht. Und nicht genug damit: Im Hinnomtal errichteten sie Opferstätten für Baal und verbrannten ihre Kinder als Opfer für den Gott Moloch. Niemals habe ich ihnen so etwas Abscheuliches befohlen, mit keinem Gedanken je daran gedacht, dass sie sich in so große Schuld verstricken sollten! Damit haben sie ganz Juda zur Sünde verführt.»

(Jeremia 32:35)


Zusammengefasst können wir Folgendes sagen


• Es gibt Engel, die von Gott eingesetzt werden und ihm gegenüber loyal sind. Darunter sind auch Engel der Zerstörung.


• Es gibt gefallene Engel, die dem Satan dienen und ebenfalls auf Gottes Geheiß eingesetzt werden, um Dinge zu bewirken.


• Selbst Satan wurde von Gott eingesetzt im Buch Hiob. Er tötete fast die ganze Familie von Hiob. Er ist ein Cherubengel.


• Gott erlaubt Satan, die Guten von den Schlechten zu trennen.


• Obwohl es gefallene Engel gibt, die nur Böses im Sinn haben, hat Gott doch fest die Zügel in der Hand, auch wenn es um das Böse geht.


• Satan als «Gott» dieser Welt hatte trotz seines gefallenen Zustands immer noch Zugang zum 3. Himmel, also dem Thronsaal Gottes. Dies änderte sich nach dem Kampf in Offenbarung 12:7. Er ist jetzt nur noch im ersten Himmel (Atmosphäre) unterwegs. Darum wird er der Fürst der Lüfte genannt: «unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht», «dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde» (Epheser 2:2).


• In 1. Könige 22:19 stand das ganze himmlische Heer vor Gott (also alle Engel), und aus diesem trat ein Geist (Hebräisch Ruach) hervor und wurde zum Lügengeist.


• Gott macht Engel zu Geistern, in der Annahme, dass diese nur so in der physischen Welt agieren können.


• Das himmlische Heer besteht aus Engeln mit verschiedenen Aufgaben: gute, zerstörerische und nützliche Aufgaben. Sie dienen Gott. Engel, die geschaffen sind für «böse» und zerstörerische Handlungen, haben zum Beispiel die Aufgabe eines Exekutionskommandos im Buch der Offenbarung.


• Die Begriffe Ruach und Pneuma beziehen sich ganz klar auf Engel. Und da ist die Verbindung zu den unreinen Geistern auf der Erde.


• Geister können Menschen beeinflussen, sie ängstigen und sogar Besitz ergreifen. Selbst Satan nahm Besitz von Judas.


• Satan ist ein Geist (Griechisch: Pneuma).


• Jesus besuchte die Geister (Pneuma), welche in der Hölle verwahrt sind. Diese sind die Engel von Genesis 6.


• Der genaue Begriff aus dem griechischen Urtext für unreinen Geist heißt «akathartos pneuma». Der Begriff weist auf einen moralischen und spirituellen Abfall hin. Hier sieht man den Unterschied zu den anderen Engeln, welche aus menschlicher Sicht zwar auch Böses, Zerstörerisches tun, aber dennoch Gott unterstellt sind und somit spirituell nicht abgefallen sind. Sie mögen Lügengeister sein oder böse Geister, Unheils-Engel oder gar Todesengel, aber nicht unreine (gefallene) Geister/Engel.


• Unrein bezieht sich, besonders im Ersten Testament, auf Menschen, die sich unrein durch Sünde gemacht haben. Unrein heißt, man ist vor Gott schuldig, und er hat einem nicht vergeben. Die Vergebung konnte im Ersten Testament nur durch ein Sühneopfer für Gott erlangt werden. Reine, durch Gott vergebene Menschen machten sich durch Sünde unrein.


• Satan verunreinigte/korrumpierte ein Drittel der Engel und warf sie auf die Erde. Dies geschah vor der Geburt Jesu. So macht es auch Sinn, dass Jesus unreine Geister ausgetrieben hat. Sie waren schon da. Offenbarung 12 spricht, wenn man genau liest, von zwei Engelfällen: einer vor Jesu Geburt und einer nach Jesu Himmelfahrt, nach dem Kampf im Himmel.


• Die Bibel spricht mit keinem einzigen Wort mögliche Geister der Riesen/Nephilim, in Bezug auf die unreinen Geister an.


• Die Bibel sagt uns ganz klar, wer alles in den Feuersee geworfen wird: Satan, das Tier (Antichrist), der falsche Prophet, Satans Engel und alle Menschen, die nicht im Buch des Lebens stehen. Also alle, die Jesus nicht als ihren Erlöser angenommen haben. Später im Kapitel werden wir sehen, wo die Seelen der Riesen sind und warum sie nicht erwähnt werden im neuen Testament, als weitere Kandidaten für den Feuersee.


• Im Kapitel (Satans Alter Ego: Baal), wird Satan mit Zeus und Baal gleichgesetzt. In den Evangelien setzt Jesus Satan mit «Baal Sebub» gleich, also Baal. In der Offenbarung wird Satan mit Zeus identifiziert. Insbesondere die griechischen Götter sind dadurch aufgefallen, dass sie sich mit Menschen vermischt haben, also sexuelle Beziehungen mit ihnen eingegangen sind. Das waren keine tugendhaften Wesen. Die alten Götter der verschiedenen Götterpantheone waren in ihrem Verhalten oft gleich wie korrupte Menschen. Natürlich wurden diesen Göttern Götzen errichtet. Sie haben sich in Form von Götzendienst verehren lassen und haben sich Statuen errichten lassen. Götzendienst ist Dienst an Dämonen. Dämonen sind unreine Geister. Ergo sind gefallene Engel die unreinen Geister und die Dämonen, die hinter dem Götzendienst stehen, unter anderem die Gebietsengel, die laut Psalm 82 ihre Gebiete nicht sauber regieren.


• In den Matthäusversen sehen wir, dass die unreinen Geister Angst haben, dass sie schon vor der Zeit gequält werden. Sie haben Angst vor dem Feuersee. Und natürlich spricht Jesus vom ewigen Feuer, das für Satan und seine Engel bereitet ist. Ein sehr starkes Indiz dafür, dass unreine Geister gefallene Engel sind.


• Die Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben, sind Satan und die eingesetzten Gebietsengel, die Satan verführt hat. Das sind die bösen Elohim. («anderen Göttern gedient und sie angebetet, Götter, die sie nicht kennen und die er ihnen nicht zugewiesen hat»).


• In Lukasversen sind die Begriffe Dämonen, unreine Geister, Geister und gefallene Engel (Satan) dasselbe. Sie werden gleichgesetzt. Jesus hat sie gleichgesetzt!


Interessante Theorie

Ich habe gehört, dass Götzen als Gefäße für Dämonen dienten, um den Menschen eine Kommunikation mit ihnen zu ermöglichen. Um diese Gefäße für die Dämonen vorzubereiten, bedurfte es spezieller Blutrituale. Vielleicht ist dies der wahre Grund hinter den blutenden Maria-Augen und den blutigen Jesus-Händen, die bei den von Gott verbotenen Götzenstatuen in der katholischen Kirche auftreten? Was wäre, wenn die Dämonen genau dies beabsichtigen, um die Menschen an diese falsche Religion zu binden?

„Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, sodass auch die Auserwählten verführt werden, wenn es möglich wäre.“

(Matthäus 24:24)


Seelen der Riesen: Die Linie von Nephilim, Rephaim und gefallenen Engeln nach der Bibel

Die Bibel unterscheidet klar zwischen den vorsintflutlichen Nephilim, den Rephaim und den gefallenen Engeln.

Die Nephilim waren die Nachkommen der „Söhne Gottes“, Engeln und der „Töchter der Menschen“ (1. Mose 6,1–4). Es handelte sich um sterbliche, übermenschlich große und mächtige Männer, die von Natur aus gefürchtet waren. Sie galten als die ersten Herrscher und Helden der Menschheit – doch sie starben wie gewöhnliche Menschen.

Nephilim ist der Überbegriff für die Mischwesen die aus der Verbindung von Engeln und Menschenfrauen hervorgeangen sind.

Nach der Sintflut treten in der Bibel die Rephaim auf – ebenfalls ein Volk von Riesen, das in Kanaan und den umliegenden Gebieten lebte. König Og von Baschan wird ausdrücklich als der letzte überlebende Herrscher der Rephaim bezeichnet:

„Denn nur Og, der König von Baschan, war vom Überrest der Rephaim übrig geblieben. Siehe, sein Bett – ein eisernes Bett – ist es nicht in Rabba, der Stadt der Ammoniter? Es ist neun Ellen lang und vier Ellen breit, nach dem Maß eines Mannes.“

(5. Mose 3,11)

An dieser Stelle geraten wir jedoch leicht auf spekulative Pfade. Eine häufig vertretene Theorie behauptet, die Riesenvölker hätten während der Sintflut unter der Erde überlebt. Doch diese Annahme steht im klaren Widerspruch zur biblischen Darstellung:

„In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde – und auch später noch –, solange die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen kamen und sie ihnen Kinder gebaren.“

(Genesis 6,4)

„Da ging alles Fleisch zugrunde, das sich regte auf der Erde: Vögel, Vieh, wilde Tiere und alles, was auf der Erde wimmelte – samt allen Menschen. [...] Und es starb alles, was Lebensodem hatte auf dem trockenen Land.“

(Genesis 7,21–22)

„Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich.“

(Genesis 7,11)


Die Bibel lässt hier keine alternative Interpretation zu

Die Erde wurde gleichzeitig von unten wie von oben durchflutet, und alles, was Lebensodem hatte auf dem trockenen Land, wurde vernichtet. Dazu gehörten auch die ursprünglichen Riesen, die vorsintflutlichen Nephilim.

Die Rephaim, die nach der Sintflut erneut in Erscheinung treten, sind demnach neue Nephilim – also nachsintflutliche Riesenvölker, die wiederum durch die Verbindung gefallener Engel mit menschlichen Frauen entstanden sind. Sie sind nicht Überlebende der Sintflut, sondern Resultat eines wiederholten Eingreifens dieser Wesen in die menschliche Geschichte.


Und wo verweilen die Seelen der Riesen?

Auch diese Frage beantwortet die Bibel eindeutig. Die Rephaim werden nicht als Geister oder Dämonen beschrieben, die nach ihrem Tod weiter auf der Erde wirken. Im Gegenteil: Sie sind tot, kraftlos, und ihr endgültiges Schicksal ist der Scheol – das biblische Totenreich.

„Das Totenreich drunten gerät in Aufregung wegen dir, in Erwartung deines Kommens; er stört deinetwegen die Schatten (Rephaim) auf, alle Anführer der Erde; er lässt von ihren Thronen aufstehen alle Könige der Heidenvölker.“

(Jesaja 14,9)

„Tote werden nicht wieder lebendig; Schatten (Rephaim) stehen nicht wieder auf; darum hast du sie heimgesucht und ausgerottet und jede Erinnerung an sie ausgetilgt.“

(Jesaja 26,14)


Dieser Vers macht eine zentrale Wahrheit über die Riesen deutlich

Gott selbst hat diese Mischwesen – die Nephilim – nicht nur vollständig vernichtet, sondern auch jede Erinnerung an sie ausgelöscht.

Sie waren abartig, nicht von Gott gewollt – eine Perversion der Schöpfung, hervorgebracht durch die unheilige Verbindung gefallener Engel mit Menschenfrauen.

Sie sollten weder physisch weiterexistieren, noch im Gedächtnis der Menschheit überdauern.

Gott hat sie im Scheol, dem Ort der Toten, gebannt – kraftlos, vergessen, endgültig verstoßen.

Keine Auferstehung. Keine Rückkehr. Keine Wiederholung.

„Tote werden nicht wieder lebendig; Schatten (Rephaim) stehen nicht wieder auf; darum hast du sie heimgesucht und ausgerottet und jede Erinnerung an sie ausgetilgt.“

(Jesaja 26,14)

Jesaja 26,14 ist Gottes endgültiges Urteil über sie. Und gerade weil Gott nicht wollte, dass diese Wesen je wieder eine Bühne bekommen, sind sie im Neuen Testament kein einziges Mal mehr erwähnt.

Denn sie sind nicht unser Problem. Unser Problem sind die gefallenen Engel selbst. 


Unreine Geister sind keine toten Nephilim, sondern gefallene Engel selbst

Diese gefallenen Engel werden in der Heiligen Schrift unter verschiedenen Begriffen beschrieben: Malak (Boten), Bene Elohim (Söhne Gottes), Elohim (Götter / Mächtige), Ruach (Geist), Pneuma (griech. Geist), Sterne und Morgensterne – aber niemals als die Geister verstorbener Riesen.


Achtung vor außerbiblischen Schriften!

Es ist entscheidend, klarzustellen, dass die „Dead Sea Scrolls“ oder Qumran-Handschriften, wie etwa das Buch Enoch, mit äußerster Vorsicht betrachtet werden sollten, insbesondere von Menschen, die nicht tief in der Bibel verwurzelt sind. Diese außerbiblischen Schriften bieten im besten Fall einen Einblick in Geschichten, die damals kursierten. Doch selbst das ist unsicher. Wie können wir sicher sein, dass das Buch Enoch wirklich das ist, was zu den Zeiten der Apostel im Umlauf war?

Für Christen gilt: Vorsicht! Der einzige verlässliche Grund, auf dem wir stehen können, ist die Bibel. Alles, was der Bibel widerspricht, muss abgelehnt werden. Wir wissen nicht, wer diese außerbiblischen Schriften verfasst hat oder mit welcher Absicht sie geschrieben wurden.

In 1. Timotheus 4:1 wird gewarnt:

„Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen und verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen anhängen, durch die Heuchelei derer, die Lügen reden und in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind.“

So interessant diese Schriften auch erscheinen mögen, sie dürfen nicht als heilige oder authentische Ergänzung zur Bibel betrachtet werden. Also: Hände weg!

Diese Schriften werden weder von christlichen noch von jüdischen Gelehrten als kanonisch anerkannt. Der Grund dafür ist offensichtlich: Sie widersprechen sich untereinander und auch der Bibel. Zum Beispiel gibt es drei Henochbücher, die sich in wesentlichen Punkten widersprechen. Auch andere außerbiblische Schriften wie das Buch Jashar, das Buch der Jubiläen oder das Buch der Giganten widersprechen sich gegenseitig, den Henochbüchern und letztlich auch der Bibel.

Wenn man bibelkundig ist und diese Schriften liest, merkt man, dass sie zwar biblische Erzählungen aufgreifen, aber in unglaubwürdige Richtungen abdriften. Das ist ähnlich wie bei den verschiedenen Evangelien, die es nicht in den biblischen Kanon geschafft haben.


Diese Schriften können nicht verwendet werden, um vermeintliche Lücken in der biblischen Erzählung zu füllen.

Die Qumran-Schriften wurden um 1947 entdeckt. Doch wenn es Gottes Wille gewesen wäre, diese Schriften als authentisch und wichtig anzusehen, hätten sie ihren Weg in die frühe Kirche und den Bibelkanon gefunden. Weder die katholische noch die orthodoxe Kirche haben sie aufgenommen, obwohl sie damals bereits im Umlauf waren oder später entdeckt wurden.

Während der Reformation wurden zudem sieben Bücher aus dem katholischen Bibelkanon verworfen, da sie aus jüdischer Sicht nicht als authentisch galten und nicht als von Gott inspiriert betrachtet wurden. Diese sieben Bücher, die sogenannten Apokryphen, sind bis heute in der katholischen Bibel enthalten.

Hier möchte ich gleich eine weit verbreitete Irrlehre korrigieren: Die Reformatoren haben nicht einfach willkürlich Schriften aus der Bibel entfernt. Der biblische Kanon war bis zur Reformation umstritten, besonders die Apokryphen. In der gesamten christlichen Welt gab es keine einheitliche Kanonliste. Zu behaupten, man habe Bücher „entfernt“, setzt also fälschlicherweise voraus, es hätte einen einheitlichen Kanon gegeben – das war jedoch nicht der Fall.

Zudem hielt die katholische Kirche die heiligen Schriften lange Zeit dem einfachen Volk vor, sodass diese Diskussionen dort nie wirklich Thema waren. Es musste sich niemand rechtfertigen, weil der Zugang zum Bibeltext schlicht nicht zugänglich war und die Messen in Latein gehalten wurden. Alles ging, alles war erlaubt...


Die Bibel liefert alle notwendigen Informationen

Wie bereits in diesem Kapitel gezeigt, ist es möglich, genügend Informationen über Dämonen direkt aus der Bibel abzuleiten! Es ist meiner Meinung nach überzeugend, dass insbesondere das Neue Testament alle erforderlichen Informationen zur Dämonenlehre enthält. Damit ist die Lehre über Dämonen abgeschlossen.

Die jüdischen Schriften sind ohne die christlichen Schriften unvollständig – das Alte und das Neue Testament ergänzen sich gegenseitig.

Viele Annahmen über Dämonen in der jüdischen und christlichen Tradition stammen nicht aus der Bibel; es handelt sich um Irrlehren. Diese falschen Lehren dienen oft dazu, die Bibel zu diskreditieren und Zweifel zu säen. Oft geschieht dies nicht aus böser Absicht derer, die diese Lehren verbreiten, doch Irrlehren führen zwangsläufig vom richtigen Weg ab.

Jesus war der erste Gesandte Gottes, der Dämonen austreiben konnte. Vor ihm war keine bedeutende biblische Figur dazu in der Lage. Das deutet darauf hin, dass Satans Herrschaft über den Tod durch den Sohn Gottes gebrochen werden sollte.


Alles muss anhand des Wortes Gottes geprüft werden

Es gibt viele Irrlehren, die Gläubige vom Weg abbringen können! Deshalb muss alles mit dem Wort Gottes in der Bibel geprüft werden.

In 1. Johannes 4:1-2 wird betont:

„Ihr Lieben, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus im Fleisch gekommen bekennt, der ist von Gott.“


Eine wahre Geschichte zum Schluss

Zum Schluss möchte ich noch auf das Bild dieses Kapitels eingehen. Was ich hier schreibe, ist die Wahrheit! Dürfte ich bei Gott schwören, ich würde es tun!

In dieses Kapitel sind schätzungsweise 300 bis 400 Stunden Selbststudium eingeflossen: Bibel lesen, Verse merken, alle verfügbaren Quellen studieren. Am Sonntag, dem 14. Januar 2024, habe ich dieses Kapitel fertiggestellt.

Am Morgen ging ich noch in die Kirche. Ich hatte an diesem Morgen bereits etwa zweimal zu Gott gebetet und ihn gebeten, mir zu zeigen, was die Dämonen und die unreinen Geister in der Bibel wirklich sind. Das Kapitel war im Großen und Ganzen bereits geschrieben, aber ich war noch unzufrieden und unsicher. Auch in der Kirche bat ich ihn erneut, mir endlich alles zu zeigen, um deutlich zu machen, dass die gefallenen Engel die Dämonen sind – oder eben nicht. Ich bat auch um ein klares Zeichen.

Ich hatte mit diesem Thema ziemlich gehadert, weil ich in den verschiedenen Qumran-Handschriften gelesen hatte, dass die unreinen Geister die Geister der Riesen seien und nicht Engel. Natürlich gibt es auch viele andere Quellen zum Thema „Dämonen und böse Geister“.

Jede Kultur kennt Geschichten. Ich kenne die meisten, und die Geschichten sind nicht ganz falsch. Die Menschen berichten von ihren Erfahrungen mit den unreinen Geistern. Doch sie wurden über den Ursprung und die wahre Natur dieser Geister getäuscht. So viel zu den Irrlehren über Dämonen.

Auf den ersten Blick ist die Bibel nicht ganz klar, wenn es um dieses Thema geht. Es gibt kein eigenes Kapitel über die Dämonen; man muss sich die relevanten Verse zusammensuchen.

Nach der Kirche ging ich wieder nach Hause und begann, weiterzuschreiben. Wichtige Verse, die ich mir eingeprägt hatte, begannen plötzlich, Sinn zu machen und konnten sinnvoll in das Kapitel integriert werden. Gott hatte mein Gebet erhört. Dämonen und unreine Geister sind gefallene Engel. Nun war ich mir darüber ganz sicher.

Irgendwann kam mein damals vierjähriger Sohn Elias zu mir und sagte, auf dem Balkon seien Sterne. Ich antwortete ihm, dass es der Schnee sei, der so glitzert, denn es lag tatsächlich Schnee, und ich schrieb weiter.

Danach kam er erneut und erzählte wieder von den Sternen, und meine Frau bestätigte seine Aussage. Ich ging nachsehen und entdeckte die goldenen Sterne auf dem dreckigen Balkon. Es waren kleine, goldene Plastikdekosterne. Ich wusste nicht, wie sie dort hingekommen waren. Sie gehörten nicht zu uns. Sie lagen einfach auf den schmutzigen Balkonplatten. Ich machte ein Bild davon.

Ich sagte zu meiner Frau: „Gefallene Sterne auf dreckigem Boden...“ 

Das Bild ist am Anfang des Kapitels zu sehen.

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