Einleitung
In diesem Kapitel werden wir anschauen, wie Gott das Böse nutzt um seinen Heilsplan voranzutreiben. Ja, Gott nutzt das Böse für das Gute, wobei er nicht Verursacher des Bösen ist, noch die Quelle der Sünde.
Schwierige Verse
Gott erschafft den Bösen für den Tag des Bösen?
Sprüche 16,4
„Alles, was der Herr gemacht hat, hat er zu seinem Zweck gemacht, auch den Bösen für den Tag des Unheils.“
Gott erschafft das Unheil?
Jesaja 45,7 (Elberfelder Bibel):
„Ich bilde das Licht und erschaffe die Finsternis; ich mache Frieden und erschaffe Unheil. Ich, der Herr, tue all dies.“
Aber Gott ist nicht der Autor der Sünde, noch verführt er zu Sünde. Er ist das Licht obwohl er auch die Dunkelheit erschaffen hat.
Gott versucht niemanden zum Bösen
Jakobus 1,13 (Elberfelder Bibel):
„Niemand, der versucht wird, soll sagen: ‚Ich werde von Gott versucht‘; denn Gott kann nicht vom Bösen versucht werden, und er selbst versucht niemanden.“
Gott ist das Licht
1. Johannes 1,5 (Elberfelder Bibel):
„Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keinerlei Finsternis.“
Erschafft Gott böse Menschen?
Nein, aber er hat alle Menschen erschaffen. Und er sieht voraus, wer sich für das Böse entscheidet und wer nicht. Und unabhängig von unseren Entscheidungen, verfolgt Gott seinen übergeordneten Heilsplan, den nichts und niemand tangieren kann. Und innerhalb dieses übergeordneten Heilsplans bezieht Gott auch bewusst das Böse mit ein und nutzt es um zu strafen, erziehen und letztlich Gutes daraus entstehen zu lassen. Der Satz: "Hat er zu seinem Zweck gemacht" ist also so zu verstehen, dass auch das Böse seinen Zweck in Gottes Universum hat. Also auch die Rebellen spielen in Gottes Heilsplan ihren Part, ob sie wollen oder nicht. Und letztlich werden auch die Rebellen bestraft werden. Nicht das Gott das Böse gewollt hat, geschaffen hat oder es gut findet. Er nutzt es.
Auf was bezieht sich die Finsternis?
Im Jessajavers bezieht sich die Finsternis auf die physische Finsternis. Finsternis kann aber auch mit dem Bösen verbunden werden. Der Vers sagt aus, dass Gott den Frieden wie das Unheil schafft. Genauso wie er Licht und Dunkel erschaffen hat.
Gott versucht nicht zu Sünde
Gott ist nicht verantwortlich für unsere Bösen taten. Ein Widerspruch? Nein. Denn es geht um mehr als nur die einzelne Sünde. Es geht um Konflikte die in der spirituellen Welt ausgelöst werden und sich in der physischen Welt manifestieren.
Das Dilemma im Alten Testament
Wen man das alte Testament ganz durchliest, dann stellt man fest, dass sich eine Thematik wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht: Der Glaubensabfall der Juden. Der Glaubensabfall vom wahren Gott und die Hinwendung zu falschen Göttern. Was in solchen Momenten passiert ist, folgendes: Gott zieht sich zurück und verweigert seinen Schutz und das Unheil in Form von fremden Armeen kommt über sie:
5. Mose 31,17-18 (Elberfelder Bibel):
„Da wird mein Zorn gegen sie entbrennen an jenem Tag, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen, und sie werden verzehrt werden; und viele Übel und Nöte werden über sie kommen, und sie werden an jenem Tag sagen: ‚Ist nicht dies etwa geschehen, weil unser Gott unter uns nicht mehr ist?‘ Ja, ich werde mein Angesicht an jenem Tag vor ihnen verbergen, wegen all des Übels, das sie getan haben, indem sie sich anderen Göttern zugewandt haben.“
5. Mose 32,20-21 (Elberfelder Bibel):
„Und er sprach: ‚Ich will mein Angesicht von ihnen verbergen, ich will sehen, was ihr Ende wird; denn sie sind ein verkehrtes Geschlecht, Kinder, in denen kein Vertrauen ist. Sie haben mich zum Eifersüchtigen gereizt mit dem Nichtgott, und sie haben mich mit ihren Götzen zornig gemacht.‘“
Richter 10,13-14 (Elberfelder Bibel):
„Und ihr habt mich verlassen und anderen Göttern gedient. Darum will ich euch nicht mehr retten. Geht hin und schreit zu den Göttern, die ihr euch erwählt habt, und lasst sie euch in der Zeit der Not retten.“
Hesekiel 39,23-24 (Elberfelder Bibel):
„Und die Nationen werden erkennen, dass das Haus Israel in die Gefangenschaft geführt wurde wegen seiner Ungerechtigkeit, weil sie gegen mich gesündigt haben. Darum habe ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und sie in die Hand ihrer Feinde gegeben, dass sie alle mit dem Schwert gefallen sind.“
Jesaja 59,2 (Elberfelder Bibel):
„Sondern eure Missetaten haben eine Scheidewand gemacht zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört.“
Amos 5,12-14 (Elberfelder Bibel):
„Denn ich kenne die vielen Übeltaten eures Volkes und die großen Sünden; sie bedrücken den Gerechten, nehmen Bestechung an und beugen das Recht der Armen. Darum wird der Weise in dieser Zeit still sein, denn es ist eine böse Zeit. Sucht das Gute und nicht das Böse, damit ihr lebt! Und der Herr, der Gott der Heerscharen, wird mit euch sein, wie ihr gesprochen habt.“
Jesaja 1,15 (Elberfelder Bibel):
„Wenn ihr eure Hände ausbreitet, werde ich meine Augen vor euch verschließen; auch wenn ihr viel betet, höre ich nicht. Eure Hände sind voll Blut.“
Hosea 5,6-7 (Elberfelder Bibel):
„Sie werden mit ihren Herden und mit ihren Herden zu suchen kommen, um den Herrn anzuflehen, aber er wird sie nicht finden. Er hat sich von ihnen abgewendet. Sie haben gegen den Herrn gesündigt; denn sie haben fremde Kinder gezeugt. Jetzt wird der Mond verschmachten, und die Ernte wird vergehen.“
Hesekiel 8,18 (Elberfelder Bibel):
„Darum will auch ich mit meiner Wut handeln; mein Auge wird nicht verschonen, und ich werde nicht erbarmen. Auch wenn sie vor meinen Augen schreien, werde ich nicht hören.“
Zusammenfassung
Diese Verse zeigen klar, dass Gott sich von seinem Volk abwendet und seinen Schutz entzieht, wenn es gegen seine Gebote verstößt. Das Zurückziehen Gottes wird oft mit dem Verlust seines Segens und seiner Führung sowie mit der Übergabe des Volkes in die Hand seiner Feinde oder in schwierige Zeiten verbunden. Gott erwartet Gehorsam und Treue, und wenn das Volk diese verlangt, zieht er sich zurück, um das Volk zur Umkehr zu führen.
Beispiele wo Gott seine Schutz entzog und fremde Armeen über Israel hineinbrachen
Richter 2,14 (Elberfelder Bibel):
„Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel, und er gab sie in die Hand plündernder Räuber, die sie raubten; und er verkaufte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum, sodass sie nicht länger vor ihren Feinden bestehen konnten.“
Jesaja 10,5-6 (Elberfelder Bibel):
„O Assyrer, die Rute meines Zorns, in deren Hand der Zornesstab ist! Ich werde ihn gegen ein gottloses Volk senden und gegen das Volk meines Grimmens gebieten, es zu rauben und zu plündern und es niederzuschlagen wie den Dreck auf den Straßen.“
Jeremia 25,9 (Elberfelder Bibel):
„Siehe, ich sende und nehme alle Völker des Nordens, spricht der Herr, und auch meinen Knecht Nebukadnezar, den König von Babel, und ich werde sie gegen dieses Land und gegen seine Einwohner und gegen alle diese Völker ringsum heraufbringen und ich werde sie dem Bann anheimstellen und sie zum Entsetzen machen.“
Habakuk 1,6-7 (Elberfelder Bibel):
„Denn siehe, ich erwecke die Chaldäer, das grimmige und ungestüme Volk, das die Weiten der Erde durchzieht, um die Wohnungen zu erobern, die nicht sein sind. Schrecklich und furchtbar ist es; es geht selbst auf seine Wege und seine Ausfahrt ist weit und seine Pferde sind schneller als die Leoparden und schärfer als die Wölfe des Abends.“
2. Könige 17,6-7 (Elberfelder Bibel):
„Im neunten Jahr Hoscheas nahm der König von Assyrien Samaria ein und führte Israel weg in Gefangenschaft nach Assyrien und ließ sie in Hala und am Habor, am Fluss Gozan, und in den Städten der Medern ansiedeln. Und es geschah, dass dies über Israel kam, wegen der Sünden, die sie gegen den Herrn, ihren Gott, begangen hatten…“
Aber wie gibt den Gott die seinen in die Hand der Feinde?
Wie schon angesprochen durch Rückzug. Aber was passiert wenn der Rückzug passiert? Gott entzieht seinen Schutz. Nun muss man hier verstehen, wie schon angetönt, dass es sich hier um eine spirituelle Angelegenheit handelt. Im Kapitel Unreine Geister wird im Detail erklärt, dass Gott Engel zum Schutz von Gebieten einsetzt. Es geht immer um Gottes Territorium gegen Satans Territorium, welches von Dämonen beherrscht wird. Folgend einige Verse, um zu verdeutlichen, dass Gott und seine Engel immer dabei sind bei Konflikten:
Psalm 91,11-12 (Elberfelder Bibel):
„Denn er wird seinen Engeln über dir befehlen, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen. Auf den Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“
2. Könige 6,16-17 (Elberfelder Bibel):
„Elisa aber sprach: Fürchte dich nicht! Denn mehr sind auf unserer Seite als auf ihrer Seite. Und Elisa betete und sprach: Herr, öffne ihm die Augen, damit er sieht! Da öffnete der Herr dem Diener die Augen, und er sah, und siehe, der Berg war voll feuriger Rosse und Wagen, die um Elisa her waren.“
Daniel 6,22 (Elberfelder Bibel):
„Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen, sodass sie mir kein Leid getan haben; denn vor ihm bin ich unschuldig, und auch vor dir, o König, habe ich nichts Böses getan.“
Matthäus 4,11 (Elberfelder Bibel):
„Da verließ ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen und dienten ihm.“
Hebräer 1,14 (Elberfelder Bibel):
„Sind sie (die Engel) nicht alle dienstbare Geister, die zum Dienst ausgesandt werden für die, welche das Heil erben sollen?“
2. Mose 23,20-23 (Elberfelder Bibel):
„Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, um dich auf dem Weg zu bewahren und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet habe. Sei achtsam vor ihm und höre auf seine Stimme; sei nicht widerspenstig gegen ihn, denn er wird eure Übertretung nicht vergeben; denn mein Name ist in ihm. Wenn du jedoch auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich den Feind vor dir her vertreiben und deine Feinde schlagen.“
Psalm 34,7 (Elberfelder Bibel):
„Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und er rettet sie.“
Apostelgeschichte 12,7 (Elberfelder Bibel):
„Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu, und ein Licht leuchtete in dem Raum. Er schlug Petrus an die Seite und weckte ihn auf und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen von seinen Händen.“
Daniel 10,10-13 (Elberfelder):
Und siehe, eine Hand rührte mich an und ließ mich auf meine Knie und auf die Handflächen zittern.
Und er sprach zu mir: Daniel, du vielgeliebter Mann! Gib Acht auf die Worte, die ich zu dir rede, und stehe auf deine Füße! Denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und als er dies zu mir redete, stand ich zitternd auf.
Da sprach er zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn von dem ersten Tag an, da du dein Herz darauf gerichtet hast, zu verstehen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden, und ich bin gekommen um deiner Worte willen.
Aber der Fürst des Königreichs Persien stand mir einundzwanzig Tage entgegen; und siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam, um mir zu helfen. Und ich behielt dort die Oberhand bei den Königen von Persien.
Engel und Gott sind immer irgendwie dabei
Wie man sieht, spielen Engel eine grosse Rolle wenn es um kriegerische Auseinandersetzungen geht. Kämpfe werden auf zwei Ebenen gekämpft: physisch und spirituell. Ich persönliche glaube, dass Kämpfe schlussendlich über die Anzahl Engel und Dämonen vor Ort entschieden werden. Leider sagt die Bibel faktisch gar nichts über die Natur der Engelskämpfe aus. Aber sie kämpfen für die Gläubigen und es geht um Gebietsansprüche.
Was passiert also wenn Gott sich zurückzieht und Gläubige sich den Dämonen zuwenden?
Die Dämonen kriegen mit das ein Gebiet nicht mehr unter dem Schutz Gottes und seiner guten Engel steht. Durch die Anbetung in Form von Götzendienst haben sie legal das Recht dieses Gebiet in Anspruch zu nehmen.
Böse Völker werden durch die Dämonen angestachelt den Angriff zu wagen. Spirituell sind sie nicht geschützt.
Ich persönliche Glaube auf Basis von Psalm 91:
Psalm 91,11-12 (Elberfelder Bibel):
„Denn er wird seinen Engeln über dir befehlen, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen. Auf den Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“
das Engel für uns wie Bodyguards dienen im Kampf. Sie schauen das wir nicht stolpern. Sie führen unsere Waffen, Hände und Füsse. Ich würde so weit gehen zu sagen, dass sie uns sogar physisch beschützen können, Angriffe abwehren können. Eine Art Schutzschild sind.
Es ist eine Tatsache der Bibel dass Kämpfe nur durch Gottes Hilfe gewonnen werden und wie wir bis jetzt gesehen haben auch verloren werden, wenn Gott nicht hilft.
Sprüche 21,31 (Elberfelder):
„Das Pferd wird gerüstet für den Tag der Schlacht, aber der Sieg kommt vom HERRN.“
Psalm 20,7-8 (Elberfelder):
Einige vertrauen auf Wagen und einige auf Pferde, wir aber nennen den Namen des HERRN, unseres Gottes.
Sie sind gebeugt und gefallen, wir aber stehen auf und sind fest.
Psalm 127,1 (Elberfelder):
Wenn der HERR das Haus nicht baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen; wenn der HERR die Stadt nicht behütet, so wacht der Wächter umsonst.
Psalm 33,16-17 (Elberfelder):
Der König wird nicht gerettet durch eine große Heerschar, und der Held entkommt nicht durch große Kraft.
Täuschend ist das Roß zur Rettung, und mit seiner großen Stärke kann es nicht helfen.
Jesaja 40,29-31 (Elberfelder):
Er gibt dem Müden Kraft und vermehren dem Unvermögenden die Stärke.
Jünglinge werden ermüden und ermatten, und Männer in ihrem Alter straucheln.
Aber die auf den HERRN harren, gewinnen neue Kraft, sie erheben die Flügel wie die Adler; sie laufen und werden nicht matt, sie gehen und werden nicht müde.
Samuel 17,47 (Elberfelder):
Und alle diese Versammlungen sollen erkennen, dass der HERR nicht durch Schwert oder Lanze rettet; denn der Kampf ist des HERRN, und er wird euch in unsere Hände geben.
Psalm 18,34-36 (Elberfelder):
Er lehrt meine Hände zu kämpfen, sodass meine Arme einen Kupferbogen brechen.
Du hast mir auch den Schild deines Heils gegeben, und deine rechte Hand hat mich gestützt, und deine Sanftmut hat mich groß gemacht.
Du hast meinen Schritten Raum gemacht, und meine Füße sind nicht gewankt.
Psalm 144,1 (Elberfelder):
Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände für den Kampf lehrt und meine Finger für den Krieg.
Psalm 18,39 (Elberfelder):
Denn du hast mich mit Kraft zum Kampf gegürtet, du hast unter mir die Knie derer gebrochen, die sich gegen mich stellten.
Psalm 18,32-33 (Elberfelder):
Der Gott, der mich mit Kraft gürtet und meinen Weg ohne Tadel macht,
der meine Füße wie die der Hirsche macht und mich auf meinen Höhen feststehen lässt.
Ein spannendes Bild offenbart sich
Viele dieser Psalmen stammen von König David, dem wohl grössten Krieger des Alten Testaments. Und gerade dieser grösste aller Krieger schreibt seine Fähigkeiten und Siege dem allmächtigen Gott zu. Der ihm immer geholfen hat, ihn geschult hat, ihn beschützt hat, ihm seine Feinde unterworfen hat. Und wenn Gott nicht dabei ist, so nützt alle Vorbereitung für den Kampf nichts. Der Sieg kommt von Gott und die Niederlage auch in dem er seinen Schutz entzieht.
Die kriegerischen Auseinandersetzungen dieser Welt kriegen auf einmal eine ganz andere Bedeutung. Ich bin der Meinung, dass die meisten kriegerischen Auseinandersetzungen von Dämonen angezettelt werden.
Gott richtet auch die Bösen
Gott wird die Assyrer für ihre Sünden richten
Jesaja 10,12-15 (Elberfelder Bibel):
„Und es wird geschehen, wenn der Herr seine ganze Arbeit am Berg Zion und in Jerusalem vollendet hat, werde ich das Werk des Herzens des Königs von Assyrien heimsuchen und über seine stolze Augen richten. Denn er sagt: ‚Mit meiner Hand habe ich es vollbracht und mit meiner Weisheit, weil ich klug bin; ich habe die Grenzen der Völker ausgeschritten und ihre Schätze geplündert, und wie ein mächtiger Mann habe ich die Einwohner niedergeworfen. Und meine Hand hat die Reichen der Völker wie ein Nest gefunden; und wie man die Eier verlässt, die niemand bebrütet, so habe ich die ganze Erde befreit.‘ … Wird das Axt sich rühmen gegen den, der damit hackt? Oder wird die Säge sich rühmen gegen den, der sie zieht? Als ob ein Stab den erhobenen Schlägel erheben könnte! Nur als ob ein Holz sich erheben könnte!“
In diesen Versen wird das Gericht über Assyrien verkündet. Obwohl Gott Assyrien als Werkzeug für sein Urteil über Israel benutzt, wird Assyrien aufgrund ihrer eigenen Arroganz und Sünde ebenfalls gerichtet.
• Jeremia 50,29 (Elberfelder Bibel):
„Ruft gegen sie auf alles, was umherzieht! Öffnet alle ihre Vorratskammern! Lasst sie wie Ähren abmessen, dass sie ihre Vorräte verzehren und sie für den Tag der Schlachtung verpacken! Denn es ist der Tag der Rache des Herrn, dass er ihnen ihren Lohn gebe.“
Gott richtet Babylon für seine Sünden
Jeremia 51,24 (Elberfelder Bibel):
„Und ich werde Babylon und allen, die in Chaldäa wohnen, und all ihren Übeltaten an ihnen heimsuchen, die das Land des Chaldäer für immer veröden lassen. Und sie sollen nie wieder bewohnt werden.“
Gott richtet Ägypten für seine Sünden
Hesekiel 30,19 (Elberfelder Bibel):
„So werde ich das Gericht vollstrecken an Ägypten, und sie werden erkennen, dass ich der Herr.“
Hesekiel 32,9-10 (Elberfelder Bibel):
„Ich werde die Herzen vieler Völker erschrecken, wenn ich dir die Nachricht von deinem Fall bringe, wenn ich viele Völker erschrecke, die sich an dich erinnern werden, wenn ich dich unter die Völker zerstreue und die Königreiche dich entsetzen werden, wenn ich viele Nationen von dir entsetzen werde.“
Die Nationen, die Israel unterdrücken, werden gerichtet
Zefanja 3,8 (Elberfelder Bibel):
„Darum wartet auf mich, spricht der Herr, bis zu dem Tag, an dem ich aufstehe zum Rauben; denn mein Gericht ist, die Nationen zu versammeln, um die Königreiche zu sammeln, dass ich über sie meinen Grimm ausgieße, all meinen zornigen Grimm; denn das ganze Land wird verzehrt werden vom Feuer meines Eifers.“
Joel 3,1-2 (Elberfelder Bibel):
„Denn siehe, in den Tagen und zu der Zeit, da ich das Geschick Judas und Jerusalems wenden werde, da werde ich alle Nationen versammeln und ins Tal Joschafat hinabführen und mit ihnen dort rechten über mein Volk und mein Erbteil Israel, das sie unter die Nationen verteilt haben, und mein Land haben sie verteilt.“
Die Völker, die gegen Gott und Israel kämpfen, werden bestraft
Sacharja 14,2-3 (Elberfelder Bibel):
„Denn ich werde alle Nationen versammeln gegen Jerusalem zum Kampf; und die Stadt wird eingenommen werden, und die Häuser werden geplündert, und die Frauen werden geschändet werden. Und die Hälfte der Stadt wird in die Gefangenschaft wegziehen, aber der Überrest des Volkes wird nicht aus der Stadt ausgerissen werden. Und der Herr wird hinausgehen und gegen diese Nationen kämpfen, wie er am Tag der Schlacht kämpft.“
Zusammenfassung
Gott verwendet böse Völker wie die Assyrer, Babylonier, Ägypter und andere als Instrumente seines Gerichtes über Israel und andere Nationen, aber diese Völker werden nicht ungestraft bleiben. Sie werden für ihre eigenen Sünden und ihren Hochmut zur Rechenschaft gezogen. Gott nutzt diese Völker als Werkzeuge seines Plans, aber sie werden am Ende auch für ihre Taten gerichtet, da sie sich gegen Gottes Volk und gegen Gott selbst erhoben haben. Dies zeigt, dass Gottes Souveränität über alle Nationen und sein gerechtes Gericht sowohl das eigene Volk als auch die Feinde umfasst.
Und was spielen Satan und seine Dämonen für eine Rolle?
Um Satans Rolle ganz zu verstehen, sollte man sich auch mit seinem Fall auseinandersetzen. Satan war ursprünglich ein Engel, der sich gegen Gott auflehnte und dadurch seine Position verlor. Nach der Himmelfahrt Jesu wurde Satan endgültig aus der Gegenwart Gottes entfernt. Zuvor war er der „Ankläger der Brüder“, der die Missetaten der Menschen direkt vor Gott anprangerte.
Ein eindrucksvolles Beispiel für diese Rolle finden wir in der Geschichte von Hiob:
Hiob 1,6-12 (Elberfelder Bibel):
„Es begab sich aber an einem Tag, als die Söhne Gottes (Engel) kamen und vor den Herrn traten, dass auch der Satan unter ihnen war. Und der Herr sprach zu dem Satan: Woher kommst du? Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Vom Umherziehen auf der Erde und vom Wandeln darin. Da sprach der Herr zu dem Satan: Hast du auch meinen Knecht Hiob beachtet? Denn es ist niemand auf Erden wie er, ein Mann ohne Fehl und gerecht. Der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Ist es umsonst, dass Hiob Gott fürchtet? Hast du ihn nicht selbst umgeben, ihn und sein Haus und alles, was er hat, auf allen Seiten? Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und seine Herden haben sich auf der Erde ausgebreitet. Aber strecke doch deine Hand aus und berühre alles, was er hat: Wird er dir nicht ins Angesicht abfallen? Und der Herr sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihm selbst darfst du deine Hand nicht legen. Da ging der Satan vom Angesicht des Herrn hinweg.“
Nein, Satan fragt nicht immer um Erlaubnis
Viele meinen immer noch, Satan müsse Gott um Erlaubnis bitten, bevor er angreifen darf. Doch die Hiob-Geschichte zeigt das Gegenteil. Satan bittet nicht – er erhebt eine Anklage. Er behauptet, Hiobs Gottesfurcht sei nichts anderes als eine Folge von Gottes Schutz und Segen. Und er weiß genau, dass er gar nicht erst fragen muss. Der Schutzwall um Hiobs Haus beweist es: Er darf ihn nicht antasten. Darum sagt er selbst in Hiob 1,10: „Hast du nicht ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher beschützt?“ Mit dieser Aussage fordert er Gott heraus, diesen Schutz zurückzunehmen, damit Hiobs Glaube geprüft wird.
Man muss klar erkennen: Satan hat keine Macht über gottesfürchtige Menschen. Wer unter Gottes Schutz steht und nach seinen Geboten lebt, ist für ihn unantastbar. Nur wenn Gott es selbst zulässt, kann Satan überhaupt angreifen. Und natürlich kann man den Schutzwall schwächen in dem man sündigt!
Aber ohne Gottes Zulassung bleibt er machtlos gegen die Seinen. Und solche Zulassungen sind – meiner Überzeugung nach – selten und verfolgen immer ein größeres Ziel im Plan Gottes.
Doch hier liegt die tödliche Täuschung: Satan muss Gott nicht um Erlaubnis bitten, wenn es darum geht, unerlöste Menschen zu verführen, zu knechten und zu zerstören! Wer nicht in Jesus Christus lebt, steht schutzlos da. Und Satan – gemeinsam mit seinen Dämonen – nutzt das erbarmungslos aus. Ohne Christus gibt es keinen Schutzwall. Ohne Christus gibt es keine Sicherheit. Ohne Christus gibt es keinen Sieg über die Mächte der Finsternis!
Ein weiteres Beispiel für Satan als Ankläger finden wir in der Vision des Propheten Sacharja:
Sacharja 3,1-2 (Elberfelder Bibel):
„Und er ließ mich den Hohenpriester Josua sehen, wie er vor dem Engel des Herrn stand; und der Satan stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen. Da sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, Satan! Ja, der Herr, der Jerusalem erwählt hat, schelte dich! Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist?“
Hier versucht Satan, Josua, den Hohenpriester, vor Gott in Misskredit zu bringen. Doch Gott selbst verteidigt Josua und weist Satans Anklagen zurück. Diese Szene verdeutlicht, dass Satan als Widersacher agiert, um Gläubige zu beschuldigen, letztlich jedoch Gottes Gnade und Schutz überwiegen.
In der Offenbarung wird schließlich auf Satans Anklage in kosmischem Maßstab Bezug genommen:
Offenbarung 12,10 (Elberfelder Bibel):
„Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte.“
Dieser Vers zeigt, dass Satans Rolle als Ankläger bis zu seinem Sturz aus dem Himmel bestand. Sein Einfluss als Ankläger wurde mit Jesu Himmelfahrt und dem geistlichen Sieg Christi gebrochen.
Während der Zeit des Alten Testaments duldete Gott Satans Rolle als Ankläger. Nach dem entscheidenden Kampf im Himmel jedoch, von dem in Offenbarung 12 berichtet wird, wurde Satan zusammen mit einem Drittel der Engel endgültig aus dem Himmelreich verbannt:
Offenbarung 12,7-9 (Elberfelder Bibel):
„Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel. Aber sie bekamen keinen Sieg, und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt Teufel und Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“
Ein Wendepunkt
Diese Verbannung markiert einen Wendepunkt. Satans Zugang zur direkten Anklage vor Gott war nun versperrt. Seitdem wirkt er auf der Erde, um die Menschen zu verführen und von Gott abzubringen. Seine Rolle wandelte sich von einem Ankläger im Himmel zu einem Widersacher auf der Erde.
Satans Rolle war also zur Zeit der Israeliten um einiges aktiver. Er hatte noch einen gewissen "Einfluss" bei Gott.
Nach der Verbannung nach dem Kampf wurden Satan und seine Dämonen völlig ausgschlossen vom himmlischen geschehen. Sie arbeiten autonom. Der Krieg ums Territiorium geht aber weiter.
Gott erschafft alle Menschen – auch die Bösen – aber nicht mit der Intention, dass sie Böses tun
Schöpfung und freier Wille
Die Bibel lehrt, dass Gott alle Menschen erschafft und ihnen den freien Willen gibt. Menschen sind als Gottes Ebenbild geschaffen (vgl. 1. Mose 1,26-27), was bedeutet, dass sie die Fähigkeit besitzen, zwischen Gut und Böse zu wählen. Der freie Wille ist ein zentrales Element der menschlichen Existenz, und es ist eine Konsequenz des freien Willens, dass Menschen sich gegen Gott wenden können (vgl. 5. Mose 30,19).
Nicht die Intention Gottes, dass Menschen Böses tun
Gott hat den Menschen nicht mit der Absicht erschaffen, dass sie Böses tun, sondern er gibt ihnen die Freiheit, zu wählen. Die menschliche Entscheidung, sich gegen Gott zu stellen, ist eine Folge der Freiheit, die Gott gewährt. Gott ist zwar der Schöpfer von allem, einschließlich der Menschen, aber die Sünde ist nicht Teil seiner ursprünglichen Absicht, sondern ein Resultat des Missbrauchs des freien Willens, insbesondere seit dem Sündenfall (vgl. 1. Mose 3,6).
Unheil als Gottes Gericht
In vielen Teilen der Bibel wird deutlich, dass das Unheil, das über die Menschen kommt, nicht als „Böses“ im moralischen Sinne verstanden wird, sondern oft als Gottes Gericht oder als Strafe für Sünde. Jesaja 45,7 macht diesen Unterschied klar, wenn es heißt: „Ich bilde Licht und schaffe Finsternis, ich gebe Frieden und schaffe Unheil. Ich, der Herr, tue dies alles.“
Hier wird gezeigt, dass Unheil, im Sinne von Zerstörung oder Not, nicht mit moralischem Bösen gleichzusetzen ist. Vielmehr ist es ein Mittel, durch das Gott seine Gerechtigkeit vollzieht und die sündigen Menschen zur Umkehr ruft.
Gottes Gericht ist heilend, nicht destruktiv
Der Unterschied zwischen „Böses“ und „Unheil“ ist entscheidend. Böses Verhalten ist von Natur aus destruktiv und will vernichten (vgl. Johannes 10,10). Unheil, das Gott zulässt, ist dagegen ein Werkzeug der Bestrafung und der Reinigung, oft um das Volk zu erziehen und zu disziplinieren (vgl. Hebräer 12,6). Es zielt darauf ab, den Menschen zu einem besseren Weg zu führen, während das Böse lediglich darauf aus ist, zu zerstören.
Die Verstockung des Pharaos und Gottes Plan
Die Bibel beschreibt den Pharao als ein Werkzeug in Gottes Hand, um seine Macht und Herrlichkeit zu offenbaren. In der Geschichte von Mose und der Befreiung Israels aus der ägyptischen Gefangenschaft wird deutlich, dass Gott den Pharao bewusst in seiner Position beließ, um durch dessen Widerstand seinen Plan zu verwirklichen und seine Größe sichtbar zu machen.
Der Pharao handelte jedoch auch aus eigener Verantwortung böse, was sich in der Versklavung der Israeliten und der Tötung ihrer Babys zeigte (2. Mose 1,22). Diese Taten entsprangen seiner sündhaften Natur und waren Ausdruck seiner moralischen Verderbtheit. Gleichzeitig setzte Gott den Pharao in seine Position ein, um durch ihn seine Macht zu offenbaren, sich an ihm zu verherrlichen und ein Gericht über die falschen Götter Ägyptens (dämonische Mächte) zu vollziehen.
Wer genau liesst wird feststellen, dass sich der Pharao am Anfang selbst verstockt hat. Also stur blieb und die Israeliten als Sklaven nicht ziehen lassen wollte. Gegen Schluss verstockte aber Gott das Herz des Pharao und vollzog so das Gericht an ihm.
Zentrale Bibelverse zur Verstockung des Pharaos
Römer 9,17 (Elberfelder Bibel):
„Denn die Schrift sagt zum Pharao: »Eben dazu habe ich dich erweckt, um meine Macht an dir zu zeigen und damit mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.«“
Gott setzte den Pharao bewusst ein, um seine Überlegenheit und Macht durch die Ereignisse in Ägypten zu demonstrieren.
2. Mose 9,16:
„Und dennoch habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen und damit mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.“
Exodus 14,4:
„Und ich werde das Herz des Pharao verstocken, sodass er sie verfolgen wird; und ich werde mich verherrlichen an dem Pharao und an seinem ganzen Heer, und die Ägypter werden erkennen, dass ich der Herr bin.«“
Diese Verse zeigen, dass die Verstockung des Pharaos kein Zufall war, sondern Teil von Gottes Plan, um seine Herrlichkeit sichtbar zu machen.
Interpretation: Verstockung, Bosheit und Gerechtigkeit
Der Pharao und seine Verantwortung
Die bösen Taten des Pharaos entsprangen seiner sündhaften Natur. Er war für seine Handlungen verantwortlich, auch wenn Gott ihn in seiner Position beließ und seine Verstockung nutzte, um seinen göttlichen Plan zu verwirklichen.
Gott und die Verstockung
Die Verstockung des Pharaos führte dazu, dass er weiterhin gegen Gottes Willen rebellierte und die Israeliten verfolgte. Doch seine Bosheit war nicht von Gott erzwungen, sondern entsprang allein seiner sündhaften Natur.
Unheil als Gericht
Die Plagen und die Zerstörung Ägyptens waren Ausdruck von Gottes Gerechtigkeit. Sie dienten der Bestrafung der Sünde und der Befreiung Israels. Gott nutzte das Böse des Pharaos, um seine Macht und Herrlichkeit zu offenbaren.
Geistliche Dimension: Gott gegen die falschen Götter
Die Ereignisse in Ägypten richteten sich nicht nur gegen den Pharao, sondern auch gegen die falschen Götter Ägyptens.
2. Mose 12,12:
„In dieser Nacht werde ich durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeborenen im Land Ägypten schlagen, sowohl Menschen als auch Tiere; und gegen alle Götter Ägyptens werde ich Strafgerichte vollziehen. Ich bin der Herr.“
2. Mose 18,11:
„Jetzt weiß ich, dass der Herr größer ist als alle Götter; denn die Tat, die sie begangen haben, ist über ihnen gekommen.“
Diese Strafgerichte zeigten die Machtlosigkeit der ägyptischen Götter und die Überlegenheit des einen wahren Gottes.
Man sieht hier wieder den Zwei-Ebenenkrieg: Die Agypter werden gerichtet und die Dämonen Agyptens gleich mit:
1. Korinther 10:19-20
„Was sage ich nun? Dass das Götzenopfer etwas sei oder dass ein Götze etwas sei? Nein, sondern dass das, was sie opfern, sie Dämonen opfern und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr Gemeinschaft mit den Dämonen habt.“
Wiederholung der Geschichte: Jesus und der römische Befehlshaber
Die Geschichte des Pharaos und seiner Verstockung wiederholte sich in der Begegnung zwischen Jesus und Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter. Als Pilatus Jesus verhörte und darauf hinwies, dass er die Macht hätte, ihn zu kreuzigen oder freizulassen, antwortete Jesus:
Johannes 19,11 (Elberfelder Bibel):
„Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.“
Auch hier zeigt sich, dass weltliche Herrscher nur deshalb Macht besitzen, weil Gott sie in ihre Position einsetzt. Obwohl Pilatus aus Angst und Opportunismus handelte, nutzte Gott diese Situation, um seinen göttlichen Plan der Erlösung durch den Kreuzestod Jesu zu verwirklichen.
Gottes Herrlichkeit durch Widerstand und Verstockung
Die Geschichte des Pharaos zeigt, wie Gott selbst den Widerstand eines bösen Herrschers in seinen Plan integriert, um seine Macht und Herrlichkeit zu demonstrieren. Der Pharao wurde in seiner Position belassen, um Gottes Plan der Befreiung Israels zu erfüllen. Seine Verstockung und bösen Taten waren jedoch Ausdruck seiner eigenen Verantwortung und sündhaften Natur.
Diese Prinzipien wiederholen sich in der Geschichte Jesu, als Pontius Pilatus ebenfalls in seiner Rolle von Gott eingesetzt wurde, um den göttlichen Erlösungsplan durch den Kreuzestod zu vollziehen. Gott zwingt keinen Menschen zu bösen Taten, sondern nutzt ihre Entscheidungen und Handlungen, um seine Souveränität, Gerechtigkeit und Herrlichkeit sichtbar zu machen.
Das Unheil, das über Ägypten kam, und die Kreuzigung Jesu sind Beispiele dafür, wie Gott das Böse letztlich zum Guten wendet und seinen heiligen Plan erfüllt.