Ich möchte mich keinesfalls über Menschen lustig machen, die Jesus noch nicht gefunden haben. Im Gegenteil – ich hoffe sehr, dass sie ihn eines Tages finden werden.
Ein kleines Hobby von mir ist es, Tischgespräche zu analysieren – insbesondere solche über Gott, die von Atheisten geführt werden. Dabei ist mir aufgefallen, dass diese Gespräche fast immer nach einem ähnlichen Muster verlaufen. Für jemanden, der bibelkundig ist, können solche Diskussionen oft mühsam oder ermüdend sein. Deshalb halte ich mich in solchen Momenten meist zurück. Dennoch ist es mir gelungen, eine Art typischen Gesprächsverlauf herauszuarbeiten:
1. Irgendwie kommt das Gespräch auf Gott – meist angestoßen von einer Person, die sich dazu berufen fühlt, das Thema einzubringen. Die Motivation dahinter kann vielfältig sein, möglicherweise steckt ein gewisses spirituelles Interesse dahinter.
2. Eine zweite Person äußert, dass sie nicht an Gott glaubt.
3. Eine dritte Person ergänzt: „Ich kann auch ein guter Mensch sein – ganz ohne Gott.“
4. Daraufhin fühlt sich jemand dazu ermutigt, einen Rundumschlag gegen die Kirche zu starten: „Schau dir mal an, was im Namen Gottes alles getan wurde!“
5. Es folgt die These, dass Religion in Wahrheit nur ein politisches Machtinstrument sei und es gar nicht um echten Glauben gehe.
6. Jemand bringt das Argument ein, dass ohnehin alle Religionen im Grunde vom gleichen Gott sprechen – weshalb Religionskonflikte sinnlos seien.
7. «Gott hat mir noch nie geholfen!», wird einer sagen.
8. Dann stellt sich die Frage: „Welcher Gott ist denn nun der richtige?“ Wahrscheinlich sind alle flasch.
9. Die Frage warum lässt Gott das Böse zu wird sich sicher auch noch jemand stellen.
10. Meist endet das Gespräch an diesem Punkt – und man wechselt das Thema.
Diese Seite behandelt viele der typischen Fragen, die in Gesprächen über Gott und Glaube aufkommen. Mit diesem Kapitel möchte ich einige Denkanstöße geben. So würde ich persönlich antworten, wenn mich jemand dazu befragen würde – Gedanken zu den Aussagen von oben:
1) „Niemand weiß, was nach dem Tod kommt.“
Alle Menschen müssen sterben – und doch wollen die wenigsten darüber nachdenken, was danach geschieht. Keiner will sterben. Dabei ist das wohl die wichtigste Frage, die man sich im Leben stellen kann. Viele Menschen verdrängen sie völlig. Ich finde es bemerkenswert, wie gleichgültig man oft mit einem Thema umgeht, das so endgültig ist. Du kannst erfolgreich sein oder arm. Du kannst Familie haben oder allein sein. Du kannst gebildet sein oder dumm. Du kannst Macht haben oder einer kleiner Fisch sein. Du ein Topmodel sein oder Quasimodo. Alle müssen wir gehen.
2) „Ich glaube nicht an Gott.“
Eine ehrliche Gegenfrage: An welchen Gott glaubst du denn nicht?
Die Gottesbilder unterscheiden sich je nach Religion stark. Bevor man pauschal sagt: „Ich glaube nicht an Gott“, sollte man sich zumindest darüber informieren, woran man nicht glaubt.
Nehmen wir das Christentum als Beispiel: In der Schweiz braucht es für das Pfarramt ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Theologie – ein Masterabschluss. Das zeigt: Der Glaube ist nicht banal oder simpel, sondern komplex und tief genug für ein ganzes Studium.
Anerkenne zumindest, dass die Thematik tiefer und komplexer ist als ein Stammtischgespräch.
3) „Ich kann auch ohne Gott ein guter Mensch sein.“
Auch hier ist die Frage wichtig: Von welchem Gott sprichst du?
Der biblische Gott verlangt keine guten Taten als Eintrittskarte in den Himmel. Die Bibel sagt: Jesus hat am Kreuz bereits alles für dich vollbracht. Du musst es nur im Glauben annehmen. Ewiges Leben ist keine Belohnung für gute Werke – es ist ein Geschenk. Allah hingegen verlangt gute Werke. Fakt ist die meisten Menschen die sich über "Gott " unterhalten, haben ihr Gottesbild aus den Medien und Menschen die ebenfalls ihr Gottesbild aus den Medien haben. Hier wäre das Kapitel "Satan Alter Ego El" wärmstens zu empfehlen.
4) „Schau dir an, was die Kirche alles im Namen Gottes getan hat!“
Ja, die Kirche ist schon ein Sauhaufen – keine Frage. Aber welche Kirche meinst du? Die katholische? Orthodoxe? Protestantische? Evangelikale? Oder sprichst du von den echten Christen – jenen, die mit dem Heiligen Geist versiegelt sind, wie es die Bibel beschreibt? Die Glieder Jesu sind? Die echte Kirche?
Zwischen „Kirche“ als Institution und lebendigem Glauben gibt es einen großen Unterschied. Die Kirche als Institution braucht es nicht.
5) „Religion ist nur ein Machtinstrument.“
Stimmt – viele falsche Religionen wurden und werden als Machtinstrument missbraucht. Aber was hat das mit dir zu tun? Und vor allem: Was hat das mit dem wahren Gott zu tun?
6) „Alle Religionen sprechen doch vom gleichen Gott.“
Wenn das so wäre – warum widersprechen sich dann die heiligen Schriften so grundlegend in ihrer Beschreibung Gottes?
Oft übernehmen Menschen einfach das christliche Gottesbild, ohne es zu merken, und wenden es dann pauschal auf alle Religionen an. Es lohnt sich, wirklich mal über den Tellerrand zu schauen und sich ehrlich mit den Unterschieden auseinanderzusetzen.
7) „Gott hat mir noch nie geholfen.“
Eine ernste Frage: Warum erwartest du das? Gehörst du zu ihm? Hast du eine Beziehung zu ihm? Warum sollte Gott wie ein Dienstleister agieren, der eingreift, wann du es willst? Vielleicht hilft er auf eine Weise, die du nicht erkennst – oder du hast ihn bisher gar nicht gesucht?
8) „Welcher Gott ist denn der richtige?“
Eine berechtigte Frage. Aber logisch betrachtet: Entweder sind alle Religionen falsch – oder nur eine ist richtig.
Alle gleichzeitig können sie nicht wahr sein, wenn sie sich in zentralen Punkten widersprechen.
9)"Warum lässt Gott das böse zu?"
Wieviel Zeit hast du würde ich fragen? Spontan aus folgenden Gründen: Aus Gnade, Aus Fairness und aus Rache.
Fazit
Statt das Gespräch an diesem Punkt mit offenen Fragen zu beenden, lade ich dich ein, auf dieser Seite weiterzulesen. Hier kannst du den Gott der Bibel kennenlernen – nicht eine Kirche, keine bestimmte Gemeinde oder Sekte, sondern deinen Schöpfer.
Nur du und er. Viele Fragen, die beim Stammtisch offenbleiben, finden hier eine Antwort. Versprochen.