Sex ist die wahre Ehe und warum Scheidung Sünde ist


Und immer lockt das Weib

Als Mann stellt sich oft die Frage, warum die Anziehung zu anderen Frauen so stark ist, selbst wenn man in einer festen Beziehung oder Ehe lebt. Dieser Drang ist ein universelles Thema für heterosexuelle Männer. Der Film "Und immer lockt das Weib" aus den 1950er Jahren thematisiert diese Anziehungskraft, die tief in der menschlichen Natur verankert zu sein scheint.

Doch als Christ wird man sich dieser Tatsache besonders bewusst, da die Bibel in mehreren Stellen vor Ehebruch und Unzucht warnt. Sexualität außerhalb der Ehe wird in der Bibel klar als Sünde bezeichnet. Hier einige relevante Bibelverse, die dieses Thema ansprechen:

„Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen! Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“

(Matthäus 5,27-28)

„Du sollst nicht ehebrechen!“

(2. Mose 20,14)

„Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch begeht, bleibt außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen Leib. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott mit eurem Leib!“

(1. Korinther 6,18-20)

„Die Ehe soll bei allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett unbefleckt; denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten.“

(Hebräer 13,4)

„Wer aber mit einer Frau die Ehe bricht, der ist ohne Verstand; er richtet seine eigene Seele zugrunde.“

(Sprüche 6,32)

„Dein Quell sei gesegnet, und freue dich an der Frau deiner Jugend, der liebreizenden Hirschkuh, der anmutigen Gämse! Ihre Brüste mögen dich allezeit berauschen, und von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein! Warum aber, mein Sohn, willst du dich von einer Fremden entzücken lassen und den Busen der Unbekannten umarmen?“

(Sprüche 5,18-20)

„Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen, Neidereien, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen; von denen ich euch im Voraus sage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“ (Galater 5,19-21)

„Sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“

(Jakobus 1,14-15)

„Und es geschah, als David sich eines Abends von seinem Lager erhob und auf dem Dach des königlichen Hauses umherging, da sah er vom Dach aus eine Frau, die sich badete; und die Frau war von sehr schöner Gestalt. Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau; und man sagte: Es ist Bathseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hetiters. Da sandte David Boten hin und ließ sie holen. Und als sie zu ihm kam, wohnte er ihr bei.“

(2. Samuel 11,2-4)

„Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal unter euch erwähnt werden, wie es den Heiligen geziemt.“

(Epheser 5,3)


Aber nicht nur die Unzucht ist eine Sünde, sondern auch die Scheidung!

„Denn ich hasse die Ehescheidung, spricht der Herr, der Gott Israels, und dass man sein Gewand mit Gewalt bedeckt, spricht der Herr der Heerscharen. So hütet euch in eurem Geist und handelt nicht treulos!“ Maleachi 2,16

„So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“ 

(Matthäus 19,6)

„Er spricht zu ihnen: Mose hat euch wegen eurer Herzenshärte gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang aber ist es nicht so gewesen. Ich sage euch aber: Wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Entlassene heiratet, der bricht die Ehe.“ 

(Matthäus 19,8-9)

„Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“ 

(Markus 10,9)

„Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass die Frau sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen soll; wenn sie sich aber auch scheidet, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit ihrem Mann, und dass der Mann seine Frau nicht entlassen soll.“ 1. Korinther 7,10-11

„Jeder, der sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet, bricht die Ehe; und jeder, der eine Geschiedene heiratet, bricht die Ehe.“ 

(Lukas 16,18)

„Denn die verheiratete Frau ist gesetzlich an ihren Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie vom Gesetz des Mannes frei. Wenn sie sich nun, während der Mann lebt, einem anderen Mann verbindet, wird sie eine Ehebrecherin genannt; wenn aber der Mann stirbt, ist sie frei vom Gesetz, sodass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie einem anderen Mann angehört.“ 

(Römer 7,2-3)


Eine ernste Sache!

Für Gott ist die Sache also sehr ernst. Keine Unzucht, Kein Ehebruch, keine Scheidung. Ja sogar das Begehren einer anderen Frau scheint schon verboten zu sein. Und das Heiraten einer geschiedenen Person gilt als Ehebruch.


Um die Verwirrung noch komplett zu machen verlangt Gott dass wir uns vermehren, es ist sogar das allererste Gebot, das Gott den Menschen gab

„Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!“

(1. Mose 1,28)

„Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde!“

(1. Mose 9,1)

„Ihr aber, seid fruchtbar und mehret euch; wimmelt auf der Erde und mehret euch auf ihr!“

(1. Mose 9,7)


Wirklich unfair

Aus menschlicher Sicht scheint dies wirklich unfair. Ohne Sexualtrieb, ohne sexuelle Erregung kann sich der Mensch ja gar nicht vermehren. Ohne sexuelle Anziehung finden Mann und Frau gar nicht erst zueinander. Auf Basis dieses Triebes begeht der Mensch Ehebruch, hat vorehelichen Sex oder begehrt, wie oben beschrieben, mehr Frauen, als ihm erlaubt sind. Und der Trieb ist stark, nicht wahr?

Die Welt tut dazu noch ihr Übriges. Laut ihr sind wir ja nur Tiere, unseren Trieben genauso unterworfen wie sie. Der Mensch sei nicht für eine monogame Beziehung geschaffen. Der Mann wolle seinen Samen, seine Gene an möglichst viele Frauen weitergeben. Der Mensch will sich fortpflanzen – das machen schließlich die Affen auch. Alle mit allen! Sex ist gesund „Tu es!“, sagt die Welt.

Aber Gott ist offensichtlich anderer Meinung. In seinen Augen ist es Sünde. Und immer, wenn etwas in der Bibel als Sünde bezeichnet wird, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass dieses Verhalten im ursprünglichen Schöpfungsplan nicht vorgesehen war.

Das ist ein ganz wichtiges Prinzip: Die Sünde zeigt uns, was in dieser gefallenen, pervertierten Welt falsch läuft. Sünde ist in erster Linie nicht einfach nur ein Fehlverhalten, das Gott nicht passt und böse ist, sondern ein Hinweis darauf, dass etwas außerhalb der von ihm geschaffenen Ordnung liegt.

Dieses Verständnis über die Sünde ist entscheidend, um sie nicht zu begehen. Solange der Christ am weltlichen Narrativ festhält, wird ein Teil in ihm immer sagen: „Tu es!“. 

Die Welt rechtfertigt vieles, was im Widerspruch zu Gottes Geboten steht, und stellt es als natürlich oder sogar gesund dar. Doch der Schlüssel liegt darin, zu erkennen, dass die Sünde nicht eine Einschränkung ist, die Gott auferlegt, sondern ein Zeichen dafür, dass etwas nicht im Einklang mit seinem ursprünglichen Plan steht.

Wenn wir die Sünde als das begreifen, was sie wirklich ist – eine Verzerrung der Schöpfungsordnung – dann verlieren die Verlockungen der Welt an Kraft und offenbaren sich als das, was sie wirklich sind: trügerische Versuchungen, die kurzfristige Befriedigung bieten, aber langfristig zu Leere, Zerstörung und Entfremdung von Gott führen.

Schauen wir uns also an, was die ursprüngliche Idee der Beziehung zwischen Mann und Frau war.


Die Ehe in der Bibel und das Fehlen von Formalitäten

Bemerkenswert ist, dass die Bibel keine spezifischen Vorschriften oder Rituale für den Akt der Hochzeit beschreibt, wie wir sie heute kennen. Es gibt keine Bibelstellen, die die genauen Formalitäten festlegen, ab wann Mann und Frau als verheiratet gelten.

Der Bund der Ehe ist in der Bibel zwar erwähnt, doch es wird nirgends klar definiert, wie genau dieser Bund geschlossen wird. In der Geschichte von Adam und Eva sehen wir, dass ihre Vereinigung durch Gott selbst initiiert wurde, ohne formale Rituale oder Zeremonien. 

Die Ehe ist daher in ihrer reinsten Form ein göttlicher Akt, in dem Mann und Frau durch die sexuelle Vereinigung zu „einem Fleisch“ werden.

Die biblische Erzählung von Adam und Eva symbolisiert die ursprüngliche Einheit von Leib und Seele, in der die sexuelle Vereinigung als Ausdruck dieser heiligen Ganzheit und als die wahre, gottgewollte Ehe.

Mit dem Sündenfall ging diese Einheit verloren, und das Verlangen nach anderen Sexualpartnern widerspricht der göttlichen Ordnung.

Paulus warnt daher in seinen Schriften ausdrücklich vor der Vereinigung mit einer Hure, da dies den spirituellen Wert der Sexualität verfehlt und die Trennung von Leib und Seele weiter vertieft.


Die Einheit von Leib und Seele vor dem Sündenfall

In der Schöpfungsgeschichte wird beschrieben, wie Gott den Menschen als Einheit von Leib und Seele (Ein Fleisch) erschaffen hat. Adam und Eva lebten im Garten Eden in einem Zustand völliger Harmonie, sowohl miteinander als auch mit Gott. Die sexuelle Vereinigung in dieser Zeit symbolisierte diese ungeteilte Ganzheit. Die ursprüngliche Ehe.

"Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein." (1. Mose 2,24)

In dieser Passage wird die göttliche Ordnung der Ehe und der sexuellen Vereinigung deutlich. Die Phrase „ein Fleisch sein“ zeigt, dass Sexualität in Gottes Schöpfungsordnung nicht nur eine körperliche Handlung ist, sondern eine tiefe, untrennbare Verbindung von Körper und Seele zwischen Mann und Frau. Sie ist mehr als ein körperlicher Akt – sie spiegelt das Ideal wider, dass Mann und Frau als Einheit geschaffen wurden.

Da die Frau aus dem Mann erschaffen wurde, sind sie nur komplett wenn sie zusammen sind, sie ergänzen sich.

"Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.

Und Gott der HERR bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen."

(Genesis 2:21)


Die Hochzeit von Isaak und Rebekka

Da führte sie Isaak in das Zelt seiner Mutter Sarah und nahm die Rebekka, und sie wurde seine Frau, und er gewann sie lieb.

(1.Mose 24:67)

Es ist klar, wie Rebekka Isaaks Frau wurde – durch den sexuellen Akt. Rebekka wurde in das Zelt geführt, um die Ehe zu initiieren. Keine Zeremonie, keine Verträge.


Der Sündenfall und die Entfremdung

Vor dem Sündenfall waren Adam und Eva im Reinen mit ihrer Sexualität und ihren Körpern. Sie lebten die wahre, gottgewollte Ehe. Zwei sündenlose Wesen die durch die sexuelle Vereinigung vor Gott einen Bund eingegangen sind:

«Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.»

(Genesis 2:25)

Mit dem Sündenfall kam es zur tiefen Entfremdung von dieser Ganzheit. Die Scham, die Adam und Eva nach dem Essen der verbotenen Frucht empfanden, deutet darauf hin, dass die Beziehung zu ihrem eigenen Körper und zueinander gestört wurde. Was zuvor als heilig und unbefangen erlebt wurde, wurde nun von Schuld und Scham überschattet:

"Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze." (1. Mose 3,7)

Diese Stelle symbolisiert, dass die ursprüngliche Reinheit und Unschuld, die auch die Sexualität umfasste, nun durch den Sündenfall zerstört wurde. Die Einheit von Leib und Seele wurde durch das Bewusstsein der Nacktheit und Scham unterbrochen. Sexualität, die zuvor ein direkter Ausdruck dieser Ganzheit war, wurde nun problematisch.


Paulus' Warnung vor der sexuellen Unreinheit

Im Neuen Testament, insbesondere in den Schriften des Paulus, wird die Heiligkeit der sexuellen Vereinigung wieder aufgegriffen. Paulus warnt ausdrücklich davor, dass die sexuelle Vereinigung außerhalb der von Gott bestimmten Ordnung zu einer Entfremdung vom Körper und zur moralischen Zerstörung führt. Insbesondere warnt er vor der Vereinigung mit einer Hure, die den Leib, der für den Herrn bestimmt ist, entweiht:

"Oder wisst ihr nicht, dass, wer sich an die Hure hängt, ein Leib mit ihr ist? Denn es wird gesagt: ‚Die zwei werden ein Fleisch sein.‘ Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm."

(1. Korinther 6,16-17)

Diese Worte verdeutlichen die Bedeutung der sexuellen Vereinigung als etwas, das nicht leichtfertig oder ohne spirituelle Bedeutung gehandhabt werden darf. Paulus betont, dass der Mensch durch den sexuellen Akt „ein Fleisch“ wird, und dies unterstreicht die Tiefe der Verbindung, die über das Körperliche hinausgeht. Sexualität ist nicht nur eine körperliche Handlung, sondern ein heiliger Akt, der den ganzen Menschen betrifft – Leib und Seele.


Moderne Sexualität und die biblischen Wurzeln

In unserer modernen Gesellschaft wird Sexualität oft als etwas Eigenständiges betrachtet, das nicht notwendigerweise mit dem Geist oder der Seele verbunden ist. Die Verbindung zwischen Leib und Seele, die in der biblischen Vorstellung von Sexualität eine zentrale Rolle spielt, wird häufig übersehen oder als veraltet betrachtet.

Die Bibel jedoch zeigt uns, dass Sexualität ursprünglich als heiliger Ausdruck der tiefen Einheit zwischen Mann und Frau gedacht war – eine Einheit, die durch den Sündenfall in Schieflage geraten ist.

Paulus’ Warnung vor der Unzucht lässt sich vor diesem Hintergrund verstehen: Er erinnert daran, dass der Akt der Sexualität immer etwas Ganzheitliches ist und tiefere spirituelle Dimensionen hat.

Die moderne Trennung von Sexualität und Spiritualität führt zu einer Entfremdung, die letztlich den Menschen selbst beschädigt.

Sexualität, die nicht in der göttlichen Ordnung der Ehe verwurzelt ist, verfehlt ihren wahren Sinn und führt zu inneren Zerrissenheit, sowohl körperlich als auch seelisch.


Sünde verstehen

Die Ehe von Adam und Eva ist wichtig, weil sie uns aufzeigt was ursprünglich Gottes Plan war.

Die Warnungen des Paulus und die Schilderung des Sündenfalls zeigen, dass das Verlangen nach anderen Sexualpartnern außerhalb dieser heiligen Vereinigung nie Teil der göttlichen Ordnung war, dass die Sexualität durch den Fall verdorben wurde und daher ihrer ursprünglichen, heiligen Bestimmung entfremdet ist.

Der von Gott ursprünglich vorgesehene Zustand der Sexualität war eine reine, monogame Verbindung zwischen Mann und Frau, in der der Sexualtrieb auf die Einheit und Treue innerhalb dieser Beziehung ausgerichtet war. 

Der Sündenfall hat jedoch die menschliche Natur verzerrt, sodass der Sexualtrieb nicht mehr ausschließlich auf den einen Partner fokussiert ist, sondern sich in einem ungeordneten Begehren äußert, das schließlich zum Ehebruch führen kann. Ehebruch wird als Sünde bewertet, weil er die heilige Einheit von Leib und Seele zerstört, die in der Ehe verwirklicht werden soll.

Die Ehe ist mehr als ein sozialer Vertrag – sie ist ein Bund, der auf göttlicher Einheit beruht, in dem Mann und Frau ein Fleisch werden.


Verstehen was passiert, warum eine Zeremonie doch wichtig ist

Man lernt sich kennen, man mag sich, man verliebt sich. Man küsst sich. Sexuelle Lust entsteht. Das kann man als biologischen Ablauf betrachten.

Als Christ und Christin muss man jetzt eine Entscheidung treffen. Denn es geht nicht um das Körperliche, sondern um das Spirituelle.

Es geht darum, dass man versteht, dass durch den sexuellen Akt die Ehe im geistlichen Raum initiiert wird – ein spirituelles Band, das von Gott geschaffen wird.

Das gibt der Sexualität auf einmal eine ganz andere Dimension, nicht wahr? Auch hier haben die alten Kirchen wieder ganze Arbeit geleistet, um die Ehe zu verzerren: „Wenn du nicht heiratest und vorehelichen Geschlechtsverkehr hast, dann ist das Sünde!“

Wie man sieht, geht es gar nicht um die Zeremonie. Es geht um nichts Geringeres als um ein Seelenband zwischen Mann und Frau, das von Gott initiiert wird.

Und das ist eine große Entscheidung, nicht? Dieses Seelenband ist stark, und darum ist auch die erste Trennung zwischen Mann und Frau, die Geschlechtsverkehr hatten, die schlimmste.

Es geht nicht einfach darum, dass man vielleicht noch jung und naiv war und seine Gefühle nicht im Griff hatte. Es geht darum, dass der erste Geschlechtsverkehr ein Seelenband geschaffen hat. Und jede weitere sexuelle Beziehung zerstört diesen Mechanismus mehr und mehr, weil man mit jeder Person eine neue geistliche Bindung eingeht – und ein Stück ihrer geistigen Realität Teil der eigenen Realität wird.

Vor Gott war der erste Geschlechtsverkehr die Ehe. Ja, das klingt krass, oder? Mit dem ersten Menschen, mit dem man Geschlechtsverkehr hatte, war die eigentliche Ehe geschlossen.

Das war dein Ehemann oder deine Ehefrau!

Viele glauben, dass man im Alter wählerischer wird, was die Partnerwahl angeht. Aber warum sollte das so sein? Aus biblischer Sicht ist klar: Jedes Mal, wenn Geschlechtsverkehr stattfindet, wird ein neuer Bund initiiert.

In der spirituellen Welt gerät dadurch immer mehr durcheinander.

Die erste sexuelle Verbindung war wie eine perfekte, harmonische Mahlzeit eines 5-Sterne-Kochs – nämlich Gott. Darum war auch die erste Beziehung so intensiv.

Die erste Liebe wird ja in unserer gefallenen Gesellschaft verherrlicht: „Noch einmal so verliebt sein wie damals!“ Viele berichten, dass dieses Gefühl mit weiteren Beziehungen immer mehr verfliegt. Keine Beziehung war so intensiv wie die erste. Auch die Dauer des „Verliebtseins“ wird immer kürzer.

Zurück zur Koch-Analogie: Mit der Zeit kommen immer neue Zutaten zur ursprünglich perfekten Mahlzeit hinzu – Zutaten, die es gar nicht braucht. Plötzlich kommt Ketchup aufs Gericht, dann noch ein paar Gummibärchen, und am Ende vielleicht noch ein bisschen Seetang.

Die Fähigkeit zu wahrer Beziehung und echter Sexualität wird so immer mehr zerstört.

Der gefallene Mensch wird nicht reifer und wählerischer mit den Jahren, sondern immer mehr beschädigt durch die fortdauernde Sünde.


Für was die Zeremonie der Heiratens wichtig ist für wiedergeborene Christen

Die Zeremonie ist deshalb wichtig, weil sie die Willensäußerung zum spirituellen Bund symbolisiert – ein Band, das geistlich verbindet. Es geht nicht um „lieben und ehren“ oder um „in guten wie in schlechten Zeiten“, sondern um das Bewusstsein der geistlichen Tragweite, die mit der Eheschließung, dem sexuellen Akt initiiert wird.

Wenn man die wahre Ehe von dieser Seite betrachtet, dann ist die Zeremonie die heute so belächelt wird, extrem wichtig nicht?


Der sexuelle Trieb und der Sündenfall

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Sexualtrieb an sich keine Sünde ist. Gott hat ihn in den Menschen gelegt, um die sexuelle Vereinigung und Fortpflanzung zu ermöglichen. Doch durch den Sündenfall wurde dieser Trieb verzerrt. Was ursprünglich als Eheinitiation und reiner Ausdruck der Liebe und Bindung zwischen Mann und Frau gedacht war, wurde durch die Sünde zu einem oft ungeordneten, auf Selbstbefriedigung und Lust gerichteten Drang.

Die Bibel zeigt uns jedoch einen Weg zur Wiederherstellung dieser ursprünglichen Einheit. Durch den Glauben an Christus und die Erneuerung des Geistes können Männer und Frauen lernen, ihre Sexualität in einer Weise zu leben, die der ursprünglichen Schöpfungsordnung Gottes entspricht.

Wer – so wie ich – den sexuellen Akt ohne das Bewusstsein des geistlichen Bundes praktiziert und mehrere Geschlechtspartner gehabt hat, muss sich keine Sorgen machen. Das Blut Jesu wäscht auch von dieser Sünde rein. Es ist wie ein „Reset-Knopf“ für die geistliche Unordnung, die durch wechselnde Geschlechtspartner in das Leben gekommen ist.

Die christliche Ehe, die auf Treue und Liebe gegründet ist, bietet den Raum, in dem der Sexualtrieb wieder in die richtige Ordnung gebracht werden kann – eine exklusive, tiefe und verbindende Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau.

„Die Frau hat nicht Macht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann; ebenso hat auch der Mann nicht Macht über seinen eigenen Leib, sondern die Frau.“

(1. Korinther 7,4 – Schlachter 2000)

Dieser Vers zeigt, dass Sexualität in der Ehe auf gegenseitiger Hingabe basiert – nicht auf egoistischem Verlangen. Durch diese Hingabe kann der ursprüngliche Plan Gottes für die Sexualität wieder zu seiner vollen Bestimmung gelangen.

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