Schützt euch vor Verführer*innen, ihr Eheleute!


König Salomon warnte:

Sprüche 5,3-6:

„Denn die Lippen der Fremden fließen Honig, und ihr Mund ist glatter als Öl;

aber ihr Ende ist bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert.

Ihre Füße gehen ins Verderben, ihre Schritte führen in den Tod;

denn sie eilt niemandem nach, der in der Unterwelt bleibt.“


Die unendliche Geschichte

Er war kein außergewöhnlicher Mann – aber ein verlässlicher. Einer, der morgens aufstand, Verantwortung trug, Rechnungen bezahlte, seine Kinder ins Bett brachte und seiner Frau treu zur Seite stand. Er liebte seine Familie. Er strahlte Stabilität aus. Sicherheit. Ruhe. Genau das machte ihn attraktiv.

Und genau das zog sie an.

Sie hätte sich niemals für einen Verlierer interessiert. Ein Mann ohne Halt, ohne Ordnung, ohne Richtung – was hätte sie mit ihm anfangen sollen? Nein, sie suchte den, der fest im Leben stand. Den, der etwas aufgebaut hatte. Den, der Substanz hatte. Seine Stabilität war wie ein Magnet für sie.

Sie wusste, wie sie wirken musste. Ihr Aussehen war ihr Kapital, ihre Selbstsicherheit ihre Maske. Sie spiegelte ihm Bewunderung, ließ ihn sich besonders fühlen. Und er – geblendet – verwechselte Begehren mit Bedeutung.

Was er nicht sah: Hinter der Fassade war sie selbst leer. Sie konnte keine Beziehung führen, weil sie keine innere Stabilität besaß. Sie konnte nur erobern, nicht bewahren. Nur nehmen, nicht tragen.

Als die Affäre aufflog, zerbrach alles. Seine Frau ließ sich scheiden. Nicht aus Wut allein, sondern aus tiefer Verletztheit. Das Vertrauen war zerstört. Die Kinder sahen ihn nicht mehr mit denselben Augen. Das Urvertrauen, das ein Vater eigentlich niemals brechen sollte, war erschüttert.

Der Vater, der so viel Gehorsam und gutes Benehmen von ihnen eingefordert hatte, war auf einmal nicht mehr glaubhaft.

Er verlor sein Zuhause. Wegen der Alimente musste er in eine kleine Wohnung ziehen – nüchtern, still, ohne das Lachen seiner Kinder in den Wänden. Jeder Raum erinnerte ihn daran, was er für einen kurzen Rausch aufgegeben hatte.

Und sie?

Sie blieb nicht. Sie konnte gar nicht bleiben. Denn sobald der stabile Mann gefallen war, verlor er für sie seinen Reiz. Ein gebrochener Mann am Existenzminimum ist kein Magnet mehr. Also zog sie weiter – auf der Suche nach dem Nächsten, der noch stark stand.

Vielleicht in der Hoffnung, irgendwann doch Sicherheit zu finden. Vielleicht in der Verdrängung der Wahrheit, dass sie selbst auf einem Weg war, der ins Leere führte. Ins Dunkle. Schritt für Schritt in ihre eigene innere „Unterwelt“.

Er aber blieb zurück – mit der bitteren Erkenntnis, dass gerade das, was ihn attraktiv gemacht hatte – seine Stabilität, seine Verantwortung, seine Stärke – genau das war, was er selbst zerstört hatte.


„Die Weisheit bewahre dich vor der fremden Frau, vor der Unbekannten, die glatte Worte führt.“

(Sprüche 2,16)

„Kann jemand Feuer in seinem Gewand tragen, ohne dass seine Kleider verbrannt werden?“

(Sprüche 6,27)

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