Welche Bibel hätten's den gern?
Ein grosses Problem im heutigen Christentum sind die verschiedenen Bibeln. Und die Frage welche die Richtige Übersetzung ist, ist berechtigt.
Heute, mit Hilfe des Internets ist jeder ein selbsternannter Sprachspezialst für Hebräisch, Aramäisch und Griechisch:“ Ja aber das Wort XY kann auch das heissen!“
Ich habe mal eine Video gesehen, da hat einer die komplette Geschichte von Kain und Abel im Buch Genesis so umgeschrieben, dass sie ins Verschwörungsnarrativ der Reptilienmenschen und Schlangennachkommenschaft(Serpent Seed Theorie) passte. Anhand eines Sprachprogramms schaute er was die Wortbedeutung im hebräischen war und pickte sich das heraus was in sein Narrativ passte. Hebräische Wörter können Teils über 10 verschiedene Bedeutungen haben.
Um das Problem noch schlimmer zu machen, sind viele der Manuskripte, die zur Übersetzung diverser Bibeln dienten nicht mehr vorhanden.
Was sind Manuskripte?
Manuskripte der Bibel sind Kopien der ursprünglichen Schriften, die nicht mehr existieren. Und selbst viele Manuskripte existieren nicht mehr. Diese Tatsache allein mag manchen irritieren, doch es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die Entstehungsgeschichte der Bibel zu werfen, um ihre Einzigartigkeit zu verstehen.
Die Bibel ist nicht einfach nur ein Buch; sie ist eine Sammlung von 66 Büchern, die über einen Zeitraum von etwa 1.500 Jahren von mehr als 40 unterschiedlichen Autoren verfasst wurden. Diese Autoren lebten in verschiedenen Jahrhunderten, oft weit voneinander entfernt, und doch greifen ihre Schriften nahtlos ineinander. Sie umfassen Prophetien, Chroniken, Lieder, Briefe und Evangelien. Diese Vielzahl an Querverweisen – allein im Neuen Testament gibt es über 300 Verweise auf das Alte Testament – macht die Bibel zu einem Werk, das seinesgleichen sucht. Kein anderes Buch in der Menschheitsgeschichte ist in dieser Hinsicht vergleichbar.
Das «Problem» ist auch in anderen Religionen bekannt. Zum Beispiel gibt es auch vom Koran keine erhaltene Urschrift mehr.
Das Alte und das Neue Testament
Die Bibel besteht aus zwei großen Teilen: dem Alten Testament, das die heiligen Schriften des ursprünglichen Judentums enthält, und dem Neuen Testament, welches die Grundlage des christlichen Glaubens bildet. Zusammen bilden sie die Heilige Schrift.
Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass das Alte Testament, aus christlicher Sicht, ohne das Neue Testament unvollständig bleibt. Denn die Schriften des ursprünglichen Judentums enthalten hunderte von Prophezeiungen, die sich auf Jesus Christus, den verheißenen Messias, beziehen. Diese erfüllen sich im Neuen Testament. Deshalb sieht das Christentum die Bibel als untrennbare Einheit aus dem Alten und Neuen Testament.
Es gibt jedoch eine wichtige Unterscheidung: Aus christlicher Sicht gibt es keine „jüdische Bibel“ in dem Sinne, wie das heutige Judentum sie versteht. Die biblischen Texte des Alten Testaments beziehen sich auf Jesus als den Messias. Das heutige Judentum jedoch lehnt ihn ab. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie das Christentum das moderne Judentum betrachtet, findet Antworten im Kapitel „Der wahre Jude und die Synagoge des Satans“.
Die Bewahrung von Gottes Wort
Die Bibel selbst erhebt einen außergewöhnlichen Anspruch: Sie behauptet, dass Gottes Wort über alle Generationen hinweg bewahrt bleibt – bis ans Ende der Zeit. Das ist ein zentraler Punkt, der Glauben fordert und zugleich Zuversicht schenkt. Hier einige Bibelstellen aus der Schlachterbibel, die dies verdeutlichen:
Psalm 12,7: „Die Worte des Herrn sind reine Worte, Silber, im Schmelztiegel geläutert, gereinigt siebenmal. Du, o Herr, wirst sie bewahren, du wirst uns behüten vor diesem Geschlecht ewiglich.“
Psalm 119,140: „Dein Wort ist ganz geläutert, und dein Knecht hat es lieb.“
Jesaja 55,11: „So soll das Wort, das aus meinem Mund hervorgeht, auch sein: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“
1. Petrus 1,25: „Aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit. Das ist aber das Wort, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist.“
Matthäus 5,18: „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Jota oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“
Matthäus 24,35: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“
Jesaja 40,8: „Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.“
Psalm 119,89: „Auf ewig, o Herr, steht dein Wort fest in den Himmeln.“
Diese Aussagen sind nicht bloße Behauptungen, sondern eine Verheißung an all jene, die Gottes Wort vertrauen. Gott selbst hat sein Wort bewahrt, unverändert und rein, wie Silber, das siebenmal geläutert wurde (Psalm 12,7).
Was bedeutet das für uns heute?
Für Christen ergibt sich daraus eine klare Gewissheit: Gottes Wort existiert in seiner ganzen Fülle und ist in den gängigsten Sprachen der Welt zugänglich. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, die Botschaft der Bibel zu hören, die Wahrheit zu erkennen und Jesus Christus als seinen Erlöser anzunehmen.
Die Bibel ist mehr als ein Buch – sie ist das bewahrte und unveränderliche Wort Gottes, das durch alle Generationen hindurch Bestand hat. Für Gläubige ist sie ein unerschöpflicher Schatz an Weisheit, Ermutigung und Wahrheit.
Doch welche Bibelübersetzung ist nun die richtige? Und was ist, wenn ich eine Übersetzung lese, die unvollständig ist oder schlecht übersetzt wurde?
In einem anderen Artikel habe ich bereits erwähnt, dass der grundlegende Glaube an den Sohn Gottes ausreicht, um gerettet zu werden. Das ist die Wahrheit. Ein Evangelium genügt, um das Heil zu erlangen.
Wenn du von Herzen glauben kannst, dass Jesus der Sohn Gottes ist – dass Gott Mensch wurde, um uns zu lehren, und am Kreuz starb, um die Welt und damit auch dich zu erlösen –, und wenn du glaubst, dass er nach drei Tagen auferstanden ist und nun zur Rechten des Vaters sitzt, dann bist du gerettet.
Der aufrichtige Glaube an Jesus Christus rettet, wie es in Römer 10,9 (Schlachterbibel) geschrieben steht:
„Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“
Der Kanon des Alten Testaments war im Judentum im 1. Jahrhundert n. Chr. etabliert. Der Kanon des Neuen Testaments wurde zwischen dem 4. und 5. Jahrhundert in der westlichen Kirche weitgehend abgeschlossen. Dieser Konsens entstand durch den Gebrauch der Schriften in der Liturgie sowie durch die Entscheidungen kirchlicher Konzile.
Die Bibel, wie wir sie heute kennen, ist also ein einzigartiges und unvergleichliches Buch. Doch wie bereits erwähnt, rettet der ehrliche, einfache Glaube an Jesus, selbst wenn man nicht alle Schriften besitzt oder kennt. Die Apostelgeschichte zeigt dies deutlich:
„Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Und noch mit vielen anderen Worten gab er Zeugnis und ermahnte und sprach: Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3 000 Seelen hinzugetan.“
(Apostelgeschichte 2,38–41, Schlachter 2000)
Zur Zeit der Apostel gab es keine Bibel. Dennoch wurden 3000 Seelen durch den einfachen Aufruf an Jesus Christus zu glauben, gerettet.
Natürlich wäre der christliche Glaube ohne das vollständige Wort Gottes weniger tief und weniger klar verständlich.
Also bleibt die Frage: Welche Bibel ist das vollständige, autorisierte Wort Gottes auf Deutsch? Welche Überlieferungstradition ist die richtige? Im deutschen Sprachraum ist es ganz klar die Schlachter Bibel 2000, die auf dem Textus Receptus und dem Masoretischem Text basiert. Ich werde zuerst aufzeigen um was es bei der Diskussion der verschiedenen Texttraditionen geht. Viele plappern einfach nach ohne zu wissen was verschiedene Begriffe eigentlich bedeuten.
Bevor ich auf die verschiedenen Texttraditionen eingehe möchte ich aber noch kurz etwas allgemein über Bibeln sagen:
Bis auf ein zwei Ausnahmen kann jede Bibel gelesen werden und jede dieser Bibeln hat das Potential Menschen zu retten. Aber wer wirklich das komplette Wort Gottes möchte sollte die Schlachter 2000 lesen.
Der Masoretische Text (Altes Testament)
Der Masoretische Text (MT) ist die von den Juden anerkannte maßgebliche hebräische und aramäische Version des Alten Testaments. Zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert n. Chr. wurde er von jüdischen Gelehrten, den Masoreten, standardisiert, um die traditionelle Lesung und Aussprache der hebräischen Schriften zu bewahren und die Authentizität der Überlieferung zu sichern.
Typisch für den Masoretischen Text sind die hinzugefügten Vokalzeichen, Akzente und Randnotizen, die als Masora bekannt sind. Diese Ergänzungen dienen dazu, die Bedeutung und die Lesart des ursprünglichen Konsonantentextes eindeutig zu klären. Dank der akribischen Arbeit der Masoreten gilt der Text als äußerst präzise und zuverlässig.
Der Masoretische Text bildet bis heute die Grundlage für die meisten protestantischen Bibelübersetzungen, darunter die King James Bible und die Schlachter 2000. Er unterscheidet sich jedoch in einigen Aspekten von anderen alten Textquellen, wie der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Alten Testaments.
Trotz dieser Unterschiede bleibt der Masoretische Text die von der jüdischen Tradition anerkannte und sorgfältig bewahrte Version der hebräischen Bibel.
Textus Receptus (TR)
Der Textus Receptus (TR) war über Jahrhunderte die Grundlage für bedeutende Bibelübersetzungen, darunter die Lutherbibel, die King James Bible (KJV) und die Schlachterbibel. Er basiert auf der byzantinischen Textfamilie, die in der kirchlichen Geschichte weit verbreitet war und eng mit der orthodoxen Tradition verbunden ist. Diese Kontinuität zeigt, dass der TR in der Kirche zuverlässig bewahrt und überliefert wurde, da er die Texte widerspiegelt, die in der Liturgie, im Unterricht und im täglichen Leben der Gläubigen tatsächlich genutzt wurden.
Im Gegensatz dazu spielen Manuskripte wie der Codex Sinaiticus oder der Codex Vaticanus, die als Grundlage moderner kritischer Texte (z. B. Nestle-Aland oder Westcott-Hort) dienen, in der kirchlichen Praxis keine wesentliche Rolle. Diese Manuskripte weisen nachweislich gravierende Mängel auf:
Beide enthalten zahlreiche Auslassungen und Varianten, die zentrale biblische Lehren betreffen. Ein Beispiel ist die Auferstehung (Markus 16:9–20), deren abschließende Verse in diesen Manuskripten fehlen, sowie die Erzählung von der Vergebung der Ehebrecherin (Johannes 7:53–8:11). Diese Passagen haben eine lange Tradition in der kirchlichen Überlieferung und sind in der byzantinischen Textfamilie enthalten.
Der Codex Sinaiticus ist besonders problematisch: Er weist über 23.000 Korrekturen auf, die im Laufe der Jahrhunderte vorgenommen wurden, was seine Zuverlässigkeit stark infrage stellt.
Der Codex Sinaiticus wurde unter fragwürdigen Umständen in einem Klostermüllkorb im Katharinenkloster auf dem Berg Sinai entdeckt. Es gibt Berichte, dass ein anwesender Mönch bei der Entdeckung des Codex erklärte, dass es sich nicht um heilige Schriften handele. Diese Umstände werfen die Frage auf, warum das Manuskript, das tatsächlich als autoritativ angesehen worden wäre, nicht besser aufbewahrt wurde, sondern anscheinend so unbeachtet und ohne besondere Pflege in einem Müllkorb landete. Die Entdeckung unter solchen Bedingungen lässt Zweifel an der einstigen Wertschätzung und Bewahrung des Codex aufkommen.
Der Codex Vaticanus wurde jahrhundertelang ignoriert, was ebenfalls darauf hindeutet, dass er für die kirchliche Praxis als unbedeutend angesehen wurde. Seine lange Zeit der Vernachlässigung und die Abweichungen vom byzantinischen Text werfen Zweifel an seiner Autorität auf.
Die byzantinische Textfamilie, auf der der Textus Receptus beruht, hat hingegen eine bewährte Verbindung zur kirchlichen Tradition und wurde über viele Jahrhunderte hinweg in der Praxis der Kirche verwendet. Der TR wird daher von vielen als die authentischste Grundlage für das Neue Testament angesehen, da er nicht nur die überlieferte kirchliche Praxis widerspiegelt, sondern auch in seiner Präzision und Einheitlichkeit überzeugt.
Die Tatsache, dass die modernen kritischen Texte sich stark auf Manuskripte stützen, die offensichtlich fehlerhaft und unvollständig sind, hat zur anhaltenden Debatte geführt, ob sie den ursprünglichen Text des Neuen Testaments wirklich akkurat wiedergeben. Für viele traditionsbewusste Christen bleibt der Textus Receptus deshalb die bevorzugte Grundlage für die Heilige Schrift.
Der Begriff «Kritischer Text» erklärt
Die modernen kritischen Texte des Neuen Testaments, wie sie von Westcott-Hort und Nestle-Aland erstellt wurden, basieren auf der Analyse zahlreicher alter Manuskripte, insbesondere Codices wie dem Codex Sinaiticus und dem Codex Vaticanus. Diese Texte sind keine direkten Abschriften eines einzigen Manuskripts, sondern vielmehr Rekonstruktionen, die durch den Vergleich und die Auswahl verschiedener Lesarten entstehen.
Die Herausgeber sammelten Manuskripte aus unterschiedlichen Traditionen (z. B. alexandrinisch und byzantinisch) und bewerteten ihre Varianten nach textkritischen Prinzipien, wie der Schwierigkeit oder Kürze eines Textes. Ziel war es, die ursprüngliche Form des griechischen Neuen Testaments so genau wie möglich wiederherzustellen. Dabei griffen sie vor allem auf ältere Manuskripte zurück, die näher an der Entstehungszeit der Originaltexte liegen, während der Textus Receptus auf späteren, mittelalterlichen Manuskripten beruht.
Durch diese Methode schufen sie quasi "neue Codices" – eine vereinheitlichte Fassung, die auf der Kombination und Beurteilung der vorhandenen Quellen basiert. Diese kritischen Texte dienen als Grundlage für viele moderne Bibelübersetzungen und unterscheiden sich in manchen Lesarten deutlich von der Tradition des Textus Receptus, der vor allem in der King-James-Bibel verwendet wurde.
Kritik am «Kritischen Text»
Die modernen kritischen Texte des griechischen Neuen Testaments basieren auf der Auswahl und Kombination verschiedener Lesarten aus unterschiedlichen Manuskripten. Im Gegensatz dazu nutzen Bibeln wie die King-James-Bibel Codices, die über Jahrhunderte hinweg in der kirchlichen Tradition überliefert wurden.
Durch die Einbeziehung von Manuskripten wie dem Codex Sinaiticus und dem Codex Vaticanus, die teils fragmentarisch oder widersprüchlich sind, entsteht ein hypothetischer Text, der von der traditionellen Überlieferung abweicht. Dieses Vorgehen weicht von der bewährten Praxis ab, auf überlieferte und weitverbreitete Codices zu vertrauen. Dieses Vorgehen brachte grosse Unsicherheiten in die christliche Gemeinschaft, welche bis heute gespalten ist, wenn es um die Frage der wahren Bibel geht.
Es ist klar warum das passiert ist:
Mose 3,1:
"Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?"
Codex Sinaiticus und Vaticanus erklärt
Sowohl der Codex Sinaiticus als auch der Codex Vaticanus enthalten sowohl das Alte als auch das Neue Testament, jedoch gibt es einige Unterschiede hinsichtlich ihrer Inhalte und Texttraditionen. Der Codex Sinaiticus ist ein vollständiges Manuskript der Bibel, das das Alte Testament in der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des hebräischen Alten Testaments, und das gesamte Neue Testament umfasst.
Das Alte Testament im Codex Sinaiticus basiert also auf der Septuaginta, die in der frühen Kirche weit verbreitet war. Zusätzlich enthält der Codex Sinaiticus auch die Apokryphen, Bücher, die in der jüdischen Tradition nicht als kanonisch anerkannt werden, aber in der katholischen Kirche als Teil des Alten Testaments betrachtet werden, wie zum Beispiel Tobit, Judith und die Makkabäerbücher.
Das Neue Testament im Codex Sinaiticus umfasst die gesamte Sammlung der 27 Bücher des Neuen Testaments.
Im Gegensatz dazu enthält der Codex Vaticanus ebenfalls das Alte Testament in der Septuaginta und das Neue Testament. Jedoch enthält der Codex Vaticanus im Vergleich zum Codex Sinaiticus weniger Apokryphen – einige Apokryphenbücher fehlen.
Das Neue Testament im Codex Vaticanus ist nahezu vollständig, jedoch fehlen in diesem Manuskript die letzten Teile des Neuen Testaments, einschließlich des Buches der Offenbarung sowie einiger abschließender Briefe, wie 1. und 2. Timotheus und Titus.
Zusammengefasst umfassen beide Manuskripte, der Codex Sinaiticus und der Codex Vaticanus, sowohl das Alte als auch das Neue Testament. Der Codex Sinaiticus ist vollständiger, da er auch Apokryphen enthält und das gesamte Neue Testament umfasst. Der Codex Vaticanus hingegen enthält weniger Apokryphen und einige Teile des Neuen Testaments fehlen, insbesondere das Buch der Offenbarung.
Beide Manuskripte basieren auf der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Alten Testaments.
Septuaginta: Eine schlechte Übersetzung die nur aus Tradition beibehalten wurde
Die Septuaginta (abgekürzt: LXX) ist die älteste erhaltene griechische Übersetzung des Alten Testaments und entstand im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr., hauptsächlich in Alexandria, Ägypten. Ihr Name, der "Siebzig" bedeutet, leitet sich von der Überlieferung ab, dass 70 oder 72 jüdische Gelehrte diese Übersetzung angefertigt hätten.
Ursprünglich sollte sie den Bedürfnissen der griechischsprachigen jüdischen Gemeinden außerhalb Israels dienen, die den hebräischen Text nicht mehr verstehen konnten. Doch trotz ihrer historischen Bedeutung weist die Septuaginta erhebliche Mängel auf, die ihre Zuverlässigkeit und Genauigkeit als Übersetzung in Frage stellen.
Ein zentraler Kritikpunkt ist die häufige Abweichung vom hebräischen Text, insbesondere im Vergleich zum später standardisierten Masoretischen Text. Diese Unterschiede betreffen sowohl den Wortlaut als auch den Inhalt und sind in manchen Fällen so gravierend, dass sie die Bedeutung ganzer Passagen verändern. Es gibt zahlreiche Fälle, in denen Begriffe oder Konzepte falsch wiedergegeben oder willkürlich interpretiert wurden. Dies ist besonders problematisch, da die Septuaginta den griechischen Lesern einen verzerrten Eindruck von der ursprünglichen hebräischen Schrift vermitteln konnte.
Ein weiterer wesentlicher Mangel liegt in der sprachlichen und kulturellen Anpassung an den hellenistischen Kontext. Die Übersetzer der Septuaginta passten viele hebräische Begriffe an die griechische Kultur an, was dazu führte, dass bestimmte theologische Konzepte und Nuancen verloren gingen oder umgedeutet wurden. Diese Eingriffe führten dazu, dass die Übersetzung oft nicht mehr die ursprüngliche Absicht des Textes widerspiegelte. Solche Veränderungen sind nicht nur historisch bedeutsam, sondern werfen auch Zweifel auf die Zuverlässigkeit der Septuaginta als getreue Wiedergabe des hebräischen Alten Testaments.
Ein weiterer gravierender Mangel der Septuaginta ist die Aufnahme der Apokryphen, also Schriften, die von den jüdischen Gemeinden nie als heilige Schrift anerkannt wurden.
Diese Bücher, wie zum Beispiel Tobit, Judith und die Makkabäerbücher, enthalten nicht nur theologische Konzepte, die nicht mit dem kanonischen Alten Testament übereinstimmen, sondern wurden später von den Reformatoren und vielen protestantischen Kirchen als nicht inspiriert abgelehnt.
Dennoch hat die katholische Kirche diese Schriften in ihren Kanon aufgenommen und stellt sie über die jahrhundertealte jüdische Tradition, die die Apokryphen nicht als Teil der heiligen Schrift ansieht.
Diese Entscheidung, die Apokryphen in der Septuaginta zu belassen und als kanonisch zu betrachten, zeigt die klare Tendenz der katholischen Kirche, Tradition über den ursprünglichen hebräischen Text zu stellen, was die Authentizität und die theologische Integrität der Septuaginta weiter in Frage stellt.
Die theologische Verwendung der Septuaginta in der frühen christlichen Kirche verstärkte die Skepsis, insbesondere unter protestantischen Gelehrten wie den Übersetzern der King James Bible (KJV). Die KJV-Übersetzer bevorzugten den Masoretischen Text, da sie diesen als den ursprünglichen und unverfälschten Text ansahen.
Zum Schluss sei hier noch erwähnt, dass sich der «Kritische Text» ebenfalls auf die Septuaginta stützt. Was seine Glaubwürdigkeit noch mehr in Frage stellt.
Der Glaube an eine klare Überlieferungslinie
Was heisst das nun für Christen? Wie sollen sie mit der Thematik der verschiedenen Codices umgehen? – Mit Glauben. Und das ist wichtig!
Wir dürfen an folgende Verse glauben:
Psalm 12,7: „Die Worte des Herrn sind reine Worte, Silber, im Schmelztiegel geläutert, gereinigt siebenmal. Du, o Herr, wirst sie bewahren, du wirst uns behüten vor diesem Geschlecht ewiglich.“
Psalm 119,140: „Dein Wort ist ganz geläutert, und dein Knecht hat es lieb.“
Jesaja 55,11: „So soll das Wort, das aus meinem Mund hervorgeht, auch sein: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“
1. Petrus 1,25: „Aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit. Das ist aber das Wort, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist.“
Matthäus 5,18: „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Jota oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“
Matthäus 24,35: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“
Jesaja 40,8: „Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.“
Psalm 119,89: „Auf ewig, o Herr, steht dein Wort fest in den Himmeln.“
Echte Christen glauben nicht nur, dass die Bibel das Wort Gottes ist, sondern auch, dass Gott sein Wort über die Jahrtausende hinweg bewahrt hat – und dies in einer klaren, logischen Reihenfolge. Gott offenbart sein Wort nicht und ändert es dann.
Diese „Heilslinie“ seines Wortes wird im Textus Receptus sichtbar, nicht jedoch in anderen Codices.
Die Verbreitung von Gottes Wort war von Anfang an ein zentrales Anliegen der frühen Christenheit. In den ersten Jahrhunderten verbreiteten die Apostel und frühen Christen das Evangelium in den wichtigsten Sprachen der damaligen Welt. Doch im Laufe der Zeit begannen die katholische und orthodoxe Kirche, die Verbreitung der Heiligen Schrift zu kontrollieren. Um ihre Autorität zu sichern, hielten sie die Bibel in einer für das einfache Volk unzugänglichen Form zurück – in Latein, einer Sprache, die nur Gelehrte und die Kirchenleitung verstanden. Besonders im Mittelalter war der Zugang zur Bibel streng eingeschränkt.
Mit der Reformation im 16. Jahrhundert änderte sich dies grundlegend. Mutige Reformatoren wie Martin Luther und William Tyndale übersetzten die Bibel in die Landessprachen, oft unter Einsatz ihres Lebens. Luthers deutsche Übersetzung und Tyndales englische Übersetzung, für die er hingerichtet wurde, öffneten den Zugang zu Gottes Wort für jedermann. Diese Arbeit legte den Grundstein für die weltweite Verbreitung der Bibel und bekräftigte ihre Botschaft als unveränderliche Wahrheit.
Die Verbreitung der Bibel basierte maßgeblich auf dem Textus Receptus, der als Grundlage für bedeutende Übersetzungen wie die Lutherbibel und die King James Bibel (KJV) diente.
Im Gegensatz dazu spielten Manuskripte wie der Codex Sinaiticus oder der Codex Vaticanus keine Rolle in der praktischen Verbreitung des Wortes. Sie wurden erst Jahrhunderte nach ihrer Entstehung entdeckt und hatten keinen Einfluss auf die kirchliche Praxis oder die Gläubigen.
Die katholische Kirche hielt die Heiligen Schriften bewusst zurück, um ihre Macht und Autorität nicht zu gefährden. Der Gedanke, dass die Schrift in den Händen des Volkes die kirchliche Kontrolle infrage stellen könnte, führte zu einer langen Phase der Beschränkung. Erst durch die Reformatoren wurde die Bibel wieder in die Hände der Gläubigen gelegt, und die moderne Verbreitung des Wortes begann.
Ein herausragendes Beispiel dafür ist die King James Bibel, die 1611 veröffentlicht wurde. Sie war über Jahrhunderte hinweg die maßgebliche englische Bibelübersetzung und hatte großen Einfluss auf Theologie, Literatur und Kultur. Die KJV brachte Millionen von Menschen Gottes Wort näher und trug wesentlich dazu bei, das Evangelium zu verbreiten.
Auch hier ist wieder Glauben gefordert. Gott bewahrt sein Wort, aber nicht in einem Mülleimer und auch nicht in einer unzugänglichen Bibliothek im Vatikan. Er will, dass alle Menschen die Möglichkeit zur Umkehr haben:
„Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie es einige für ein Hinauszögern halten, sondern er ist geduldig mit uns und will nicht, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.“
(2. Petrus 3,9)
Die King-James-Bibel: Das größte Bibelprojekt der Menschheitsgeschichte
Die King-James-Bibel, veröffentlicht im Jahr 1611 unter der Schirmherrschaft von König Jakob I. von England, gilt als eines der bedeutendsten Werke der Menschheitsgeschichte. Sie entstand in einer Zeit kirchlicher Spannungen und wurde initiiert, um Einheit unter den verschiedenen Glaubensrichtungen zu schaffen. König Jakob I. berief dazu eine Konferenz in Hampton Court ein, wo er eine neue Bibelübersetzung als Lösung vorschlug, die frei von konfessioneller Voreingenommenheit sein und die bisherigen Übersetzungen ersetzen sollte.
Mehr als 50 hochgebildete Gelehrte widmeten sich dieser Aufgabe, aufgeteilt in sechs Gruppen an den Universitäten von Westminster, Oxford und Cambridge. Diese Experten, darunter Persönlichkeiten wie Lancelot Andrewes, John Overall, Henry Savile und Miles Smith, waren Meister der biblischen Sprachen, der Theologie und Literatur. Sie setzten auf die besten verfügbaren Manuskripte, wobei das Alte Testament auf den masoretischen Texten – insbesondere der Ben-Chayyim-Ausgabe von 1525 – basierte und das Neue Testament auf dem Textus Receptus, einer Sammlung griechischer Handschriften, die von Erasmus von Rotterdam und späteren Gelehrten überarbeitet worden war. Ergänzend konsultierten sie weitere Quellen wie die Septuaginta, die Vulgata und die syrische Peschitta, um eine fundierte Übersetzung zu gewährleisten.
Der Übersetzungsprozess zeichnete sich durch Präzision und Zusammenarbeit aus. Jeder Gelehrte arbeitete zunächst individuell an seinem zugewiesenen Abschnitt, anschließend diskutierte die Gruppe die Übersetzungen und stimmte sie ab. Die fertigen Abschnitte wurden von anderen Gruppen überprüft, bevor eine abschließende Kommission die gesamte Bibel nochmals überarbeitete. Dieser akribische Ansatz dauerte sieben Jahre und stellte sicher, dass jedes Wort sowohl sprachlich als auch theologisch durchdacht war.
Das Ziel der Übersetzer war es, eine Bibel zu schaffen, die die Wahrheit der Originaltexte bewahrt und zugleich literarisch herausragend ist.
Die majestätische Sprache der King-James-Bibel, geprägt von poetischer Schönheit, klarer Ausdruckskraft und Einheitlichkeit, machte sie über Jahrhunderte hinweg zum Standardtext des englischsprachigen Christentums.
Ihr Einfluss reichte weit über die Theologie hinaus und prägte die englische Sprache und Literatur nachhaltig.
Durch das Britische Empire wurde die King-James-Bibel weltweit verbreitet und brachte Gottes Wort in viele entlegene Regionen. Sie wird als Meisterwerk theologischer Präzision, sprachlicher Eleganz und göttlicher Bewahrung geschätzt, das in der Geschichte der Bibelübersetzungen seinesgleichen sucht.
Das Projekt dauerte 7 Jahre. Was für ein Zufall.
Comma Johanneum
Die Echtheit des Comma Johanneum basiert auf einem Indizienprozess, ähnlich wie die Frage nach der Authentizität bestimmter Manuskripte. Da die Originalschriften der Bibel verloren sind, müssen wir uns auf Kopien verlassen. Christen vertrauen darauf, dass Gott sein Wort trotz menschlicher Schwächen bewahrt hat.
Die Mehrheit oder das Alter der Manuskripte allein beweisen jedoch nicht die Authentizität einer Passage, da spätere Kopien zwar häufiger vorkommen können, aber nicht zwangsläufig näher am Original sind, während frühe Manuskripte auf fehlerhaften Vorlagen basieren könnten.
Es ist wichtig zu beachten, dass eine bewusste Änderung, die vielfach kopiert wurde, eine Kette von Folgefehlern nach sich ziehen kann.
Daher kann ein Manuskript, das das Comma Johanneum nicht enthält und weit verbreitet ist, nicht als Beweis gegen seine Echtheit dienen.
Da absolute Gewissheit über den ursprünglichen Wortlaut fehlt, müssen Christen sich auf das Vertrauen stützen, dass Gott sein Wort bis auf den letzten Punkt bewahrt hat. Wie bereits erwähnt, wurde das Wort Gottes durch den Textus Receptus verbreitet, dessen Höhepunkt in der King-James-Bibel zu finden ist, welche über Jahrhunderte die maßgebliche englische Bibel war und auch heute noch in Amerika die Bibel erster Wahl unter Evangelisten ist.
Die King James enthält das Comma Johanneum:
"For there are three that bear record in heaven, the Father, the Word, and the Holy Ghost: and these three are one. And there are three that bear witness in earth, the spirit, and the water, and the blood: and these three agree in one."
Daraus folgt auch, dass die Schlachterbibel 2000 die vollständige deutsche Übersetzung des Wortes Gottes repräsentiert. Sie ist die einzige Bibel im deutschen Sprachraum, die sich eng am Textus Receptus orientiert und es ebenfalls enthält.
Warum es so wichtig ist
Christen sollten sich mit dem Wort Gottes beschäftigen können, ohne Zweifel an seiner Authentizität oder Vollständigkeit zu haben. Man darf darauf vertrauen, dass Gott sein Wort bewahrt und für alle zugänglich gemacht hat. Aussagen wie: „Aber im Hebräischen heißt es so“ oder „In diesem Codex hieß es eigentlich das“ müssen keinen Zweifel mehr aufwerfen. Dies ist ein beruhigendes Gefühl, das einem hilft, sich voll und ganz auf die Schrift einzulassen. Du musst nicht zurück in die Urschriften. Du musst kein Hebräisch, Griechisch oder Aramäisch können.
Zum Schluss möchte ich zeigen, was es bedeutet, das vollständige Wort Gottes zu besitzen. Die Schlachterbibel 2000 enthält 16 Verse mehr als andere deutsche Bibeln. In einer Excel-Tabelle habe ich diese Unterschiede dokumentiert, um zu verdeutlichen, wie entschieden wurde, welche Verse enthalten sind und welche nicht. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da es immer wieder Bibelrevisionen gibt. In einem anderen Kapitel werde ich dann auf das bewusste Abändern von Bibelversen eingehen.
Zum Spaß habe ich auch Bibeln von Sekten wie den Zeugen Jehovas und den Mormonen aufgeführt. Beide Gruppen, die von Freimaurern gegründet wurden, lehnen die Trinitätslehre ab und glauben nicht an Jesus als den Gott-Mensch. Sie glauben somit an eine Irrlehre und sind nicht gerettet.
Freimaurer in den höchsten Graden sind mit Satanismus verbunden, und eine der einfachsten Methoden, Menschen auf den falschen Weg zu führen, besteht darin, eine Religion zu gründen, die der Wahrheit sehr nahekommt, aber in entscheidenden Punkten abweicht. Sowohl die Mormonen als auch die Zeugen Jehovas sind Trinitätsleugner. In ihren Bibeln wurde Johannes 1 abgeändert:
Schlachterbibel 2000 (Johannes 1,1-5)
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe wurde nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“
Zeugen Jehovas (Neue-Welt-Übersetzung)
Johannes 1,1-5 (aus der Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas):
1. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war ein Gott.
2. Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe wurde nicht eines gemacht, was gemacht wurde.
4. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Joseph Smith Translation (JST) der Mormonen
In der Joseph Smith Translation von Johannes 1,1-2 heißt es:
„Im Anfang wurde das Evangelium durch den Sohn gepredigt. Und das Evangelium war das Wort, und das Wort war bei dem Sohn, und der Sohn war bei Gott, und der Sohn war von Gott. Dasselbe war im Anfang bei Gott.“ (Johannes 1,1-2 JST)
Diese Änderung stellt die christliche Lehre von der Gottheit Jesu in Frage, indem sie den „Sohn“ nicht als Gott, sondern als „von Gott“ darstellt.
In Johannes 1,14 der Joseph Smith Translation (JST) der Mormonen, heißt es:
„Und das gleiche Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit des Einzigen, des Vaters, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14 JST)
Schlachterbibel 2000 (Johannes 1,14)
„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit als des einzig-gezeugten Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“
Egal wie groß die Unterschiede zwischen den verschiedenen Bibeltraditionen und Konfessionen auch sein mögen, die Trinität ist sowohl bei den Katholiken, Orthodoxen als auch bei den Protestanten/Evangelischen eine unumstößliche Glaubensdoktrin. Wer mehr über die Trinität erfahren möchte, sollte das Kapitel „Jesus ist Gott“ auf dieser Seite lesen.
Schlusswort
Die Überlieferung des richtigen Wortes Gottes ist eine Frage des Glaubens. Doch wenn man sich die Liste anschaut, kommt einem unweigerlich der Gedanke, dass etwas nicht stimmt. Da gibt es eine Bibel, die alle Verse enthält, und dann gibt es Bibeln, die, man könnte fast sagen, willkürlich Verse weglassen und andere beibehalten. Dasselbe lässt sich übrigens auch bei den englischen und französischen Bibeln beobachten. Im Englischen ist es die King James Bibel, im Französischen die St. Martin Bibel. Auch diese Bibeln beinhalten alle Verse, während andere Bibeln manche Verse weglassen. Letztlich bleibt es ein Indizienprozess, doch wie wir gesehen haben, sprechen viele Hinweise für den Textus Receptus.
Gott hat sein Wort vollständig bewahrt. Glaubst du das?