DAS VOLLSTÄNDIG BEWAHRTE WORT GOTTES


Welche Bibel hätten's denn gern?

Wenn man heute eine Bibel kauft, wird man mit einer Vielzahl von Übersetzungen und Textgrundlagen konfrontiert. Manche Verse stehen im Text, andere nur noch in Fußnoten. Beim Neuen Testament gibt es den Textus Receptus und den modernen kritischen Text. Beim Alten Testament wird meist der masoretische Text als selbstverständlich vorausgesetzt. Gleichzeitig werden alte Codices und die Dead Sea Scrolls als besonders wichtige Zeugen angeführt.


Für mich stellt sich deshalb eine grundsätzliche Frage:

Wenn die Bibel Gottes Wort ist, warum sollte ihre Überlieferung heute ein unüberschaubares Chaos sein?

Ich glaube, dass Gott sein Wort gegeben und bewahrt hat. Deshalb suche ich nicht zuerst nach der neuesten wissenschaftlichen Rekonstruktion, sondern nach einer nachvollziehbaren Überlieferungslinie.


Und diese sehe ich klar:

Beim Neuen Testament im Textus Receptus.

Beim Alten Testament in besonderer Weise in der Septuaginta.


Beim Neuen Testament halte ich den Textus Receptus für die maßgebliche Textgrundlage

Er steht in der Tradition des griechischen Textes, der über Jahrhunderte in der Kirche gelesen und weitergegeben wurde. Auf dieser Texttradition beruhen bedeutende Bibelübersetzungen der Reformationszeit und danach.

Demgegenüber steht der moderne kritische Text, der insbesondere alten Codices wie Vaticanus und Sinaiticus großes Gewicht beimisst. Diese waren faktisch nicht im Umlauf.

Dass diese Handschriften alt sind, bestreite ich nicht. Aber Alter allein entscheidet nicht über Zuverlässigkeit noch Authenzität.


Eine alte Handschrift ist ein Zeugnis – nicht automatisch der bessere Text.

Wenn ich glaube, dass Gott sein Wort bewahrt hat, dann kann ich nicht einfach die jahrhundertelange kirchliche Überlieferung beiseiteschieben und stattdessen einige wenige alte Handschriften zum entscheidenden Maßstab machen.

Deshalb halte ich am Textus Receptus fest. Weil sonst hätte Gott die Christen über die Jahrhunderte im dunklen über seinen Willen gelassen. Und dies kann unmöglich sein.

Und deshalb ist meine deutsche Empfehlung für das neue Testament die Schlachter 2000.


Das Alte Testament – hier wird es entscheidend

Noch wichtiger wird die Frage beim Alten Testament.

Heute wird häufig so getan, als sei der masoretische Text einfach die selbstverständliche und ursprüngliche Grundlage des Alten Testaments.

Aber hier muss man genauer hinsehen.

Die Septuaginta entstand bereits Jahrhunderte vor Christus. Sie war zur Zeit Jesu und der Apostel längst vorhanden und im griechischsprachigen Judentum weit verbreitet.

Der masoretische Text, wie wir ihn heute als Textform kennen, wurde dagegen erst wesentlich später von den Masoreten überliefert und fixiert.

Damit ergibt sich ein offensichtlicher zeitlicher Unterschied.


Und dann kommt für mich das entscheidende Argument:

Die Apostel zitieren das Alte Testament vielfach in der Form der Septuaginta – nicht in der Form des später überlieferten masoretischen Textes.

Das ist für einen Christen keine Nebensache.

Wenn Matthäus, Markus, Lukas, Paulus und die anderen neutestamentlichen Autoren das Alte Testament zitieren und ihre griechische Textform mit der Septuaginta übereinstimmt, dann haben wir einen unmittelbaren Zeugen dafür, welche Schriftfassung in der apostolischen Zeit verwendet wurde.

Warum sollte ich dann eine wesentlich später fixierte Texttradition zum alleinigen Maßstab machen?

Die Apostel haben die Septuaginta verwendet!


Hier muss man deutlich sein:

Das Neue Testament zitiert das Alte Testament häufig nach der Septuaginta 

Das ist kein nebensächliches Detail der Bibelwissenschaft.

Es betrifft die Frage, welche Schriften die Apostel selbst gelesen und als Heilige Schrift verwendet haben.

Wenn beispielsweise ein neutestamentlicher Autor eine alttestamentliche Stelle zitiert und seine Formulierung mit der Septuaginta übereinstimmt, während sie vom später überlieferten masoretischen Text abweicht, dann kann ich als Christ nicht einfach sagen:

„Der masoretische Text ist basiert auf hebräischen Texten, also ist er automatisch maßgeblicher.“

Das wäre keine Überlieferungslogik.

Denn dann würde ich eine spätere hebräische Textform gegenüber derjenigen griechischen Schriftüberlieferung bevorzugen, die von den Aposteln selbst verwendet wurde.

Das ergibt aus christlicher Sicht keinen Sinn.

Ich vertraue dem apostolischen Zeugnis mehr als einer späteren Texttradition.


Der masoretische Text

Damit sage ich nicht, dass der masoretische Text nicht gelesen werden darf.

Natürlich kann und sollte man ihn vergleichen.

Er ist ein wichtiges Zeugnis der hebräischen Überlieferung und kann für den Textvergleich sehr hilfreich sein.

Aber aus der Perspektive meines Glaubens hat er nicht dieselbe Autorität wie die apostolisch bezeugte Schriftüberlieferung.

Das ist der entscheidende Unterschied.

Der masoretische Text kann als Vergleichstext gelesen werden.

Aber wenn ich entscheiden muss, welche Texttradition für einen Christen das größere Gewicht besitzt, dann steht für mich die Septuaginta höher – gerade weil das Neue Testament selbst auf sie zurückgreift.

Die Apostel stehen über den Masoreten welche Jesus, wie alle Juden gehasst haben.

Das ist für mich keine Frage des persönlichen Geschmacks.

Das ist eine Frage der Überlieferung.

Die Masoreten hassten Jesus

Wie kann es sein, dass ich hier so etwas behaupte?

Wer wissen möchte, wie tief der Hass im Judentum gegenüber dem Christentum und allgemein gegenüber den Goyim – dem hebräischen Wort für Heiden und Nichtjuden – geht, sollte nur einmal den Talmud lesen. Und wenn man ein bisschen im Internet sucht, kann man sich Reden von orthodoxen Juden anschauen. Der Hass ist mehr als deutlich.

Allerdings dürfen wir Christen uns nicht über die heutigen Juden erheben. Der Römerbrief ist auch darüber mehr als klar. Auf dieser Seite wird der momentane Zustand der Juden klar erklärt. Und er ist tragisch.

Um aber zu verstehen, was der Unterschied zwischen dem masoretischen Text und der Septuaginta ist, muss man die Haltung der Autoren kennen, die diese beiden Versionen geschrieben haben.

Die Septuaginta wurde von gläubigen Juden vor der Zeit Jesu geschrieben – ungefähr tausend Jahre vor dem masoretischen Text. Sie hofften auf den Messias. Sie hatten keinen Grund einen Text abzuändern.

Der masoretische Text wurde von Juden etwa tausend Jahre später erfasst, und es wurden dabei klar Anpassungen vorgenommen, die jeder Christ kennen sollte. Diese Juden verstehen ihre eigenen Schriften nicht mehr. Sie sind laut Römerbrief aus der Heilslinie ausgebrochen und verharren in ihrem Unglauben an Jesus. Darum haben sie auch keine Skrupel zu lügen und zu täuschen.

Im Folgenden einige Beispiele, bei denen klare Veränderungen zugunsten des falschen modernen Judentums vorgenommen wurden, um die klare Botschaft über Jesus im Alten Testament zu verschleiern.

In den folgenden Bildern werden Zitate aus der King-James-Bibel, deren Neues Testament auf dem Textus Receptus basiert, mit den entsprechenden Versen aus dem Alten Testament verglichen – jeweils aus der Septuaginta und dem masoretischen Text. Wie man sehen wird, sind diese Veränderungen schon sehr auffällig.

Für die Septuaginta wurde die amerikanische Brenton-Bibel verwendet, die für das Alte Testament im Englischen zu empfehlen ist.

Verteidiger des masoretischen Textes werden sagen: „Ja, die hatten eben andere Überlieferungen.“ Aber die Änderungen sprechen für sich selbst:

Ein ganzer Abschnitt neu erfunden! Der Kapitelaufbau von Jeremia im masoretischen Text und in der Septuaginta

Das Buch Jeremia ist im masoretischen Text (MT) und in der Septuaginta (LXX) unterschiedlich aufgebaut. Deshalb haben manche Abschnitte in beiden Texttraditionen unterschiedliche Kapitelnummern, obwohl sie denselben Inhalt enthalten.

Ein Beispiel ist Jeremia 33,1–13 im masoretischen Text. Dieser Abschnitt findet sich in der Septuaginta unter Jeremia 40,1–13. Jeremia 33,1–13 (MT) und Jeremia 40,1–13 (LXX) enthalten also denselben Text.

Entscheidend ist jedoch, dass Jeremia 33,14–26 des masoretischen Textes in der Septuaginta vollständig fehlt. Es handelt sich dabei nicht lediglich um eine andere Kapitel- oder Verszählung. Für diese Verse gibt es keine entsprechende Passage im überlieferten griechischen Jeremia-Text.


Schauen wir uns an was die Masoreten in diesem Text fabriziert haben:

Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich das gute Wort erfüllen werde, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda geredet habe.

In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen Spross der Gerechtigkeit hervorsprießen lassen, und er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden.

In jenen Tagen wird Juda gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen, und mit diesem Namen wird man sie benennen: »Der HERR ist unsere Gerechtigkeit!«

Denn so spricht der HERR: Es soll David nie an einem Mann fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt!

Auch den Priestern und Leviten soll es nie an einem Mann fehlen vor meinem Angesicht, der allezeit Brandopfer darbringt und Speisopfer anzündet und Schlachtopfer zurichtet!

Und das Wort des HERRN erging an Jeremia folgendermaßen:

So spricht der HERR: Wenn ihr meinen Bund betreffs des Tages und meinen Bund betreffs der Nacht aufheben könnt, sodass Tag und Nacht nicht mehr zu ihrer Zeit eintreten werden,

dann wird auch mein Bund mit meinem Knecht David aufgehoben werden, sodass er keinen Sohn mehr habe, der auf seinem Thron regiere, und mit den Leviten, den Priestern, dass sie nicht mehr meine Diener seien.

Wie man das Heer des Himmels nicht zählen und den Sand am Meer nicht messen kann, so will ich den Samen meines Knechtes David mehren und die Leviten, meine Diener.

Und das Wort des HERRN erging an Jeremia folgendermaßen:

Merkst du nicht, was dieses Volk behauptet, wenn es spricht: »Die zwei Geschlechter, die der HERR erwählt hat, die hat er verworfen«? So verlästern sie mein Volk, dass es in ihren Augen kein Volk mehr ist.

So spricht nun der HERR: So gewiss ich meinen Bund mit Tag und Nacht, die Ordnungen des Himmels und der Erde festgesetzt habe,

so wenig werde ich den Samen Jakobs und meines Knechtes David verwerfen, dass ich aus seinen Nachkommen keinen Herrscher mehr nähme, der über den Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs herrschen soll; denn ich werde ihr Geschick wenden und mich über sie erbarmen!


Warum dieser Einschub?

Die falschen Juden, die Masoreten, wollten mit diesem Einschub die Funktion Jesu untergraben, sie wollten zeigen, dass der alte Opferkult von Gott ewig bestätigt wird:


Hebräer 7,11–12

Wenn nun durch das levitische Priestertum die Vollkommenheit erreicht worden wäre – denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen –, wozu wäre es dann noch nötig gewesen, dass ein anderer Priester nach der Ordnung Melchisedeks aufsteht und nicht nach der Ordnung Aarons genannt wird? Denn wenn das Priestertum verändert wird, muss notwendigerweise auch das Gesetz verändert werden.


Hebräer 7,23–25

Auch sind es viele geworden, die Priester wurden, weil der Tod sie am Bleiben hinderte;

dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum.

Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt immerdar und bittet für sie.


Hebräer 7,27

Er hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte.


Hebräer 9,11–12

Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht ist, das heißt: nicht von dieser Schöpfung.

Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.

Und die Dead Sea Scrolls?

Auch die Schriftrollen vom Toten Meer ändern daran nichts an der von mir empfohlenen Textradition.

Sie sind ein außergewöhnlich wichtiger Fund und geben Einblick in sehr frühe jüdische Textüberlieferungen.

Aber sie sind nicht die Grundlage des christlichen Glaubens.

Die Bibel wurde nicht 1947 in Qumran entdeckt.


Die Christen hatten ihre Schriften bereits fast zweitausend Jahre vorher.

Die Dead Sea Scrolls können uns helfen, die Geschichte des alttestamentlichen Textes besser zu verstehen. Sie können Varianten bezeugen und zeigen, dass es bereits vor der Zeit Jesu unterschiedliche Textformen gab.

Aber sie ersetzen weder die Septuaginta noch das Zeugnis des Neuen Testaments.


Und was ist mit Sinaiticus und Vaticanus?

Dasselbe Grundprinzip gilt für das Neue Testament.

Codex Sinaiticus und Codex Vaticanus sind alte und wichtige Handschriften. Aber sie sind nicht automatisch deshalb die besseren Zeugen.

Warum sollte ihr hohes Alter allein die jahrhundertelange Überlieferung der Kirche überstimmen?

Wenn Gott sein Wort bewahrt hat, dann ist es geradezu widersinnig, die breite kirchliche Überlieferung grundsätzlich als verdächtig zu betrachten und einige alte Codices, die faktisch nicht im Gebrauch waren, zum nahezu entscheidenden Maßstab zu machen.

Ich vertraue deshalb nicht auf das Alter einer einzelnen Handschrift.

Ich vertraue auf die gesamte Überlieferung im Licht des Glaubens!


Der Glaube entscheidet mit!

Natürlich kann man diese Fragen rein wissenschaftlich behandeln.

Man kann Handschriften zählen, Varianten katalogisieren, Codices datieren und Texttypen vergleichen.

Aber ich bin Christ.

Ich glaube, dass die Bibel von Gott inspiriert ist.

Ich glaube, dass die Apostel durch den Heiligen Geist geleitet wurden.

Und ich glaube, dass Gott sein Wort bewahrt hat.

Deshalb ist für mich die entscheidende Frage nicht:

„Welche Handschrift ist die älteste?“

Sondern:

„Welche Textüberlieferung steht in nachvollziehbarer Verbindung mit der Schrift, die die Apostel selbst verwendet haben und die die Kirche empfangen hat?“

Für das Neue Testament führt mich diese Überlieferung zum Textus Receptus.

Für das Alte Testament führt sie mich besonders zur Septuaginta. Dies zeigt dieses Kapitel mit aller Deutigkeit.

Der masoretische Text darf gelesen und verglichen werden. Die Dead Sea Scrolls dürfen untersucht werden. Sinaiticus und Vaticanus dürfen selbstverständlich studiert werden.

Aber ich werde sie nicht an die Stelle der Überlieferung setzen, der ich als Christ vertraue.

Denn ich glaube nicht, dass Gott sein Wort verloren hat.

Und deshalb glaube ich auch nicht, dass wir heute ohne Orientierung vor einem Bibelchaos stehen.

Wir müssen nur bereit sein, die Überlieferung ernst zu nehmen, die vor uns da war – und besonders auf die Stimme der Apostel zu hören..


Warum es so wichtig ist

Christen sollten sich mit dem Wort Gottes beschäftigen können, ohne Zweifel an seiner Authentizität oder Vollständigkeit zu haben. Man darf darauf vertrauen, dass Gott sein Wort bewahrt und für alle zugänglich gemacht hat. Aussagen wie: „Aber im Hebräischen heißt es so“ oder „In diesem Codex hieß es eigentlich das“ müssen keinen Zweifel mehr aufwerfen. Dies ist ein beruhigendes Gefühl, das einem hilft, sich voll und ganz auf die Schrift einzulassen. Du musst nicht zurück in die Urschriften. Du musst kein Hebräisch, Griechisch oder Aramäisch können.

Zum Schluss möchte ich zeigen, was es bedeutet, das vollständige Wort Gottes zu besitzen. Das neue Testament in der Schlachter 2000 enthält 16 Verse mehr als andere deutsche Bibeln. In einer Excel-Tabelle habe ich diese Unterschiede dokumentiert, um zu verdeutlichen, wie entschieden wurde, welche Verse enthalten sind und welche nicht. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da es immer wieder Bibelrevisionen gibt. In einem anderen Kapitel werde ich dann auf das bewusste Abändern von Bibelversen eingehen.

Zum Spaß habe ich auch Bibeln von Sekten wie den Zeugen Jehovas und den Mormonen aufgeführt. Beide Gruppen, die von Freimaurern gegründet wurden, lehnen die Trinitätslehre ab und glauben nicht an Jesus als den Gott-Mensch. Sie glauben somit an eine Irrlehre und sind nicht gerettet.

Freimaurer in den höchsten Graden sind mit Satanismus verbunden, und eine der einfachsten Methoden, Menschen auf den falschen Weg zu führen, besteht darin, eine Religion zu gründen, die der Wahrheit sehr nahekommt, aber in entscheidenden Punkten abweicht. Sowohl die Mormonen als auch die Zeugen Jehovas sind Trinitätsleugner. In ihren Bibeln wurde Johannes 1 abgeändert:


Schlachterbibel 2000 (Johannes 1,1-5)

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe wurde nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“


Zeugen Jehovas (Neue-Welt-Übersetzung)

Johannes 1,1-5 (aus der Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas):

1. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war ein Gott.

2. Dasselbe war im Anfang bei Gott.

3. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe wurde nicht eines gemacht, was gemacht wurde.

4. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

5. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.


Joseph Smith Translation (JST) der Mormonen

In der Joseph Smith Translation von Johannes 1,1-2 heißt es:

„Im Anfang wurde das Evangelium durch den Sohn gepredigt. Und das Evangelium war das Wort, und das Wort war bei dem Sohn, und der Sohn war bei Gott, und der Sohn war von Gott. Dasselbe war im Anfang bei Gott.“ (Johannes 1,1-2 JST)


Diese Änderung stellt die christliche Lehre von der Gottheit Jesu in Frage, indem sie den „Sohn“ nicht als Gott, sondern als „von Gott“ darstellt. 


In Johannes 1,14 der Joseph Smith Translation (JST) der Mormonen, heißt es:

„Und das gleiche Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit des Einzigen, des Vaters, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14 JST)


Schlachterbibel 2000 (Johannes 1,14)

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit als des einzig-gezeugten Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“


Egal wie groß die Unterschiede zwischen den verschiedenen Bibeltraditionen und Konfessionen auch sein mögen, die Trinität ist sowohl bei den Katholiken, Orthodoxen als auch bei den Protestanten/Evangelischen eine unumstößliche Glaubensdoktrin. Wer mehr über die Trinität erfahren möchte, sollte das Kapitel „Jesus ist Gott“ auf dieser Seite lesen.

Link: Jesus ist Gott


Und was mit den Apokryphen?

Wenn die Septuaginta der maßgebliche Text für das Alte Testament ist, sind dann auch die Apokryphen als Heilige Schrift anzusehen? Nein, denn sie widersprechen an vielen Stellen sowohl dem Alten als auch dem Neuen Testament. Wer mehr über die Apokryphen erfahren möchte, wird im folgenden Kapitel fündig:

Link: APOKRYPHEN ANHAND DER ECHTEN BIBEL WIDERLEGT

Empfehlung von Luther und Co.: Gut zu lesen, aber nicht der Heiligen Schrift gleichzustellen.

Ich finde, Christen sollten die Apokryphen durchaus lesen. Sie enthalten unglaublich viele zusätzliche Informationen und bieten wertvolle Einblicke in die jüdische Geschichte und Gedankenwelt. Die Grundregel ist jedoch einfach: Wo sie dem Alten und/oder Neuen Testament widersprechen, sind die entsprechenden Aussagen abzulehnen.

Andere Schriften, die nach dem Tod Jesu entstanden sind, sollte man dagegen mit äußerster Vorsicht betrachten. Das zeigt sich schon am masoretischen Text.


Gott hat sein Wort vollständig bewahrt. Glaubst du das?

Diese Webseite verwendet Cookies. Hier kannst du auswählen, welche Cookies du zulassen willst und deine Auswahl jederzeit ändern. Klickst du auf 'Akzeptieren', stimmst du der Verwendung von Cookies zu.