Satans Aliasnamen im Alten Testament
Menschen die die Bibel torpedieren möchten, tun dies vor allem in dem sie gewisse Narrative in Frage stellen.
Zum Beispiel wird argumentiert, dass Satan eine Erfindung des neuen Testaments ist. Hier empfehle ich die Kapitel «Wie Satans Rebellion wirklich war» und «Unreine Geister» zuerst zu lesen, um das Bild über Satan und seine gefallenen Engel zu komplementieren.
In diesem Kapitel gilt es aufzuzeigen, das Satan sehr aktiv im alten Testament war. Er hatte einfach einen anderen Namen. Denn das ist sein Ding. Er arbeitet im Verdecktem. Er möchte nicht auffallen, wenn er seinen bösen Plan ausführt. Ich persönlich glaube aber, dass sein Stolz ihm im Weg ist. Er will als Gott verehrt werden. Also hat er sich einfach unter diversen Namen verehren lassen. Ganz prominent sind die «Gottheiten» Baal und Moloch.
Um es gleich vorne weg zu nehmen: Satan ist Baal und Baal ist Moloch
Es gibt eine linguistische und religiöse Verbindung zwischen den Begriffen "Baal" und "Bel/Beel" in verschiedenen antiken Kulturen. Beide Begriffe, die "Herr" oder "Meister" bedeuten, wurden als ehrenvolle Titel für mächtige Gottheiten genutzt.
Syrische Übersetzungen bezeichneten Baal als Bil, Beel und Balo. Des Weiteren Bal, Bol und Pol.
Interessant wird es beim griechischen Gott Apollo der sehr wahrscheinlich eine Ableitung vom Begriff Ha-Pol ist. Hier wäre das Kapitel zur katholischen Kirche lesenswert. Da Sonnengottheiten ein enge Verbindung zu Satan haben.
In der babylonischen Mythologie wird dies besonders deutlich durch die Verwendung von "Bel" als Bestandteil des Namens Marduks, der als Bel-Marduk (Herr-König) verehrt wurde, wobei dieser Titel die Erhabenheit der Gottheit unterstreicht.
Im Alten Testament der Bibel wird deutlich, dass der «Gott» Baal der Hauptfeind Jehovas ist. Manchmal wird dem Wort Baal auch noch ein Wort als Eigenschaft angehängt. Ein spezifisches Beispiel ist "Baal-Zebub", der «Gott» von Ekron. Oder Baal-Peor» Meistens aber wird einfach Baal erwähnt.
Man muss verstehen, dass das Alte Testament auch von Baalen spricht. Also Mehrzahl. Denn Baal wurde in Form von Götzendienst verehrt. In nachfolgenden Bibelversen wird man sehen, dass es Gebiete gab wo es fast an jeder Strassenecke eine Götzenstatue von Baal zu finden war. Ganz ähnlich den Hindus, welche ebenfalls ihre Lieblingsgötter in Form von Statuen in ihren Haushalten haben. Es geht aber immer um den einen Gott Baal. Dasselbe gilt auch die für «Göttin» Astarte/Aschera
Moloch und Baal gehen Hand in Hand. Was alle diese auf den ersten Blick, verschiedene Gottheiten gemeinsam hatten waren Säuglingsopfer. Also Tötungen von Babys. Passt doch zum Prinz der Finsternis...
Ich habe mal gelesen, dass wenn immer, in Bezug auf Satanismus, von Jungfrauen gesprochen wird, man eigentlich Babys meint. Warum Babys? Sie sind die reinsten und unschuldigsten Wesen auf dieser Erde. Das ist die traurige Wahrheit.
Diverse Verse zu Baal
Unter Josias Aufsicht wurden die Altäre des Götzen Baal niedergerissen. Die Säulen, auf denen Räucheropfer dargebracht wurden, ließ er umwerfen. Man zerschlug die heiligen Pfähle und die geschnitzten oder gegossenen Götzenfiguren, zermalmte sie zu Staub und streute ihn auf die Gräber der Menschen, die zu Lebzeiten diesen Götzen Opfer dargebracht hatten
(Psalm 106:28)
Und ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat
(1. Könige 19:18)
Die Verehrung von Baal in Israel fand ein Ende
(2. Könige 11:18)
Dann stürmten alle in den Baalstempel und rissen ihn nieder. Sie zerschmetterten die Altäre und Götzenfiguren in tausend Stücke und töteten Mattan, den Priester von Baal, dort bei den Altären. Am Tempel des Herrn stellte Jojada Wachen auf
(2. Könige 17:16)
Wir haben diesem schrecklichen Gott Baal gedient und seinetwegen alles verloren, was wir seit Generationen mühsam erworben haben: unseren ganzen Besitz, unsere Schafe und Rinder. Ja sogar unsere Söhne und Töchter haben wir ihm geopfert
(2. Könige 21:3)
Er baute die Opferstätten wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte. Er errichtete Altäre für den Gott Baal und stellte einen heiligen Pfahl für die Göttin Aschera auf, genau wie König Ahab von Israel. Er betete die Sterne an und verehrte sie
(2. Könige 23:4)
Nun befahl König Josia dem Hohenpriester Hilkija, dessen Stellvertretern und den Priestern, die den Eingang zum Tempel bewachten: „Holt alle Gegenstände aus dem Tempel, die für die Verehrung des Gottes Baal, der Göttin Aschera und der Sterne gebraucht wurden. Verbrennt alles außerhalb der Stadt auf den Feldern im Kidrontal.“ Die Asche ließ Josia später nach Bethel bringen
(2. Könige 23:5)
Ihr stehlt und mordet, brecht die Ehe und schwört Meineide, ihr bringt dem Götzen Baal Opfer dar und verehrt fremde Götter, die ihr früher nicht kanntet
(Jeremia 7:9)
Ja, der Herr, der allmächtige Gott, hat dich gepflanzt, Israel und Juda, doch nun hat er deinen Untergang beschlossen. Denn du hast seinen Zorn herausgefordert, weil du getan hast, was er verabscheut: Du brachtest dem Gott Baal Opfer dar
(Jeremia 11:13)
Es gibt ja so viele Götter wie Städte im Land, und in Jerusalem steht an jeder Straßenecke ein Altar für den abscheulichen Götzen Baal
(Jeremia 11:17)
Unter den Propheten von Samaria habe ich Abscheuliches gesehen: Sie haben im Namen des Gottes Baal geweissagt und mein Volk in die Irre geführt
(Jeremia 23:13)
Für den Gott Baal haben sie Opferstätten errichtet, wo sie ihm ihre Kinder verbrennen. Niemals habe ich so etwas befohlen, nie davon gesprochen, ja, nicht einmal daran gedacht
(Jeremia 19:5)
Und nicht genug damit: Im Hinnomtal errichteten sie Opferstätten für Baal und verbrannten ihre Kinder als Opfer für den Gott Moloch. Niemals habe ich ihnen so etwas Abscheuliches befohlen, mit keinem Gedanken je daran gedacht, dass sie sich in so große Schuld verstricken sollten! Damit haben sie ganz Juda zur Sünde verführt
(Jeremia 32:34)
Für den Gott Baal haben sie Opferstätten errichtet, wo sie ihm ihre Kinder verbrennen. Niemals habe ich so etwas befohlen, nie davon gesprochen, ja, nicht einmal daran gedacht
(Jeremia 23:27)
Sie denken wohl, wenn sie meinem Volk ihre Träume erzählen, vergisst es mich, so wie seine Vorfahren mich vergessen haben, weil sie dem Götzen Baal dienten
(Jeremia 32:29)
Noch belagern sie Jerusalem, doch dann werden sie es erobern und niederbrennen. Alle Häuser, auf deren Dächern man für Baal Räucheropfer darbrachte und anderen Göttern Trankopfer ausgoss, werden in Flammen aufgehen. Denn die Einwohner haben meinen Zorn damit herausgefordert
(Jeremia 32:35)
Er lebte wie die Könige von Israel. Er ließ Statuen des Götzen Baal gießen
(2. Chronik 33:3)
Er baute die Opferstätten wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte. Er errichtete Altäre für den Gott Baal und stellte heilige Pfähle auf, die der Göttin Aschera geweiht waren. Er betete die Sterne an und verehrte sie
(1. Chronik 34:4)
Sie warfen sich Baal an den Hals, dem Gott vom Berg Peor, und aßen das Fleisch von Opfertieren, die man toten Götzen geweiht hatte
(Hoheslied 8:11)
Die Priester haben nicht nach mir gefragt, sie, die mit dem Gesetz vertraut sein sollten, kannten mich nicht einmal! Die Führer meines Volkes haben sich gegen mich aufgelehnt, und die Propheten haben im Namen des Gottes Baal geweissagt, nutzlosen Götzen sind sie nachgelaufen
(Jeremia 3:24)
Sie hat nicht erkannt, dass ich es war, der ihr Getreide, Most und Öl gegeben hat. Mit Silber und Gold habe ich sie überschüttet, sie aber hat alles ihrem Götzen Baal zu Füßen gelegt
(Hosea 2:18)
Ich sorge dafür, dass sie den Namen Baal nicht mehr in den Mund nimmt; nie wieder wird sie die Namen anderer Götter erwähnen
(Hosea 9:10)
Der Herr sagt: „Es gab eine Zeit, da waren die Bewohner von Ephraim mächtig und stark. Wenn sie redeten, packte alle die Angst. Doch dann ließen sie sich mit dem Götzen Baal ein und gingen zugrunde“
(Hosea 13:1)
Der Herr sagt: „Als ich dem Volk Israel zum ersten Mal begegnete, da war es, als hätte ich Trauben in der Wüste gefunden. Eure Vorfahren waren für mich wie die ersten köstlichen Früchte des Feigenbaums. Doch bald liefen sie dem Gott Baal-Peor nach und verschrieben sich diesem abscheulichen Götzen, ja, sie wurden genau wie er“
(Römer 11:4)
Keine andere Gottheit wird im Alten Testament neben Gott so viel erwähnt wie Baal.
Baal der Hauptfeind Gottes wurde als Stiergott verehrt
"Die Gebote des Herrn, ihres Gottes, beachteten sie nicht mehr. Sie gossen sich zwei Stierfiguren und stellten einen geweihten Pfahl für die Göttin Aschera auf, sie beteten die Sterne an und verehrten den Gott Baal."
(2. Könige 21:3)
"Ich, Tobit, war der einzige in meiner Familie und in meinem Stamm Naphtali, der in das Königreich Israel ging. Aber ich ging nach Jerusalem, um dem Herrn, meinem Gott, zu dienen. Alle Stämme, die sich von Gott abgewandt hatten, opferten dem Stierbild des Baal, auch das Geschlecht meines Stammvaters Naphtali."
(Tobit 1:5)
"Ich, Tobit, war im Königreich Israel der einzige, mein Vaterland. Aber in der ganzen Sippe Naphtali, meinem Vaterland, hatte der Altar des goldenen Stiers, den Jerobeam, der Sohn Nebats, zu Dan aufgestellt hatte, nicht bestanden."
(Tobit 1:5)
«Als das Volk sah, dass Mose noch immer nicht vom Berg herabkam, versammelte es sich um Aaron und sagte zu ihm: Komm, mach uns Götter, die vor uns herziehen. Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat - wir wissen nicht, was mit ihm geschehen ist.
Aaron antwortete: Nehmt euren Frauen, Söhnen und Töchtern die goldenen Ringe ab, die sie an den Ohren tragen, und bringt sie her!
Da nahm das ganze Volk die goldenen Ohrringe ab und brachte sie zu Aaron.
Er nahm sie aus ihrer Hand. Und er bearbeitete sie mit einem Werkzeug und machte daraus ein gegossenes Kalb. Da sagten sie: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben.
Als Aaron das sah, baute er vor ihm einen Altar und rief aus: Morgen ist ein Fest für den HERRN.
Früh am Morgen standen sie auf, brachten Brandopfer dar und führten Tiere für das Heilsopfer herbei. Das Volk setzte sich zum Essen und Trinken und stand auf, um sich zu vergnügen.»
(2.Mose 32)
Der erste, falsche Gott den die Israeliten angebetet haben war Baal und er wurde als Stier oder Stiermann verehrt
„Wie Trauben in der Wüste fand ich Israel, wie die erste Frucht am Feigenbaum im Anfang seiner Reife sah ich eure Väter. Sie aber gingen zum Baal-Peor und weihten sich der Schande, und sie wurden zum Gräuel wie das, was sie liebten.“
(Hosea 9:10)
„Eure Augen haben gesehen, was der HERR wegen des Baal-Peor getan hat; denn jeden, der dem Baal-Peor nachging, den hat der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte vertilgt.“
(5. Mose 4:3)
Die Israeliten in der Wüste haben ganz klar den Gott Baal in Form des goldenen Kalbs angebetet. Die Wahl für ein goldenes Kalb war kein Zufall!
Tobit 1:5 zeigt klar auf, das Baal in Form eines goldenen Stiers verehrt wurde.
Der Stier wird uns in diesem Kapitel noch ein wenig beschäftigen.
Baal wurde als Stier oder Stiermann verehrt.
Moloch / Milkom
«Und ich will mein Antlitz kehren gegen einen solchen Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten, weil er dem Moloch eins seiner Kinder gegeben und mein Heiligtum unrein gemacht und meinen heiligen Namen entheiligt hat. Und wenn das Volk des Landes bei dem Menschen durch die Finger sehen würde, der eins seiner Kinder dem Moloch gegeben hat, dass es ihn nicht tötet, so will doch ich mein Antlitz gegen diesen Menschen kehren und gegen sein Geschlecht und will ihn und alle, die wie er dem Moloch nachhuren, aus ihrem Volk ausrotten.»
(3.Mose 20:3)
«So diente Salomo der Astarte, der Göttin der Sidonier, und dem Milkom, dem gräulichen Götzen der Ammoniter. Und Salomo tat, was dem HERRN missfiel, und folgte nicht völlig dem HERRN wie sein Vater David. Damals baute Salomo eine Höhe dem Kemosch, dem gräulichen Götzen der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem Milkom gräulichen Götzen der Ammoniter.»
(1.Könige 11:5)
«Salomo verehrte nun auch Astarte, die Göttin der Sidonier, und Milkom, den schrecklichen Götzen der Ammoniter. So tat er, was dem HERRN missfiel. Er diente nicht mehr dem HERRN allein wie sein Vater David. Auf einem Hügel östlich von Jerusalem baute er eine Opferstätte für Kemosch, den widerlichen Götzen der Moabiter, und eine andere für Moloch, den schrecklichen Götzen der Ammoniter.»
(1.Könige 11:5)
Moloch, Milkom und Kemosch sind verschieden Namen für die gleiche Gottheit
Zu Kemosch gibt es folgendes zu lesen:
Der Name Chemosh hat noch ungewissen Ursprung und es ist unklar, ob er mit dem Namen der eblaitischen Gottheit Kamišoder in Bezug stand.
Oder mit dem ugaritischen göttlichen Namen Ṯiẓẓu-wa-Kamāṯu in Bezug stand.
Oder ein Beiname des mesopotamischen Gottes Nerigal war,
was möglicherweise „Stier“ bedeutet hat.
Spannend wird es, wenn man folgenden Wikipedia Eintrag liest:
Nach den Untersuchungen von Otto Eißfeldt war molk ursprünglich die technisch-kultische Bezeichnung eines Brand-Opfers. In der biblischen Überlieferung sei es erst mit der deuteronomistischen Redaktion zum Gottesnamen umgedeutet worden. Ähnlich lautende opferkultische Bezeichnungen (molk, molchomor) sind für das Punische belegt.
Jetzt macht dieser Vers auf einmal Sinn:
"Und nicht genug damit: Im Hinnomtal errichteten sie Opferstätten für Baal und verbrannten ihre Kinder als Opfer für den Gott Moloch. Niemals habe ich ihnen so etwas Abscheuliches befohlen, mit keinem Gedanken je daran gedacht, dass sie sich in so große Schuld verstricken sollten! Damit haben sie ganz Juda zur Sünde verführt."
(Jeremia 32:34)
Warum wurden in den Opferstätten des Baal Kinder dem Gott Moloch dargebracht? Macht das Sinn? Sollten da nicht logischerweise Kinder dem Baal geopfert werden? Dies habe ich mich lange gefragt. Mit dem Wortursprung von Moloch macht es auf einmal Sinn.
Korrekterweise müsste es wohl heissen:
«Im Hinnomtal errichteten sie Opferstätten für Baal und brachten ihm Kinder als Brandopfer dar.»
(Achtung dies ist keine gängige, akzeptierte Übersetzung! Dies ist meine Interpretation. Aber im Gesamtkontext des Kapitels macht diese absolut Sinn!)
Wie wurde den Moloch dargestellt?
Der Midrasch (Uralte Kommentare zum Tanach) geht näher auf diesen beunruhigenden Gottesdienst ein:
Wie arbeitete der Molech im Tal Ben-Hinnom? Es wurde außerhalb von Jerusalem erbaut. Es war ein Idol mit dem Gesicht eines Kalbes und offenen Händen wie jemand, der einem anderen etwas wegnehmen möchte. Sie zündeten dieses Idol an, bis seine Hände verbrannten. Es gab sieben Kammern vor ihm und je nach der Qualität des Opfers konnte man ihm so nahe kommen. Wenn einer mit einem Vogel kam, dann kammer eins; Ziege, Kammer zwei; Schafe, Kammer drei; Kalb, Kammer vier; Kuh, Kammer fünf; und Ochse, Kammer sechs.
Die Priester würden sagen, dass derjenige, der sein Kind gebracht hat, das größte Opfer darbringt. Er würde die innerste Kammer betreten und den Molech küssen. . .
Dann nahmen die Priester das Kind und legten es in die Nähe des Molech. Dann schlugen sie mit Trommeln, um die Schreie zu übertönen.
Der Kreis schliesst sich zu Baal
Moloch war der Brandofen für Baal. Er wurde als Stiergottheit dargestellt. Wie oben festgestellt wurde, wurde Baal als goldener Stier verehrt. Der Ofen musste geküsst werden. Somit macht dieser Vers auf einmal auch Sinn:
«Und ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat.»
(1.Könige 19:18)
Moloch ist keine eigene Gottheit. Es geht um Baal!
Mit der Zeit wurde dieser Opferofen als eigenständige Gottheit verehrt, was im Götzendienst nicht ungewöhnlich ist. Götzendienst wandelt sich ständig und passt sich neuen kulturellen Kontexten an: So übernahmen die Römer beispielsweise den Gott Baal und setzten ihn mit Jupiter gleich. Die antike Stadt Heliopolis (heute Baalbek im Libanon) wurde ursprünglich mit dem Gott Baal in Verbindung gebracht. Der Name „Heliopolis,“ auf Griechisch „Stadt der Sonne,“ wurde von den Griechen und später von den Römern übernommen, als sie den Ort in ihre Kultur integrierten und dort neue Tempelanlagen errichteten.
Baalbek war zunächst eine bedeutende Kultstätte für Baal und andere semitische Götter, die mit Himmel, Fruchtbarkeit und Sonne in Verbindung standen. Doch als die Stadt unter griechischen und römischen Einfluss geriet, wurde Baal durch Zeus (bei den Griechen) und später durch Jupiter (bei den Römern) ersetzt, und ein großer Tempel für Jupiter wurde errichtet – eine der beeindruckendsten Tempelanlagen dieser Art. Die Römer passten den alten Kultort so an ihre eigenen religiösen Vorstellungen an und verehrten dort primär Jupiter, Bacchus und Venus, die als Nachfolger der lokalen Gottheiten adaptiert wurden.
Die direkte Gleichsetzung von Baal und Apollo fand allerdings nicht in Heliopolis statt, sondern an anderen Orten. Diese Transformationen veranschaulichen, wie flexibel und wandelbar der Götzendienst war, da er Symbole und Elemente neu interpretierte und in das religiöse Weltbild integrierte.
Satan Beelzebub und Zeus / Jupiter
Im oberen Part haben wir gesehen, dass es verschiedene Ausdrücke für den Gott Baal gab. Auch dass die Anhänge verschiedene Charakterzüge des gleichen Gottes hervorhoben.
In 2. Testament finden wir die erste Verbindung von Baal und Satan:
«Aber als die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen. Jesus kannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, das mit sich selbst uneins ist, wird nicht bestehen. Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so muss er mit sich selbst uneins sein; wie kann dann sein Reich bestehen? Wenn ich aber die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus?»
(Matthäus 12:24)
Jesus setzte Baal und Satan gleich.
Beelzebul ist die griechische Form des Wortes Baal-Sebub. Dem Gott von Ekron
Eine Übersetzung von Baal-Sebub bedeutet „Herr der Fliegen". In der Bibel wird Baal-Sebub als der Gott von Ekron bezeichnet. Josephus schreibt im Hinblick auf König Ahasja, als dieser nach Baal-Sebub sandte: „Und es geschah, dass Ahasja, als er von seinem Haus herunterkam, stürzte, und in seiner Krankheit sandte er zum „Herr der Fliegen", welcher der Gott Ekrons war, denn das war der Name dieses Gottes"
Baal-Sebub wurde betrachtet als ein Beschützer vor giftigen Fliegen und daher als ein Heiler von Krankheiten. Dies wird weiter unten nochmals relevant werden.
Eine andere gängige Interpretation von Baal-Sebub ist die von Tod und Verderben. Wo Leichen sind, sind die Fliegen nicht weit.
Als dritte Möglichkeit aber eine absichtliche Abwandlung des Schreibers von Baal Zebul, „Baal, der Prinz“, sein, ein Titel, der aus den ugaritischen Texten bekannt ist. Hier wäre eine schöne Verbindung zu Satan als Prinz oder Herrscher (Archon) dieser Welt wie er im neuen Testament genannt wird. Der Begriff Achon wird in manchen Bibelübersetzungen mit Prinz übesetzt.
«Und Ahasja fiel durch das Gitter an seinem Obergemach in Samaria und wurde krank. Und er sandte Boten und sprach zu ihnen: Geht hin, befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde.»
(2. Könige 1:2)
Satan wurde in Pergamon verehrt
«Schreib an den Engel der Gemeinde in Pergamon: Das lässt dir der sagen, der das scharfe, doppelschneidige Schwert trägt. Ich weiß, dass du in einer Stadt wohnst, die vom Satan regiert wird. Trotzdem bekennst du dich treu zu mir und hast deinen Glauben nicht widerrufen, selbst dann nicht, als Antipas, mein treuer Zeuge, in dieser Hochburg des Satans getötet wurde.»
(Offenbarung 2:12)
Hier möchte ich gleich einer Verschwörungstheorie entgegenwirken. Anscheinend gibt es Texte in der orthodoxen Kirche die aufzeigen, dass Antipas in einem Apollon-Tempel in der Region der heutigen Schweiz umgebracht wurde. Die Region wo heute CERN liegt. Um Cern ranken sich einige Verschwörungstheorien.
Antipas ist ein heiliger in der orthodoxen Kirche. Er wurde bei lebendigem Leib in einem Stierartigen Ofen verbrannt.
Beim Wort Stierofen sollte man spätestens jetzt hellhörig werden! Es wurde also wieder einmal dem Baal geopfert.
Die Bibel als unsere oberste Autorität zeigt aber auf, dass er in Pergamon umgebracht wurde.
Pergamon liegt in der heutigen Türkei. Dort findet man heute noch riesige Überreste einer Tempelanlage die dem Zeus und der Athena gewidmet wurden. Genauer gesagt befand sich dort dort einen riesiger Altar zu Opferung.
Zeus der Göttervater war der oberste Gott des griechischen Götter-Pantheon. Baal / Beel war der immer der oberste Gott der verschienenen Pantheons des Alten Testaments. Sicher kein Zufall.
Satan lässt sich verehren. Er ist der Gott dieser Welt. Ein weiteres Indiz ist, das dem Zeus auf dem Berg Lykaion Menschenopfer dargebracht wurden.
Folgend eine Replika der Tempelanlage:
Antipas im Stierkochtopf:
Zeus der Fliegenabwehrer
Es gibt eine Geschichte, dass Herakles, der Sohn der Alkmena, als er in Olympia opferte, große Angst vor den Fliegen hatte. Also opferte er entweder aus eigener Initiative oder auf den Vorschlag von jemandem Zeus, dem Fliegenabwehrmittel, und so wurden die Fliegen auf die andere Seite des Alpheius umgeleitet. Es wird gesagt, dass auch die Eleaner auf die gleiche Weise dem Fliegenabwehrenden Zeus opferten, um die Fliegen aus Olympia zu vertreiben.
Hier schliesst sich der Kreis zu Baal-Sebub.
Zum Schluss noch eine Geschichte über Zeus: Er verwandelte sich einst in einen Stier um die schöne Jungfrau Europa zu entführen...
Satan hatte viele Namen
Satan hatte viele Namen. Ein besonderer war Belial oder Beliar. Auch hier finden wir wieder das Wort BEL.
"Was hat Christus zu schaffen mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen?"
(2. Korinther 6:15)
Im alte Testament werden "Söhne von Belial" (hebräisch: "בְּנֵי בְלִיַּעַל", Bnei Belial) als eine Bezeichnung für gottlose, bösartige oder verdorbene Menschen verwendet. Der Begriff "Belial" selbst bedeutet in etwa "Nutzlosigkeit", "Verdorbenheit" oder "Bösartigkeit". Hier sind einige biblische Passagen, in denen dieser Ausdruck vorkommt:
5. Mose 13:14 (Lutherbibel 1984): "Es sind ruchlose Leute (Bnei Belial) aufgetreten, die sagen: 'Lasst uns hingehen und andern Göttern dienen!'"
Richter 19:22 (Lutherbibel 1984): "Aber da sich ihre Herzen freuten, siehe, da umringten die Männer der Stadt, nichtsnutzige Leute (Bnei Belial), das Haus und pochten an die Tür und sprachen zu dem alten Mann, dem Hausherrn: 'Gib den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, damit wir ihm beiwohnen.'"
1. Samuel 2:12 (Lutherbibel 1984): "Aber die Söhne Elis waren ruchlose Leute (Bnei Belial), die den HERRN nicht kannten."
1. Samuel 25:17 (Lutherbibel 1984): "Und nun bedenke und sieh, was du tun kannst; denn es ist beschlossen, über unseren Herrn und über sein ganzes Haus Unheil zu bringen. Er aber ist ein böser Mensch (Ben Belial), dem man nichts sagen kann."
2. Samuel 23:6 (Lutherbibel 1984): "Aber die nichtsnutzigen Leute (Bnei Belial) sind allesamt wie Dornen, die man wegwirft; denn man nimmt sie nicht mit Händen."
Belial in der Apokalyptischen, Rabbinischen und Apokryphen Literatur
Apokalyptische Literatur
In den chassidischen Kreisen, aus denen die apokalyptische Literatur hervorging und wo angelologische und dämonologische Kenntnisse sorgfältig bewahrt wurden, spielte Belial eine sehr bedeutende Rolle. Er wurde vollständig mit Satan gleichgesetzt. Im Buch der Jubiläen wird Belial als Ankläger und Vater aller Götzenanbeter dargestellt. Es wird gebetet, dass der Geist Belials nicht über die Menschen herrsche und sie vor Gott anklage. Die unbeschnittenen Heiden werden als "Söhne Belials" bezeichnet.
In den Testamenten der zwölf Patriarchen ist Belial der Erzfeind, von dem die sieben Geister der Verführung ausgehen, die bei der Geburt in den Menschen eintreten. Belial ist die Quelle der Unreinheit und Lüge und wird als "der Geist der Finsternis" bezeichnet. Der Messias wird Belial bekämpfen, ihn binden und für immer ins Feuer werfen. Die von Belial gefangenen Seelen werden dann seiner Macht entrissen.
In der Ascensio Isaiæ wird Belial mit Samael gleichgesetzt und als "der Engel der Gesetzlosigkeit" bezeichnet. Er wird auch als "der Herrscher dieser Welt" beschrieben, dessen Name "Matanbuchus" ist. In den Sibyllinischen Orakeln, die teilweise christlichen Ursprungs sind, steigt Belial als Antichrist vom Himmel herab und erscheint als Nero, der Mörder seiner Mutter. Er wird auch als Verführer beschrieben, der als falscher Messias unter den Samaritern auftaucht und viele durch seine Wunderkräfte in die Irre führt. Letztendlich wird Belial durch himmlisches Feuer verbrannt, das seine Anhänger vernichten wird.
Zu Samael ist zu sagen, dass dies ein Weiterer Name für Satan ist. Samael heist «Gift Gottes». Dazu im Kapitel Samael mehr.
Bedeutung und Etymologie des Begriffs "Belial"
Der Begriff "Belial" war stets umstritten. In der Septuaginta wird er als „Gesetzlosigkeit“ übersetzt, was auf die rabbinische Interpretation zurückgeht, dass er „derjenige, der das Joch des Himmels abgeworfen hat“ bedeutet. Daher wird Belial als Gegner Gottes betrachtet, vergleichbar mit Satan. Aquila übersetzte das Wort als „Aufruhr“, was auch auf den rebellischen Charakter von Belial hinweist. Moderne Etymologien, die das Wort als „beli yo'il“ (ohne Wert) oder „beli ya'al“ (niemals aufzustehen) deuten, sind umstritten. Einige Gelehrte, wie Bäthgen und Cheyne, sehen Belial als Entsprechung des assyrischen „matu la tarat“ (das Land ohne Rückkehr), was zur Identifikation von Belial mit satanischen Figuren wie Tiamat und dem Antichristen führte.
Der Begriff Belial fand auch Eingang ins Neue Testament und wurde in deutschen Übersetzungen häufig mit „Teufel“ oder „Satan“ übersetzt.
Belior und seine Entwicklung
Der Begriff „Belior“ leitet sich vom hebräischen „Belial“ (בלי-על) ab, was wörtlich „ohne Wert“ oder „wertlos“ bedeutet. In der Zeit des Zweiten Tempels wurde Belial zunehmend als Personifikation des Bösen und als Gegenspieler Gottes betrachtet. Die griechische Form „Beliar“ (Βελίαρ) wird oft mit dem Teufel oder einer dämonischen Macht in Verbindung gebracht, insbesondere in den Qumran-Schriften und apokryphen Texten.
Die Form „Belior“ könnte als Wortspiel verstanden werden, wobei „בלי אור“ (beli or) „ohne Licht“ bedeutet. In diesem Zusammenhang steht Belior für Dunkelheit und das Böse, als Gegenteil von Gott und seinem Licht.
Ein weiterer Einfluss auf die Entwicklung des Begriffs „Belior“ könnte der Dualismus von Licht und Dunkelheit aus dem Zoroastrismus sein, der die Welt in die Kräfte des Lichts (Ahura Mazda) und der Dunkelheit (Angra Mainyu) teilte. Dieser Dualismus beeinflusste das antike Judentum und führte zu einer stärkeren Personifikation des Bösen, das in Figuren wie Belior gipfelte.
Belior steht somit nicht nur für eine dämonische Macht, sondern auch für das Fehlen des göttlichen Lichts, das in vielen religiösen Traditionen als Symbol des Guten und der Wahrheit gilt. Diese Figur wird zunehmend als Gegenspieler Gottes und als Führer der dunklen Mächte dargestellt, die gegen das Licht Gottes kämpfen.
Die wichtigsten Titel des Baal
Baal war als Wolkenreiter bekannt, der bei Stürmen am aktivsten war, galt aber auch als „Herr des Himmels und der Erde“ und kontrollierte sogar die Fruchtbarkeit der Erde. Er war der Gott der Gewitter, der energischste und aggressivste der Götter und derjenige, von dem die Sterblichen am meisten abhängig waren. Zu seinen anderen gebräuchlichen Beinamen gehören „Allerhöchster Prinz/Meister“, „Eroberer der Krieger“, „Mächtigster, Allerhöchster, Höchster, Mächtigster, Mächtigster“, „Krieger“ und „Prinz, Meister der Erde“. Er ist es auch manchmal auch Re'ammin genannt, was „Donnerer“ bedeutet, sowie Aleyin, was „der Höchste“, „Mächtigste“, „Mächtigste“ oder „Höchste“ bedeutet, und er hat viele, viele andere Beinamen. Beim Wort Donnerer ist natürlich auch eine Verbindung zu Zeus und Thor gegeben.
Wo habe ich diese Titel schon einmal gelesen?
„Wenn aber auch unser Evangelium verdeckt ist, so ist es in denen verdeckt, die verloren gehen, in welchen der Gott (Archon)dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat,
damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, welcher das Bild Gottes ist»
(2. Korinther 4:3-4)
«Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.»
(Epheser 2:1)
Je nach Bibelübersetzung wird Archon auch gerne mit Prinz übersetzt.
Die jüdischen Dämonen, Der Sturmgott Baal und die Shedu
In der jüdischen Dämonologie heissen die Dämonen unter anderem Shedim. Der Begriff leitet sich vom Wort Shedu ab.
In der chaldäischen Mythologie waren die sieben bösen Gottheiten als "shedu" bekannt, was Sturm-Dämonen bedeutet. Sie wurden in Bullenform mit Menschenkopf dargestellt; und weil diese kolossalen Bullen, die böse Dämonen darstellten, durch ein eigenartiges Gesetz des Kontrasts auch als schützende Genien königlicher Paläste und dergleichen verwendet wurden, erhielt der Name "shed" auch die Bedeutung eines günstigen Genius in der babylonischen magischen Literatur.
Sehr interessant ist das folgendes Bild von Moloch, welches folgend beschrieben wird:
Kinderopfer für den Sheyd מֹלֶךְ (Mōleḵ), das die typische Darstellung der ammonitischen Gottheit „Moloch“ in mittelalterlichen und modernen Quellen zeigt
(Illustration von Charles Foster für Bibel Pictures and What They Teach Us, 1897):
Baal wurde als Fruchtbarkeitsgott, als Kriegsgott und als Sturmgott verehrt. Die Shedu waren aber Dämonen...
Interessanter wird es, wenn man sich Bilder von Baal anschaut. Ein wichtiges Merkmal/Symbol ist der Donnerkeil. Also der Blitz. Genauso wie bei Zeus. Zuerst sehen wir Baal danach Zeus:
Der Blitz ist ein Symbol für Satan
Viele Symbole werden dem Satan zugeschrieben. Satanic Hollywood und Satanic Music Industries ist voll mit satanischer Symbolik. Der Blitz steht für den Fall Satans. Die Verschwörungstheorie geht so: Menschen verkaufen dem Satan ihre Seelen für ein Leben als Stern «Star». Dafür müssen sie aber immer subtil zeigen, wem sie sich unterstellt haben. Satan ist eingebildet. Es ist ihm wichtig zu zeigen, wem diese Welt unterstellt ist und wer sich für ihn entschieden hat:
«Er sprach aber zu ihnen: Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz.»
(Johannes 12:31)
Die mächtigen Stiere von Bashan
Bashan, östlich des Jordans und des Sees Genezareth gelegen, war ein wunderschön fruchtbares Land, bekannt für seine üppigen Weiden und dichten Wälder mit hochwertigem Bauholz. Teile dieser Region waren recht gebirgig, einschließlich der Golanhöhen (wie in 1. Chronik 6:71 erwähnt), wo der Berg Hermon liegt. In der geistlichen Geografie des Alten und Neuen Testaments symbolisieren die Berge Hermon und Zion einen verborgenen spirituellen Konflikt. Bashan galt als Aufenthaltsort vergöttlichter, verstorbener Könige und war unter dem Namen „Land der Rephaim“ bekannt. Psalm 68:15-16 erwähnt den Berg Hermon im Gegensatz zum heiligen Berg Zion, der dem Herrn geweiht ist:
„Der Berg von Baschan ist ein hoher Berg, ein Berg von Baschan, der sich hoch erhebt. Warum blickt ihr mit Neid, ihr hohen Berge? Der Berg, den Gott sich erwählt hat, dort wird der Herr wohnen für immer.“ (Psalm 68:15-16, Eberfelder)
In Bashan herrschte ein Riese namens König Og (Numeri 21:33 und Deuteronomium 3:1-17), der zu den Rephaim gehörte, einer Gruppe von Riesen, zu der auch Goliath zählte. Die Rephaim entstanden nach Überlieferung aus der Verbindung zwischen Menschen und gefallenen Engeln, wie in Genesis 6:1-4 beschrieben. Dieses Ereignis wird mit der Zerstreuung der Nationen und den gefallenen „Söhnen Gottes“ in Verbindung gebracht, die gemäß Deuteronomium 32:8-9 und in den Psalmen 82 und 89 über die Völker gesetzt wurden:
„Als der Höchste die Nationen verteilte, als er die Kinder der Menschen trennte, setzte er die Grenzen der Völker fest nach der Zahl der Kinder Israels. Denn der Anteil des Herrn ist sein Volk, Jakob ist das Los seines Erbteils.“ (Deuteronomium 32:8-9, Eberfelder)
König Og war nicht nur physisch ein Gigant (sein eisernes Bett maß 4 Meter Länge und 1,8 Meter Breite), sondern auch ein mächtiger Vertreter der Rephaim.
Zum „Tor des Hades“
Im ersten Jahrhundert n. Chr. befand sich am Fuße des Hermon-Berges die Stadt Caesarea Philippi. Einst war dieser Ort bekannt für eine Grotte, die Fruchtbarkeitsgottheiten gewidmet war, von denen man glaubte, dass sie im Winter in die Unterwelt hinabstiegen und im Sommer wiederkehrten. Diese Höhle nannte man die „Tore des Hades“, das Reich der Toten oder der Unterwelt. In Matthäus 16 führt Jesus seine Jünger an diesen Ort und verkündet: „Ich will meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen.“ Das Wort „überwältigen“ ist hier irreführend, da Tore defensive Strukturen und keine offensiven Waffen sind:
„Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16:18, Eberfelder)
Als Jesus und seine Jünger über den See Genezareth zur östlichen Küste fuhren – wie in der Erzählung des Gerasener Dämonenbesessenen festgehalten – betraten sie ein Gebiet, das gemäß Deuteronomium 32:8, 9 von anderen „Söhnen Gottes“ beherrscht wurde, die Jahwe diese Region zugewiesen hatte. Diese wurden als „starke Stiere von Bashan“ bezeichnet, die Söhne Gottes, die sich als Götter der umliegenden Völker etabliert hatten.
„Als der Höchste die Nationen verteilte, als er die Kinder der Menschen trennte, setzte er die Grenzen der Völker fest nach der Zahl der Kinder Israels. Denn der Anteil des Herrn ist sein Volk, Jakob ist das Los seines Erbteils.“ (Deuteronomium 32:8-9, Eberfelder)
Berg Hermon, wo laut ausserbiblischen Quellen die Gottessöhne ihren Schwur geleistet haben, sich gegenseitig nicht zu verraten, wegen ihren Beziehungen zu den Menschenfrauen:
Das Land Kanaans zur Zeit Josuas:
Das Tor zu Hölle Caesarea Philippi
Psalm 22:1-21
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Warum bist du so fern von meiner Rettung, fern von den Worten meines Schreiens?
Mein Gott, ich rufe bei Tag, aber du antwortest nicht; und bei Nacht, aber ich finde keine Ruhe.
Doch du bist heilig, du thronst über den Lobgesängen Israels.
In dich haben unsere Vorfahren vertraut; sie vertrauten, und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden gerettet; auf dich vertrauten sie und wurden nicht enttäuscht.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, von allen verachtet, vom Volk verabscheut.
Alle, die mich sehen, verspotten mich; sie verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
„Er vertraute auf den HERRN – der soll ihn befreien, der soll ihn retten, wenn er an ihm Gefallen hat.“
Doch du hast mich aus dem Mutterleib gezogen; du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter.
Auf dich bin ich geworfen vom Mutterschoß an, seit dem Schoß meiner Mutter bist du mein Gott.
Sei nicht fern von mir, denn Not ist nahe, und es gibt keinen Helfer.
Viele Stiere haben mich umgeben; starke Stiere von Baschan haben mich umringt;
sie sperren das Maul gegen mich auf, wie ein reißender und brüllender Löwe.
Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, und alle meine Gebeine haben sich zertrennt; mein Herz ist geworden wie Wachs, es zerschmilzt in mir.
Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; du legst mich in des Todes Staub.
Denn Hunde haben mich umgeben; eine Rotte von Übeltätern hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchbohrt.
Ich kann alle meine Knochen zählen; sie aber schauen zu und sehen auf mich herab.
Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.
Aber du, HERR, sei nicht fern; meine Stärke, eile mir zu Hilfe.
Errette meine Seele vor dem Schwert, mein einziges Leben vor der Gewalt der Hunde!
Rette mich aus dem Rachen des Löwen und vor den Hörnern der wilden Stiere. Du hast mich erhört.“
Kontext von Psalm 22 und seine Prophezeiung
Psalm 22 ist ein prophetischer Text, der die Leiden von Jesus Christus während seiner Kreuzigung beschreibt. Obwohl einige der im Psalm beschriebenen Ereignisse Davids eigenes Leben widerspiegeln, beziehen sich alle auf Jesus Christus, Davids größeren Sohn. Der Psalm illustriert die verschiedenen Formen von Qualen, die Christus erlitt, einschließlich körperlicher Schmerzen, spiritueller Not und emotionalem Leiden durch verbale Angriffe.
Die vier metaphorischen Tiere in Psalm 22: David verwendet Metaphern von vier Tieren, um die Kategorien von Feinden zu beschreiben, die Jesus bei seiner Kreuzigung verbal und emotional misshandelten. Diese Tiere sind symbolisch und repräsentieren verschiedene böse Mächte und Gegner.
Stiere von Baschan: Vers 12 beschreibt die "Starken Stiere von Baschan", die Jesus umgeben. Baschan war eine Region östlich des Jordanflusses, bekannt für ihre fruchtbaren Weiden und großen, starken Rinder. Historisch gesehen war Baschan ein Zentrum der Anbetung des heidnischen Gottes Baal, der als Stier dargestellt wurde. Diese Stiere symbolisieren daher nicht nur physische Gegner, sondern auch Dämonen und böse Geister, die im Laufe der Geschichte Feinde Gottes waren. Diese Dämonen, die in der Region von Baschan verehrt wurden, stehen metaphorisch für die bösen Mächte, die Jesus bei seiner Kreuzigung umgaben und ihn quälten.
Löwen: In den Versen 13 und 21 werden die Feinde Jesu auch als "brüllende Löwen" beschrieben. Diese Löwen repräsentieren die geistlichen Führer und die jüdische Hierarchie, die Jesus verspotteten und verhöhnten. Ihre Wut und ihr Wunsch, Jesus zu vernichten, wird durch das Bild des brüllenden Löwen veranschaulicht.
Hunde: Die "Hunde" in Vers 16 symbolisieren unheilige und gefährliche Menschen. In diesem Kontext bezieht sich der Begriff auf die römischen Soldaten, die Jesus kreuzigten. Sie wurden von den Juden oft verächtlich als Hunde bezeichnet. Diese Soldaten verspotteten Jesus, teilten seine Kleidung unter sich auf und verhöhnten ihn, während er am Kreuz hing.
Wilde Ochsen: Die "wilden Ochsen" in Vers 21 könnten symbolisch für die Stämme Israels stehen, insbesondere für den Stamm Ephraim, der traditionell mit einem Ochsen assoziiert wird. Diese Tiere symbolisieren die Menge der Menschen, einschließlich der beiden mit Jesus gekreuzigten Verbrecher, die ihn ebenfalls verspotteten.
Die Rolle Baals und die Dämonen von Baschan: Der Hauptfokus liegt auf den Stieren von Baschan, die als Symbol für die Anbetung Baals und die damit verbundenen Dämonen stehen. Baal war eine heidnische Gottheit, die in der Region Baschan verehrt wurde. Die Anbetung Baals beinhaltete Praktiken, die im Widerspruch zum Glauben an Jehova standen, und Baal wurde oft als Stier dargestellt. Diese Verbindung unterstreicht, dass die "Starken Stiere von Baschan" metaphorisch für die dämonischen Mächte und bösen Geister stehen, die Jesus bei seiner Kreuzigung quälten. Die Stiere von Baschan symbolisieren die alten Feinde Gottes, die seit Generationen gegen ihn kämpften und sich nun gegen seinen Sohn, Jesus Christus, wandten.
Fazit
Psalm 22 verwendet eindrucksvolle Metaphern, um das Leiden Jesu Christi zu schildern. Die „Stiere von Baschan“ stehen dabei für die dämonischen Mächte und bösen Geister, die mit der Anbetung Baals verbunden sind und Jesus während seiner Kreuzigung quälten. Diese Bilder verdeutlichen die physischen, emotionalen und spirituellen Qualen, die Jesus erduldete, und zeigen, wie biblische Prophezeiungen durch sein Leben und Leiden erfüllt wurden.
Die „mächtigen Stiere von Baschan“ symbolisieren somit die bösen spirituellen Kräfte, die sich gegen Jesus stellten. Durch seine Kreuzigung und Auferstehung besiegte Jesus diese Mächte, wodurch er den endgültigen Sieg über Tod und Hölle errang. Baal ist Satan.
Aber warum ein Stier?
Der Stier, so sagt man, ist ein Symbol für Fruchtbarkeit, Aggression und Kraft, vor allem militärische Kraft. Wobei das reicht mir persönlich nicht. Ich glaube der wahre Grund für den Stier finden wir in Satan selbst: Er ist ein Cherubengel. Cheruben werden in der Bibel immer als Mischwesen dargestellt.
Der Engel Luzifer im 3. Himmel bei Gott vor seinem Fall
«Du warst ein glänzender, schirmender Cherub und auf den heiligen Berg hatte ich dich gesetzt; ein Gott warst du und wandeltest inmitten der feurigen Steine. Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde. Durch deinen großen Handel wurdest du voll von Gewalttat und hast dich versündigt. Da verstieß ich dich vom Berge Gottes und tilgte dich, du schirmender Cherub, hinweg aus der Mitte der feurigen Steine.»
(Hesekiel 28:14)
Beschreibung der Cheruben in der Bibel
«Und jedes von ihnen hatte vier Angesichter und vier Flügel. Und ihre Beine standen gerade, und ihre Füße waren wie Hufe von Stieren und glänzten wie blinkende, glatte Bronze. Und sie hatten Menschenhände unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten; die vier hatten Angesichter und Flügel. Ihre Flügel berührten einer den andern. Und wenn sie gingen, brauchten sie sich nicht umzuwenden; immer gingen sie in der Richtung eines ihrer Angesichter. Ihre Angesichter waren vorn gleich einem Menschen und zur rechten Seite gleich einem Löwen bei allen vieren und zur linken Seite gleich einem Stier bei allen vieren und hinten gleich einem Adler bei allen vieren.»
(Hesekiel 1:6)
Ein jeder hatte vier Angesichter; das erste Angesicht war das eines Cherubs, das zweite das eines Menschen, das dritte das eines Löwen, das vierte das eines Adlers. Und die Cherubim hoben sich empor.
(Hesekiel 10:14)
Hesekiel 10 weist eine Besonderheit im Vergleich zu Hesekiel 1 auf. Auch hier werden wieder vier Gesichter beschrieben, doch eines davon wird als das Gesicht eines Cherubs bezeichnet. Das lässt darauf schließen, dass der Cherub mit dem Stier identisch ist. Die Frage ist nun: Hat ein Cherub vier Gesichter oder nur ein Stiergesicht? Es scheint, dass das Hauptgesicht des Cherubs dem eines Stiers gleicht. Es ist das erste Angesicht. Die anderen Gesichter könnten metaphorisch für bestimmte Eigenschaften stehen oder die Seiten- und Rückansichten des Cherubs darstellen.
Im Kapitel «Unreine Geister» habe ich schon einmal erwähnt, dass wir uns vom klassischen Engelsbild lösen müssen. Engel sind in erster Linie Geistwesen für uns. Wie sehen sie aber in der geistigen, für uns, unsichtbaren Welt aus?
„Wenn Du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist."
(Arthur Conan Doyle)
Am Anfang des Kapitels sieht man einen geflügelten Minotaurus. So könnte Satan ausgesehen haben.