Lauwarmer Glaube erklärt


Lauwarmer Glaube – die große Selbsttäuschung

Die Bibel warnt eindringlich davor, dass es möglich ist, ein Leben in völliger Selbsttäuschung zu führen. Man kann an Gott glauben, religiös wirken und sich sogar sicher fühlen – und dennoch völlig am Ziel vorbeigehen.

Jesus erzählt im Gleichnis vom Sämann von einem Boden, auf dem das Wort Gottes zwar aufkeimt, aber von den Dornen des Alltags erstickt wird (Matthäus 13). Das ist das Bild des lauwarmen Christen: Das Wort wird gehört, dringt aber nicht tief ins Herz ein. Sorgen, Reichtum, Selbstverwirklichung und menschliche Maßstäbe nehmen den Raum ein, der allein Gott gehören sollte. Das Fatale daran ist: Man kann dem Christentum als Glaubenssystem angehören oder tatsächlich ein wiedergeborener Christ sein.

In der Offenbarung finden wir eine klare Diagnose: „Weil du lau bist, weder heiß noch kalt, werde ich dich aus meinem Mund ausspeien“ (Offenbarung 3,16). Lauwarm bedeutet, ein bisschen religiös zu sein, ein bisschen fromm – aber ohne brennende Liebe zu Christus und ohne klare Hingabe. Das Tragische ist: Viele, die so leben, sind überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein – und merken nicht, dass sie sich selbst betrügen.

Warum ist „kalt sein“ besser als „lau“?

Kalt sein bedeutet hier, dass jemand sich noch nicht für Gott entschieden hat – die Möglichkeit zur Umkehr besteht noch. Lauwarm hingegen heißt, einer falschen Lehre zu folgen und in einer falschen Sicherheit zu verharren.

Jesus warnt davor, an einem Glauben festzuhalten, der äußerlich echt wirkt, aber innerlich keine Herzensveränderung bewirkt.


Was meint Hingabe?

Jakobus sagt deutlich: „Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt – das tust du gut; auch die Dämonen glauben das und zittern“ (Jakobus 2,19). Ein bloßes intellektuelles Glauben reicht nicht aus. Wahre Nachfolge bedeutet mehr als nur Zustimmung oder Tradition.

Deshalb ist es so entscheidend, Gottes Maßstäbe zu kennen und anzunehmen – nicht aus eigener Kraft, sondern weil der Heilige Geist unser Herz verändert. Wir werden nicht durch gute Werke gerettet, sondern durch Gottes Gnade. Doch diese Gnade bleibt niemals ohne Wirkung: Sie erneuert das Herz, schenkt ein neues Denken und bringt die Frucht des Geistes hervor – Liebe, Freude, Friede, Geduld, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Galater 5,22).

Die Gefahr ist groß, denn der Weg ins Verderben ist breit, wie Jesus sagt (Matthäus 7,13). Viele werden verführt durch Irrlehren oder ein falsches Evangelium, das entweder alles auf Werke reduziert oder eine oberflächliche Gnade predigt, die keine Veränderung bewirkt. Doch das Evangelium ist weder Gesetzlichkeit noch Beliebigkeit – es ist die Kraft Gottes, die Menschen von innen heraus verwandelt.

Deshalb ist es lebenswichtig, sich selbst zu prüfen: Lebe ich in echter Gemeinschaft mit Christus? Erlebe ich die Veränderung durch seinen Geist? Oder bilde ich mir nur ein, auf dem richtigen Weg zu sein? Der lauwarme Christ lebt in Selbsttäuschung – doch wer sich Gott von Herzen hingibt, wird von ihm erneuert, gereinigt und fruchtbar gemacht.

Das Thema der Selbstprüfung zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel. Ich glaube, es ist Gottes Art, uns immer wieder vor Augen zu führen, worum es im Glauben wirklich geht.

Dabei geht es nicht darum, das Heil zu verlieren – das ist laut Bibel unmöglich. Es geht vielmehr darum, dass es viele lauwarme, intellektuelle Christen gibt: Menschen, die einer Religionsgemeinschaft angehören, aber nicht durch den Heiligen Geist neu geboren sind und somit letztlich verloren gehen.


Wie erkenne ich, dass ich kein lauwarmer, falscher Christ bin?

• Ich akzeptiere Gottes Gesetz so, wie es ist. Abtreibung ist Mord, Ehebruch und Unzucht sind Sünde, Homosexualität ist Sünde, Lästern ist Sünde, Fluchen und Schimpfwörter zu benutzen ist Sünde, sich sündhafte Dinge anzuschauen ist Sünde. Hier kommen wir schon an den ersten Scheideweg. Weil es gibt Kirchen die Gottes Gesetz nicht umsetzen oder gar verzerren. Jesaja 5,20

„Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht machen und das Licht zur Finsternis, die das Bittere süß und das Süße bitter machen!“

• Ich bemühe mich, Gottes Gesetz umzusetzen, seine Gebote zu halten und zu achten – nicht aus Angst vor Verdammnis, sondern weil der Heilige Geist mich immer wieder mit meinem sündhaften Verhalten konfrontiert und mich in die richtige Richtung lenkt. Ich möchte ein heiliger Mensch werden.

• Ich kann nicht mehr sündigen, ohne vom Heiligen Geist überführt zu werden. Ich bekomme ein schlechtes Gewissen und trübe den Heiligen Geist.

• Ich habe Hunger nach Gottes Wort, will mehr von ihm wissen und versuche, die Bibel zu verstehen. Gott ist das Zentrum meines Lebens, nicht nur eine Randerscheinung, der ich Sonntags in der Kirche einen Besuch abstatte, weil es Tradition ist.

Wenn das in deinem Leben so ist, dann bist du garantiert versiegelt mit dem Heiligen Geist. 

Die Versiegelung die nur statt findet, wenn man den Willen des Vaters tut:

„Das ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat.“

(Johannes 6,40)

„Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen, und den du gesandt hast, Jesus Christus.“

(Johannes 17,3)

Die erste Gruppe ist nicht versiegelt, weil sie den Willen des Vaters verdreht – sie verkennen, dass Jesus alles am Kreuz vollbracht hat und dass der Glaube an diesen Sohn die alleinige Voraussetzung für ewiges Leben ist.

Die zweite Gruppe ist nicht versiegelt, weil sie zwar glaubt, den Willen des Vaters zu tun, und anerkennt, dass Jesus alles am Kreuz vollbracht hat, aber einem falschen Jesus folgt, der Sünde toleriert.

Desshalb warnt Gott vor dem lauwarmen Glauben. Und wies auf die Enge Pforte hin:

Matthäus-Evangelium, Kapitel 7, Verse 13–14 (Luther 2017):

„Geht hinein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und viele sind es, die durch dieselbe hineingehen. Aber die Pforte ist schmal, und der Weg ist eng, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.“

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