JESUS IST GOTT: JESU EWIGE GEBURT - DER BEGRIFF "EINGEBOREN" ERKLÄRT


Die christliche Lehre über den Sohn Gottes und seine Beziehung zum Vater ist ein zentraler Bestandteil des Glaubens, tief verwurzelt in der Bibel. Ein entscheidendes Konzept, das immer wieder auftaucht, ist die „ewige Geburt“ Jesu Christi. Dieser Begriff beschreibt die ewige Zeugung des Sohnes durch den Vater und die einzigartige Beziehung zwischen den beiden, die nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt begann, sondern immer schon bestand. Im Gegensatz dazu beschreibt die Menschwerdung den Moment, in dem dieser ewige Sohn Gottes in menschlicher Form auf die Erde kam, um das Werk der Erlösung zu vollenden. Es ist ein faszinierendes Mysterium, das uns zugleich übersteigt und zugleich zutiefst beruhigt.

Die „ewige Geburt“ des Sohnes beschreibt eine zeitlose und göttliche Realität. Wenn wir von der „ewigen Geburt“ sprechen, meinen wir nicht einen einmaligen Moment oder eine Handlung, sondern eine stetige, ewige Beziehung zwischen Vater und Sohn. Der Sohn Gottes wird als „eingeboren“ bezeichnet, weil er vom Vater gezeugt, aber nicht erschaffen wurde. Diese Zeugung ist nicht auf einen bestimmten Moment in der Geschichte begrenzt, sondern stellt die ewige Realität der göttlichen Beziehung zwischen Vater und Sohn dar.

Johannes 1,14 sagt: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als die des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Hier wird Jesus als der „eingeborene Sohn“ bezeichnet, was auf seine göttliche Herkunft und die Einheit mit dem Vater hinweist. Er ist nicht erschaffen, sondern vom Vater gezeugt. In der ewigen Geburt gibt es keinen Beginn, sondern eine fortwährende Beziehung, die in der Zeit nicht zu fassen ist. Der Sohn war immer schon in intimer Einheit mit dem Vater und geht niemals zu einem bestimmten Moment hervor – er ist und war immer schon Teil des göttlichen Wesens.

Johannes 1,18 erklärt weiter: „Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat ihn uns erklärt.“ Der „eingeborene Sohn“ ist also nicht nur Teil von Gottes Wesen, sondern auch derjenige, der uns den Vater offenbart. Diese ewige Zeugung des Sohnes ist keine zeitliche Geburt, sondern eine fortwährende und untrennbare Verbindung des Sohnes mit dem Vater, die immer schon so war und immer so sein wird. Es ist ein Mysterium der ewigen Beziehung zwischen Vater und Sohn.

Man stelle sich ein Licht vor, symbolisch für den Vater, aus dem der Sohn hervortritt. Dies ist ein ewiger Zustand, ein nie endender Prozess. Es war immer so, ohne Anfang und ohne Ende. Das Licht des Vaters ist nicht zu trennen von dem Licht des Sohnes, weil der Sohn ewig aus dem Vater hervorgeht und doch immer vollständig mit ihm verbunden bleibt. In diesem Bild wird die untrennbare Einheit zwischen Vater und Sohn sichtbar, eine Einheit, die in einem fortwährenden, ewigen Hervorgehen des Sohnes aus dem Vater besteht, ohne dass je ein Moment von Trennung oder Anfang existiert. Es ist die ewige Wahrheit und Beziehung, die uns zu Gott führt und uns zeigt, wie tief die Liebe und das Zusammenspiel innerhalb der göttlichen Familie sind.

Die Menschwerdung Jesu jedoch ist der Moment, in dem dieser ewige Sohn, der immer schon beim Vater war, in die menschliche Geschichte eintritt, um als wahrer Mensch und wahrer Gott unter uns zu leben. Es ist der Zeitpunkt, an dem der Sohn Gottes die menschliche Natur annimmt und damit das Werk der Erlösung vollendet. Während die „ewige Geburt“ eine zeitlose und göttliche Beziehung darstellt, ist die Menschwerdung ein geschichtlicher Akt, der zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte stattfand – die Geburt Jesu in Bethlehem.

Johannes 1,14 sagt: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als die des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ In diesem Vers spricht der Evangelist vom „Wort“, das in Jesus Christus verkörpert ist. Es ist der „eingeborene Sohn“, der in menschlicher Gestalt in die Welt tritt, um als Mensch unter uns zu leben. Auch wenn der Sohn Mensch wird, bleibt seine göttliche Natur unverändert.

Philipper 2,6-7 beschreibt diesen Moment der Menschwerdung so: „Der, als er in göttlicher Gestalt war, es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein, sondern sich selbst entäußerte und Knechtsgestalt annahm, in dem er den Menschen gleich wurde.“ Die Menschwerdung ist der Akt, in dem der „eingeborene Sohn“ die göttliche Gestalt entkleidet, um als Mensch unter uns zu leben. Es ist eine göttliche Herabkunft, bei der der Sohn in die menschliche Existenz eintritt, ohne seine göttliche Natur zu verlieren.

Die Unterschiede zwischen der „ewigen Geburt“ und der „Menschwerdung“ sind deutlich. Die ewige Geburt spricht von einer zeitlosen, göttlichen Realität, in der der Sohn immer schon im Wesen des Vaters existiert und untrennbar mit ihm verbunden ist und schon immer aus ihm hervorgegangen ist. . Es gibt keinen Anfang und kein Ende dieser Beziehung. Sie ist ewig und außerhalb der Zeit. Die Menschwerdung hingegen bezieht sich auf den historischen Moment, in dem der Sohn Gottes in die Welt trat, um als Mensch zu leben und zu sterben. Es ist der Moment der Verkörperung, in dem der ewige Sohn in die menschliche Geschichte eintritt.

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