Proklamation des Staates Israel am 14. Mai 1948 in Tel Aviv, mit David Ben Gurion (l),
dem ersten Ministerpräsidenten Israels
Die Gründung des Staates Israel war ein Katastrophe und folgt biblisch gesehen einem Muster
Die Bibel ist voll von Verheißungen – und ebenso voll von Geschichten, in denen Menschen diese Verheißungen nicht abwarten konnten, sondern sie in eigener Kraft zu erzwingen versuchten. Diese Muster ziehen sich durch die Geschichte Israels und kulminieren aus biblischer Sicht auch in der Gründung des modernen Staates Israel.
Die Verheißung: Israel ist das ewige Erbteil des jüdischen Volkes
Gott hat in der Tora und den Propheten mehrfach und eindeutig erklärt, dass das Land Israel (Kanaan) der ewige Besitz der Nachkommen Abrahams sein wird – nicht nur als geografisches Territorium, sondern als Ort der Bundesbeziehung mit Gott.
1. Mose 17,8
„Und ich will dir und deinem Samen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitz; und ich will ihr Gott sein.“
Psalm 105,8–11
„Er gedenkt ewiglich an seinen Bund … Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils.“
Hesekiel 47,14
„Denn ich habe geschworen, es euren Vätern zu geben, und dieses Land soll euch zum Erbe gehören.“
1. Chronik 16,15–18
Gedenkt ewig an seinen Bund, an das Wort, das er geboten hat für tausend Geschlechter,
den er gemacht hat mit Abraham und an seinen Eid an Isaak.
Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung, für Israel als ewigen Bund,
indem er sprach: »Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils.«
2. Mose 32,13
Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen hast und gesagt: »Ich will euren Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel, und das ganze Land, das ich verheißen habe, will ich euren Nachkommen geben, und sie sollen es besitzen auf ewig.«
Diese Verheißungen sind eindeutig: Israel gehört dem jüdischen Volk. Aber die Schrift zeigt genauso klar: Die Erfüllung liegt in Gottes Händen, nicht in menschlicher Strategie. Der Besitz ist nicht losgelöst vom Bund, sondern an Gehorsam, Demut und Vertrauen gebunden.
Biblische Christen sind automatisch, biblische Zionisten. Israel gehört laut Gottes Wort den Juden. Aber die forcierte Gründung des Staates folgt einem biblischen Muster. Ein Muster dass immer negativ war und im Misstrauen gegenüber Gott gegründet ist. Die Juden haben nichts aus ihren Schriften gelernt.
Die unrechte Gründung des Staates Israel
VORGESCHICHTE & GRÜNDUNG ISRAELS
Vor dem Ersten Weltkrieg gehörte das Gebiet Palästina zum Osmanischen Reich.
Während des Kriegs kämpften die Briten gegen das Osmanische Reich und wollten danach ihre Macht in der Region ausbauen.
2. Die Balfour-Deklaration (1917)
Im November 1917 gab der britische Außenminister Arthur Balfour ein offizielles Schreiben (die „Balfour-Deklaration“) an Lord Rothschild, einen führenden britisch-jüdischen Vertreter, heraus.
Darin sagte Großbritannien zu, die Schaffung einer „nationalen Heimstätte für das jüdische Volk“ in Palästina zu unterstützen.
Diese Erklärung war teilweise motiviert durch:
Strategische Überlegungen im Krieg (z. B. Unterstützung der zionistischen Bewegung zur Förderung des Kriegs gegen die Osmanen)
Politische Lobbyarbeit der zionistischen Bewegung (Juden, die eine Rückkehr nach Palästina anstrebten)
Andere geopolitische Interessen.
3. Völkerbund-Mandat (1920–1922)
Nach dem Krieg wurden die Gebiete des besiegten Osmanischen Reichs neu verteilt.
Der Völkerbund (Vorläufer der UNO) übertrug Großbritannien das Mandat über Palästina, offiziell mit der Aufgabe, dort eine jüdische Heimstätte zu schaffen und gleichzeitig die Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Bevölkerung zu schützen.
Das Mandat wurde 1922 ratifiziert.
4. Warum war das so kompliziert?
Die britische Regierung wollte einerseits jüdischen Flüchtlingen und der zionistischen Bewegung helfen (auch aus Gründen der internationalen Politik).
Andererseits gab es eine große arabische Bevölkerung, die gegen eine solche zionistische Heimstätte war, weil sie befürchteten, ihr Land und ihre Rechte zu verlieren.
Großbritannien hatte also eine sehr schwierige Aufgabe: es sollte beide Seiten zufriedenstellen – was fast unmöglich war.
Kurz gesagt:
Die Idee zur jüdischen Heimstätte wurde durch die britische Regierung mit der Balfour-Deklaration offiziell in Gang gesetzt.
Das Mandatssystem wurde vom Völkerbund festgelegt, aber Großbritannien war die Verwaltungsmacht.
Die britische Politik war also eine Mischung aus internationalem Druck, eigenen Interessen und Versuchen, beide Bevölkerungsgruppen zu berücksichtigen – was nie wirklich gelang.
Britisches Mandatsgebiet Palästina (bis 1947)
100 % des Gebiets unter britischer Kontrolle.
Bevölkerung: ca. 1,3 Mio Araber (Muslime & Christen), ca. 600.000 Juden (1930er–40er Jahre).
Jüdischer Landbesitz bis 1947: 6–8 % des Landes.
▪ UN-Teilungsplan von 1947:
Ziel: Zwei Staaten, jüdisch & arabisch.
Verteilungsvorschlag:
Jüdischer Staat: 56 %
Arabischer Staat: 43 %
Jerusalem: 1 %, unter internationaler Verwaltung.
Arabische Staaten und palästinensische Führung lehnten ab → Konflikt bricht aus.
ISRAELS GRÜNDUNG UND DER KRIEG 1948
▪ Staatsgründung Israels:
14. Mai 1948: Israel erklärt Unabhängigkeit.
Direkt danach greifen Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon, Irak an → Erster Nahostkrieg.
▪ Ergebnis:
Israel kontrolliert am Ende ca. 78 % des ursprünglichen Mandatsgebiets.
Die arabisch-palästinensischen Gebiete:
Westjordanland (Westbank): unter jordanischer Kontrolle.
Gazastreifen: unter ägyptischer Kontrolle.
Rund 700.000 Palästinenser fliehen oder werden vertrieben („Nakba“).
NACHFOLGENDE ENTWICKLUNG UND FLÄCHENVERLUST
▪ Sechstagekrieg (1967):
Israel erobert:
Gaza
Westjordanland
Ostjerusalem
Golanhöhen (von Syrien)
Sinai (von Ägypten, später zurückgegeben)
Seitdem ist Israel de-facto Besatzungsmacht in Gaza & Westbank.
AKTUELLE FLÄCHENVERHÄLTNISSE 2025
▪ Israel (international anerkanntes Kerngebiet):
ca. 78 % des Mandatsgebiets.
▪ Palästinensische Gebiete (Gaza + Westbank):
ca. 22 %, jedoch:
In der Westbank hat Israel durch Siedlungen, Straßen und Militärzonen über 60 % unter direkter
Kontrolle („Area C“).
Der effektive palästinensische Selbstverwaltungsraum schrumpft auf ca. 10–13 %.
NEUESTE ENTWICKLUNG SEIT 2023
▪ Terroranschlag der Hamas (7. Oktober 2023):
Über 1.200 israelische Zivilisten getötet.
Auslöser für umfassende Militärinvasion Israels in Gaza.
▪ Gaza (2024–2025):
Israel zerstört große Teile von Gaza.
Einrichtung des „Morag-Korridors“ im Süden:
Neue „Sicherheitszone“, die Gaza in zwei Teile teilt (Khan Yunis / Rafah).
Zehntausende Palästinenser zwangsweise vertrieben.
Internationale Kritik: wird als faktische Gebietsaneignung gewertet.
▪ Westjordanland:
2024: 800 Hektar konfisziert – größte Enteignung seit den Oslo-Abkommen.
48 neue Siedlungsaußenposten errichtet.
Minister Smotrich: kündigt an, 2025 sei das „Jahr der Souveränität“ → Annexion der Westbank wird politisch vorbereitet.
Ein Muster wiederholt sich
Es gibt Konflikt im Gaza und anschliessend wird die Sicherheitszone einfach erweitert unter der Begründung das dies aus sicherheitstechnischer Sicht nötig ist. Faktisch verliert Palästina immer mehr Land and Israel, seit seiner illegalen Gründung.
INTERNATIONALE BEWERTUNG
Amnesty International kommt 2024 zu dem Schluss, dass Israels Handlungen gegenüber Palästina einen Völkermord darstellen.
GESAMTBILD HEUTE (2025):
Gebiet Fläche (ca.) Kontrolle
Israel ~22.000 km² Vollständige Kontrolle
Westbank ~5.600 km² >60 % unter israelischer Kontrolle
Gaza ~360 km² Israel kontrolliert Bewegungen, Luftraum, Grenzen, jetzt auch neue Sicherheitszonen
Palästinensische Kontrolle (effektiv) <13 % Nur Teile der Westbank
Fazit
Was 1948 als Zufluchtsort und Staatsgründung begann, ist heute ein tief verfestigter Territorialkonflikt. Die anhaltende Landnahme und militärische Kontrolle, vor allem seit 2023, verschärfen die Lage weiter – sowohl rechtlich als auch menschlich. Ein grosses Unrecht!
Die Rolle der Rothschilds bei der Gründung Israels – Einfluss durch Kapital und Politik
Die Gründung des modernen Staates Israel war kein geistliches Ereignis. Sie war das Resultat jahrzehntelanger strategischer, politischer und wirtschaftlicher Vorbereitung – mit einer zentralen Rolle der Rothschild-Familie. Die weltweit vernetzten Bankiers prägten das zionistische Projekt nicht nur durch finanzielle Macht, sondern auch durch ihren Einfluss auf Regierungen und Ideologien. Der Staat Israel ist in vieler Hinsicht ein Produkt geopolitischer Interessen und ökonomischer Macht, bei dem religiöse Verheißungen instrumentalisiert wurden.
Edmond de Rothschild: Der Architekt jüdischer Landnahme in Palästina
Baron Edmond de Rothschild (1845–1934) war eine Schlüsselfigur in der zionistischen Frühphase. Er finanzierte nicht nur jüdische Ansiedlungen in Palästina, sondern strukturierte das koloniale Projekt planmäßig:
Er kaufte Land in strategischen Regionen, oft gegen den Willen der einheimischen arabischen Bevölkerung.
Mit seinem Geld entstanden Siedlungen wie Rischon LeZion, Zichron Ya'akov und weitere, die Landbesitz zugunsten von Juden veränderten, teils unter Missachtung lokaler Strukturen.
Er kontrollierte Siedlungen von Paris aus, setzte Verwalter ein und entschied über Landwirtschaft, Wirtschaft und Kultur – die jüdische Rückkehr wurde damit zu einem von außen gelenkten, kolonialwirtschaftlichen Projekt.
Ohne Edmond de Rothschild hätte es die zionistische Bewegung in dieser Form nicht gegeben.
Zwar lehnte er Herzls politischen Zionismus ab, doch sein wirtschaftlicher Zionismus bereitete den Boden, auf dem spätere politische Forderungen aufbauen konnten.
Walter Rothschild und die Balfour-Deklaration – Einfluss auf das Britische Empire
Die Balfour-Deklaration von 1917 – das zentrale Dokument, das Großbritanniens Unterstützung für eine „nationale Heimstätte“ der Juden in Palästina ausdrückt – war adressiert an Walter Rothschild, Mitglied der britischen Rothschild-Linie.
Diese Tatsache ist nicht nur symbolisch:
Walter Rothschild war Sprachrohr und Mittler zwischen der Zionistischen Bewegung und dem britischen Außenministerium.
Die Rothschilds hatten Einfluss auf die britische Politik und halfen, den Zionismus in diplomatische Kanäle zu bringen.
Die Unterstützung der britischen Regierung war kein Akt reiner Gerechtigkeit, sondern Teil einer Machtbalance im Ersten Weltkrieg, mit jüdischer Unterstützung als politischer Gegenleistung.
Die Rothschilds trugen damit entscheidend dazu bei, dass Palästina überhaupt international als „jüdisches Projekt“ anerkannt wurde – gegen den Willen der mehrheitlich arabischen Bevölkerung, die kein Mitspracherecht hatte.
Nach der Staatsgründung: Rothschild-Stiftung als politisches Machtinstrument
Auch nach der Staatsgründung 1948 blieben die Rothschilds mächtige Förderer und Architekten des Staates Israel:
James Armand de Rothschild finanzierte das israelische Parlament (Knesset).
Dorothy de Rothschild stiftete das Gebäude des Obersten Gerichtshofs – eines der symbolträchtigsten Staatsorgane.
Die Yad Hanadiv Foundation wirkt bis heute als unsichtbarer Machtfaktor im kulturellen und juristischen Aufbau des Staates.
Damit wurde der moderne Staat nicht auf prophetischem Ruf, sondern auf dem Fundament privater Großkapitalgeber errichtet, die säkulare, westlich-liberale Ideale mit jüdischer Identität kombinierten.
Fazit: Ein Staat auf dem Fundament politischer Macht, nicht göttlicher Führung
Die Rothschild-Familie war nicht nur Unterstützer – sie war Motor, Architekt und Schutzpatron eines politischen Projekts, das nicht durch göttliches Eingreifen, sondern durch Kapital, Einfluss und strategisches Kalkül realisiert wurde.
So entstand Israel nicht als Antwort auf Gottes Wort, sondern als Ergebnis einer geopolitischen und wirtschaftlichen Dynamik, die weitgehend über die Köpfe der lokalen Bevölkerung hinweg geschah – und bis heute nicht zur Ruhe kommt.
Eigenmächtiges Handeln bringt Leiden – ein Muster im Tanach / Bibel
Menschliche Ungeduld und göttliche Verheißung: Ein Muster des Scheiterns
Schon früh zeigt die Bibel, dass Menschen Gottes Verheißungen nicht abwarteten, sondern sie durch eigenes Handeln erzwingen wollten – oft mit katastrophalen Folgen. Dieses Muster zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Heilige Schrift. Was alle diese Geschichten eint: Gott hatte gesprochen, aber der Mensch konnte nicht warten.
Adam nimmt von Eva die Frucht
1. Mose 3,1–6
„Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß; und sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.“
Auslegung:
Gott hatte Adam das Gebot gegeben, nicht vom Baum der Erkenntnis zu essen (1. Mose 2,16–17). Doch Eva ließ sich von Satan verführen – und Adam folgte ihr, statt Gott zu gehorchen. Er nahm von der Frucht, nicht aus Unwissenheit, sondern im vollen Bewusstsein des Gebots Gottes. Adam und Eva vertrauten Gott nicht aber der Grund warum sie assen war die Aussicht auf ein Wissen, dass nicht gut für sie war. Gott gibt immer Warnschüsse. Adam und Eva waren sicherlich gut informiert über diesen Baum.
Die Folge: Der Sündenfall. Die Gemeinschaft mit Gott wurde zerbrochen. Statt Vertrauen – Scham, Angst, Flucht. Statt Leben – Tod.
„Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod.“ (Römer 5,12)
Sarai gibt Hagar Abraham zur Frau
1. Mose 16,1–2.4
„Sarai aber, Abrams Frau, gebar ihm kein Kind. Und sie hatte eine ägyptische Magd, die hieß Hagar. Und Sarai sprach zu Abram: Siehe doch, der HERR hat mich verhindert, zu gebären. Geh doch zu meiner Magd; vielleicht werde ich durch sie Nachkommen empfangen! Und Abram hörte auf die Stimme Sarais … Und er ging zu Hagar, und sie wurde schwanger.“
Auslegung:
Gott hatte in 1. Mose 15 bereits versprochen, dass Abrams Nachkommen zahlreich sein würden. Er hatte Sarai zugesichert, dass sie schwanger werden würde. Sarai aber zweifelte – sie vertraute nicht auf das übernatürliche Eingreifen Gottes, sondern handelte aus menschlicher Logik. Sie lachte sogar darüber. Das Ergebnis: Ismael, der „Sohn des Fleisches“, wurde geboren – ein Sohn, den Gott segnete, der aber nicht der Sohn der Verheißung war.
„Und er wird ein wilder Mensch sein; seine Hand gegen jedermann, und jedermanns Hand gegen ihn.“
(1. Mose 16,12)
Ismael der Stammvater der Araber
Ein Muster, das sich bis heute zeigt: Erzwungene Lösungen führen zu dauerhafter Feindschaft. Wäre die Lage im Nahen Osten nicht so prekär, man könnte fast von bitterer Ironie sprechen.
Aus Mangel an Glauben erschuf Abraham seinen eigenen Feind – seinen ersten Sohn, den er schließlich verstoßen musste. Ismael, der Stammvater der Araber, wurde zum Sinnbild eines Scheidungskindes: gezeichnet von Schmerz, Ablehnung und Wut – „wie ein wilder Esel von Mensch“.
„Er wird ein wilder Esel von Mensch sein, seine Hand gegen jedermann und jedermanns Hand gegen ihn; und er wird wohnen allen seinen Brüdern zum Trotz.“
(1. Mose 16,12 – z. B. Luther 1984)
Ismael als Archetyp, aber auch als Stereotyp des arabischen Muslims, der aggressiv sein Recht durchzusetzen sucht.
Jakob betrügt Esau um den Erstgeburtssegen
1. Mose 27,6–10.18–19
„Da sprach Rebekka zu ihrem Sohn Jakob: ... Gehe hin zur Herde und hole mir zwei gute Ziegenböcklein, dass ich deinem Vater ein schmackhaftes Gericht zubereite ... damit er dich segne vor seinem Tod!“ … Und er ging zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Der sprach: Hier bin ich! Wer bist du, mein Sohn? Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener.“
Auslegung:
Gott hatte bereits in 1. Mose 25,23 gesagt:
„Der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“
Die Verheißung stand – doch anstatt auf Gottes Zeit zu warten, manipulierte Rebekka mit Jakob den Segen. Die Folge: Zerwürfnis, Hass und jahrzehntelange Flucht. Was durch Glauben hätte geschehen sollen, wurde durch Betrug erkauft – und brachte Schmerz, keine Ruhe.
Mose schlägt den Felsen – statt zu sprechen
4. Mose 20,7–12
„Und der HERR redete mit Mose und sprach: … rede vor ihren Augen zu dem Felsen, dass er sein Wasser gibt! … Da erhob Mose seine Hand und schlug mit seinem Stab zweimal an den Felsen. … Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt … darum sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe.“
Auslegung:
Ein einziger Akt des Ungehorsams – eine kleine Abweichung vom Auftrag Gottes – hatte enorme Folgen: Mose durfte das verheißene Land nicht betreten. Die Lektion: Auch geistlich gesalbte Leiter können scheitern, wenn sie Gottes Wort nicht vertrauen, sondern es abwandeln.
Das Volk fordert einen König – aus Angst, nicht aus Vertrauen
1. Samuel 8,6–7.19–20
„Aber das Wort missfiel Samuel, dass sie sagten: Gib uns einen König, der uns richtet! … Da sprach der HERR zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie zu dir sagen; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll.“
„Doch das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören, und sie sprachen: Nein! sondern ein König soll über uns sein, damit auch wir sind wie alle Heidenvölker.“
Auslegung:
Die Menschen wollten Sicherheit durch Struktur – aber nicht durch Gottes Gegenwart. Sie handelten wie die Heidenvölker. Sie vertrauten Gott nicht. Sie wollten ihren eigenen Willen durchsetzen. Das Ergebnis: König Saul, der erste König Israels, wurde ein Bild menschlicher Schwäche und geistlicher Leere. Der Weg Gottes wurde verworfen zugunsten politischer Kontrolle.
Saul bringt eigenmächtig ein Opfer dar – und verliert Gottes Gunst
1. Samuel 13,8–14 (Schlachter 2000)
„Da wartete [Saul] sieben Tage bis zu dem von Samuel bestimmten Zeitpunkt; aber Samuel kam nicht nach Gilgal, und das Volk lief ihm auseinander. Da sprach Saul: Bringt mir das Brandopfer und das Friedensopfer her! Und er opferte das Brandopfer. Und es geschah, als er eben mit dem Opfer des Brandopfers fertig war, siehe, da kam Samuel. … Samuel aber sprach: Du hast töricht gehandelt! Du hast das Gebot des HERRN, deines Gottes, nicht gehalten … Jetzt aber wird dein Königtum nicht bestehen! Der HERR hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen.“
Auslegung:
Saul war ungeduldig. Die Feinde rückten näher, das Volk begann zu fliehen, und der Prophet Samuel ließ auf sich warten. Saul handelte – aber nicht aus Glauben, sondern aus Angst und Kontrollbedürfnis. Er übertrat eine klare göttliche Ordnung: Das Priestertum war zum Opfern eingesetzt, nicht der König.
Was war die Folge? Nicht nur ein persönliches Versagen, sondern der Anfang vom Ende seiner Königsherrschaft. Gott entzog ihm das Königtum und bereitete David, einen Mann nach seinem Herzen, darauf vor, ihn zu ersetzen.
Die Lektion: Selbst der Gesalbte des Herrn kann alles verlieren, wenn er glaubt, durch menschliches Handeln göttliche Ordnung „ergänzen“ zu müssen.
David zählt das Volk – aus Stolz und Misstrauen
2. Samuel 24,1–4.10.15
„Und der Zorn des HERRN entbrannte wieder gegen Israel … und David sprach zu Joab: Gehe hin und zähle Israel … Aber nach dem Zählen schlug David das Herz, und er sprach: Ich habe schwer gesündigt … Und der HERR sandte die Pest über Israel … und es starben 70.000 Männer.“
➡️ Auslegung:
David wollte Sicherheit durch Zahlen – militärische Stärke statt geistlichem Vertrauen. Obwohl er Gottes Schutz vielfach erlebt hatte, verließ er sich auf seine eigene Macht. David der Riesentöter, der dank Gottes Hilfe gegen die letzen Riesenvölker siegte. Führe am Ende seiner Zeit noch ein Zählung durch.
Das Resultat: 70.000 Tote, die Tragödie einer einzigen Entscheidung.
Zusammenfassung: Verheißung + Ungeduld = Katastrophe
Alle diese Beispiele belegen ein und dieselbe geistliche Wahrheit:
Gott gibt echte Verheißungen.
Der Mensch aber ist versucht, sie zu „helfen“, zu „beschleunigen“, zu „sichern“ und letzlich nicht zu hören.
Und jedes Mal führt das in Leid, Spaltung, Tod oder Fluch.
Jesaja 30,15
„Denn so spricht Gott, der Heilige Israels: Durch Umkehr und Ruhe würdet ihr gerettet werden, im Stillesein und im Vertrauen wäre eure Stärke. Aber ihr habt nicht gewollt!“
Die Bibel ist kein Buch der schnellen Siege – sondern ein Ruf zur Geduld, zum Vertrauen, zum Ausharren. Wer sich Gottes Verheißungen nimmt, anstatt sie empfängt, verliert Segen und Frieden.
Zentrale Botschaft dieser Beispiele
Alle diese Geschichten – von Adam, Eva, Sarai, Rebekka, Mose, dem Volk, David und Saul – führen zu einem gemeinsamen, tief biblischen Prinzip:
Gottes Verheißung ist gültig – aber der Mensch darf sie nicht erzwingen.
Wo Verheißung auf Ungeduld trifft, entsteht Zerstörung.
Der Segen liegt im Stillesein, Vertrauen und Gehorsam, nicht im Machen.
Sprüche 3,5–6
„Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird deine Pfade ebnen.“
Fazit
1948 rief Israel seinen Staat aus – nicht als Erfüllung göttlicher Verheißung im Glauben, sondern als Ergebnis jahrzehntelanger zionistischer Bestrebung, genährt aus verständlicher Not (Pogrome, Holocaust), aber durchgesetzt mit weltlicher Macht. Nicht Gebet, sondern Diplomatie. Nicht Warten auf Gottes Handeln, sondern politisches Kalkül, internationale Absprachen und Waffengewalt ebneten den Weg.
Die muslimisch-arabische Mehrheit im Land wurde nicht gefragt, sondern vertrieben. Ihr Widerstand wurde niedergeschlagen – ihre Geschichte ausgeblendet. Die Folge war Krieg, nicht als Ausrutscher der Geschichte, sondern als Anfang eines Dauerkonflikts, der bis heute Tod, Hass und Trennung sät.
Millionen Menschen wurden entwurzelt. Unzählige starben. Mauern, Misstrauen, gegenseitige Dämonisierung – auf beiden Seiten. Leid wurde zum Dauerzustand, Hoffnung zum politischen Spielball.
Wie schon in der Bibel: Menschen wollten Gottes Verheißung erzwingen – und ernteten Unheil. Wo Gott nicht warten darf, kommt kein Segen. Wo das Fleisch herrscht, bleibt der Friede fern. Statt der verheißene Bund – der endlose Bruch. Statt Heimkehr – Heimatlosigkeit. Statt Shalom – Fluch.
Verheißung + Ungeduld = Katastrophe
Die Heilige Schrift zeigt klar:
Ja, das Land gehört Israel.
Nein, es darf nicht in eigener Macht genommen werden.
Jesaja 30,15
„Denn so spricht Gott, der Herr, der Heilige Israels: Durch Umkehr und Ruhe werdet ihr gerettet, im Stillesein und Vertrauen liegt eure Stärke. Aber ihr habt nicht gewollt.“
Darum:
War die forcierte Gründung Israels falsch und menschenverachtend. Und der Konflikt bleibt bis heute menschenverachtend.
Sie war das Werk menschlicher Hände – nicht die Frucht des wartenden Glaubens.
Und so zeigt sich heute wie damals: Wer Gottes Zeit übergeht, verliert den Frieden.
Alternative zum erzwungenen Staat: Ein Weg des Friedens?
Wie hätte Gottes Verheißung auf das Land Israel auch anders in Erfüllung gehen können?
Ganz einfach: durch Geduld, Vertrauen und natürliches Wachstum. Durch freiwillige Rückkehr und Migration jüdischer Familien aus aller Welt – nicht durch politische Deklarationen, nicht durch militärische Durchsetzung.
Ein solches Vorgehen ist nicht nur denkbar, sondern durch die Bibel bezeugt. Und hier hätte sich wahrer Glauben zeigen können. Das ist die wahre Tragödie.
Denn schon in Ägypten wuchs das Volk Israel nicht durch Gewalt, sondern durch Fruchtbarkeit und göttlichen Segen:
2. Mose 1,12:
„Aber je mehr man sie bedrückte, desto mehr vermehrten sie sich und breiteten sich aus.“
Diese Vermehrung war kein Zufall – sie war Ausdruck der göttlichen Zusage an Israel. Gott hat seinem Volk immer wieder Fruchtbarkeit, Wachstum und zahlenmäßige Zunahme verheißen, wenn es ihm treu blieb:
5. Mose 7,13–14:
„Er wird dich lieben und segnen und mehren. Er wird segnen die Frucht deines Leibes … Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern; kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare wird unter dir sein.“
1. Mose 17,6–7 (an Abraham):
„Ich will dich über alle Maßen fruchtbar machen und Völker aus dir machen.“
5. Mose 30,9:
„Denn der HERR, dein Gott, wird dir Überfluss geben in allem, was du tust … in der Frucht deines Leibes … denn der HERR wird sich wieder freuen über dich, wie er sich über deine Väter gefreut hat.“
Wenn das Volk Israel Gottes Weg gewählt hätte, dann hätte sich der Anspruch auf das Land auch ohne Krieg erfüllen können – durch Segen, nicht durch Säbelrasseln.
Doch statt zu warten, wählte man wieder den Weg der Eigenmacht. Die Folge war Krieg. Dieser hat unzählige Leben gekostet und den jüdischen Staat in den Augen der Welt zum Unrechtstaat gemacht. Ein Staat der Genozid betreibt.
Glaube an Gottes Verheissung ist der Schlüssel zu Frieden und Gottes Segen!
Die Schrift zeigt: Wer Gottes Verheißung mit menschlicher Macht erzwingt, wird die Konsequenzen tragen.
Wie sagte der jüdische Messias so schön?
„Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen …“
– Matthäus 5,44
„Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, dem biete die andere auch dar.“
– Matthäus 5,39
„Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durchs Schwert umkommen.“
– Matthäus 26,52 (zu Petrus bei Jesu Verhaftung)