GOTT HAT MIR GESAGT: 

DER WOHL GEFÄHRLICHSTE SATZ IN DER CHRISTENHEIT UND DIE ZUNGENREDE


Handwerkermeeting

In meinen jüngeren Jahren, als ich noch nicht gerettet war, hatte ich ein Gespräch mit einem wiedergeborenen Handwerker. Er erzählte mir, dass Gott ihm aufgetragen habe, eine Gemeinde zu gründen.

Damals sagte ich nichts, weil ich es mag, mir die Glaubensansichten anderer Menschen anzuhören und von ihnen zu lernen. Und wenn man die Leute vor den Kopf stößt, hören sie normalerweise auf zu erzählen.

Heute würde ich ihn jedoch frech fragen, wann und wie Gott ihm diesen Auftrag erteilt hat. Ob er eine direkte Leitung zu Gott hat und ob er mir auch die Nummer geben könnte. Lol.


Mein persönlicher KI-GOTT im Kopf

Auch ich war davon nicht gefeit in meinen christlichen Anfängen.

Es begann ganz harmlos. In bestimmten Situationen stellte ich mir vor, was Gott wohl sagen würde. „Gott würde jetzt wohl sagen: ‚Tu das nicht.‘“ Mit der Zeit wurde aus diesem „Gott würde sagen“ einfach nur noch „Tu das nicht“. Aus diesem „Tu das nicht“ entwickelte sich ein Dialog mit „Gott“. 

Ich führte ganze Diskussionen mit ihm in meinem Kopf und traf darauf basierend meine Entscheidungen.

Aber das ist nicht Gott!

Was ich mir daraus gebastelt habe, war mein persönlicher KI-Gott im Kopf. Dieser Gott basierte auf meiner unvollständigen Datenbank über die Bibel. Das ist nicht Gott in deinem Kopf! Das ist dein Ego!

Was ich hier beschreibe, ist ein sehr gefährlicher Weg, den manche Christen beschreiten. Sie sehnen sich so sehr nach einer Beziehung mit Gott, dass sie alles und jedes mit ihm in Verbindung bringen wollen. Dies führt so weit, dass jeder fünfte Satz mit ‚Gott hat mir gesagt‘ beginnt – in der festen Überzeugung, dass dies der Realität entspricht.


Aber warum passiert das überhaupt? Besonders bei neuen Christen?

Christsein bedeutet nicht, dass man ab dem Moment der Rettung im Glauben an Jesus alles richtig macht. Christsein bedeutet wachsen und lernen. Und vor allem das bewusste Verlernen der satanischen Programmierung dieser Welt. Ein Beispiel dafür ist die Vorstellung, dass der Mensch immer etwas ganz Besonderes sein soll, Leistung bringen und erfolgreich sein muss, um Anerkennung zu erhalten. 

Es schmeichelt natürlich dem Ego, wenn man hört, dass man ein besonders auserwählter Mensch vor Gott sein könnte. Vielleicht sogar ein Prophet! Eine Person mit einer besonderen Gabe. Dass Gott einen einen einzigartigen Plan für das eigene Leben hat. Auf einmal hat man die Aussicht, ein ganz großer im Reich Gottes zu sein!

Wow! Da hat dich Satan wieder schön hinters Licht geführt. Das ist nicht das, was die Bibel lehrt:

Matthäus 16,24 (Schlachterbibel):

„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachfolgen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

Matthäus 20,26-28 (Schlachterbibel):

„Nicht so soll es unter euch sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener, und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht. So wie auch der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“


Wie Gott laut Bibel zu den Menschen sprechen kann

Zuerst einmal ist es wichtig zu verstehen, wie Gott in der Bibel zu den Menschen gesprochen hat. Dabei sollte man das eigene Ego zurückstellen. Gott nutzte verschiedene Kanäle, um zu kommunizieren, doch direkt gesprochen hat er nur zu Propheten und zu Personen, die eine bedeutende Rolle in seinem Heilsplan spielten. Es ist entscheidend zu erkennen, dass nicht alle Menschen das Privileg hatten, Gottes Stimme auf auditive Weise zu hören.

Gott sprach direkt zu Menschen: Genesis 12,1: „Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und von deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde.“ Hier spricht Gott direkt zu Abraham und gibt ihm klare Anweisungen.

Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe!

(Apostelgeschichte 13:2)

Gott sprach durch Engel: Matthäus 1,20-21: „Während er aber darüber nachdachte, erschien ihm im Traum ein Engel des Herrn und sprach: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen, denn was in ihr gezeugt ist, das ist von dem Heiligen Geist.“ In diesem Fall spricht ein Engel im Auftrag Gottes zu Josef, um ihm zu erklären, was mit Maria geschehen ist.

Wichtig ist, dass bei Gottes Stimme und den Engeln kein Zweifel daran bleibt, dass es sich um Gott selbst oder seine Botschafter, die Engel, handelt. Im biblischen Narrativ ist allen Menschen klar, dass der wahre Gott mit ihnen spricht und dass die Engel als von Gott gesandte Botschafter auftreten.

Gott sprach durch Visionen: Apostelgeschichte 10,9-16: „Am nächsten Tag, als sie auf ihrem Weg waren und sich der Stadt näherten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten. Es war gegen die sechste Stunde. Und er hatte großen Hunger und wollte etwas essen. Während man ihm aber etwas zubereitete, fiel er in eine Verzückung und sah den Himmel geöffnet und ein Gefäß herabkommen, wie ein großes Leinentuch, das an den vier Ecken gebunden war und auf die Erde niederkam. Darin waren alle möglichen vierfüßigen Tiere der Erde und wildes Getier und kriechende Tiere und Vögel des Himmels. Und eine Stimme sprach zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! Petrus aber sprach: Nein, Herr, denn ich habe niemals etwas Unheiliges oder Unreines gegessen. Und die Stimme sprach wieder zu ihm: Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht unheilig.“ In dieser Vision spricht Gott zu Petrus und gibt ihm eine neue Einsicht über die Reinheit der Dinge.

Gott nutze Propheten: Jeremia 1,4-5: „Und das Wort des HERRN erging an mich: Ehe ich dich im Mutterleib bildete, kannte ich dich, und ehe du aus dem Schoß hervorgingst, heiligte ich dich; ich habe dich zum Propheten für die Nationen bestellt.“ Hier spricht Gott zu dem Propheten Jeremia und erklärt ihm seine Berufung.

Gott sprach durch Träume: Genesis 20,3: „Aber Gott kam zu Abimelech in einem Traum bei Nacht und sprach zu ihm: Siehe, du wirst sterben um des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie ist ein Mannsweib.“ In diesem Fall spricht Gott zu Abimelech durch einen Traum und warnt ihn vor einer Sünde.

Gott sprach durch Naturereignisse: 1. Könige 19,11-12: „Da sprach er: Geh hinaus und tritt auf den Berg vor den HERRN. Und siehe, der HERR ging vorüber, und ein großer und starker Wind zerriss die Berge und zerschmetterte die Felsen vor dem HERRN, aber der HERR war nicht im Wind; nach dem Wind kam ein Erdbeben, aber der HERR war nicht im Erdbeben; nach dem Erdbeben kam ein Feuer, aber der HERR war nicht im Feuer; und nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Sausen.“ In diesem Vers zeigt Gott sich nicht im Wind, Erdbeben oder Feuer, sondern in einem sanften, leisen Sausen.

Gott sprach durch eine Stimme, welche hinter dem Volk Israel hörbar wurde: Jesaja 30,21 (Schlachterbibel): „Und deine Ohren werden hinter dir ein Wort hören, das spricht: Dies ist der Weg, den geht, wenn ihr nach rechts oder nach links abweichen wollt.“ In diesem Vers spricht Gott zu seinem Volk Israel und verspricht, dass sie in der Zukunft eine klare und direkte Führung erhalten werden. Es wird gesagt, dass sie „hinter sich ein Wort hören“ werden, das ihnen den richtigen Weg weist, wenn sie in die falsche Richtung abweichen wollen.

Gott spricht allgemein durch Ereignisse: Römer 8,28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten mitwirken, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“ In diesem Vers wird deutlich, dass Gott durch Ereignisse in unserem Leben spricht und alles zum Besten für diejenigen wirkt, die ihm treu folgen.

Gott sprach durch die Offenbarung Jesu Christi: Johannes 14,9: „Jesus spricht zu ihm: ‚So lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie sagst du nun: Zeige uns den Vater?‘“ Jesus selbst ist die Offenbarung Gottes und der sichtbare Ausdruck des unsichtbaren Vaters. In diesem Vers zeigt sich, dass die Erkenntnis Gottes durch Jesus erfolgt.

Gott spricht durch die Umstände: Philipper 1,12-14: „Ich will aber, dass ihr wisst, Brüder, dass meine Umstände zur Förderung des Evangeliums beigetragen haben, sodass meine Fesseln in Christus offenbar wurden in ganz der kaiserlichen Wache und bei allen anderen, und die meisten der Brüder im Herrn, durch meine Fesseln ermutigt, den Wortlaut ohne Furcht umso freier reden.“ Paulus erkennt, dass Gott durch seine Umstände – seine Gefangenschaft – wirkt, um das Evangelium zu verbreiten und andere zu ermutigen.

Gott spricht durch das innere Zeugnis des Heiligen Geistes: Johannes 14,26: „Der Helfer aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ 

Der Heilige Geist ist derjenige, der den Gläubigen hilft, Gottes Willen zu verstehen und zu erinnern. Gott unterstützt uns durch das innere Zeugnis des Heiligen Geistes und hilft uns, uns weiter zu entwickeln.


Laut der Bibel gibt es aber keine Propheten mehr. Noch Zungenrede und dergleichen

Ich vertrete die Ansicht, dass die prophetischen Gaben, wie Prophetie und Zungenrede, nach der Vollendung der biblischen Offenbarung und der Gründung der Kirche aufgehört haben. Mit der Fertigstellung der Heiligen Schrift ist die Offenbarung Gottes vollständig abgeschlossen.

In 2. Timotheus 3,16-17 heißt es:

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“

Diese Aussage betont, dass die Schrift vollkommen und ausreichend ist, sodass keine zusätzlichen prophetischen Offenbarungen mehr erforderlich sind.

Die prophetischen Gaben hatten ihren ursprünglichen Zweck darin, das Fundament der Kirche zu legen und das Neue Testament zu verfassen. In Epheser 2,19-20 wird dies klar:

„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da der Christus Jesus selbst der Eckstein ist.“

Da das Fundament der Kirche bereits gelegt wurde, ist es verständlich, dass prophetische Gaben nicht mehr notwendig sind. Die Propheten des alten Testament und die Apostel habe alles wichtige niedergeschrieben.

In 1. Korinther 13,8-12 wird das „Vollkommene“ thematisiert, was in der theologischen Diskussion oft als der Zeitpunkt des Endes der prophetischen Gaben angesehen wird. Einige interpretieren „das Vollkommene“ als die Vollendung der Heiligen Schrift. Wenn die Bibel vollständig und die Offenbarung Gottes abgeschlossen ist, war kein weiterer prophetischer Dienst mehr erforderlich. Andererseits gibt es auch die Sicht, dass „das Vollkommene“ sich auf die Wiederkunft Christi bezieht, wenn wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen werden.

In 1. Korinther 13,12 heißt es:

„Denn jetzt sehen wir durch einen Spiegel, in einem Dunkel, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt worden bin.“

Dieser Vers deutet darauf hin, dass die unvollständige Erkenntnis, die wir jetzt haben, durch die vollständige und direkte Erkenntnis Gottes ersetzt wird – eine Erkenntnis, die mit der Wiederkunft Christi einhergeht.

In Hebräer 1,1-2 wird betont, dass Gott sich endgültig in Christus offenbart hat:

„Nachdem Gott in der Vergangenheit vielfach und auf vielerlei Weise zu den Vätern gesprochen hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns gesprochen durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben von allem, durch den er auch die Welten gemacht hat.“

Mit der Offenbarung Gottes in Christus hat die Geschichte der Offenbarung ihren Höhepunkt erreicht. Daher gibt es keine Notwendigkeit für neue prophetische Offenbarungen.

Ein weiterer Punkt ist, dass in der späteren Kirchenhistorie und unter den Kirchenvätern kaum Berichte über die Praxis von Prophezeiungen oder anderen übernatürlichen Gaben existieren. Dies wird oft als Hinweis darauf gedeutet, dass die prophetischen Gaben ihren ursprünglichen Zweck erfüllt haben und nach der Etablierung der Kirche nicht mehr in derselben Weise notwendig waren.

Mit dem Abschluss der biblischen Offenbarung und der Etablierung der Kirche ist die Schrift nun die vollständige und abschließende Quelle der göttlichen Offenbarung. Prophetische Gaben, einschließlich der Zungenrede, haben ihren Platz in der frühen Kirche gehabt, um das Evangelium zu verbreiten und zu bestätigen, aber nach dem Abschluss des biblischen Kanons sind sie nicht mehr erforderlich.

Es gibt Menschen, die sich heute als Propheten bezeichnen. Persönlich würde ich mir eine solche Last nicht aufbürden wollen. Prophet zu sein bedeutet, ein direktes Sprachrohr Gottes zu sein. Alles, was man sagt, trägt dann dieses Gewicht – und vor allem hat es vor Gott Konsequenzen. Ein falscher Prophet ist ein qualifizierter „falscher Lehrer“, wie er in der Bibel beschrieben wird. Und deren Schicksal wünsche ich niemandem.


Was die Zungenrede wirklich war, nämlich Fremdsprachen sprechen


In 1. Korinther 14 spricht Paulus über die geistlichen Gaben, insbesondere über Prophetie und Zungenrede. Er macht deutlich, dass Prophetie der Gemeinde mehr nützt als Zungenrede – es sei denn, die Zungenrede wird ausgelegt. Seine Hauptaussage ist, dass alles in der Gemeinde zur Erbauung geschehen soll, wie es in 1. Korinther 14,26 heißt:

„Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch einen Psalm, eine Lehre, eine Offenbarung, eine Sprache, eine Auslegung; alles lasst zur Erbauung geschehen.“


Apostelgeschichte 2 – Das Pfingstwunder als Schlüssel zur Zungenrede

Die wichtigste Stelle zur Zungenrede findet sich in Apostelgeschichte 2,4–11. Dort wird beschrieben, wie die Jünger an Pfingsten mit Heiligem Geist erfüllt wurden und begannen, in anderen Sprachen zu reden. Die Besonderheit: Die Zuhörer, die aus verschiedenen Nationen kamen, verstanden die Worte in ihren eigenen Muttersprachen.

Apostelgeschichte 2,4–11:

„Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.

Und es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Nationen unter dem Himmel.

Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.

Sie entsetzten sich aber alle und verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer?

Wie kommt es nun, dass wir jeder in unserer eigenen Sprache hören, in der wir geboren wurden?

Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien, von Judäa und Kappadozien, von Pontus und Asien,

von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und den Gegenden von Libyen bei Kyrene und die hier weilenden Römer, sowohl Juden als auch Proselyten,

Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden!“**

Diese Stelle ist entscheidend für das Verständnis von 1. Korinther 14. Die Jünger redeten in realen Fremdsprachen, nicht in einer mystischen oder unverständlichen Sprache. Die Zuhörer konnten die Worte verstehen, weil es ihre eigenen Muttersprachen waren. Es wird jedoch nicht gesagt, dass die Sprecher selbst verstanden, was sie sagten.


Apostelgeschichte 2,12 betont die Wirkung dieses Wunders auf die Zuhörer:

„Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zum anderen: Was soll das wohl sein?“

Diese Aussage passt zu 1. Korinther 14,22, wo Paulus sagt:

„Darum dienen die Sprachen als Zeichen, nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung aber ist nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen.“

Die Zungenrede an Pfingsten war ein Zeichen für die Ungläubigen. Die Zuhörer hörten die großen Taten Gottes – es waren keine sinnlosen Laute, sondern klare Worte mit verständlichem Inhalt. Eine Übersetzung war nicht nötig, da die Zuhörer die Sprache bereits kannten.


In Korinth jedoch verstand oft niemand die Sprache, weshalb Paulus eine Auslegung verlangte

In 1. Korinther 14,13 heißt es:

„Darum soll, wer in einer Sprache redet, beten, dass er es auch auslegen kann.“

Prophetie ist verständlich, Zungenrede nicht

In 1. Korinther 14,1–5 betont Paulus den Unterschied zwischen Prophetie und Zungenrede:

„Strebt nach der Liebe! Eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt!

Denn wer in einer Sprache redet, der redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht ihn, sondern er redet Geheimnisse im Geist.

Wer aber weissagt, der redet zu den Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost.

Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.

Ich wünschte zwar, dass ihr alle in Sprachen reden würdet, mehr aber noch, dass ihr weissagen würdet; denn wer weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfängt.“**

Hier wird deutlich:

Zungenrede ist für die Gemeinde unverständlich, es sei denn, sie wird ausgelegt.

Der Sprecher selbst versteht die Sprache nicht. Er redet Geheimnisse im Geist.

Er erbaut sich selbst, will heissen, er wird von Gott als Werkzeug benutzt, er bringt aber der Gemeinde in diesem Moment wenig, wenn niemand die Fremdsprache sprechen kann.

Prophetie hingegen erbaut die gesamte Gemeinde, weil sie verständlich ist.


Beten mit Geist und Verstand

Paulus macht in 1. Korinther 14,14–15 eine weitere Unterscheidung:

„Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet zwar mein Geist, aber mein Verstand bleibt fruchtlos.

Was soll es also sein? Ich will mit dem Geist beten, aber ich will auch mit dem Verstand beten; ich will mit dem Geist lobsingen, aber ich will auch mit dem Verstand lobsingen.“**

Das bedeutet:

Wenn jemand in einer Sprache betet, die er selbst nicht versteht, bleibt sein Verstand „fruchtlos“. Nur der Geist profitiert.

In Apostelgeschichte 2 verstanden die Zuhörer die Fremdsprache – in Korinth war das oft nicht der Fall.


Ordnungsregeln für die Gemeinde

Paulus legt in 1. Korinther 14,27–28 klare Regeln für die Zungenrede in der Gemeinde fest:

„Wenn jemand in einer Sprache redet, so seien es zwei oder höchstens drei, und nacheinander, und einer lege es aus.

Wenn aber kein Ausleger da ist, so schweige er in der Gemeinde; er rede aber für sich selbst und für Gott.“**

Das zeigt:

Zungenrede ist nur erlaubt, wenn eine Auslegung erfolgt.

Andernfalls soll der Sprecher schweigen.

Im Gegensatz dazu war in Apostelgeschichte 2 keine Übersetzung nötig, da die Zuhörer die Sprache verstanden.


Fazit

Apostelgeschichte 2 zeigt, dass die Zungenrede reale Fremdsprachen waren.

Korinther 14 zeigt, dass diese Fremdsprachen oft nicht verstanden wurden – weder vom Sprecher noch von den Zuhörern.

Deshalb verlangt Paulus eine Auslegung, wenn niemand die Sprache versteht.

Paulus ordnet die Gaben so ein, dass sie der Gemeinde am meisten nützen. Deshalb stellt er Prophetie über Zungenrede ohne Auslegung, da sie die gesamte Gemeinde erbaut.


Korinther 14,4 fasst das gut zusammen:

„Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.“

Das zeigt:

Der Sprecher merkt, dass Gott durch ihn wirkt, aber er versteht selbst nicht, was er sagt.

Diese „Selbsterbauung“ ist begrenzt, weil sie nur ihn betrifft.

Prophetie hingegen erbaut die gesamte Gemeinde und wird daher von Paulus als wichtiger angesehen.


Die Zunge der Engel - Nein, du sprichst sie nicht!

1. Korinther 13,1 (Schlachter 2000):

„Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte ich die Liebe nicht, so wäre ich wie ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.“

In diesem Vers geht es darum, dass selbst wenn der Mensch die Sprache der Engel sprechen könnte, was er nicht kann, dies nichts Wert ist, wenn man keine Nächstenliebe für andere Menschen aufbringt!


Stell dir vor du stirbst und triffst einen Engel

Und der spricht so mit Dir:


Video 1

Video 2

Video 3


"Du bist ganz besonders" from Satan with love....


Warum "Gott hat mir gesagt" so gefährlich ist.

Erstens Mal laufen wir Gefahr Gott etwas anzudichten was nicht stimmt. Das wiederum macht Gott wütend. Dies kann so weit gehen, dass er uns sterben lässt. Oder uns anderweitig in diesem Leben massregelt.

5. Mose 18,20

„Doch der Prophet, der in meinem Namen redet, was ich ihm nicht geboten habe zu reden, oder der in Namen anderer Götter redet, der Prophet soll sterben.“

Offenbarung 22,18-19

„Ich bezeuge jedem, der die Worte der Prophezeiung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas hinzufügt, wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind. Und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Prophezeiung wegnimmt, wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, die in diesem Buch geschrieben sind.“

Zweitens kann es zu Fehlentscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen kommen. Es kann sogar so weit gehen, dass man seine eigene göttliche Berufung verpasst, weil man der Überzeugung ist, dass Gott etwas verlangt oder untersagt hat. Aber hat er es wirklich gesagt, oder war es vielleicht dein Ego, das davon überzeugt war, dass es so sein sollte? 

Wie wir erkennen können, gibt es heute keine Propheten mehr, und auch Geistesgaben wie die Zungenrede sind nicht mehr notwendig. Jesus hat alles vollbracht, und das Wort Gottes – die Bibel, im Idealfall die Schlachter 2000 – ist in seiner Vollständigkeit verfügbar.


Mit Gott gibt primär nur eine Kommunikationsform: das Gebet

Es ist der Weg, auf dem wir mit ihm in Beziehung treten, ihn ansprechen und ihm unser Herz ausschütten. Im Gebet sollten wir Gott um ehrliche Führung bitten. Wir sollen ihn im Gebet auffordern, uns Antworten zu zeigen – vor allem in der Heiligen Schrift.

Die Bibel lehrt uns, dass wir den Vater im Namen des Sohnes bitten sollen. Dies ist der Weg, wie wir Zugang zu Gott haben, denn Jesus Christus ist unser Vermittler und die Brücke, die uns mit dem Vater verbindet.

Ein wichtiger Aspekt des Gebets ist auch, dass wir unsere Dankbarkeit gegenüber Gott zum Ausdruck bringen und ihm für seine unendliche Güte und Treue danken.

Johannes 16,23-24 sagt: „Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was immer ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude vollkommen werde.“

Nachdem wir im Gebet mit Gott gesprochen haben, sollten wir auch ein intensives Bibelstudium betreiben. Die Bibel ist das primäre Mittel, durch das Gott zu uns spricht. In den meisten Fällen werden wir durch das Nachdenken und Forschen in Gottes Wort eine befriedigende Antwort finden.

2. Timotheus 3,16-17 lehrt uns: „Denn alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“

Ich bin auch überzeugt, dass Gott uns durch Ereignisse in unserem Leben Antworten geben kann. Manchmal geschehen Dinge, die unsere Fragen entweder beantworten oder uns eine klare Richtung aufzeigen. Diese Ereignisse können als göttliche Hinweise oder Bestätigungen wirken, aber auch sie müssen durch das Wort Gottes geprüft werden!

Römer 8,28 bestätigt: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“

Gott kann auch durch Träume zu uns sprechen, wie wir in der Bibel sehen, dass er in der Vergangenheit Menschen durch Visionen und Träume geführt hat. Doch auch hier ist es wichtig, alles, was wir erleben oder sehen, mit dem Wort Gottes abzugleichen, um sicherzugehen, dass es wirklich von Gott kommt. Denn Träume können ebenso gut einfach Wünsche oder Gedanken aus unserem Unterbewusstsein widerspiegeln.

1. Johannes 4,1 fordert uns auf: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt ausgegangen.“

Die einzige sichere Grundlage, die der Christ hat, ist die Bibel. Was dort klar offenbart wird, ist die Wahrheit und die wahre Führung Gottes. Wir dürfen uns nicht auf unsere eigenen Gefühle oder Interpretationen verlassen, sondern müssen alles, was wir erleben, in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift prüfen.

Hebräer 4,12 erinnert uns daran: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, dringt durch bis zur Teilung von Seele und Geist, von Gelenken und Mark, und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“


Schlusswort

Das Wort Gottes ist lebendig und wirkt in uns. Es kann uns helfen, die Wahrheit von allem anderen zu unterscheiden und unsere eigenen Gedanken und Absichten zu prüfen. Wenn wir mit Gott kommunizieren und ihm um Führung bitten, können wir sicher sein, dass seine Antworten immer in Übereinstimmung mit seiner Bibel stehen werden.

Die Bibel bleibt die verlässliche Quelle der Wahrheit und der göttlichen Führung für unser Leben. Zusammenfassend lässt sich sagen: Unsere Kommunikation mit Gott sollte im Gebet und im Studium seines Wortes erfolgen. Wir bitten im Namen Jesu, danken Gott und suchen in der Bibel nach Antworten.

Ereignisse und Träume können ebenfalls eine Rolle spielen, doch alles muss immer durch das Wort Gottes geprüft werden. Nur die Bibel gibt uns die wahre und sichere Grundlage für unser Leben und unseren Glauben.

"Gott hat mir gesagt" ist für Narren. Und ich war einer, glaub es mir.

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