Genozid im gelobten Land?


Hat der böse Gott des alten Testaments einfach so an 7 Völkern im gelobten Land einen Genozid befohlen?

Mein Gott ist nicht böse. Er ist heilig. Er ist heilige Liebe und heiliger Zorn. Sein Zorn ist zielgerichtet, seine Vergeltung unerbittlich.

„Denn der HERR, unser Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifernder Gott.“

(5. Mose 4,24)

„Denn der Zorn Gottes wird vom Himmel her offenbart über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten.“

(Römer 1,18)


Warum?

Warum lässt Gott das Böse zu? - Macht er nicht immer. Die sieben Völker im Gelobten Land sind ein Beispiel dafür: Er lässt nicht einfach alles Böse zu.

„Wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen, und er viele Heidenvölker vor dir vertreibt... — sieben Völker, größer und stärker als du — und wenn der HERR, dein Gott, sie dir dahin gibt und du sie schlägst, so sollst du unbedingt den Bann an ihnen vollstrecken.“

(5. Mose 7,1–2)


Gott ist aber langsam zum Zorn

 Er gibt den Menschen Zeit – Zeit, sich zu ändern, Buße zu tun, von ihren bösen Wegen abzulassen.

„Der HERR ist barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Gnade.“

(Psalm 103,8)

„Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.“

(2. Petrus 3,9)

Ein Beispiel dafür war Ninive – eine Heidenstadt, die nach der Warnung von Jona Buße getan hat.

„Da glaubten die Leute von Ninive an Gott, und sie riefen ein Fasten aus und zogen Säcke an, vom Größten bis zum Kleinsten unter ihnen.“

(Jona 3,5)

„Und Gott sah ihre Werke, dass sie umkehrten von ihrem bösen Weg; da reute ihn das Unheil, das er ihnen angekündigt hatte, und er tat es nicht.“

(Jona 3,10)


Aber diese sieben Völker waren anders...

„Denn nicht wegen deiner Gerechtigkeit oder wegen der Rechtschaffenheit deines Herzens ziehst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen, sondern wegen der Gottlosigkeit dieser Heidenvölker vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir her...“

(5. Mose 9,5)

Spätestens hier sollte man das Kapitel „Satans Alter Ego: Herr der Fliegen – Der Scheißegott“ lesen.

Die sieben Völker waren gewissermaßen handverlesen. Sie waren vollständig dem Baal/Satan verfallen – Brutstätten für Magie, Riesen und Kinderopfer. Gottlosigkeit steht in der Bibel immer in Verbindung mit grausamen, dämonischen Kulten sowie entarteten und perversen Lebensweisen.

Diese sieben Völker waren geistlich und genetisch so verdorben, dass Gott sie dem Gericht des Banns übergab. Viele von ihnen hatten riesenhafte Herkunft, lebten in den Gebieten wo die letzten Riesen lebten und standen in Verbindung mit okkulten und dämonischen Praktiken – wie es in 3. Mose 18 und 5. Mose 18 angedeutet wird.


Baalskult als zentrales Merkmal kanaanitischer Religion

„Denn sie haben ihre Söhne und ihre Töchter den Dämonen geopfert, und sie vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter, die sie den Götzen Kanaans opferten, sodass das Land durch Blutschuld entweiht wurde.“

(Psalm 106,37–38; Schlachter 2000)

Die Kanaaniter praktizierten Menschenopfer, insbesondere Kinderopfer, oft zu Ehren von Baal oder Molech.

Diese Praxis wird als ein direkter Grund genannt, warum Gott das Land den Israeliten gab und seine Gerichtshand ansetzte.


Warnung an Israel: Übernehmt nicht ihre Gräuel

„Du sollst nicht tun wie die Heidenvölker, die der HERR vor dir austilgt! Denn alles, was dem HERRN ein Gräuel ist, was er hasst, haben sie für ihre Götter getan; denn sogar ihre Söhne und Töchter haben sie für ihre Götter im Feuer verbrannt!“

(5. Mose 12,30–31; vgl. auch 5. Mose 18,9–12)


Die kanaanitische Religion war durchsetzt von:

Götzenbildern

ritueller Prostitution (vgl. 1. Könige 14,24)

okkulten Praktiken wie Wahrsagerei, Zauberei, Totenbeschwörung

sexuellen Ausschweifungen, auch mit Tieren (vgl. 3. Mose 18,24–25)

Babyverbrennungen


Kanaan war vor allem Riesengebiet....

Nephilim

Bereits vor der Sintflut beschreibt die Bibel eine Zeit großer moralischer und geistlicher Verderbnis:

„Und es geschah, als sich die Menschen zu mehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter geboren wurden,

da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren,

und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen.“

(1. Mose 6,1–2; Schlachter 2000)

„In jenen Tagen waren die Riesen [Nephilim] auf der Erde,

und auch später noch, solange die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen kamen

und diese ihnen Kinder gebaren.

Das sind die Helden, die von jeher berühmte Männer gewesen sind.“

(1. Mose 6,4; Schlachter 2000)


Unmittelbar danach folgt Gottes Urteil über den Zustand der Menschheit:

„Als aber der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde

und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse,

da reute es den HERRN, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde,

und es betrübte ihn in seinem Herzen.

Und der HERR sprach:

Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen —

vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels;

denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe!“

(1. Mose 6,5–7; Schlachter 2000)


Viele Bibelforscher sind sich darin einig, dass die Bosheit der vorsintflutlichen Menschheit besonders durch die Verbindung zwischen den „Söhnen Gottes“ und den „Töchtern der Menschen“ ausgelöst wurde. Diese Vermischung führte zu einer tiefgreifenden moralischen und genetischen Korruption.

Die daraus hervorgegangenen Nephilim – Mischwesen zwischen gefallenen Engeln und Menschen – werden von manchen als seelenlose, zerstörerische Wesen verstanden, die nicht Teil von Gottes ursprünglicher Schöpfungsordnung waren. Die gesamte Schöpfung wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Sie wurde durch und durch verdorben – sie wurde böse.


Ausserbiblische Quellen zeigen ein noch schlimmeres Bild auf

Obwohl ich grundsätzlich ausdrücklich davor warne, außerbiblische Schriften als Beweis für irgendetwas heranzuziehen, mache ich hier eine Ausnahme – ohne jedoch konkrete Titel zu nennen. 

Dennoch berichten viele Schriften, die es nicht in den biblischen Kanon geschafft haben, davon, dass die Riesen so maßlos hungrig wurden, dass sie schließlich zu Kannibalen wurden und begannen, Menschen zu verschlingen.

Andere Texte erzählen, dass die Engel, die sich mit den Menschentöchtern verbanden, den Menschen verbotenes Wissen offenbarten – zum Beispiel das Mischen von Arten, ganz spezifisch das Kreuzen von Mensch und Tier. Das könnte erklären, warum es in alten Mythologien so viele Mischwesen gibt, etwa die Satyrn in der griechischen Mythologie.

Wie gesagt: Diese Schriften sind nicht biblisch und ich rate davon ab sie zu lesen – denn vieles darin widerspricht der Heiligen Schrift oder ergänzt sie auf spekulative Weise. Es sind letztlich Irrlehren, die von er biblischen Wahrheit abbringen können.


Tatsache ist: Die Korruption der Schöpfung war tiefgreifend, ja radikal – und die Bosheit, die daraus hervorging, war grenzenlos, abscheulich und durchdrang alles.

Gott sah sich gezwungen seine gesamte Schöpfung zu vernichten


Die Rückkehr der Riesen nach der Sintflut

Trotz der Sintflut tauchen später erneut Riesen auf:

„Wir sahen dort auch die Riesen, die Söhne Anaks, von den Riesen; und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken.“

(4. Mose 13,33 SCH2000)

Diese Riesen, wie die Enakiter, Refaiter und andere, bewohnten das Land Kanaan und waren bekannt für ihre Größe und Stärke. Es wird angenommen, dass sie Nachkommen der vorsintflutlichen Nephilim waren oder durch eine erneute Infiltration der Engel entstanden.


Die sieben Völker Kanaans und Gottes Anweisung

Gott befahl den Israeliten, sieben spezifische Völker zu vernichten:

„Wenn der Herr, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du kommen wirst, um es in Besitz zu nehmen, und wenn er vor dir her viele Völker vertilgt – die Hetiter, die Girgasiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Pheresiter, die Hewiter und die Jebusiter – sieben Völker, die größer und stärker sind als du; und wenn sie der Herr, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du unbedingt an ihnen den Bann vollstrecken.“

(5. Mose 7,1-2 SCH2000)

Gott hebt hervor dass die Völker grösser und stärker sind.

Diese Völker waren nicht nur Feinde Israels, sondern tief im Götzendienst verstrickt. Gott warnte vor ihren Praktiken:

„Denn sie würden deine Söhne von mir abwendig machen, dass sie anderen Göttern dienen.“

(5. Mose 7,4 SCH2000)

Die Vernichtung diente also der geistlichen Reinheit und dem Schutz Israels vor verderblichen Einflüssen.


Geistliche Säuberung statt ethnischer Vernichtung

Gottes Anweisung war keine ethnische Säuberung, sondern eine Maßnahme gegen tief verwurzelten Götzendienst und moralische und genetische Verderbnis:

„Aber in den Städten dieser Völker, die der Herr, dein Gott, dir zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern du sollst unbedingt an ihnen den Bann vollstrecken.“

(5. Mose 20,16-17 SCH2000)

Dies sollte verhindern, dass Israel die abscheulichen Praktiken dieser Völker übernimmt:

„Damit sie euch nicht lehren, alle ihre Greuel zu verüben, die sie für ihre Götter verübt haben.“

(5. Mose 20,18 SCH2000)


Alle Verse zum Thema Riesen und ihre Erklärung


1. Mose 6,1–4 – Ursprung der Nephilim(Riesen)

Vers 1–2:

„Und es geschah, als sich die Menschen zu mehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen.“

Vers 3–4:

„Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist; jedoch sollen seine Tage 120 Jahre betragen. In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch später noch, solange die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen Kinder gebaren. Das sind die Helden, die von jeher berühmte Männer gewesen sind.“

Bezug zu Riesen:

Diese Verse beschreiben die Entstehung der Nephilim, einer Riesenrasse, die durch die Verbindung der „Gottessöhne“ (oft als gefallene Engel interpretiert) mit den „Töchtern der Menschen“ entstand. Die Nephilim werden als „Helden“ und „berühmte Männer“ der Vorzeit bezeichnet, was auf ihre übermenschliche Größe und Stärke hinweist. Diese Wesen sind die Vorfahren späterer Riesenstämme wie der Anakim, Rephaim, Emim und Zamsummim.


4. Mose 13,32–33 – Bericht der Kundschafter

Vers 32:

„Und sie brachten den Söhnen Israel einen bösen Bericht über das Land, das sie ausgespäht hatten, und sprachen: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein Land, das seine Einwohner frisst, und alles Volk, das wir darin gesehen haben, sind Leute von großer Größe.“

Vers 33:

„Dort haben wir auch die Riesen gesehen, die Söhne des Anak, die von den Riesen abstammen; und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und so waren wir auch in ihren Augen.“

Bezug zu Riesen:

Die Kundschafter berichten von den Anakim, einem bekannten Riesenstamm, der in Kanaan lebte. Sie beschreiben sich selbst als „Heuschrecken“ im Vergleich zu diesen übergroßen Wesen, was die Bedrohung und die übermenschliche Größe der Anakim unterstreicht.


5. Mose 3,11 – König Og von Baschan

„Denn nur Og, der König von Baschan, blieb übrig von den Überresten der Riesen; siehe, sein Bett war ein Eisenbett; ist es nicht in Rabba der Kinder Ammon? Neun Ellen war seine Länge und vier Ellen seine Breite, nach dem Maß eines Mannes.“

Bezug zu Riesen:

König Og war der letzte überlebende Riese der Rephaim, einem weiteren Riesenstamm. Sein überdimensional großes Eisenbett dient als Zeugnis seiner außergewöhnlichen Größe und Stärke. Die Rephaim sind ein weiterer Zweig der Riesenlinie, die auf die Nephilim zurückgeht.

Neun Ellen = ca. 4 m

Vier Ellen = ca. 1,8 m


2. Samuel 21,18–22 – Kämpfe gegen Riesen

Vers 18:

„Da gab es wieder Krieg mit den Philistern bei Gob; da erschlug Sibbechai, der Huschathiter, Saph, der von den Nachkommen der Riesen war.“

Vers 19:

„Und es gab noch einen Kampf mit den Philistern bei Gob; da erschlug Elhanan, der Sohn Jaïrs, den Bruder Goliaths, des Gittiters, dessen Speer war wie ein Weberschiff.“

Vers 20:

„Und es gab noch einen Kampf in Gath; da war ein Mann von großer Statur, der an jeder Hand sechs Finger und an jedem Fuß sechs Zehen hatte, insgesamt vierundzwanzig; auch er war von den Nachkommen der Riesen.“

Vers 21:

„Und als er Israel verhöhnte, erschlug ihn Jonathan, der Sohn Schimas, des Bruders Davids.“

Vers 22:

„Diese vier waren von den Nachkommen der Riesen in Gath und fielen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.“

Bezug zu Riesen:

Diese Verse berichten von Kämpfen gegen Philister, die Nachkommen der Rephaim und Anakim waren. Die in Gath lebenden Riesen, einschließlich Goliath, waren direkte Nachfahren dieser Riesenstämme. Die überdimensionalen Körpermerkmale, wie die sechs Finger und Zehen, bestätigen ihre Zugehörigkeit zu diesen übernatürlichen Linien.


Josua 11,21–22 – Vernichtung der Anakim

Vers 21:

„Da zog Josua zu jener Zeit und schnitt die Anakiter ab vom Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und von allen Gebirgen Judas und von allen Gebirgen Israels; Josua zerstörte sie samt ihren Städten völlig.“

Vers 22:

„Es blieben aber keine Anakiter übrig im Land der Kinder Israel; nur in Gaza, in Gath und in Asdod blieben einige übrig.“

Bezug zu Riesen:

Josua führte einen Feldzug gegen die Anakim, einen der bekanntesten Riesenstämme. Er vernichtete sie vollständig in den Gebirgen Judas und Israels. Einige überlebten jedoch in den Städten Gaza, Gath und Asdod, was später zu Konflikten mit den Philistern führte, die ebenfalls von den Anakim abstammten.


Josua 15,13–14 – Caleb vertreibt die Söhne Anaks 

Vers 13:

„Aber dem Caleb, dem Sohn Jephunnes, gab [Josua] ein Teil unter den Kindern Juda, nach dem Befehl des HERRN an Josua, nämlich die Stadt Arbas, des Vaters Enaks – das ist Hebron.“

Vers 14:

„Und Caleb vertrieb von dort die drei Söhne Enaks: Scheschai, Ahiman und Talmai, die Nachkommen Enaks.“

Bezug zu Riesen:

Die „Söhne Enaks“ waren führende Persönlichkeiten der Anakim, eines besonders furchterregenden Riesenstammes in Kanaan.

Hebron galt als eine der Hochburgen der Riesen. Caleb vertrieb sie durch Gottes Hilfe, obwohl er bereits 85 Jahre alt war – ein Zeichen für den geistlichen Sieg über übermenschliche Gegner.


Amos 2,9 – Der Amoriter als Riesenvolk

„Ich aber habe den Amoriter vor ihnen her vertilgt, dessen Höhe war wie die Höhe der Zedern, und er war stark wie die Eichen; und ich vertilgte seine Frucht von oben herab und seine Wurzeln von unten her.“

Bezug zu Riesen:

Der Amoriter wird hier poetisch als so hoch wie eine Zeder und so stark wie eine Eiche beschrieben.

Diese Beschreibung erinnert deutlich an die Riesen. Tatsächlich zählten die Amoriter nach mehreren alttestamentlichen Hinweisen (vgl. 5. Mose 1,28) zu den gefürchtetsten Riesenstämmen im Land.

Sie bewohnten die Berge Kanaans und standen im direkten Zusammenhang mit den Rephaim und Anakim.


Zusätzliche biblische Hinweise zu Riesenstämmen

Die Rephaim

„Denn nur Og, der König von Baschan, war von den Übriggebliebenen der Rephaim übrig geblieben.“

(5. Mose 3,11 – bereits oben zitiert)

„Das Land der Rephaim wurde früher auch als das Land der Emim bezeichnet; ein großes, zahlreiches und hochgewachsenes Volk, wie die Anakim.“

(5. Mose 2,10–11)

„Diese (Zamsummim) wurden auch als Rephaim angesehen, wie die Anakim; aber die Moabiter nannten sie Emim.“

(5. Mose 2,20–21)

Bezug zu Riesen:

Die Rephaim, Emim, Zamsummim und Anakim sind alle als verschiedene Riesenstämme bezeugt, oft mit regional unterschiedlichen Namen.

Sie bewohnten das Gebiet östlich und westlich des Jordans, einschließlich Baschan, Ammon, Moab, Juda und der philistischen Städte.

Diese Stämme werden im Alten Testament als groß, zahlreich und furchterregend beschrieben – alle Hinweise auf ihre Herkunft von den Nephilim.


Warum David 5 Steine einsteckte

„Und er nahm seinen Stab in die Hand, suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in seinen Hirtenbeutel, das Schlauchgefäß dazu; und mit der Schleuder in seiner Hand ging er auf den Philister zu.“

(1. Samuel 17,40)

„David aber nahm einen Stein aus dem Bach, schleuderte ihn und traf den Philister an die Stirn, sodass der Stein in derselben steckenblieb; und er fiel auf sein Angesicht zur Erde.“

(1. Samuel 17,49)

David nahm 5 Steine mit, doch für den Kampf gegen Goliath reichte ihm nur einer. Er schleuderte einen Stein mit seiner Schleuder und traf Goliath an die Stirn, sodass der Stein in seinem Kopf steckenblieb und der Riese zu Boden fiel. So besiegte David den mächtigen Philister mit nur einem Stein.


Die 5 Steine stehen symbolisch für die 5 Riesenbrüder aus Gath

Goliath hatte vier Brüder, die ebenfalls als Riesen beschrieben werden, und sie lebten in der Gegend von Gath, einer der fünf philistäischen Städte im Land Kanaan.


Die Brüder Goliaths

In 2. Samuel 21,15–22 und 1. Chronik 20,4–8 werden vier weitere Riesen aus Gath genannt – allesamt Nachkommen der Riesen und Kämpfer gegen Israel. Sie wurden von David oder seinen Männern getötet.

Namentlich erwähnt werden:

Isbi-Benob

Saph

Lahmi, der Bruder Goliaths

Ein Mann mit sechs Fingern an Händen und sechs Zehen an Füßen (24 Glieder), „ein Nachkomme der Riesen“

Wohnort:

Alle stammten aus Gath, einer der fünf Städte der Philister – laut Josua 11,22 eine bekannte Hochburg der Riesen (Anakim).


Konklusion

Ja, Gott hat sieben Völker zur totalen Vernichtung befohlen. Sie waren die letzten Bastionen der Riesen, höchstwahrscheinlich genetisch verunreinigt und tief im Baalskult verstrickt. Durch die Israeliten vollstreckte Gott an diesen Völkern sein Gericht.

Gott lässt nicht immer das Böse zu...

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