Gebet mit Intention: Warum das bewusste Gebet so wichtig ist


Warum schützt Gott mich nicht?

Wir beten um Schutz und sündigen trotzdem. Wir beten für eine Veränderung und es passiert nichts? Eine frustrierende Tatsache. 


Eine mögliche Erklärung

In Bezug auf unseren Einfluss auf die Sünde hat das Kapitel „Der ultimative Kampfplan zur Verhinderung der Sünde“ einiges zu bieten. Aber was, wenn ich all das tue und trotzdem scheitere? Was, wenn ich bete und um Veränderung flehe, doch nichts passiert? Dann würde ich fragen: Wie sieht dein Gebet aus?


Wie man laut Bibel beten sollte


Nach dem Willen Gottes

1. Johannes 5,14:

„Und das ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten.“

→ Wir sollen lernen, im Einklang mit Gottes Willen zu beten.


Mit Dankbarkeit

Philipper 4,6:

„Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.“

→ Danksagung gehört zum Gebet dazu – nicht nur Bitten.


Im Namen Jesu

Johannes 14,13:

„Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird im Sohn.“

→ „In Jesu Namen“ bedeutet: im Einklang mit seinem Charakter und seiner Autorität.


Im Glauben – ohne Zweifeln

Jakobus 1,6:

„Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird.“

→ Glaube ist entscheidend – nicht Magie oder Rituale.


Mit Vergebung im Herzen

Markus 11,25:

„Und wenn ihr dasteht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Übertretungen vergibt.“

→ Unversöhnlichkeit blockiert unsere Gebete.


Kein sinnlosen langen Gebete ohne Intention

Matthäus 6,7 (Schlachter 2000):

„Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen.“

→ Gott hört nicht wegen der Wortanzahl, sondern wegen der Aufrichtigkeit.


Im Verborgenen – nicht zur Show

Matthäus 6,6 (Schlachter 2000):

„Du aber, wenn du betest, so geh in dein Kämmerlein und schließe deine Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dir öffentlich vergelten.“

→ Beten soll eine Herzenssache sein, nicht zur Selbstdarstellung.


Wenn ein Mensch vor dir murmelt und dich nicht ansieht

Jemand steht vor dir. Er will dich um etwas bitten – einen Gefallen, vielleicht sogar etwas Wichtiges. Doch er grüßt dich kaum. Kein Blickkontakt. Seine Augen wandern unstet durch den Raum, als würde er einen Fluchtweg suchen. Seine Stimme ist leise, kaum hörbar. Er murmelt irgendetwas, die Worte verschwimmen, du verstehst nur Bruchstücke. Ehe du etwas sagen kannst, dreht er sich um und verschwindet – hastig, beinahe panisch. Kein Dank, keine Erklärung, kein Wiedersehen. 

„Ich sollte mal wieder beten … na dann, schnell das Vaterunser aufsagen. Irgendwie muss ich ja die Verbindung zu Gott aufrechterhalten – sonst verfalle ich noch in Sünde und Gott ist sauer auf mich. Habe schon lange nicht mehr gebetet, wird wohl langsam Zeit.“


Wenn du das liest, wünsche ich mir, dass dein Herz dabei blutet!

Nicht aus religiöser Pflicht, sondern weil du erkennst, wie weit das vom lebendigen, ehrlichen Gespräch mit deinem Vater entfernt ist. Wie sehr du ihn beleidigst und verletzt, ohne es wirklich zu merken!

So willst du zum Grund deiner Existenz beten? Auf diese hohle, mechanische Weise?

„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.“

(Markus 7,6)


Gebet mit Intention

Wenn du betest, sei dir immer bewusst, dass du vor dem Alpha und Omega stehst, dem Ersten und dem Letzten. Vor Elohim, El Shaddai, Melchisedek – dem Wort, aus dem alles erschaffen wurde!

Vor Jahwe Zebaoth – dem Herrscher der Heerscharen!

Nimm dir Zeit, ziehe dich zurück, und trete mit tiefster Ehrfurcht vor den Herrn! Konzentriere dich auf jedes Wort, das du sprichst, und meine es von ganzem Herzen! Bitte nicht um eigennützige Wünsche, sondern um das, was dem Wohl der Gesellschaft dient, was der Welt und den Menschen gut tut. Sei dankbar für das Geschenk deiner Existenz und für die Gemeinschaft, die du durch Jesus Christus mit ihm hast. Lobe ihn für alles Gute, das du empfängst, und danke ihm für seine unendliche Gnade.

Erinnere dich daran, dass Gott keine Institution ist, bei der du dir nach Belieben bedienst! Er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde – beleidige ihn nicht!

Wenn du in dieser Haltung betest, wird er dich hören.

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