Deckel drauf
Mit diesem Kapitel möchte ich dem Thema „Erlösung verlieren“ endgültig den Deckel aufsetzen. Es sollte jedoch ganz am Ende gelesen werden, nachdem alle anderen Kapitel, die sich mit Erlösung befassen, durchgearbeitet wurden.
Schon die vorherigen Kapitel sind sehr deutlich in Bezug auf die Erlösung. Besonders das Kapitel über den Hebräerbrief macht klar, dass die Erlösung für gesiegelte Christen nicht verloren gehen kann.
Dennoch möchte ich auch den letzten Zweifel ausräumen. Es geht dabei um das Argument, dass man im Glauben bleiben muss, um gerettet zu werden. Die Befürworter dieser Ansicht behaupten, dass Aussagen wie „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben“ ein temporäres Versprechen darstellen. Ein Versprechen, das nur im Moment gilt und tagtäglich neu verdient werden muss. Andernfalls droht der Glaubensabfall.
Dieses kleine Kapitel widmet sich daher den zukünftigen Versprechen in der Bibel.
Der neue Bund der Wesensveränderung
Gott versprach schon im alten Testament, dass der ewige Bund durch Jesus anders sein wird. Der Bund wird so sein, dass der Gläubige nicht mehr abweichen kann.
"Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen."
(Jeremia 32)
Das neue Testament bestätigt diesen neuen Bund
„Er schenkt euch den Willen und die Kraft, ihn auch so auszuführen, wie es ihm gefällt.“ (Philipper 2:13)
Die Wesensveränderung durch den heiligen Geist führt dazu, dass man nicht vom Glauben abfallen kann!
Die Apostel machen ein zukünftiges Versprechen an den Kerkermeister
Sie sagten: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus.“ (Apostelgeschichte 16:31)
"Wirst du gerettet werden." In der Zukunft. Wann ist dann diese Zukunft? Natürlich nach dem Tod. Wenn es nicht nach dem Tod wäre würde es keinen Sinn machen. "Wenn du jetzt glaubst, wirst du in der Zukunft gerettet werden!" Da steht nichts zwischen Zeilen.
Der Römer bestätigt dieses zukünftige Versprechen
„Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: ›Jesus ist der Herr!‹, und wenn du von ganzem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden.“ (Römer 10:9)
Jesus bestätigt dieses zukünftige Versprechen
„Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“
Markus 16:16 SCH2000
Nichts in der Zukunft kann uns von Gottes Liebe trennen
„… noch Zukünftiges können uns von der Liebe Gottes trennen.“ (Römer 8:38-39)
Auch die guten Werke haben in der Zukunft keinen Einfluss auf die garantierte Errettung
„… wenn das Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.“ (1. Korinther 3:15)
Der gefürchtete Hebräerbrief bestätigt, dass Gott den versiegelten niemals verlassen wird
„Ich will dich nicht aufgeben und niemals verlassen.“ (Hebräer 13:5)
In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung
(Epheser 1:13)
„Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.“ (Hebräer 10:14)
Für immer ist der versiegelte Christ vollendet. Gott wird den geretteten Christen niemals verlassen! Wie wäre es den möglich dass er ihn verlässt? In dem er seinen heiligen Geist von ihm nehmen würde. Wie gesagt geht dies macht er aber nicht. Gott wird uns niemals verlassen! Den die Bibel sagt an anderer Stelle nochmals klar:
„Denn Gottes Gaben und Berufung sind unbereubar.“
(Römer 11:29)
Der Glaube ist eine Gnade Gottes. Nicht etwas was verdient werden kann
„Denn euch wurde, was Christus betrifft, die Gnade verliehen, nicht nur an ihn zu glauben …“ (Philipper 1:29)
Wer sich für Jesus ehrlich entschieden hat, wird ihm folgen
„… sie folgen und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen.“
(Johannes 10:27-28)
Die Konsequenz daraus ist, dass sie in alle Ewigkeit nicht verloren gehen!
Jesus macht uns fest bis ans Ende
"Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist, dass ihr in allem reich gemacht worden seid in ihm, in allem Wort und in aller Erkenntnis, wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch auch fest machen wird bis ans Ende, sodass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn."
(1.Korinther 1ff)
Die Goldene Kette
Römer 8,29–30 (SCH2000):
„Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; und die er berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.“
Die „goldene Kette“ des Heils (Römer 8,29–30) – verständlich erklärt:
Vorhererkannt (proegnō)
→ Gott kennt von Ewigkeit her diejenigen, die auf sein Evangelium antworten werden. Diese Beziehung beginnt nicht erst mit dem Glauben – sie ist in Gottes Vorsehung angelegt.
Vorherbestimmt (proōrisen)
→ Gott hat diese Menschen dazu bestimmt, Christus ähnlicher zu werden. Das Ziel ist nicht nur Rettung, sondern auch ein neues Leben in seinem Bild – durch Heiligung.
Berufen
→ Im Leben der Menschen tritt Gott konkret in Erscheinung: durch die Verkündigung des Evangeliums ruft er sie wirksam zum Glauben.
Gerechtfertigt
→ Wer auf diesen Ruf mit Glauben antwortet, wird durch Gottes Gnade gerecht gesprochen. Zugleich empfängt er den Heiligen Geist als Siegel und Unterpfand.
Verherrlicht
→ Das endgültige Ziel ist die ewige Gemeinschaft mit Gott – frei von Sünde, vollendet in Herrlichkeit.
Zusammenfassung:
Die Versiegelung mit dem Heiligen Geist gehört logisch zur Rechtfertigung.
Die Veränderung durch den Geist (Heiligung) ist Teil des vorherbestimmten Ziels, aber nicht automatisch mit der Versiegelung gleichzusetzen.
Die „Kette“ zeigt: Keiner, den Gott rechtfertigt, bleibt auf halbem Weg stehen – er wird auch vollendet.
Es ist ein Automatismus
Ein für alle Mal! Der Deal ist sicher! Für immer!
„Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, und zwar ein für alle Mal.“ (Hebräer 10:10)
Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.
(Hebräer 10:14)