Einführung
Dies ist das erste von 11 Kapiteln, die sich mit der Heilssicherheit befassen. Das Thema der Heilssicherheit ist sehr komplex und lässt sich nicht einfach in wenigen Worten erklären. Viele Artikel und Videos über dieses Thema sind zwar gut gemeint, verfehlen jedoch häufig ihr Ziel, da sie bestimmte Verse unbeachtet lassen. So gibt es Prediger, die in einer einstündigen Präsentation anhand von Bibelversen aufzeigen, dass das Heil gesichert ist, aber Verse, die dem widersprechen, werden nicht einmal erwähnt. Dadurch bleibt der unsichere Christ mit Versen zurück, die die Heilssicherheit bekräftigen, jedoch auch vielen Versen begegnet, die auf den ersten Blick dagegen sprechen.
Diese Seite soll anders sein. Alle 11 Kapitel müssen im besten Fall der Reihe nach durchgelesen werden, um das Thema ganzheitlich zu verstehen.
Ich kann mit gutem Gewissen sagen: Einmal versiegelt mit dem Heiligen Geist bedeutet garantiert ewiges Leben und dies kann nicht verloren gehen!
Viel Spaß beim Lesen!
Wer an die rettende Botschaft glaubt ist gerettet und kann die Erlösung nicht verlieren. Die Bibel bestätigt dies an diversen Stellen
Hier nur einige davon:
"Sie sagten: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus."
(Apostelgeschichte 16:31)
"Denn aus Gnade seid ihr errettet worden durch den Glauben, und das nicht aus euch,
(Epheser 2:8)
“Wer nun mit Jesus Christus verbunden ist, wird von Gott nicht mehr verurteilt. Denn für ihn gilt nicht länger das Gesetz der Sünde und des Todes. Es ist durch ein neues Gesetz aufgehoben, nämlich durch das Gesetz des Geistes Gottes, der durch Jesus Christus das Leben bringt.„
(Römer 8:1-2)
“Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz vor aller Welt sterben lassen. Jesus hat sein Blut für uns vergossen und mit diesem Opfer die Vergebung für alle erwirkt, die daran glauben. Daran zeigt sich, dass es gerecht von Gott war, als er die Sünden der Menschen bisher ertrug;„
(Römer 3:25)
“Doch indem Christus Mensch wurde und am Kreuz starb, hat Gott euch mit sich selbst versöhnt. Jetzt gehören wir zu Gott und stehen befreit von aller Sünde und Schuld vor ihm da.„
(Kolosser 1:22)
“Ihr gehört zu Gott, unserem Vater. Dazu hat er euch von Anfang an vorherbestimmt. Ja, durch den Heiligen Geist seid ihr sein Eigentum geworden – Menschen, die Jesus Christus gehorchen und durch sein Blut von aller Schuld befreit werden. Ich wünsche euch, dass Gottes Gnade und sein Friede euch immer mehr erfüllen.„
(1. Petrus 1:2)
“Denn das steht unumstößlich fest, darauf dürfen wir vertrauen: Jesus Christus ist in diese Welt gekommen, um uns gottlose Menschen zu retten. Ich selbst bin der Schlimmste von ihnen. Doch gerade deshalb war Gott mit mir ganz besonders barmherzig. An mir wollte Jesus Christus zeigen, wie groß seine Geduld mit uns Menschen ist. An meinem Beispiel soll jeder erkennen, dass wirklich alle durch den Glauben an Christus ewiges Leben finden können."
(1. Timotheus 1:15-16)
“Das steht unumstößlich fest: Sind wir mit Christus gestorben, werden wir auch mit ihm leben.„
(2. Timotheus 2:11 HFA)
“Er hat sein Leben für uns gegeben und uns von aller Schuld befreit. So sind wir sein Volk geworden, das ihm allein gehört; wir sind rein von Sünde und bereit, von ganzem Herzen Gutes zu tun.„
(Titus 2:14)
"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben."
(Johannes 6:47)
"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?"
(Johannes 11:25-26)
"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."
(1.Johannes 3:16)
"Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus."
(Römer 5:1)
"Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm."
(Johannes 3:36)
“Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: »Jesus ist der Herr!«, und wenn du von ganzem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden. Wer also von Herzen glaubt, wird von Gott angenommen; und wer seinen Glauben auch bekennt, der findet Rettung. So heißt es schon in der Heiligen Schrift: »Wer auf ihn vertraut, steht fest und sicher.«
(Römer 10:9-11)
«Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.»
(Johannes 17:3)
«Gott spricht jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten. Denn darin sind die Menschen gleich:
Alle sind schuldig geworden und spiegeln nicht mehr die Herrlichkeit wider, die Gott dem Menschen ursprünglich verliehen hatte.
Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat.»
(Römer 3:22)
Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen. Gott lässt das zu. Satan kann zum Beispiel das Siegel des Heiligen Geistes nicht aufreissen
«Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt.»
(Römer 8:38)
Spannend ist auch der Begriff Zukünftiges. Also nichts was in der Zukunft passiert, durch uns selbst oder von Drittpersonen initiiert, kann an dieser Liebe etwas ändern.
Nochmals ein Abschnitt aus dem Römerbrief: “Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: »Jesus ist der Herr!«, und wenn du von ganzem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden.
Auch hier wieder das Versprechen, dass wir in der Zukunft gerettet werden
«Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ihnen gebe ich das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen. Keiner kann sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater hat sie mir gegeben, und niemand ist stärker als er. Deshalb kann sie auch keiner der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.»
(Johannes 10:28)
«Durch eure Verbindung mit Christus gelten diese Zusagen auch für euch, die ihr erst jetzt das Wort der Wahrheit gehört habt, die gute Botschaft von eurer Rettung. Nachdem ihr diese Botschaft im Glauben angenommen habt, gehört ihr nun Gott. Er hat euch sein Siegel aufgedrückt, als er euch den Heiligen Geist schenkte, den er jedem Glaubenden zugesagt hat. Ihn hat Gott uns als ersten Anteil an unserem himmlischen Erbe gegeben, und dieser Geist verbürgt uns das vollständige Erbe, die vollkommene Erlösung.»
(Epheser 1:13)
Durch die Annahme des Glaubens. Wird dem gläubigen der heilige Geist gegeben welcher als Pfand gilt bis wir sterben. Ein Pfand als Garantie für das ewige Leben.
Der Glaube an Jesus allein rettet!
Gute Werke sind dafür nicht nötig. Wir werden nicht zuerst gerettet durch das Blut Jesu und müssen danach einen täglichen Katalog von guten Taten abarbeiten um uns das Himmelreich zu verdienen
"da wir wissen, dass der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird."
(Galater 2:16)
"Denn aus Gnade seid ihr errettet worden durch den Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme."
(Epheser 2:8-9)
«Die Regeln des Gesetzes erfüllte ich bis in alle Einzelheiten, so dass niemand mir etwas vorwerfen konnte.
Aber seit ich Christus kenne, ist für mich alles wertlos, was ich früher für so wichtig gehalten habe. Denn das ist mir klar geworden: Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren. Um seinetwillen habe ich das alles hinter mir gelassen; es ist für mich nur noch Dreck, wenn ich bloß Christus habe. Mit ihm möchte ich um jeden Preis verbunden sein.
Deshalb versuche ich jetzt nicht mehr, durch meine eigene Leistung und durch das genaue Befolgen des Gesetzes vor Gott zu bestehen.
Was zählt, ist, dass ich durch den Glauben an Christus von Gott angenommen werde. Darauf will ich vertrauen.
Um Christus allein geht es mir. Ihn will ich immer besser kennen lernen: Ich will die Kraft seiner Auferstehung erfahren, aber auch seine Leiden möchte ich mit ihm teilen und mein Leben ganz für Gott aufgeben, so wie es Jesus am Kreuz getan hat.
Dann werde ich auch mit allen, die an Christus glauben, von den Toten auferstehen.»
(Philiper 3:7)
“Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf diesen Grund baut Gold, Silber, köstliche Steine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klar machen, weil er in Feuer geoffenbart wird; und welcherlei das Werk eines jeden ist, wird das Feuer bewähren. Wenn das Werk jemandes bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen;
wenn das Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden,
er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.
Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und solche seid ihr
(1. Korinther 3:11-17)
Wie wir sehen, bestätigt besonders der Korinthervers, dass die guten Werke keinen Einfluss auf die Erlösung haben selbst wenn wir gar nichts Gutes tun sind wir gerettet. Die Bibelverse zeigen dies klar auf.
Ich möchte hier zuerst ein paar wichtige Tipps zur korrekten Deutung der Bibel geben, die mir stets geholfen haben
1) Die Bibel enthält keine Wiedersprüche
2) Wenn duzende Verse klar eine gemeinsame Aussage haben und ein paar Verse sprechen auf den ersten Blick dagegen, dann hat man die Verse garantiert falsch verstanden. Vielmals unterstützen die Verse sogar die anderen oder sie führen genauer aus.
3) Geschichtlicher Kontext ist vielmals wichtig um Verse richtig einordnen zu können.
4) Kapitelkontext und biblischer Gesamtkontext ist vielmals wichtig um Verse richtig einordnen zu können.
4) Nur weil eine grosse Anzahl von Menschen, zum Beispiel in einer Konfession, eine Auslegung predigen, muss sie nicht stimmen!
5) Das Wort Gottes findest du in der Bibel und nicht beim Priester, Pfarrer oder Prediger und auch nicht bei mir! Prüfe alles mit der Bibel! Lese täglich darin! Verstehe und lerne wie Gott arbeitet! Bete zu Gott, dass er Dir die korrekte Auslegung zeigt! Bete um Weisheit!
«Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.»
(2. Timotheus 3:16)
Die Erlösung durch Glauben and Jesus steht ausser Frage
Wie oben gesehen steht die Erlösung durch Glauben ohne Gute Werke ausser Frage. Die Erlösung ist garantiert.
Die Bibel zeigt an mehreren Stellen aber ein, auf den ersten Blick, beunruhigendes Bild auf. Ein Bild, dass der Erlösung durch Glauben widerspricht. Wie schon gesagt, gibt es aber keine Widersprüche, also keine Angst. Schauen wir uns die Verse an:
In der Offenbarung listet Jesus auf wer nicht ins Himmelreich kommt
Offenbarung 21:8 (Schlachter 2000)
„Aber die Feigen und Ungläubigen und die mit Gräueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.“
Die Liste erklärt
Die Sündenliste in Offenbarung 21:8 verdeutlicht, wie sich Unglaube im praktischen Leben eines Menschen manifestiert. Sie zeigt, dass der Unglaube nicht nur eine Ablehnung Gottes ist, sondern auch konkrete Sünden nach sich zieht. Diese Sünden sind Ausdruck eines Lebens ohne Gott und machen sichtbar, wie sich Rebellion gegen Gott im Verhalten niederschlägt. Die Liste dient als Warnung für Gläubige, dass ein Leben in Sünde nicht mit wahrem Glauben vereinbar ist, und erinnert daran, dass der Glaube an Christus immer auch eine Abkehr von bestimmten Verhaltensweisen verlangt.
Darüber hinaus betont die Liste, dass Gottes Gericht gerecht ist, weil er nicht nur den Unglauben, sondern auch konkrete Taten und Sünden richtet. Sie macht deutlich, dass der Unglaube nicht isoliert existiert, sondern mit moralischer Verderbtheit einhergeht. Diese Warnung richtet sich insbesondere an diejenigen, die das Evangelium oberflächlich annehmen, und zeigt, dass ein wahrhaftiger Glaube nicht zu einem Leben in aktiver Rebellion gegen Gottes Gebote führt.
Die Liste der Sünden in Offenbarung 21:8 dient auch als Maßstab, um Irrlehren zu erkennen. Wenn Kirchen bestimmte Sünden gutheißen und trotzdem die ewige Erlösung versprechen, indem sie Gottes Gebote verzerren oder leugnen, handelt es sich um falsche Lehren, die die wahre Botschaft des Evangeliums verfälschen.
Solche Irrlehren führen nicht zum ewigen Leben, da sie Gläubige in falscher Sicherheit wiegen. Gott ist heilig, und Heiligkeit bedeutet, dass er abgesondert und einzigartig ist. Er ist sowohl heiliger Zorn als auch heilige Liebe. Gott hasst die Sünde, aber gleichzeitig ist er liebevoll und verzeiht jedem Sünder, der sein Versöhnungsangebot mit ehrlichem Herzen annimmt.
Der entscheidende Unterschied liegt in der echten Annahme von Jesus Christus und der biblischen Lehre, die zur Rettung führt. Echte Gläubige zeigen durch ein verändertes Leben und die Hingabe an Gottes Wahrheit, dass sie den Glauben aufrichtig angenommen haben. Diese echte Annahme von Jesus Christus ist eine einmalige, definitive Entscheidung, die zu der Versiegelung mit dem Heiligen Geist führt (Epheser 1:13-14). Diese Versiegelung garantiert die Rettung und ist der Beweis für die wahre Errettung.
Der Heilige Geist leitet die Gläubigen in ihrem Leben und hilft ihnen, sich von Sünde abzuwenden. Auch wenn es manchmal Rückschläge und Sündenfälle gibt, führt der Heilige Geist die Gläubigen immer wieder zur Umkehr und zur wachsenden Heiligung. Die Abkehr von Sünde ist ein lebenslanger Prozess, der durch die Kraft des Heiligen Geistes geleitet und getragen wird.
Echte Gläubige, die einmal gerettet sind, bleiben gerettet, da ihre Annahme von Christus authentisch und von der Versiegelung des Heiligen Geistes begleitet ist. Echte Christen stimmen Gottes Gesetz zu auch wenn sie manchmal sündigen. Sie bereuen neu begangene Sünden vor Gott. Sie verzerren das Gesetz nicht um ihr sündiges Leben zu rechtfertigen.
Der Korinther bringt ebenfalls eine Liste und bestätigt, dass solche Leute die Hölle verdienen
1. Korinther 6:9-11
„Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht ererben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes.“
Die Erklärung ist einfach: Wer Gott nicht annimmt, gerät automatisch in sündhaftes Verhalten.
Der Vers im Korintherbrief weist darauf hin, dass wiedergeborene Christen sich entsprechend verhalten sollten – sie sollen danach streben, möglichst wenig zu sündigen und ein heiliges Leben zu führen.
Er erinnert auch daran, dass alle Christen vor ihrer Wiedergeburt die Hölle verdient hätten. Doch gerade weil sie erlöst sind, sollten sie aus Dankbarkeit gegenüber Gott ein Leben in Heiligkeit führen.
Der Korintherbrief wurde an die frühe christliche Gemeinde in Korinth gerichtet und diente als Lehre und Ermahnung für die junge Glaubensgemeinschaft.
Der Galaterbrief reiht sich ein mit der Warnung vor der Sünde aber der weitergehende Kontext ist wichtig!
«Gebt ihr dagegen eurer alten menschlichen Natur nach, ist offensichtlich, wohin das führt: zu sexueller Unmoral, einem sittenlosen und ausschweifenden Leben, zur Götzenanbetung und zu abergläubischem Vertrauen auf übersinnliche Kräfte. Feindseligkeit, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, hässliche Auseinandersetzungen, Uneinigkeit und Spaltungen bestimmen dann das Leben ebenso wie Neid, Trunksucht, Fressgelage und ähnliche Dinge. Ich habe es schon oft gesagt und warne euch hier noch einmal: Wer so lebt, wird niemals in Gottes Reich kommen.»
(Galater 5:19)
Martin Luthers Interpretation von Galater 5:19
«Christen fallen auch und verrichten die Lüste des Fleisches. David verfiel fürchterlich in Ehebruch. Auch Petrus fiel schwer, als er Christus verleugnete. So groß diese Sünden auch waren, sie wurden nicht Gott zum Trotz begangen, sondern aus Schwäche. Als ihnen ihre Sünden zur Kenntnis gebracht wurden, fuhren diese Männer nicht hartnäckig mit ihrer Sünde fort, sondern bereuten sie. Denjenigen, die aus Schwäche sündigen, wird die Vergebung nicht verweigert, solange sie wieder auferstehen und aufhören zu sündigen. Es gibt nichts Schlimmeres, als in der Sünde fortzufahren. Wenn sie nicht bereuen, sondern hartnäckig fortfahren, die Begierden des Fleisches zu erfüllen, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass sie es nicht aufrichtig meinen.»
Vereinfacht gesagt sind dies keine echten Christen. Und an diese geht die Warnung: «Ihr könnt keine echten Christen sein, wenn ihr ohne Reue sündigen könnt! Ihr seid nicht gerettet! Ihr habt Jesus nicht mit ehrlichem Herzen angenommen!»
Die Thematik der falschen Christen begegnet uns oft in der Bibel. Denn besonders in der Anfangszeit des Christentums gab es viele halbherzige Konvertiten. Vielmals auch aus Unwissen. Jesus kannte man vielmals nur vom Hören Sagen. Die Bibel existierte nicht. Die meisten Briefe des neuen Testaments beziehen sich auf diese falschen Christen, die in den Gemeinden lebten aber alles andere als einen christlichen Lebensstil pflegten.
Eine echte Warnung an falsche Christen
Es gibt viele Menschen in christlichen Gemeinschaften, die sich als Christen bezeichnen, aber Jesus nie wirklich angenommen haben. Sie gehören vielleicht von Geburt an einer Konfession an, wurden aber nie wahrhaft in Christus wiedergeboren. Sie haben die Kernbotschaft des Evangeliums nicht verstanden.
Jeder Mensch muss an einen Punkt in seinem Leben kommen, an dem er erkennt, dass er sich in einem gefallenen Zustand befindet – geerbt durch die Sünde von Adam und Eva. Diese Erbsünde bedeutet, dass jeder Mensch eine tief verwurzelte Neigung zur Sünde hat. Wer in diesem Zustand stirbt, kann vor dem heiligen Gott nicht bestehen. Deshalb ist Umkehr nötig – eine echte, bewusste Hinwendung zu Gott. Der Glaube muss aufrichtig angenommen werden.
Idealerweise ist diese Umkehr mit echter Reue über begangene Sünden verbunden. In Dankbarkeit und Demut soll man das Geschenk der Erlösung durch Jesus Christus annehmen. Dabei muss dieser Prozess nicht immer in einer bestimmten Reihenfolge geschehen – was zählt, ist die Ehrlichkeit des Herzens. Wie bereits gesagt: Der Glaube allein rettet.
Hoffentlich sorgt das nicht für Verwirrung. Denn kein wiedergeborener Christ kann behaupten, er hätte zum Zeitpunkt seiner Bekehrung die gesamte biblische Lehre vollkommen verstanden. Wer könnte das überhaupt von sich sagen? Viel wichtiger ist dieses ehrliche Bekenntnis:
Die Bibel ist die Wahrheit. Jesus ist die Wahrheit! Jesus ist der Sohn Gottes – und durch ihn bin ich gerettet!
Nun zurück zum Ausgangspunkt:
Es ist durchaus möglich, dass sich jemand als Christ bezeichnet, ohne die Kernlehre je verstanden zu haben. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Menschen auch von ihren Kirchen als Christen angesehen werden. Doch bloß zu sagen „Ich glaube an Gott“ reicht nicht aus.
Solch ein Glaube an eine vage, höhere Macht kann nicht retten.
Echte Umkehr zeigt sich in einer tiefgreifenden Veränderung im Denken und Handeln durch den Heiligen Geist.
An Gott zu glauben und Jesus wirklich anzunehmen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
"Du glaubst, dass es nur einen einzigen Gott gibt? Gut und schön – das glauben die Dämonen auch, und sie zittern vor Angst!"
(Jakobus 2,19)
Es braucht aber nicht die ganze Bibel um gerettet zu sein
Die Aussage, dass es nicht die gesamte Bibel braucht, um die rettende Botschaft zu verstehen und anzunehmen, mag zunächst provokant wirken. Doch verschiedene Bibelstellen zeigen deutlich, dass der Kern des Evangeliums – die rettende Botschaft von Jesus Christus – in bestimmten zentralen Wahrheiten vermittelt wird, die nicht das gesamte Schriftverständnis voraussetzen.
1. Die zentrale Botschaft des Evangeliums: Paulus selbst betont in 1. Korinther 15:3-4, dass es bestimmte Kernelemente des Glaubens gibt, die zur Errettung ausreichen:
„Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was auch ich empfangen habe, dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben wurde, und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag, nach den Schriften.“
Hier wird deutlich, dass das, was für die Errettung zentral ist, der Tod und die Auferstehung Jesu ist – also das Evangelium selbst. Diese grundlegende Botschaft ist der Schlüssel zur Errettung.
2. Glaube an Jesus Christus allein rettet: In Apostelgeschichte 16:30-31 wird ebenfalls klar, dass das Verständnis des gesamten alttestamentlichen Gesetzes oder aller prophetischen Schriften nicht nötig ist, um gerettet zu werden. Als der Kerkermeister Paulus und Silas fragt: „Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde?“, antworten sie ihm:
„Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus.“
Der Glaube an Jesus allein genügt also zur Errettung, ohne dass detaillierte Kenntnis der gesamten Bibel erforderlich ist.
3. Die Einfachheit des Glaubens: In Johannes 3:16, einem der bekanntesten Verse der Bibel, wird die Einfachheit der Errettung deutlich:
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“
Auch hier ist der Glaube an Jesus Christus als Sohn Gottes und Erlöser der Schlüssel zur Rettung, ohne dass die gesamte Schrift vorausgesetzt wird.
4. Die Rolle des Wortes Gottes: Natürlich ist das Studium der gesamten Bibel für das Wachstum und die Vertiefung des Glaubens wichtig. In 2. Timotheus 3:16-17 wird gesagt:
„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“
Hier wird die Nützlichkeit und Wichtigkeit der Schrift betont, aber dies ist nicht dasselbe wie eine Voraussetzung zur Errettung. Vielmehr ist es so, dass die Bibel als Ganzes für das geistliche Wachstum und die Jüngerschaft von Bedeutung ist, während der Glaube an das zentrale Evangelium die Grundlage für die Errettung bildet.
5. Fokus auf das Kreuz: Paulus betont in 1. Korinther 2:2:
„Denn ich hatte mir vorgenommen, nichts anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und zwar als gekreuzigt.“
Er macht deutlich, dass es für ihn keine größere Botschaft gibt als die von Jesus Christus und seinem Opfer am Kreuz. Damit stellt er heraus, dass das Zentrum des Glaubens, das zur Errettung führt, das Kreuz und das Werk Jesu ist – nicht ein umfassendes theologisches Verständnis der gesamten Schrift.
Zusammengefasst zeigen diese Bibelstellen, dass die rettende Botschaft von Jesus Christus in ihrem Kern simpel und klar ist: Der Glaube an sein Werk am Kreuz, seine Auferstehung und die Annahme seines Erlösungswerks sind der Schlüssel zur Errettung. Während das Studium der gesamten Bibel für das geistliche Wachstum und ein vertieftes Verständnis von Gott wichtig ist, zeigt die Schrift selbst, dass die Errettung durch den einfachen Glauben an Jesus Christus kommt, ohne dass jedes Detail der Bibel vorausgesetzt wird.
Und gleichzeitig warnt die Bibel an mehreren Stellen vor einem falschen Glauben der die Sünde gut heisst. Wenn eine Gemeinde gewisse Sünden aus der Bibel als normal betrachtet und nicht verurteilt, so kann man sicher sein, dass die Mitglieder dieser Gemeinde nicht versiegelt und geleitet sind vom heiligen Geist.
Paulus hat Angst als untauglich auszuscheiden, verwerflich zu werden. Also doch der Glaubensabfall der zur Verdammung führt?
"Ich gebe alles für diesen Sieg und hole das Letzte aus meinem Körper heraus. Er muss sich meinem Willen fügen. Denn ich will nicht andere zum Kampf des Glaubens auffordern und selbst verwerflich werden."
(1. Korinther 9,27)
Paulus setzt sich intensiv für die Verkündigung ein, weil er nicht „verwerflich“ werden will, nachdem er anderen gepredigt hat. Er wäre verwerflich, wenn er nur predigte, aber nicht danach lebte. Paulus wollte nicht als Heuchler dastehen, der andere zu Opfern auffordert, während er selbst ein angenehmes Leben führt. Deshalb diszipliniert er sich streng, ähnlich wie ein Athlet, der hart trainiert. Das Wort „verwerflich“ bedeutet nicht, dass Paulus sein ewiges Leben verlieren könnte, sondern dass er sich seiner Verantwortung als Diener Christi bewusst ist.
Der Punkt im gesamten Kontext ist nicht der Empfang des ewigen Lebens oder der Himmel nach dem Tod, sondern die Treue und Nützlichkeit für Gott in Paulus' Leben. Der Preis ist nicht das ewige Leben, denn das ist ein Geschenk Gottes. Der Preis oder die Krone bedeutet Bedeutung im Reich Gottes, Segen im Leben und Dienst sowie Lob von Gott für ein wohlgelebtes Leben im Dienst für Ihn.
Paulus ist nicht besorgt darüber, sein ewiges Leben zu verlieren, sondern darüber, für den Dienst disqualifiziert zu werden. Er möchte sein Amt fortsetzen und so leben, dass es Gott gefällt und ehrt, daher läuft er mit Sorgfalt und Ausdauer.
Dasselbe gilt für unser Leben: Disqualifiziert zu werden bedeutet nicht, das ewige Leben zu verlieren, sondern den Dienst oder die Gelegenheit, Gott in diesem Leben zu dienen. Diese Dinge könnten Paulus und auch uns verloren gehen, wenn wir Gott nicht lieben, folgen und gehorchen.
Müssen wir durchhalten bis zum Schluss um erlöst zu werden?
Die Offenbarung ist im Kontext der Endzeit zu sehen. Diese Zeit ist geprägt von Krieg und Gewalt. Christen die in der Endzeit leben werden, werden harten Prüfungen ausgesetzt sein. Auf den ersten Blick scheint es so zu sein, dass wenn diese Christen nicht durchhalten werden, nicht ins Himmelreich kommen. Die Frage ist, ist es möglich, dass echte Christen nicht durchhalten werden?
Wer Ohren hat, soll hören, was Gottes Geist den Gemeinden sagt. Wer durchhält und den Sieg erringt, dem will ich die Früchte vom Baum des Lebens zu essen geben, der in Gottes Paradies steht.«
(Offenbarung 2:7)
Offenbarung 2:7: "Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer durchhält und den Sieg erringt, dem werde ich das Recht geben, vom Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes steht."
Offenbarung 2:10: "Hab keine Angst vor dem, was dir noch bevorsteht! Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, um euch auf die Probe zu stellen. Ihr werdet zehn Tage lang verfolgt werden. Bleibt mir treu bis in den Tod, dann werde ich euch den Siegeskranz des Lebens geben."
Offenbarung 2:17: "Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer den Sieg erringt, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben. Ich werde ihm auch einen weißen Stein geben, auf dem ein neuer Name steht, den nur der kennt, der ihn empfängt."
Offenbarung 2:25-26: "Doch haltet fest, was ihr habt, bis ich komme. Wer den Sieg erringt und bis zuletzt meinen Willen befolgt, dem werde ich Macht über die Völker geben."
Offenbarung 2:26-28: "Wer den Sieg erringt und bis zuletzt tut, was ich will, dem werde ich Macht über die Völker geben. Er wird mit einem eisernen Stab über sie herrschen und sie wie Tonkrüge zerschlagen. Ich werde ihm die gleiche Macht geben, die auch ich von meinem Vater bekommen habe. Und ich werde ihm den Morgenstern schenken."
Offenbarung 3:5: "Wer den Sieg erringt, wird weiße Kleider tragen. Ich werde seinen Namen nicht aus dem Buch des Lebens streichen, sondern mich vor meinem Vater und seinen Engeln zu ihm bekennen."
Offenbarung 3:11: "Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand dir deinen Siegeskranz nimmt."
Offenbarung 3:12: "Wer den Sieg erringt, den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen müssen. Ich werde den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das von meinem Gott aus dem Himmel herabkommt, auf ihn schreiben und auch meinen neuen Namen."
Offenbarung 3:21: "Wer den Sieg erringt, dem werde ich das Recht geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich den Sieg errungen und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe."
Offenbarung 21:7: "Wer den Sieg erringt, wird dies alles erben. Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein."
Wer den Sieg erringt
Und einer von den Ältesten ergriff das Wort und sprach zu mir: Wer sind diese, die mit weißen Kleidern bekleidet sind, und woher sind sie gekommen?
Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es! Und er sprach zu mir: Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen; und sie haben ihre Kleider gewaschen, und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes.
(Offenbarung 7:13)
Wer in der Endzeit Jesus annimmt wird die weissen Kleider erhalten.
Sie werden durch das Blut Jesu reingewaschen.
Echte, widergeborene Christen werden durchhalten, Gott unterstützt und trägt sie
«Darum, liebe Brüder und Schwestern, sind wir nicht mehr unserer alten menschlichen Natur verpflichtet und müssen nicht länger ihren Wünschen und ihrem Verlangen folgen. Denn wer ihr folgt, muss sterben. Wenn ihr aber mit der Kraft des Geistes euer selbstsüchtiges Verhalten tötet, werdet ihr leben.»
(Römer 8:12)
«Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht treu zu euch. Er wird auch weiterhin nicht zulassen, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen.»
(1.Korinther 10:13)
Gott bewahrt uns, wenn wir ihm vertrauen
«Bis dahin wird euch Gott durch seine Kraft bewahren, weil ihr ihm vertraut. Und so erfahrt ihr schließlich seine Rettung, die am Ende der Zeit für alle sichtbar werden wird.»
(1. Petrus 1:5)
Gott bewirkt, dass wir seinen Willen ausführen können
«Und doch ist es Gott allein, der beides in euch bewirkt: Er schenkt euch den Willen und die Kraft, ihn auch so auszuführen, wie es ihm gefällt.»
(Philipper 2:13)
"Hier zeigt sich die Standhaftigkeit derer, die zu Gottes heiligem Volk gehören und an den Geboten Gottes und am Glauben an Jesus festhalten."
(Offenbarung 14:12)
"Durch den Glauben werdet ihr Gottes Macht erfahren, die euch beschützt, bis zum Tag der endgültigen Rettung, die Gott für euch bereithält."
(Petrus 1:5)
"Deshalb kann Jesus auch alle retten, die durch ihn zu Gott kommen. Denn er lebt für immer, um sich für sie einzusetzen."
(Hebräer 7:25)
"Ich bin davon überzeugt, dass Gott das gute Werk, das er bei euch begonnen hat, auch weiterführen und am Tag von Jesus Christus vollenden wird."
(Philipper 1:6)
"Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden niemals verlorengehen. Niemand kann sie mir entreißen, denn mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist mächtiger als alles andere. Niemand kann sie ihm entreißen."
(Johannes 10:27-29)
"Denn ich bin überzeugt: Nichts in der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt. Weder der Tod noch das Leben, weder Engel noch Dämonen, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, keine Macht aus der Höhe oder aus der Tiefe und nichts anderes in der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt."
(Römer 8:38-39)
Wer ein echte Bekehrung erlebt hat wird von Gott getragen bis zum Schluss.
Einen Christen auf den rechten Weg zurückzubringen bedeutet ihn zu retten
«Liebe Brüder und Schwestern (Gemeint sind Christen)! Wenn jemand von Euch vom rechten Weg abkommt und ein anderer bewegt ihn zur Umkehr, dann darf dieser sicher sein:
Wer einen Sünder von seinem falschen Weg abbringt, der hat diesen Menschen vor dem Verderben gerettet, denn Gott hat ihm alle Sünden vergeben.»
(Jakobus 5:20)
Hier geht es effektiv nicht darum, dass jemand im Begriff ist abzufallen und wieder auf den rechten Weg gebracht wird. Also ist Abfall möglich? Ja von einem Glauben der niemals mit dem Heiligen Geist besiegelt wurde, kann man abfallen. Ein versiegelter Christ kann nicht abfallen. Man stelle sich vor ein Kind wächst in einer christlichen Gemeinde auf. Das heisst nicht automatisch, dass es den wahren Glauben ernsthaft angenommen hat. Dass es Busse getan hat. Es kann sein Leben lang in den Gottesdienst gegangen sein und in seiner Gemeinde gelebt haben. Dies führt nicht automatisch zu Versiegelung mit dem Heiligen Geist. So ein Mensch kann irgendwann diesen oberflächlichen Glauben verwerfen und sich in weltliche Sünden verstricken und ist in der Gefahr Gott endgültig zu verwerfen. So jemanden zur Gemeinde zurückzubringen, bedeutet letztlich diese Person vor dem Verderben zu retten. Weil sie wird nur zurückkehren, wenn sie überzeugt davon ist, dass Jesus die Wahrheit und das Leben ist.
Mit Furcht und Zittern an der eigenen Rettung arbeiten
“Was schließen wir daraus, liebe Freunde? Ihr habt immer befolgt, was ich euch weitergegeben habe. Hört aber nicht nur auf mich, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht während meiner Abwesenheit. Arbeitet mit Furcht und Zittern an eurer Rettung.„
(Philipper 2:12)
Philippus 2:12 ermutigt die Gläubigen, ihre eigene "Rettung" mit Furcht und Zittern zu bearbeiten. Diese Passage bezieht sich auf einen fortwährenden Gehorsam gegenüber Gott im täglichen Leben. Es geht hier nicht um die Erlösung von der Hölle. Der Begriff "Rettung" wird hier verstanden als Überwindung zeitlicher Schwierigkeiten oder als Bewältigung von Prüfungen durch treuen Gehorsam und praktische Anwendung des Glaubens. Obwohl Gläubige vor der Hölle keine Angst haben müssen, sollen sie dennoch Ehrfurcht vor Gott haben. Diese Ehrfurcht umfasst Respekt vor Gottes Größe und Anerkennung seiner Disziplin. Die Gläubigen werden ermutigt, aus ihrer Ehrfurcht vor Gott heraus zu leben und ihn in allem zu verherrlichen, selbst inmitten von Herausforderungen und Prüfungen des Lebens.
Paulus ist nicht schuld wenn Menschen verloren gehen
«Hört, was ich euch nun sagen möchte: Ich weiß, dass keiner von euch, denen ich von Gottes Reich gepredigt und bei denen ich gelebt habe, mich wiedersehen wird.
Deshalb erkläre ich euch heute: Ich bin nicht schuld daran, wenn einer von euch verloren geht.
Denn ich habe nichts verschwiegen, sondern euch den ganzen Plan Gottes zur Rettung der Welt verkündet.»
(Apostelgeschichte 20:15)
Hier geht es darum, dass die echten Christen nicht auf einen falschen Pfad gelangen der von Sünde geprägt ist. Und um falsche Christen die effektiv verloren gehen können, weil ihr Glaube nicht echt ist. Paulus hat ihnen alles wichtig gelehrt und sie gewarnt.
Die falschen Lehrer
«Diese falschen Lehrer haben genauso wenig Verstand wie wilde Tiere, die nur zum Fangen und Schlachten geboren werden. Solche Leute folgen ihren Trieben und verspotten, was sie gar nicht verstehen, aber ihre Bosheit wird ihnen zum Verhängnis werden.
Sie werden für ihre Verdorbenheit bezahlen müssen. Besteht doch ihr ganzes Vergnügen darin, schon am helllichten Tag üppige Gelage zu veranstalten. Ein Schandfleck sind sie in eurer Gemeinde; denn sie verbreiten selbst dann noch ihre betrügerischen Irrlehren, wenn sie mit euch zusammen essen.
Ständig machen sie Frauen, die zum Seitensprung bereit sind, schöne Augen. Unersättlich geben sie sich der Sünde hin. Sie verführen alle, die leicht zu beeinflussen sind. Habgier hat alles andere aus ihrem Herzen verdrängt. Gottes Fluch wird sie treffen.
Den richtigen Weg haben sie verlassen und gehen in die Irre, genauso wie Bileam, der Sohn von Beor. Er tat bereitwillig für Geld Unrecht.
Aber Bileam wurde für sein Vergehen zurechtgewiesen. Ein Esel war es, der mit menschlicher Stimme zu ihm sprach und den Propheten hinderte, sein wahnwitziges Unternehmen auszuführen.
Diese falschen Lehrer sind wie Brunnen ohne Wasser, wie Wolken, die der Sturm vor sich hertreibt, ohne dass sie den ersehnten Regen bringen. In der tiefsten Finsternis werden sie einmal für ihre Bosheit büßen müssen.
Sie schwingen große Reden, doch es ist nichts als hohles Geschwätz. Mit ihrem zügellosen Leben, das von selbstsüchtigen Begierden bestimmt ist, reißen sie alle wieder in die Sünde hinein, die gerade erst den falschen Weg verlassen haben und mit knapper Not entkommen sind.
Sie versprechen anderen die Freiheit, sind aber selbst Sklaven ihrer Verdorbenheit. Denn von wem ich mich überwältigen lasse, dessen Gefangener werde ich.
Diese falschen Lehrer haben Jesus Christus als ihren Herrn und Retter kennen gelernt und sind dadurch der Verdorbenheit dieser Welt entronnen. Wenn sie sich aber dann wieder in die Sünde verstricken und von ihr gefangen nehmen lassen, so sind sie schlimmer dran als je zuvor.
Es wäre besser, sie hätten nie etwas von Christus erfahren! Denn so haben sie ihn zwar kennen gelernt, sich dann aber doch wieder von den heiligen Geboten, die sie empfangen haben, abgewandt.
An ihnen bewahrheitet sich das Sprichwort: »Der Hund frisst noch einmal, was er herausgewürgt hat.« Oder das andere: »Auch ein gewaschenes Schwein wälzt sich wieder im Dreck.« Nichts anderes tun diese Menschen.»
(2. Petrus 2:12-21)
Im 2. Petrus 2:12-22 warnt der Apostel Petrus eindringlich vor falschen Lehrern, die zwar Jesus Christus kennengelernt haben, aber dennoch wieder in die Sünde zurückgefallen sind. Sie zeichnen sich aus durch Habgier und sexuelle Verderbtheit. Sie predigen ein falsches Evangelium. Durch ihre falschen Lehren und ihr falsches Tun, reissen sie andere Menschen gleich mit in den Abgrund.
Diese Passage hebt die besondere Gefährdung und das schlimmere Schicksal dieser Menschen hervor, die einmal den Weg der Gerechtigkeit gesehen, sich dann aber wieder davon abgewendet haben.
Petrus beschreibt diese falschen Lehrer als Menschen, die Jesus Christus als ihren Herrn und Retter kennengelernt haben. Diese Kenntnis hat sie zunächst aus der Verdorbenheit der Welt befreit.
Allerdings impliziert diese „Kenntnis“ keine tiefe, rettende Beziehung, sondern nur eine oberflächliche, intellektuelle Anerkennung. Trotz ihres anfänglichen Entkommens aus der Sünde lassen sich diese Menschen wieder in die Sünde verstricken und davon gefangen nehmen.
Diese Rückkehr zur alten Lebensweise zeigt, dass ihre ursprüngliche Befreiung nicht von echter Umkehr und Erneuerung begleitet war. Ihr Zustand ist nun schlimmer als zuvor, da sie bewusster gegen die Erkenntnis der Wahrheit handeln.
Petrus erklärt, dass es für diese Menschen besser gewesen wäre, nie von Christus erfahren zu haben. Dieses starke Urteil basiert auf der Tatsache, dass eine Kenntnis der Wahrheit und anschließende Abwendung ein größeres Maß an Verantwortung und damit auch eine schwerere Strafe nach sich zieht. Die Sprichwörter „Der Hund frisst noch einmal, was er herausgewürgt hat“ und „Auch ein gewaschenes Schwein wälzt sich wieder im Dreck“ illustrieren bildhaft das Verhalten der falschen Lehrer.
Trotz einer äußerlichen Reinigung oder Veränderung kehren sie zu ihrem ursprünglichen, unreinen Zustand zurück, was zeigt, dass ihre wahre Natur unverändert geblieben ist.
Petrus betont, dass diese Menschen nie echte Gläubige waren. Ihre Rückkehr zur bewussten Sünde belegt, dass ihre innere Transformation nie stattgefunden hat. Ein wahrer Gläubiger erfährt eine tiefgreifende Veränderung seines Herzens und seiner Natur, die ihn langfristig im Glauben hält und von der Sünde abhält.
Diese Passage im 2. Petrus 2:20-22 warnt eindringlich vor den schwerwiegenden Konsequenzen einer oberflächlichen Kenntnis Christi ohne wahre innere Veränderung. Falsche Lehrer, die sich zwar als Christen ausgeben, aber letztlich zu einem sündhaften Leben zurückkehren und dazu aufrufen, sind schlimmer dran als solche, die nie etwas von Christus gehört haben. Diese Warnung soll die Gläubigen dazu ermutigen, ihre Berufung und Erwählung sicherzustellen und beständig im Glauben und in der Heiligkeit zu leben.
Diese Warnung an die falschen Lehrer ist in vielerlei Hinsicht ernster als die an die Hebräer gerichtete
Die Hebräer waren sich über die Botschaft Jesu nicht sicher und erwogen, zum alten Gesetz zurückzukehren, um ein gottesfürchtiges Leben nach den jüdischen Vorschriften zu führen.
Im Gegensatz dazu, sündigen die falschen Lehrer bewusst und verdrehen die Botschaft des Evangeliums. Sie haben das Evangelium kennengelernt, es intellektuell verstanden und sich trotzdem wieder der Sünde zugewandt.
Falsche Lehrer, die die Botschaft des Evangeliums bewusst verdrehen und mutwillig in Sünde leben, werden von Gott schlimmer bestraft werden als diejenigen, die nie etwas von Christus gehört haben. Insbesondere darum, weil sie als Lehrer ihre Gemeinde beeinflussen können.
Wenn man sich den Zustand des heutigen Christentums so anschaut, verwundert die Warnung über falsche Lehrer nicht.
Weitere Warnungen über falsche Lehrer
«Ihr aber, meine Lieben, wisst nun, wie gefährlich diese Irrlehrer sind. Hütet euch vor ihnen! Lasst euch nicht von eurem festen Glauben abbringen und geht nicht mit ihnen in die Irre.»
(2.Petrus 3:17)
«Ihr aber, meine lieben Freunde, sollt daran denken, was die Apostel unseres Herrn Jesus Christus vorhergesagt haben.
Sie warnten euch davor, dass in dieser letzten Zeit Menschen auftreten werden, denen nichts heilig ist. Sie wollen nichts von Gott wissen und lassen sich nur von ihren selbstsüchtigen Begierden leiten.
Sie spalten die Gemeinde. Ihr ganzes Tun und Denken ist auf diese Welt ausgerichtet; Gottes Geist ist nicht in ihnen.»
(Judas 1:17)
«Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied reißende Wölfe zu euch kommen, die die Herde nicht verschonen werden. Auch aus eurer Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes reden, um die Jünger an sich zu ziehen.»
(Apostelgeschichte 20:29)
Abfall von dem Glauben
Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen anhängen, verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben.
(1.Thimotheus 4)
Ja, es ist möglich, vom oberflächlichen Glauben abzufallen. Aber in diesem Vers ist nicht der persönliche Abfall gemeint, sondern die Ablehnung des Christentums als Glaubensdoktrin. Die Kirchen verlieren immer mehr Mitglieder, und immer mehr Menschen suchen nach anderen spirituellen Wegen, die immer dämonischer Natur sind. Der intellektuelle Glaube stirbt aus. Der Vers beschreibt, wie der Glaube – egal in welcher Form – in der heutigen Zeit allgemein zurückgeht und durch dämonische Lehren ersetzt wird.
Statistiken belegen den Rückgang des Christentums in vielen westlichen Ländern seit den 1940er Jahren. In Deutschland etwa war 1949 noch rund 98 % der Bevölkerung Mitglied einer christlichen Kirche, während dieser Anteil bis 2020 auf etwa 55 % gesunken ist. Besonders die Zahl der praktizierenden Christen hat dramatisch abgenommen. Laut einer Umfrage des Pew Research Centers aus dem Jahr 2017 sind in Europa über die letzten 50 Jahre hinweg die regelmäßigen Gottesdienstbesucher von über 50 % auf unter 20 % gefallen.
Auch hier tritt das wiederkehrende Thema zutage: Echte, versiegelte Christen können nicht verloren gehen! Der Rest hingegen durchaus.
Schlusswort
Echte Christen können nicht vom Glauben abfallen.
Die Bibel lehrt eindeutig, dass wahre Christen bis zu ihrem physischen Tod von Gott bewahrt werden und danach ins Himmelreich eingehen. Ihr Glaube ist nicht vergänglich, sondern durch Gottes Gnade gesichert.
Gute Werke sind nicht notwendig zur Erlösung – sie ist ein Geschenk Gottes.
Gleichzeitig warnt die Bibel vor falschen Christen: Menschen, die die rettende Botschaft nicht mit dem Herzen angenommen haben und nicht in Christus wiedergeboren sind. Ihr Glaube ist nur oberflächlich, und sie können sehr wohl davon abfallen. Die Schrift spricht auch eindringlich über falsche Lehrer und dämonische Lehren, die viele verführen.