Dürfen Frauen Karriere machen? Die Rolle der Frau im Christentum


Dürfen Frauen Karriere machen? Die Rolle der Frau im Christentum.

Der Titel ist bewusst provokativ gewählt – ein bewusster Anstoß, weil das Thema von so großer Bedeutung ist.


Die ursprüngliche Idee von Mann und Frau

Die Bibel beschreibt in der Schöpfungsgeschichte, dass Mann und Frau füreinander geschaffen wurden, um eine tiefe Einheit und Ergänzung zu bilden:

"Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein."

– 1. Mose 2,24 (Elberfelder Übersetzung)

Gott schuf die Frau, damit Adam nicht länger allein sein musste. Sie wurde als Hilfe für ihn geschaffen – nicht im Sinne von Unterordnung, sondern als ein Wesen, das ihm gleichgestellt ist, ihn versteht und unterstützt:

"Und der HERR, Gott, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht."

– Genesis 2,18

Die Schöpfung der Frau aus der Rippe des Mannes symbolisiert ihre tiefe Verbundenheit mit ihm: Sie ist ein Teil von ihm. Aus heutiger Sicht könnte man sogar sagen, sie sei ein Teil seiner „DNA“ – ein Bild für die enge Einheit von Mann und Frau:

"Da ließ Gott, der HERR, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und er schlief ein. Und er nahm eine von seinen Rippen und verschloss die Stelle mit Fleisch. Und Gott, der HERR, baute die Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen."

– Genesis 2,21

Im hebräischen Originaltext wird diese Beziehung noch präziser dargestellt. Der Mann wird als „Isch“ bezeichnet, während die Frau „Ischa“ genannt wird. Diese Begriffe betonen ihre gegenseitige Ergänzung – sie ist nicht ein Anhängsel, sondern ein integraler Teil von ihm, eine „Männin“. Diese Vorstellung kann bei modernen Leser*innen, insbesondere in feministischen Kreisen, auf Widerspruch stoßen. Doch bevor vorschnelle Urteile gefällt werden, lohnt es sich, die tieferliegende Symbolik und Bedeutung dieser Erzählung zu betrachten.


Einheit und der erste Auftrag Gottes

Wenn Mann und Frau „ein Fleisch werden“, entsteht neues Leben. Gemeinsam erfüllen sie so das allererste Gebot der Bibel:

"Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde!"

– 1. Mose 1,28 (Elberfelder Übersetzung)

Gott liebt seine Schöpfung und möchte, dass die Erde von Leben wimmelt. Ursprünglich waren Mann und Frau als einander ergänzende Wesen in völliger Harmonie gedacht. Sie sollten glücklich und in Frieden zusammenleben.


Harmonie vor dem Sündenfall

Vor dem Sündenfall lebten Mann und Frau im vollkommenen Einklang. Ihre Beziehung war geprägt von gegenseitiger Ergänzung und Harmonie – ein Zustand, der dem ursprünglichen Schöpfungsplan entsprach. Dieses ideale Bild beschreibt das Kapitel „Sex ist die wahre Ehe“ ausführlich.


Die Auswirkungen des Sündenfalls

Doch der Sündenfall änderte alles:

Genesis 3:7

"Da wurden ihre Augen beide aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hegten Feigenblätter und machten sich Hüften."

Mann und Frau fanden sich plötzlich in einem gefallenen Zustand wieder. Dadurch wurden sie auch anfällig für Satans Einflüsterungen, dessen Ziel eindeutig ist:

"Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben."

– Johannes 10,10 (Elberfelder Übersetzung)


Die Mission Satans: Zerstörung der Familie

Satan will die Menschen von der Bibel und Gottes Geboten fernhalten:

2. Korinther 4,4:

„Bei denen der Gott dieser Welt die Sinne verblendet hat, dass sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, der das Bild Gottes ist, nicht sehen.“ (Elberfelder Übersetzung)

Satans Strategie besteht darin, die traditionelle Familie zu untergraben – die Vereinigung von biologischem Mann und biologischer Frau in der Ehe. Dabei wird die Frau als Mutter, Hausfrau und Unterstützerin des Mannes als negativ in den Mittelpunkt gerückt. Satans Ziel ist es, Gottes Schöpfungsordnung ins Gegenteil zu verkehren, die Gesellschaft ins Chaos zu stürzen und die Menschen von Gott fern zu halten.

Durch die Umkehr dieser Ordnung, wie sie im Neofeminismus zu sehen ist – mit provokativen Aussagen wie „Männer sind unnötig und wir brauchen sie nicht!“ – wird Satans Plan deutlich. 

Diese Haltung führt jedoch zu verheerenden Folgen für die Gesellschaft, da sie die fundamentalen Strukturen von Familie und Gesellschaft destabilisiert. Statt einer harmonischen und gegenseitigen Unterstützung zwischen Mann und Frau in der Familie entsteht eine toxische Spaltung, die nicht nur das Wohl von Kindern und Ehepaaren gefährdet, sondern auch das gesellschaftliche Gefüge als Ganzes.

In den biblischen Lehren wird der Mann als liebevoller Leiter und die Frau als unterstützende Partnerin gesehen, was das Fundament für eine stabile und gesunde Familie bildet. Dieses Modell fördert nicht nur das Wohl der Familie, sondern trägt auch zur Stabilität der Gesellschaft bei. Doch durch die fortschreitende Abkehr von dieser göttlichen Ordnung wird die traditionelle Familie zunehmend in Frage gestellt, was langfristig die Grundlagen für das Wohl der kommenden Generationen erschüttern wird.


Die Folgen von Scheidung: Zerstörung der familiären Basis

Die hohe Scheidungsrate ist nicht nur ein Symptom individueller Probleme, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen mit weitreichenden Konsequenzen. Laut dem Bundesamt für Statistik liegt die Scheidungsrate in der Schweiz bei rund 40 %, und jedes Jahr sind mehr als 12.000 Kinder direkt von der Trennung ihrer Eltern betroffen. Diese Zahlen verdeutlichen, wie weit verbreitet das Problem ist und welche Dimension es angenommen hat.


Langfristige Folgen für Kinder

Kinder, die eine Scheidung ihrer Eltern erleben, sind oft die Hauptleidtragenden. Psychologische Studien, wie die des renommierten Instituts für Familienforschung und des Max-Planck-Instituts, haben gezeigt, dass Kinder aus Scheidungsfamilien ein um 50 % höheres Risiko für psychische Störungen haben als Kinder aus intakten Familien.

Eine Untersuchung des Schweizer Psychologen Dr. Hans Egli, spezialisiert auf Bindungsforschung, stellte fest, dass Kinder aus Scheidungsfamilien häufiger unter Bindungsstörungen, geringem Selbstwertgefühl und Schulproblemen leiden. Besonders deutlich wird das bei den Auswirkungen auf die Beziehung zum Vater: Rund 65 % der Kinder verlieren nach einer Scheidung eine enge Bindung zu ihrem Vater, was sich oft auch im Erwachsenenalter nicht mehr verbessert.

Laut Dr. Paul Amato, Professor an der Penn State University, können die negativen Auswirkungen einer Scheidung auf Kinder sogar in die nächste Generation hineinwirken. Kinder, die eine Scheidung ihrer Eltern erlebt haben, neigen häufiger dazu, selbst instabile Beziehungen zu führen oder später zu scheitern.


Gesellschaftliche Kosten

Neben den individuellen Folgen tragen Scheidungen auch erheblich zur Belastung der Gesellschaft bei. Laut der Stiftung Pro Juventute entstehen durch die Unterbringung von Kindern in Heimen oder Pflegefamilien zusätzliche soziale und finanzielle Kosten. Die Zahl der Kinder in solchen Einrichtungen beläuft sich derzeit auf rund 13.000. Diese Kinder sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, im späteren Leben auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein oder Delinquenzverhalten zu entwickeln.

Eine Untersuchung der Marriage Foundation in Großbritannien ergab, dass Scheidungen jährlich Kosten in Milliardenhöhe für den Staat verursachen – durch Sozialhilfe, Kinderbetreuung und psychologische Betreuung. Auch in der Schweiz sind diese finanziellen Belastungen nicht zu unterschätzen.


Die Bedeutung der Mutter-Kind-Bindung

Die ersten Jahre im Leben eines Kindes sind entscheidend für dessen emotionale, soziale und kognitive Entwicklung. Die Bindung zur Mutter spielt dabei eine zentrale Rolle und ist wissenschaftlich unbestritten.

Die psychologische Basis der Bindung

Bereits in den 1950er Jahren legte Dr. John Bowlby, der Begründer der Bindungstheorie, den Grundstein für unser Verständnis der Mutter-Kind-Bindung. Er stellte fest, dass Kinder, die in den ersten Lebensjahren eine sichere Bindung zur Mutter haben, ein besseres Selbstbewusstsein, eine höhere soziale Kompetenz und eine größere Resilienz gegenüber Lebenskrisen entwickeln.

Neuere Studien des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften untermauern diese Erkenntnisse. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder, die eine stabile Beziehung zur Mutter aufbauen können, messbare Vorteile in der Gehirnentwicklung haben, insbesondere in den Bereichen, die für emotionale Regulation und soziale Interaktion verantwortlich sind.

Die Frau hat klar die grössere Verantwortung für das Kindeswohl in den ersten Jahren.


Auswirkungen bei Trennung oder Abwesenheit

Eine Studie der Harvard University untersuchte die Auswirkungen frühzeitiger Trennung von der Mutter, etwa durch Vollzeitbetreuung in Krippen. Es zeigte sich, dass diese Kinder ein 25 % höheres Risiko für emotionale Probleme wie Unsicherheit, Angststörungen und geringeres Selbstwertgefühl aufweisen. Ähnliche Ergebnisse fanden Forschende des Child Development Institute, die feststellten, dass eine unzureichende Mutter-Kind-Bindung zu erhöhter Stressanfälligkeit und späteren Schwierigkeiten im Umgang mit Beziehungen führen kann.


Die Rolle der Mutter in der Frühphase

Die Bindung beginnt bereits vor der Geburt und intensiviert sich durch die Schwangerschaft, das Stillen und die ständige Nähe in den ersten Lebensjahren. Die Stillzeit, die laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens sechs Monate dauern sollte, stärkt nicht nur die körperliche Gesundheit des Kindes, sondern auch die emotionale Bindung. Studien belegen, dass gestillte Kinder häufiger eine sichere Bindung zur Mutter entwickeln, was ihnen langfristig hilft, gesunde Beziehungen aufzubauen.


Auswirkungen auf die Gesellschaft: Ein Teufelskreis

Die Kombination aus hohen Scheidungsraten, instabilen familiären Verhältnissen und einer geschwächten Mutter-Kind-Bindung hat weitreichende gesellschaftliche Konsequenzen. Laut dem Bericht der OECD zum Wohlbefinden von Kindern hat die Schweiz trotz ihres hohen Lebensstandards Probleme mit der emotionalen Stabilität von Kindern aus zerbrochenen Familien. Diese Kinder haben ein um 30 % höheres Risiko, später arbeitslos zu werden oder in die Armut abzurutschen.

Die britische Psychologin Penelope Leach fasst es treffend zusammen: "Kinder brauchen in den ersten Lebensjahren eine konstante und liebevolle Betreuung, vorzugsweise durch die Mutter. Gesellschaften, die dies nicht fördern, bezahlen den Preis in Form von erhöhten sozialen Problemen."


Vor der Ehe und in der Ehe: Die Karriere der Frau ist im Einklang mit Gottes Plan

Die Bibel lehrt, dass Männer und Frauen vor Gott gleichwertig sind. 

In Galater 3,28 heißt es: „Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist weder Mann noch Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.“

Dieser Vers betont die fundamentale Gleichheit aller Menschen vor Gott. Jeder Mensch, unabhängig von Geschlecht oder sozialem Status, ist vor Gott gleichwertig.

Doch Gott hat jedem Menschen Talente und Fähigkeiten gegeben, die er zum Nutzen der Gemeinschaft und zur Ehre Gottes einsetzen soll.

1. Petrus 4,10 sagt: „Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes.“

In diesem Vers wird deutlich, dass es nicht nur darum geht, eigene Talente zu entwickeln, sondern diese auch für das Wohl der Gemeinschaft und zur Verherrlichung Gottes zu nutzen. 

Die Bibel spricht damit sowohl Männer als auch Frauen an. Es gibt keine geschlechtsspezifischen Einschränkungen hinsichtlich der Nutzung dieser Gaben.

Es wäre eine Verschwendung, wenn eine Frau ihre Talente, etwa als Ärztin oder Unternehmerin, nicht in der Gesellschaft einbringt. Ebenso sind auch Männer dazu berufen, ihre Fähigkeiten in ihrem Beruf und für das Wohl der Gemeinschaft zu nutzen. Es ist wichtig, dass jeder, unabhängig von Geschlecht, seine Talente mit einem klaren Fokus auf das Wohl Gottes und der Gesellschaft einsetzt.


Die Veränderung der Perspektive in der Ehe

Vor der Ehe liegt der Fokus auf der persönlichen und beruflichen Entfaltung. Doch nach der Eheschließung verändert sich dieser Blickwinkel. 

In der Ehe und mit der Verantwortung für eine Familie geht es zunehmend darum, wie Talente im Einklang mit den Bedürfnissen der Familie genutzt werden können.

Die Bibel gibt klare Hinweise auf die Rollen und Verantwortlichkeiten von Mann und Frau in der Ehe. 

In Epheser 5,33 heißt es: „Auch ihr, die ihr verheiratet seid, liebt eure Frauen wie euch selbst, und die Frau sehe zu, dass sie ihren Mann ehrt.“ 

Dieser Vers spricht von der gegenseitigen Verantwortung in der Ehe. Der Mann wird aufgefordert, seine Frau mit Liebe zu führen, während die Frau ihren Mann respektiert. Diese Rollen sind nicht im Widerspruch zueinander, sondern ergänzen sich, um als Einheit zu wachsen und zu gedeihen.

Das bedeutet nicht, dass der Mann oder die Frau ihre Talente und Berufung aufgeben müssen. Vielmehr geht es darum, diese Gaben in den Dienst der Ehe und der Familie zu stellen. 

Die Ehe erfordert also einen Perspektivenwechsel. Vor der Ehe lag der Fokus oft auf der beruflichen Entfaltung und persönlichen Zielen. Nach der Eheschließung ist es jedoch entscheidend, wie Talente im Dienst der Familie eingesetzt werden, insbesondere mit Fokus auf das Kindeswohl.

Es ist wichtig, dass Frauen ihre Talente für Beruf und Karriere nutzen, jedoch nicht auf Kosten ihrer Familie und der Zeit mit ihren Kindern. Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind entscheidend für die Entwicklung, und eine enge Mutter-Kind-Bindung ist fundamental für das spätere Leben des Kindes. Diese biblische Ordnung ist ein Modell für die Stabilität in der Familie und in der Gesellschaft.


Die Verantwortung von Mann und Frau in der Ehe

Die Bibel gibt klare Anweisungen zur Verantwortung von Mann und Frau in der Ehe. Diese Prinzipien sind nicht nur zeitlose Werte, sondern auch eine Grundlage für eine stabile Familie. 

In Epheser 5,23 heißt es: „Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, er, der sich selbst als Retter des Leibes hingegeben hat.“

Der Mann trägt die Verantwortung, die Familie geistlich zu leiten und für die Sicherheit und das Wohlergehen der Frau zu sorgen.

Für die Frau ist es wichtig, sich in Liebe und Respekt dem Mann unterzuordnen, wie es in Epheser 5,22 geschrieben steht: „Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn.“ Dies bedeutet nicht Unterdrückung, sondern eine freiwillige Hingabe im gegenseitigen Respekt.

Beide Partner sind berufen, die Ehe in gegenseitiger Liebe und Fürsorge zu führen. So wird die Familie zu einer Einheit, die Gottes Prinzipien widerspiegelt und ein starkes Fundament für die Kinder bildet. 

Epheser 6,4 betont, dass Eltern ihre Kinder „in der Zucht und Ermahnung des Herrn“ erziehen sollen, was den biblischen Fokus auf eine liebevolle und verantwortungsvolle Erziehung unterstreicht.


Ein Tip für eine erfolgreiche Ehe

In der heutigen Zeit möchte keine Frau hören, dass sie sich einem Mann unterordnen soll. Dieses Konzept wurde in der Vergangenheit – insbesondere in älteren Generationen – oft missbraucht, was dazu führte, dass Frauen als bloße Haussklavinnen behandelt wurden, die dem Mann gehorchen mussten. 

Aufseiten der Männer wurde häufig Machtmissbrauch betrieben, und Frauen wurden als weniger wert angesehen und auf ihre Funktion für das Wohl des Mannes reduziert. Doch genau das ist nicht die Idee einer christlichen Ehe!

Das Prinzip der Unterordnung sollte vielmehr als wohlmeinender Rat für die Partnerwahl verstanden werden. Eine Frau sollte einen Mann wählen, den sie respektieren und unterstützen möchte. Es sollte jemand sein, der dieselben Werte teilt, mit dem sie in dieselbe Richtung gehen möchte. 

Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Frau ihr eigenes Leben oder ihre Ziele aufgeben muss. Denn genauso wie die Frau zur Unterordnung aufgerufen wird, ist der Mann verpflichtet, seine Frau zu lieben, zu ehren und stets ihr Bestes im Sinn zu haben. Dieses gegenseitige Gebot eröffnet einen großen Raum für Konsens, Gleichberechtigung und Kompromisse.

Epheser 5,25 fordert Männer auf, ihre Frauen zu lieben „wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat“. 

Ich behaupte jedoch, dass das Scheitern einer Beziehung vorprogrammiert ist, wenn diese Regel bei der Partnerwahl missachtet wird. In einer gesunden Beziehung muss ein gemeinsamer Weg vorgegeben werden, und nach Gottes Design obliegt diese Verantwortung dem Mann.

Im Paradies wurde diese göttliche Ordnung auf den Kopf gestellt: Satan verführte die Schlange, die Schlange die Frau, die Frau den Mann – und letztlich wandte sich der Mann gegen Gott.

Interessanterweise erfolgt das Prinzip der Unterordnung in vielen Fällen ganz automatisch. Studien zeigen, dass Frauen tendenziell Partner wählen, die in sozialer, finanzieller oder akademischer Hinsicht über ihnen stehen – Männer, die besser verdienen oder besser ausgebildet sind. Dies passiert aber eher unbewusst. Dies deutet darauf hin, dass die ursprüngliche Schöpfungsordnung in gewisser Weise tief in uns verankert bleibt, unabhängig davon, wie sehr wir sie infrage stellen.


Die nächste Generation ist schon da

Die biblischen Rollen von Mann und Frau in der Ehe sind kein veraltetes Konzept, sondern ein bewährtes Modell für Stabilität und Harmonie innerhalb der Familie. Wissenschaftliche Studien zur Mutter-Kind-Bindung sowie zu den Auswirkungen von Scheidungen belegen, dass dieses biblische Modell den natürlichen Bedürfnissen von Kindern und Eltern entspricht, insbesondere in Bezug auf die Rolle der Mutter als Hauptbezugsperson in den frühen Lebensjahren.

Die Bibel unterstreicht die Verantwortung der Eltern in der Kindererziehung. In Epheser 6,4 heißt es: „Erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“ Dieser Vers betont die Bedeutung einer liebevollen, aber auch disziplinierten Erziehung, die das Kindeswohl in den Mittelpunkt stellt und die Bindung zwischen Eltern und Kindern stärkt.

Eine biblische Ehe orientiert sich nicht an persönlichem Erfolg, sondern am gemeinsamen Einsatz für das Wohl der Familie. Wenn sich Mann und Frau für Kinder entscheiden, tritt das Wohl der Kinder über die individuellen Wünsche. Diese Priorität wird auch in Matthäus 18,6 unterstrichen, wo davor gewarnt wird, Kindern Schaden zuzufügen. Psalm 127,3 beschreibt Kinder als „eine Gabe des Herrn“, was die große Verantwortung verdeutlicht, die Eltern für ihre Kinder tragen.

Nach Gottes Plan ist die Familie eine Einheit, in der der Mann die Verantwortung als Leiter übernimmt und die Frau ihn als unterstützende Partnerin ergänzt. Dieses Modell fördert gegenseitigen Respekt und klare Verantwortlichkeiten, wodurch eine stabile Basis für eine gesunde Gesellschaft entsteht.

Letztlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob er seine Talente für Gott und die Gesellschaft einsetzt oder sich für das Modell einer biblischen Familie entscheidet. Dabei geht es nicht darum, Karriere und persönliche Wünsche vollständig aufzugeben, sondern darum, Prioritäten klar zu setzen und das Wohl der Familie über alles zu stellen – im Einklang mit biblischen Prinzipien und den Bedürfnissen der Kinder. Dieses Modell, das sowohl in der Bibel als auch durch moderne Erkenntnisse unterstützt wird, bietet eine Grundlage für ein Leben voller Harmonie und Erfüllung.

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